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Business Intelligence (Subject) / Kurs 3 (Kapitel 1 und 2) (Lesson)

Grundlegende Begriffe und Konzepte (Business Rules und Metadatenmanagement)

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  • 2.1 Welche Kategorien bzw. Typen von Business Rules gibt es? Ableitungsregeln: zeichnen sich dadurch aus, dass die Regeln dadurch entstehen, indem auf bereits bestehende Regeln oder Informationen zurückgegriffen wird und sich dadurch neue Business Rules ableiten lassen. Beispiel: ein zurückgewonnener Kunde, der ein Jahr lang keine Leistung bezogen hat und erst danach wieder Leistungen bezieht.   Einschränkungen: können in Form eines Gebots oder Verbots vorliegen. Beispiel: Ein Neukunde erhält NUR bei der Eröffnung eines neuen Bankkontos eine Prämie.   Prozessregeln: Drücken aus, dass ein Sachverhalt oder eine Aktivität eine andere Aktion auslöst. Beispiel: Wenn ein Kunde einen Kredit beantragt, muss der Kunde auf seine Kreditwürdigkeit hin überprüft werden.
  • 2.1 Welche Eigenschaften müssen Business Rules haben? 1. Präzise Formulierung, so dass kein Interpretationsspielraum existiert 2. Verständlichkeit, so dass jeder die Regel versteht (unabhängig vom Wissensstand) 3. Deklarativ, d.h. die Regel gibt nur vor, was das zu erreichende Ziel ist, jedoch nicht, wie es erreicht werden soll
  • 2.1 Was ist das Business Motivation Model (BMM)? Das Business Motivation Model (BMM) bildet den Zusammenhang zwischen Business Rules, Geschäftspolitik und Unternehmensstrategie ab.  
  • 2.1 Welche beiden Teilbereiche gibt es im Business Motivation Model (BMM) und welche Komponenten haben diese beiden Teilbereiche ? Unternehmenszweck: kann entweder die Vision oder das angestrebte Ziel eines Unternehmens sein. Es beinhaltet keine Informationen darüber, wie das Ziel oder die Vision erreicht werden kann. Die VISION spiegelt die Vorstellung eines Unternehmens wider, wie es sich in der Zukunft sieht (langfristig). Die gewünschten ZIELE betreffen meist einzelne Unternehmensteile (ebenfalls langfristig). Zusätzlich gibt es ZIELVORSTELLUNGEN die zumeist kurzfristig und quantitativ sind. Zielvorstellungen sind immer spezifisch und haben ein definiertes Ende (z.B. 10% Umsatzplus im nächsten Jahr). Zielvorstellungen sollten realistisch und messbar sein. Zielvorstellungen werden durch Taktiken erreicht. 2. Der Weg, um diesen Unternehmenszweck zu erreichen: Hierzu gehört die Mission des Unternehmens, die Handlungsoptionen und die Anweisungen bzw. Vorschriften. Die MISSION fokussiert die Erreichung der Vision und ist langfristig ausgelegt. Die MISSION wird durch die Unternehmensstrategie bestimmt. Zu den HANDLUNGSOPTIONEN gehört die Unternehmensstrategie (langfristig ausgelegt) und die Taktik (kurzfristig ausgelegt). Die Unternehmensstrategie ist nur dann erfolgreich, wenn genügen Vorschriften vorhanden sind, die steuernd auf die Handlungsoptionen wirken. Die VORSCHRIFTEN werden in deklarativer Form festgehalten und sind verantwortlich für die Durchsetzung der Geschäftsstruktur (eine gute Balance der Vorschriften ist wichtig). zu Vorschriften gehören Business Rules und Geschäftspolitik.
  • 2.1 Welche Durchführungslevel bei Business Rules gibt es? 1. Strikte Durchsetzung: bei nicht beachten der Regel droht eine Strafe 2. Aufgeschobene Durchsetzung: Eine Regel kann nach hinten zurückgestellt werden (muss jedoch dann später berücksichtigt werden) 3. Vorherige Autorisierung 4. Ausnahme mit vorheriger Rechtfertigung: wenn eine Regel nicht beachtet werden soll, muss dies vorab geklärt werden (z.B. weshalb das Einhalten der Regel nicht möglich oder sinnlos erscheint) 5. Ausnahme mit Erläuterung: Wenn eine solche Regel nicht beachtet wird, ist eine schriftliche Erläuterung notwendig 6. Richtwert: optionale Einhaltung der Regel
  • 2.1 Wie wird einer Business Rule ein Durchführungslevel zugeordnet? Die Zuordnung der Regeln zu dem jeweiligen Durchführungslevel wird primär durch die taktischen und somit kurzfristigen Handlungsoptionen eines Unternehmens festgelegt.
  • 2.1 Was ist prinzipiell notwendig, um Prozesse mit Hilfe von Business Rules steuern zu können (S.10)? Die Business Rules müssen zum einen bestimmte Eigenschaften erfüllen und zum anderen in eine formalisierte Implementierungssprache transformiert werden, sodass diese von verschiedenen Applikationen genutzt werden können. Z.B. RuleML oder BRML. Die Regeln können dann auch zentral in einem Regelrepositorium abgelegt werden.
  • 2.2 Welche beiden Eigenschaften können Metadaten zugeordnet werden? 1. Beziehungsmerkmal: Metadaten stehen immer in Bezug zu korrespondierenden Objektdaten 2. Abstraktionsmerkmal: Metadaten befinden sich auf einer höheren Abstraktionsebene als Objektdaten. Im Objektparadigma entspricht dies dem Unterschied zwischen Objekttypen oder Klassen
  • 2.2 Welche Klassifizierung von Metadaten gibt es? technische und fachliche Metadaten
  • 2.2 Welche Metadatenkategorien existieren? Erläutere kurz die Kategorien. 1. Terminologie: Fachbegriffe müssen definiert und ihre Bedeutung klar festgelegt und normiert werden (auch Datenstruktur und Zusammenhänge zwischen Begriffen). 2. Analyse: Diese Metadaten enthalten Angaben zu den Datenanalysemöglichkeiten im Unternehmen (Dimensionen, Kennzahlen, Algorithmen, Verantwortlichkeiten, usw.) 3. Organisationsbezug: Verknüpfung zwischen Metadaten und Organisationsstruktur (z.B. Berechtigungen) 4. Qualität: Metadaten zur Messung der Qualität 5. Struktur/Bedeutung: Diese Metadaten dienen der Benennung und technischen bzw. fachlichen Beschreibung von Datenstrukturelementen durch Eigenschaften (Name, Typ, Datentyp, Speichergröße, Ersteller, usw.) 6. Systembezug: Die Metadaten liefern Informationen zum Informationssystem, wo sie verarbeitet werden (z.B. Softwarekomponente, Hersteller, usw..). 7. Transformation: Diese Metadaten dienen der näheren Spezifizierung von Datentransformationsprozessen innerhalb des Unternehmens. Metadaten könnten z.B. über einzelne Transformationsschritte, über den Verwendungszweck o.ä. gesammelt werden. 8. Metadatenhistorie: Durch die Historie können Veränderungen der Metadaten festgehalten werden. Eine Historisierung der Objektdaten kann nur dann erreicht werden, wenn auch die Metadaten historisiert werden.
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  • 2.2 Wozu sollte ein Unternehmen Metadatenmanagement machen? 1. Viele Unternehmen können die Metadaten nicht effizient nutzen 2. Oftmals gibt es Metadaten nur als implizites Wissen in den Köpfen der Mitarbeiter (Ziel ist es aber diese Metadaten als explizites Wissen bereitzustellen) 3. qualitativ hochwertige Metadaten können die Unternehmensprozesse unterstützen 4. Dient der Erzeugung, Verwaltung und Bereitstellung von Metadaten.
  • 2.2 Welche Prozesse existieren im Metadatenmanagement? 1. Anwendung: Datenanalyse (fachliche und technische Metadaten) 2. Metadatenmanagement:     2.1 Datenqualitätsmanagement     2.2 Datenstrukturmanagement     2.3 Datenkontextmanagement     2.4 Terminologiemanagement 3. Entwcklung: Systementwicklung (technische Metadaten)