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  • Faktorenanalytische Persönlichkeitsmodelle - > Bsp. Eysenck Unterscheidet sich von anderen Typologien Erstellung eines Persönlichkeitsmodell auf rein experimenttell-statistischer Grundlage hierarische Ebenen: Spezifische Reaktionen ( niedrigste Niveau, nicht konstante Verhaltensweisen) Habituellen Reaktionen (übergeordnet, mehr oder weniger konstant) Eigenschaften, Persönlichkeitszüge (traits, gewohnheitsmäßiges Verhalten) Übergeordneter Typus ( Anzahl von Merkmalen die statistisch zusammengehören) = oberstes Niveau Ermittelt 2 große bipolare Typenfaktoren: Extraversion/Introversion sowie Neurotizismus/Emotionalität Aus diesem Zusammenspiel: spezifische Theorie der Persönlichkeit und der Neurosen Es gibt normale Extravertierte und normale Introvertierte Neurotische Extravertierte (Hysteriker) und neurotische Introvertierte (Dysthymiker) Parallelen zu alten Temperamentslehren von Hippokrates
  • 4.2 Bedeutende Annahmen der Differentiellen Psychologie für die Diagnostik 2 Forschungsinhalte der Differentiellen Psychologie (Grundlagenfach) interindividuelle Unterschiede im Leistungsbereich (= maximale Performanz erwünschter Verhaltensweisen) Persönlichkeits Bereich (= typische Performanz)
  • Ziele der Differentiellen Psychologie Verhaltensunterschiede zwischen Personen beschreiben sucht nach Möglichkeiten diese Unterschiede zu erklären ( darüber hinaus sollten aufgrund der Beschreibung von Unterschieden Vorhersagen über künftiges Verhalten )   Windelband: nomothetisch (setzte sich durch, generalisierende Aussagen in Form von Gesetzmäßigkeiten und Idiographisch ( einmaligkeit, Einzigartigkeit und Ganzheitlichkeit der Persönlichkeit) Meta-Idiographiekann gewisse allgemeine Richtlinien zu Erforschung der Persönlichkeit geben In jüngerer Zeit: Renaissance der idiogrpahischen Persönlichkeitsforschung ( personenzentriert) Diff. kann als nomothetische Wissenscht die Einmaligkeit des Menschen nicht erfassen
  • 4.2.1 Eigenschaftskonzept-Konstrukte-Indirekt erschlossene Eigenschaften Wenn nicht Aussagen über ein konkretes verhalten gemacht werden sollen, sondenr auf einem höheren Abstraktionsniveau, greift Diagnostik auf das Eigenschaftskonzept der Diff zurück ( gedankliche Konstrukte, hypothetische Gebilde) Je nach Häufigkeit = hohe, niedrige Merkmalsausprägung Jäger: Bei Eigenschaften handelt es sich somit um die Annahme bzw. Zuschreibung von relative breiten und zeitlich stabilen Dispositionen zu bestimmten Verhaltensweisen, die konsistent in verschiedenen Situationen auftreten Annahmen basieren auf Klassischer Testtheorie
  • Psychologischer Test wissenschaftliches Verfahren lässt sich routinemäßig anwenden bestimmt die Position einer Person relativ grenzt Personeneigenschaften empirisch ab
  • Charakteristika der klassischen Testtheorie Personeneigenschaft zählt als stabil ( dasselbe Merkmal bei denselben Pe. in unterschiedlichen Situationen erheben - Prägung bleibt gleich) Test, Elemente, Items bleiben unverändert von Anwender zu Anwender überwiegt verwendung von Realnormen = relative Position ( kriteriumsorientierte Testtheorie: nach inhalten gemessen) Testscore darf kein Ergebnis gegenübergestellt werden, das sich aus dem verbalen Gehalt der Einzelitems ableitet diff: Ansatz zugrunde: Tests zeigen Unterschiede zwischen Personen auf Ziel: auch unter intertemporären und transsituativen Aspekt zu betrachten ( Reliabilität), Unabhängigkeit vom Kontext Hohe Konsistenz: Intelligenz, Introversion Niedrige Konsistenz: Ehrlichkeit
  • Bemühen der Diff. um Identifikation deskriptiver Konstrukte Aufzeigen von Stabilität und Konsistenz Such nach explikativen Konstrukten empirischer Nachweis der Abhängigkeit des deskriptiven vom explikativen Merkmal bringt korrelative Zusammenhänge in zeitliche Reihenfolge Hilfsmittel zur Aufdeckung von Moderatorvariablen( zeitlich, früh beeinflusst spät oder 3. Variabel? - Berechnung von Partialkorrelationen Aber: inwieiweit ist menschliches Verhalten tatsächlich über die Zeit stabil und über vergleichbare Situationen konsistent?
  • Kritiker des Eigenschaftskonzepts Walter Mischel Bezweifelt Vorstellung von zeitübergreifenden und transsituativen Persönlichkeitsdispositionen Übernimmt Mittelstellung zw. Traitisten und Situationisten = Interaktionismus Umgebung ist eine wichtigere Verhaltensdeterminatne als Persönlichkeitsmerkmale Kurzlebig, Höhepunkt in Arbeiten von Bowers und Endler& Magnusson
  • Annahmen konventioneller Persönlichkeitsmodelle Verhalten eines Menschen hängt davon ab welchen Charakter er hat - dauerhaft! ABER: Lerntheoretiker: aber: äußere Situation muss bedacht werden ( interaktionismus)
  • Kritiker des Interaktionismus Paul Wachtel: Mischel habe nur an normalen Studenten durchgeführt kommt darauf an wie diese Situation vom Individuum wahrgenommen und interpretiert werde Mischel gab zu; man müsse auch gewisse kognitive "Personenvariablen" bei der Verhaltensvoraussage berücksichtigen, aber man braucht Untersuchungen dafür Jack Block: (Langzeituntersuchung) Untersuchung - Konsitenz der Merkmale wie bei Eppstein:durch Aggregation höhere Reliabilitäten - bessere Vorhersagbarkeit ( aber verwechselt er Verhaltensstabilität mit situationsübergreifender Konsistenz?) Roland Singer: (Sportpsychologe) jeder kann doch Beispiele für Gleichförmigkeit und Gleichartigkeit unseres eigenen und des Verhaltens anderer über verschiedene Situationen hinweg aufzählen, nehmen sowohl Konsistenz des Verhaltens unter variablen Umweltbedinungen als auch Variabilität des Verhaltens über Zeit und Situation hinweg wahr  
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  • Untersuchung von Hartsthorne & May ethisch bedenklicher Versuch: Kinder in Situation in der sie schwindeln zwischen Verhalten in verschiedenen Situationen nur niedrige Korrelationen
  • Ist nicht manches von dem, was wir als Persönlichkeits- Temperaments- oder Charaktereigenschaften zu erfassen glauben, ein Ergebnis von Selbstdarstellung? In Studien in denen das Verhalten durch Beobachter anhand von Ratingskalen oder durch den Betreffenden selbst eingeschätzt wird sprechen die Ergebnisse mehr für Konsistenz Studien tatsächliches Verhalten in verschiedenen Situationen: Situationsspezifität Self-Monitoring Ansatz von Snyder: er unterscheidet Personen, die sich selbst weniger oder mehr "überwachen" ( mehr oder weniger situtaionsabhängig) Als so genannte reaktive Messinstrumente sind alle Verfahren zur Messung von Persönlichkeitsmerkmalen anfällig gegenüber "subjektiven" Einflüssen auf das Untersuchungsergebnis Wenn bei Testuntersuchungen "situative Identitäten" besitzen ist klar wenn sie je nach den Anforderungsmerkmalen einer Situation unterschiedliche Selbstbeschreibungen abgeben In manchen Testitems wird die soziale Erwünschtheit geprüft, weil die soziale Erwüntschtheit vom Untersuchungskontext abhängig ist
  • 4.3 Die Diagnostik unter dem Einfluss bestimmter Schulen 2 Ansätze haben die Entwicklung des diagnostischen Instrumentariums geprägt: Persönlichkeitstheorien, die zeitstabile Eigenschaften annehmen Theorien, die den Prozesscharakter der Person herausstellen
  • Konzepte zeitstabiler Eigenschaften zu ermitteln sind Eigenschaften denen das konstante und konsistene Verhalten entspringt = Aussage der Klassischen Testtheorie kritisiert aber Bestandteil der Diagnostik
  • Prozessorientierte Konzeptionen Verhalten als Prozessgestalt: biographisch orientierte Modelle psychodynamische Theorien kriteriumsorientierte Leistungsmessung interaktionistische Ansätze
  • Biographie orientierte Persönlichkeitsmodelle ( Stern, Bühler, Freund, Murray) versuchen menschliches Verhalten v.a von seiner biogrphischen Genese zu verstehen explorativen oder explorationsähnlichen Methoden
  • Kriteriumsorientierte Leistungsmessung Prozess des Verhaltens ( beobachtung und Beschreibung) an einem wohldefinierten Kriterium orientiert
  • Interaktionistische Persönlichkeitsmodelle stellen das Verhalten als Resultate von Personen und Situationen dar, im Sinne von Interaktion gleiche Verhaltensweiße in unterschiedlichen Situationen etc verbindung von lerntheoretische und kognitionspsychologische Ansätze Situations-Reaktions-Inventar
  • Resümee Das Konzept zeitstabiler Eigenschaften und die prozessorientierten Persönlichkeitskonzeptionen lassen sich nicht zu einem einheitlichen System von Diagnostik integrieren Statusdiagnostik wird dem Eigenschaftskonzept zugeordnet: Erfasst werden soll der Zustand eines Probanden, etwa das Profil seiner "stabilen" Leistungsfunktionen Prozessdiagnostik wird psychodynamischen, kriteriumsorientierten und interaktionistischen Ansätzen zugeordnet: Erfasst werden soll ein Verhaltensprozess, etwa die Änderungen bei einem Probanden im Verlauf einer Therapie
  • Klassischer Test def von Lienert &Raatz Klassischer Test: wissenschaftliches Routineverfahren zur Untersuchung eines oder mehrerer empirisch abgrenzbarer Persönlichkeitsmerkmale mit dem Ziel einer möglichst quantitativen Aussage über den relativen Grad der individuellen Merkmalsausprägung