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Veranstaltungsfachwirt: Rechnugswesen (Subject) / KLR (Lesson)
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- Aufgabe des Betriebsabrechnungsbogen Verursachungsgerechte Kostenkontrolle (wo genau fallen die Kosten an?) Verteilung der Gemeinkosten auf die Kostenstellen Ermittelung der Gemeinkostenzuschlagssätze als Basis für die Kalkulation Überwachung der Kosten (Kontrolle der Wirtschaftlichkeit)
- Durchführung der Kostenstellenrechnung mittels BAB Hier werden vorher abgegrenzten Gemeinkostenarten mit ihren entsprechenden Gesamtwerten eingetragen. Verteilungsgrundlage Die Summe der Gemeinkosten wird nach einem Verteilungsschlüssel oder nach Belegen (z. B. Gehaltslisten) auf die einzelnen Kostenstellen verteilt. Dabei ist zu beachten, ob es sich um Kostenstelleneinzelkosten oder Kostenstellengemeinkosten handelt. Hier werden die Summen eingetragen, die auf die einzelnen Kostenstellen verteilt wurden. (mittels der Verteilungsgrundlage - also dem Verteilungsschlüssel oder dem Beleg) Summierung: Jetzt werden die zugeteilten Gemeinkosten von jeder Kostenstelle zu einer Summe addiert. Ermittlung der Zuschlagssätze: Mithilfe der ermittelten Summen und den jeweiligen Zuschlagsgrundlagen werden für jede einzelne Kostenstelle nun die Zuschlagssätze ermittelt.
- Verteilungsschlüssel der Kostenstellengemeinkosten) - Kostenstellengemeinkosten werden mittels Verteilungsschlüssel auf die Kostenstellen aufgeteilt. - Beispiele für Kostenstellengemeinkosten: Abschreibungen, Miete, Steuern, Zinsen, Energiekosten - Verteilunsschlüssel: 1,5 : 5 : 2 : 1,5 = 10 Anteilsberechnung = 45.000 / 10 = 4.500 €/Anteil Material = 4.500 €/Anteil x 1,5 Anteile = 6.750 €Fertigung = 4.500 x 5 = 22.500 €Verwatung = 4.500 x 2 = 9.000 €Vertrieb = 4.500 x 1,5 = 6.750 € Die 45.000 € Gesamtzinskosten wurden nun mithilfe eines Verteilungsschlüssels aufgeteilt und die Werte können nun in den BAB übernommen werden.
- Materialgemeinkostenzuschlagssatz (MGKZ) oder Materialkosten = Kosten Fertigungmaterial 85.000 (100 %) + Materialgemeinkosten 7.880 (x %) Zuschlagssatz MGKZ: 85.000 / 100 = 850 7.880 / 850 = x x = 9,27 % MGKZ
- Fertigungsgemeinkostenzuschlagssatz (FGKZ) oder Fertigungskosten = Kosten Fertigungslöhne 19.500 (100 %) + Fertigungsgemeinkosten 49.850 (x %) FGKZ: 19.500 / 100 = 195 49.850 / 195 = x x = 255,64 % FGKZ
- Herstellkosten des Umsatzes
- Herstellkosten = Materialkosten + Fertigungskosten
- Vertriebsgemeinkostenzuschlagssatz (VtrGKZ) oder Vertriebskosten = Herstellkosten 162.230 (100 %) + Vertriebsgemeinkosten (x %) VtrGKZ = (7.080 x 100) / 162.230 = 4,36 %
- Verwaltungsgemeinkostenzuschlagssatz (VwGKZ) oder Verwaltungskosten = Herstellkosten 162.230 (100 %) + Verwaltungsgemeinkosten 10.090 (x %) VWGKZ = (10.090 * 100) / 162.230 = 6,22 %
- Kostenstellenrechnung: Aufgaben / Durchführung Aus der Kostenartenrechnung erhalten wir die Kosten - in der Kostenstellenrechnung interessieren uns nur die Gemeinkosten Erstellung des Betriebsabrechnungsbogen (BAB) Verteilung der Gemeinkosten auf die einzelnen Kostenstellen anhand von Verteilungsschlüsseln oder Belegen Summierung der Gemeinkosten jeder Kostenstelle Berechnung der Gemeinkostenzuschlagssätze von jeder Kostenstelle
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- Kostenträgerrechnung - sagt, wofür die Kosten entstanden sind! - baut unmittelbar auf die Kostenarten- und Kostenstellenrechnung auf - Kostenträgerzeitrechnung: wie hoch sind die Gesamtkosten für einen Kostenträger in einer Abrechnungsperiode - Kostenträgerstückrechnung: wie hoch sind die Stückkosten für jeden Kostenträger
- Aufgaben der Kostenträgerrechnung Von einem Kostenträger sollen die Kostenhöhe sowie die Kostentruktur ermittelt werden Liefert Informationen für: Preispolitik, Entscheidungsrechnnung, Planungsrechnung Dient als Grundlage für Bewertung von: Eigenleistungen, Fertigerzeugnissen, unfertigen Erzeugnissen Stück- und zeitbezogene Ermittlung der Kosten / des Erfolges der Kostenträger
- Kostenträger Leistung eines Unternehmens, die Kosten verursacht. Beispiele: Produkt oder Dienstleitung, mit welchem ein ein Unternehmen Geld verdient.
- Prinzipien der Zurechnung von Kosten auf die einzelnen Kostenträger 1) Kostenverursacheungsprinzip = Kosten sind genau auf die Kostenträger zu verteilen = nur bei Teilkostenrechnung mögl. 2) Durchschnittsprinzip = Verrechnung der Kosten möglichst genau auf die Kostenträger zu verteilen 3) Kostentragfähigkeitsprinzip = willkürliche Verteilung auf die Kostenträger nach ihrer Belastbarkeit
- Kostenträgerstückrechnung - ermittelt die Herstellkosten und die Selbstkosten des Unternehmens für eine Kostenträgereinheit! 1) Vorkalkulation = Vorschaurechnung vor Auftragsannahme 2) Zwischenkalkulation = zwischen Vorkalkulation und Herstellungsende, Beobachtung der Kostenentwicklung 3) Nachkalkulation = Herstell- und Selbstkosten in tatsächlicher Höhe
- Vollkostenkalkulation sämtliche Kosten werden auf die Kostenträger verrechnet
- Teilkostenkalkulation verrechnet nur Teile der gesamten Kosten. --> variable Kosten oder Einzelkosten
- Angebotskalkulation „Zuschlagskalkulation als Vorkalkulation“ Ziel = die Ermittlung des Angebotspreis eines Kostenträgers (Produkt) Grundlage für die Berechnung ist der (BAB), aus dem die benötigten Gemeinkostenzuschlagssätze entnommen werden. Außerdem werden die Zuschläge für Gewinn, Skonto, Provision und Rabatt betrachtet.
- Skonto =
- Provision =
- Rabatt =
- Selbstkostenkalkulation / Zuschlagskalkulation Ziel = Ermittlung der Selbstkosten eines Kostenträgers (Produkt), = möglichst exakte Grundlage für die Berechnung des endgültigen Angebotspreises Selbstkosten = alle Kosten, die für die Herstellung von einem Produkt entstanden sind Grundlage --> Gemeinkostenzuschlagssätze des BABs
- Nachkalkulation / Kontrollkalulation „Zuschlagskalkulation als Nachkalkulation“ Ziel = Abweichungen zur Angebotskalkulation darzustellen = Kostenüberdeckung oder Kostenunterdeckung festzustellen = Kontrollfunktion Grundlage = Barverkaufspreis, tatsächlichen Ist-Kosten und Angebotskalkulation Der prozentuale Gewinnsatz wird mit folgender Formel ausgerechnet:
- Der prozentuale Gewinnsatz wird mit folgender Formel ausgerechnet:
- Selbstkosten des Umsatzes Ziel = die tatsächlichen Selbstkosten einer Abrechnungsperiode darzustellen Grundlage: Herstellkosten des Umsatzes um Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkostenzuschlagssätzen zu ermitteln. Selbstkosten des Umsatzes = Herstellkosten des Umsatzes + Verwaltung- & Vertriebsgemeinkosten
- Handelskalkulation = Preisberechnung der Handelsbetriebe - Netto-Listeneinkaufspreis Lieferrabatt (erhaltener Rabatt) - Netto-Zieleinkaufspreis Lieferskonto (erhaltener Skonto) + Netto-Bareinkaufspreis Bezugskosten (Fracht, Rollgeld, Transportvers.) + Netto-Einstandspreis (Bezugspreis) Handlungskosten (Geschäftskosten) + Selbstkosten Gewinn + Netto-Barverkaufspreis Kundenskonto (gewährter Skonto) + Netto-Zielverkaufspreis Kundenrabatt (gewährter Rabatt) Netto - Listenverkaufspreis
- Deckungsbeitrag Differenz zwischen Erlösen und den variablen Kosten Er soll die entstanden fixen Kosten innerhalb eines Produktions- oder Vertriebsprozesses decken. Stückgröße = Stückdeckungsbeitrag, db gesamte Menge eines Produktes = Gesamtdeckungsbeitrag, DB Grafik - Deckungsbeitrag
- Dechungsbeitragsrechnung Kostenrechnungssystem auf Teilkostenbasis
- Aufgaben der Kostenrechnungssysteme auf Teilkostenbasis: Verbesserung der: - Erfolgsanalyse - Erfolgsplanung - absatzpolitischen Entscheidungen - Faktorkombinationen - Kostenkontrolle
- Sytseme der Teilkostenabrechnung 1) einstufige Deckungsbeitragsrechnung (Direct Costing) DB = Erlöse - variable Kosten 2) mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung (Fix-Kosten-DB) DB = Erlöse - variable Kosten - verschiedene fixe Kosten
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- Stückdeckungsbeitrag (db) db pro Stück = Verkaufspreis (Erlös pro Stück) - variable Kosten Ziel: herauszufinden, in welchem Umfang ein Kostenträger (einzelnes Produkt) am Betriebserfolg beteiligt ist
- Gesamt-Deckungsbeitragsrechnung (DB) DB = db pro Stück * Absatzmenge x Ergebnis: zeigt, in wie weit ein Produkt bei einer bestimmten abgesetzten Menge zum Betriebserfolg beiträgt
- Betriebsergebnis = Gewinn/Verlust des Unternehmens Betriebsergebnis = DB – fixe Kosten Merke: DB > fixe Kosten = positives Betriebsergebnis (Gewinn) DB < fixe Kosten = negatives Betriebsergebnis (Verlust)
- Grafik: Deckungsbeitrag und Break even Point
- Preisuntergrenzen Betrag den ein unternehmen mindestens fordern muss, um überleben zu können! Kv = kurzf. Preisuntergrenze Kv + Kf mittelfristig = mittelfristige Preisuntergrenze Kv + Kf = langf. Preisuntergrenze
- Istkosten = tatsächliche Kosten einer Periode, die vom BAB ermittelt werden
- Normalkosten diejenigen Kosten, die im Durchschnitt der letzten Jahre anfielen (vergangene Periodenbetrachtung)
- Kostenunter- / -überdeckung Vergleich der Ist-Kosten mit den Normalkosten, indem man die Ist-Kostenzuschlagssätze denen der Normalkosten gegenüberstellt.
- Kostenüberdeckung = Normalkosten > Istkosten positiv zu bewerten. Tatsächlicher Gewinn ist größer als der erwartete Gewinn. (günstigerere Materialkosten/Einkaufspreise, Personalabbau)
- Kostenunterdeckung Normalkosten < Istkosten negativ zu bewerten. Tatsächlicher Gewinn ist kleiner als der erwartete Gewinn. (gestiegene Materialkosten/Einkaufspreise, höhere Löhne)
- Abrechnungsrechnung Das Ziel der Abgrenzungsrechnung ist es, die neutralen Aufwendungen und Erträge von den Kosten und Leistungen abzugrenzen. Dazu wird in der Abgrenzungsrechnung die Ergebnistabelle genutzt.
- Ergebnistabelle der Abgrenzungsrechnung Rechnungskreis 1: Im Rechnungskreis 1 werden alle Aufwendungen und Erträge aus der Finanzbuchhaltung erfasst. Es wird de facto die Gewinn und Verlustrechnung in der Tabelle wiedergegeben. Das Ergebnis vom Rechnungskreis 1 ist das Gesamtergebnis. Rechnungskreis 2: Der rechte Teil der Ergebnistabelle nennt sich Rechnungskreis 2 - es ist also der Teil der Kosten und Leistungsrechnung. Der Rechnungskreis 2 setzt sich zusammen aus dem Abgrenzungsbereich (3) und dem eigentlichen KLR-Bereich (4). Der eigentliche Abgrenzungsbereich: Jetzt wird es interessant! Der Abgrenzungsbereich setzt sich zusammen aus der unternehmensbezogenen Abgrenzung und den kostentechnischen Korrekturen. In der unternehmensbezogenen Abgrenzung werden alle Aufwendungen und Erträge aus dem Rechnungskreis aufgeführt, die neutral sind, also nichts mit dem betrieblichen Leistungsprozess zu tun haben. Bei den kostenrechnerischen Korrekturen werden korrekturbedürftige Aufwendungen aus dem Rechnungskreis 1 erfasst mit kalkulatorischen Kosten gegenübergestellt. ("Verrechnete Kosten") Im KLR-Bereich bzw. dem Bereich der Betriebsergebnisrechnung werden alle Kosten und Leistungen aus dem Rechnungskreis 1 erfasst. Das Ergebnis dieses Bereiches ist das Betriebsergebnis.
- Leitbild eines Unternehmens hat folgende Funktionen Orientierungsfunktion Entscheidungsfunktion Koordinierungsfunktion Intergrationsfunktion
- Orientierungsfunktion beim Leitbild eines Unternehmens Das Leitbild formuliert kurz und prägnant die strategischen Ziele (Mission und Vision) eines Unternehmens und die wesentlichen Orientierungen für Art und Weise ihrer Umsetzung. Werte Normen Regelungen Paradigmen
- Leitbild ist ein... ...Instrument, um die Unternehmensphilosophie (Unternehmensziele) allen Mitarbeitern und der Umwelt zu vermitteln. Es wird meist schriftlich fixiert, damit sich Mitarbeiter und Umwelt darauf einstellen bzw. Mitarbeiter permanent daran mitarbeiten können.
- Entscheidungsfunktion beim Leitbild eines Unternehmens Regeln für (Krisen-) Management Maßgaben für Entscheidungsspielraum
- Koordinierungsfunktion beim Leitbild eines Unternehmens Mitarbeiter Führungspersonen Öffentlichkeitsarbeit Mediation
- Integrationsfunktion beim Leitbild eines Unternehmens Verinnerlichung der Werte und Normen Wir-Gefühl Corporate Identity gemeinsamer Kommunikationsstil
- Organisationsformen eines Unternehmens Einliniensystem Mehrliniernsystem Stabliniensystem funktionale Organisation
- Vor- und Nachteile einer Stablinienorganisation Vorteile Entlastung der Linieninstanzen Leitungsunterstützung Sorgfältigere Entscheidungsvorbereitung Synergieeffekte durch Stabs- und Linienwissen Nachteile Gefahr eines „Stabs-Wasser-kopfes“ Konfliktpotential zwischen Stab und Linie Linie setzt Ideen der Stabsabteilung evtl. nicht um Informelle Macht der Stabsstellen durch Informationsvorsprung