Gesundheitspädagoge 3 (Subject) / Glossar (Lesson)
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begriffserklärungen modul 3
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- Dichotomie Dr. Thomas Blume Dichotomie Griech. ›Zweiteilung‹: Methode zur Klassifikation von Mengen von Gegenständen, bei der eine Gesamtmenge in zwei einander ausschließende Teilmengen eingeteilt wird. Das bedeutet, wer Glied der einen Teilmenge ist, kann nicht zugleich auch Glied der anderen Teilmenge sein. Beide Teilmengen zusammen bilden die Gesamtmenge. Beispiel einer Dichotomie ist die Einteilung der Menschen in Raucher und Nichtraucher. Raucher und Nichtraucher zusammen bilden die Gesamtmenge der Menschen. Mit der dichotomischen Einteilung eines Gegenstandsbereiches kommt das Prinzip vom ausgeschlossenen Dritten (tertium non datur ) zur Anwendung, das besagt, dass es neben jeweils zwei aufgeführten Eigenschaften keine dritte Möglichkeit gibt. Entweder jemand gehört zur Teilmenge der Raucher oder zur Teilmenge der Nichtraucher. Ein Drittes gibt es nicht. Die dichotomische Einteilung kann sich entweder an einem Merkmal orientieren (in diesem Falle wird über die Zugehörigkeit zu einer der beiden Teilmengen durch Besitz oder Nichtbesitz des entsprechenden Merkmals entschieden) oder die Einteilung folgt zwei Merkmalen, die jedoch nicht gemeinsam auf einen Gegenstand zutreffen dürfen. Beispiel einer an nur einem Merkmal orientierten Dichotomie ist die Einteilung in Raucher und Nichtraucher. Der Nichtraucher ist dadurch definiert, dass er die Eigenschaft des Rauchens nicht besitzt. Beispiel einer Dichotomie der zweiten Art ist die Einteilung in männlich und weiblich. Dichotomische Klassifikationsschemata waren in der Antike beliebt und wurden u. a. dazu verwendet, den Gesamtbereich des Seienden zu untergliedern. Beispiel hierfür ist die so genannte arbor porphyriana – eine auf den neuplatonischen Philosophen Porphyrios zurückgehende Einteilung, die, mit dem Substanzbegriff beginnend, alle Substanzen in körperliche und nicht körperliche Substanzen einteilt, die körperlichen Substanzen weiter in belebte und unbelebte, die belebten körperlichen Substanzen weiter in solche, die über Empfindung verfügen und solche, denen keine Empfindung zukommt usw. Bekanntestes Beispiel eines dichotomischen Einteilungsverfahrens ist jedoch die von Platon entwickelte Methode der Dihairesis (griech. ›Zerlegung‹), bei der man sich einem Begriff durch Anwendung von Dichotomien schrittweise nähert.
- divergierend unterschiedlich entgegengesetzt , ungleich , verschieden[artig], wahlweise ; (gehoben) mannigfaltig ; (bildungssprachlich) antagonistisch , diametral , different , disparat , divergent , divergierend , heterogen , inhomogen , konträr Aussprache Betonung: ụnterschiedlich Typische Verbindungen (computergeneriert)
- Compliance (Medizin, Psychologie) Bereitschaft eines Patienten zur aktiven Mitwirkung an therapeutischen Maßnahmen (Medizin) elastische Volumendehnbarkeit von Atmungs- und Gefäßsystemen (Bankwesen) Sicherstellung der ordnungsgemäßen Durchführung von Wertpapierdienstleistungen der Banken zum Schutz der Anleger (Wirtschaftsjargon) regelgerechtes, vorschriftsgemäßes, ethisch korrektes Verhalten
- Determinante (bildungssprachlich) bestimmender Faktor
- Laienätiologie LA erfaßt den Grad, zu dem Patienten ihre Beschwerden psychosozialen Ursachen wie etwa der eigenen Lebensführung oder beruflicher Belastung zuschreiben; hohe Skalenwerte kennzeichnen dabei eine starke Neigung zu psychosozialer Attribution.
- Nosologisch — Nosologie ist die Lehre von der Erscheinungsform / Klassifikation einer Krankheit und ursprünglich ein Teilgebiet der Pathologie
