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Geschichte der Psychologie (Subject) / 6A Psychologische Schulen - Element- und Willenspsychologie (Lesson)
6A. Psychologische Schulen im 19. und 20. Jhd. - Element- und Willenspsychologie
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- Leipziger Labor 1879 gegründet von Wilhelm Wundt. Das erste psychologische Laboratorim. Die experimentelle Psychologie wurde damals (angeregt durch die physiologischen Experimente von E.H. Weber) vor allem von Helmholtz Fechner Wundt begründet. Schüler aus aller Welt kamen nach Leipzig und wurden später namhafte Psychologen. z.B. Stanley Hall (gründete erstes psych. Labor in USA) James McKeen Cattell (erster Psychologie Professor der USA) Emil Kraepelin (Begründer der modernen Psychiatrie) » „Psychologie vom naturwissenschaftlichen Standpunkte aus“: seelische Vorgänge auf der Grundlage physiologischer Veränderungen erklären » Proponent experimenteller Methoden und statistischer Auswertungen, Ablehnung von Introspektion » Herstellung von Meßgeräten durch den Leipziger Mechaniker E. Zimmermann (z.B. Chronoskop) » Elementenpsychologie: Zerlegung des Bewußtseins in nicht weiter aufteilbare Bestandteile („Elemente“) und Ermittlung der Gesetze, nach denen sich Elemente verbinden
- Lehre der Leipziger Schule Trennung der Psychologie in zwei Teilbereiche Experimentelle Psychologie Völkerpsychologie Naturwissenschaftliches Psychologieverständnis Methoden: experimentelle statistische entwicklungsgeschichtliche (die letzte Methode wurde gestrichen, Kritik) Abtrennung einer eigenständigen Psychologie des Unbewussten (Psychoanalyse)
- Experimentelle (oder physiologische) Psychologie an Leipziger Labor Abgrenzung zum Assoziationismus, Betonung der Erfahrung Credo: Erklärung seelischer Vorgänge aufgrund physiologischer Veränderungen Messbarkeit von Sinneseindrücken als Grundlage der Erfahrung-> Entwicklung und Bau technischer Versuchs- und Messinstrumente Zerlegung der psychischen Vorgänge-> "Elemente des Bewusstseins", Begründung der Elementenpsychologie
- Wilhelm Wundt Studierter Mediziner, Forschungssemester bei DuBois-Reymond, Assistent von Helmholtz. Gründer des ersten Leipziger Labors.War vermutlich der produktivste Wissenschaftler aller Zeiten. Er publizierte 53735 Druckseiten. Bücher / Zeitschriften.Wundts Wirkung auf die Psychologie: Revolutionäre Bedeutung seiner Wissenschaft Verhältnis der Psychologie zur Philosophie (Wundt hielt an enger Verbindung zur Phil. fest) Festigung der Psychologie als empirische Wissenschaft
- Würzburger Schule Leitfigur: Oswald Külpe Befreiung von der Einengung der Leipziger Schule das Wesentliche psychischer Erscheinungen: Intentionalität (Aktpsychologie) Schüler (Ach, Bühler, Marbe)
- Lehre der Würzburger Schule Seele, Ich, Subjekt, Bewusstsein, Seelenvermögen Einheit des Seelenlebens Grundmethode (syst. Selbsbeobachtung bei herbeigeführten Denkprozessen / Assoziationen und Gedankenprozesse auf Reizwörter) Befunde: Viele Gedanken mit unanschaulichen Inhalten (Bewusstheiten bei Ach), Zielgerichtetheit des Denkens (determinierende Tendenzen, bei Ach "Kräfte"), Erlebnis des unmittelbaren Verstehens "Aha"-Effekt von Bühler von O. Külpe ausgehende psychologische Forschungsrichtung, die sich durch Selbstbeobachtung und Experiment insbesondere den Problemen des (produktiven) Denkens zuwandte. Sie erbrachte den Nachweis, dass es im Denken, Sprechen undWollen erfassbare Phänomene unanschaulicher Art gibt und dass Denkvollzüge nicht allein durch Assoziationen, sondern z. B. auch durch Zielvorstellungen alsdeterminierende Tendenzen bestimmt sind.
- Bühler-Wundt-Kontroverse In der Wundt-Bühler-Kontroverse (1907-1908) geht es um die auch für die heutige Denkpsychologie noch bedeutsame Frage, ob der Selbstbericht von Probanden über die eigenen Denkprozesse als wissenschaftliche Methode der Datengewinnung akzeptiert werden kann, wie vor etwa einem Jahrhundert von Karl Bühler vertreten, oder auf Grund von mangelnder Validität abgelehnt werden sollte, wie von Wilhelm Wundt gefordert.
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