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Gesamtbanksteuerung (Subject) / Gesamtbanksteuerung - mdl. (Lesson)
Gesamtbanksteuerung
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- Was bedeutet „MaRisk“? Qualitative Bankenaufsicht, Mindestanforderungen an das Risikomanagement. Wie gut schätzen KI ihre Risiken ein, ist EK-Ausstattung ausreichend. Anreiz bessere Verfahren zur Überwachung / Steuerung von Risiken anzuwenden. Dialog zwischen KI und Aufsichtsbehörde. Es ist die nationale Umsetzung der Säule II aus Basel.
- Welche Anforderungen wurden in den MaRisk zusammengefasst? ● Risikostrategie + Geschäftsstrategie muss vorhanden sein ● Wesentliche Risiken des KI müssen festgelegt sein ● Risikotragfähigkeit muss gegeben sein ● Funktionstrennung Markt und Marktfolge ● Angemessene Risikosteuerungs- und Controllingprozesse ● ICAAP = Risikomanagementprozess
- Doppelte Proportionalität ICAAP muss zu Größe Risikostruktur & Geschäftsvolumen proportional sein. ** SREP = Prüfung der ICAAP durch Aufsicht ■ Häufigkeit & Intensität muss zur Ausgestaltung ICAAP proportional sein ICAAP (Internal Capital Adequaty Assesment Process) SREP (Supervisory Review & Evaluation)
- Ab wann tritt die dritte MaRisk-Novelle in Kraft? Seit 12/2010 veröffentlicht -> Die BaFin hat eine Umsetzungsfrist bis 31. Dezember 2011.
- Inhalte AT und Besonderheit Grundlegende Anforderungen, kein unmittelbarer Zusammenhang zu Geschäftsarten -- Risikomanagement (ICAAP) Gesamtverantwortung der Geschäftsführung Anforderungen an MA: MA müssen über Orga-Richtlinien informiert sein Berichtswesen: Geschäftsleitung muss mind. 1⁄4 jährlich an Aufsichtsorgan berichten
- Inhalte der Internen Kontrollverfahren Interne Revision Internes Kontrollsystem Aufbau- & Ablauforganisation Risikosteuerungs- & Controllingprozesse Stresstests für alle wesentlichen Risiken, Auswirkungen auf Liquidität
- Inhalte MaRisk BTO Spezifische & weitergehende Anforderungen ● BTO: Anforderungen an Aufbau & und Ablauforga Markt und Marktfolge trennen, Unterscheidung risikorelevant (erhöht Insolvenzrisiken) nicht risikorelevant (erhöht Diversifikation)
- Inhalte MaRisk BTR ○ Adressausfallrisiken ■ Kreditausfallrisiko ■ Emittentenrisiko (Bonitätsrisiko) ■ Kontrahentenrisiko (Gegenpartei fällt aus, Abwicklung zu ungünstigerem Kurs) ○ Marktpreisrisiken ■ Zinsänderungsrisiko ■ Aktienkursrisiko ■ Währungsrisiko ■ Optionsrisiko ○ Liquiditätsrisiken ■ Liquiditätsrisiko i.e.S. (eigene Zahlungsfähigkeit) ■ Refinanzierungsrisiko (Refi nur zu ungünstigen Konditionen mögl.) ■ Marktliquiditätsrisiko (keine liquiden Mittel am Markt) ○ Operationelle Risiken ■ Prozessrisiken ■ Personelle Risiken ■ Systemrisiko ■ Externes Risiko (Reputationsrisiko)
- Was bedeutet Risikotragfähigkeit? Gegenüberstellung von Risiken und Risikodeckungspotenzial. Ist gegeben, wenn alle (wesentlichen) Risiken laufend durch das Risikodeckungspotenzial gedeckt werden.
- Wo kann ich die Geschafstrategie einsehen und was sind die wesentlichen Eckpunkte dieser? Geschäftsstrategie (mind. jährlich überprüft) 1.Sicherungsziele -> Liquidität, Wachstum, Sicherheit, Rentabilität 2. Auftraqgsziele -> Öffentlicher Auftrag, Regionalprinzip, Gemeinnützigkeit
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- Wo kann ich die Risiko-Strategie einsehen und was sind die wesentlichen Eckpunkte dieser? Risikotragfähigkeitskonzept ist Grundlage der Risikostrategie! Bestimmung Risikoverständnis, Risikoneigung, Umgang mit den Risikoarten Festlegung wesentlicher Risiken Risikodeckungskapital Risikokapital Stresstests Die Zieformulierung muss präzise und quantifizierbar sein.
- Maßnahmen zur Red. der Risiken - Adressausfall: ● auf gute & mittlere Bonis konzentrieren => Kompetenzen ● Höchstgrenzen für Blankokredite, Beschränkungen Großkredite ● Emittentenrisiken durch Mindestrating BBB begrenzen ● Kontrahenten: Partner sorgfältig aussuchen
- Maßnahmen zur Red. der Risiken - Marktpreis: Swaps ausschl. zur Absicherung Zinsbuch einsetzen Vertriebsmaßnahmen um Mittelzuflüsse in best. LZ zu erhöhen
- Maßnahme zur Red. der Risiken - Liquidität. Spez.Für ein Inst. Liquiditätskennziffer muss über 1,05 liegen Angemessene & verantwortungsvolle Strukturierung A/P
- Maßnahmen zur Red. der Risiken - Op-Risk. Standardverträge Notfallpläne Versicherungsschutz (Schlüssel) Internes Kontrollsystem
- Auf welche durch die Finanzkrise geprägten Themenbereiche beziehen sich einige Schwerpunkte der dritten MaRisk-Novelle? Insbesondere Risikotragfähigkeit / Aufbau eines Risikomanagementsystems zur Risikofrüherkennung
- Wodurch unterscheidet sich eine Szenarioanalyse von einer Sensitivitätsanalyse? Szenarioanalyse= Es werden mehrere Risikofaktoren verändert Sensitivitätsanalyse= Es wird nur ein Riskikofaktor verändert -> Dies jeweils im Rahmen eines “Stresstestes”
- Was ist der Unterschied zwischen einem „regulären Stresstest“ und einem inversen Stresstest? Bei Inversen Stresstests steht das Ergebnis am Anfang des Testes bereits fest. Ziel ist durch rekursives Vorgehen potentielle Anfälligkeiten zu ermitteln.
- Nennen Sie mindestens drei Elemente, die Teil des Risikomanagements gemäß MaRisk sind. Strategien Risikotragfähigkeit Interne Kontrollverfahren
- Aufgaben des Controllings Informationsmanagement Planung und Kontrolle Analyse von Abweichungsursachen Entwicklung von Handlungsalternativen Steuerung sämtlicher Geschäftstätigkeiten
- Unterscheidung 2 Arten Controlling - + kurze Erläuterung 1. Strategisches Controlling ● Zielvorschlägen, Maßnahmen, Geschäftsfelder 2. Operatives Controlling ● Konkretisierung der strategischen Maßnahmen ● Ziele für die einzelnen Geschäftsfelder & (Kontrolle, Analyse, Gegensteuerung, Plankorrektur)
- Unterschied Basel II - Basel III Basel II war eine Richtlinie (Empfehlung) Basel III ist eine Verordnung (Pflicht) !
- Nenne 3 Säulen von Basel Säule 1 - SolvV - Adäquate Eigenkapitalausstattung Säule 2 - MaRisk Säule 3 - Erw. Offenlegungsanforderungen
- 3 neue Kennzahlen und warum LCR - Mittelabfluss innerhalb 30 Tagen NSFR - Mittel-/langfristige Refi stabil halten LR - Verschuldung max. 33,3 fache des EKs
- Wesentliche Änderungen an den EK Regeln + die neuen ... Hartes KK von 2-4,5 soKK von 2-1,5 Erg.Kap- von 4-2 Kap.erh.puffer neu auf 2.5 u. Antizykl. Puffer auf 0-2,5
- Wie Auffbau von ben. reg. EK ? Anpassung einzelner Kapitalbestandteile 340f in g umwidmen Einbehaltung von Gewinnen
- Maßnahmen um EK-Aufwand zu reduzieren ? Überprüfung Kapitalintensiver Positionen => Mehr Baufi als Blankodarlehen Optimierung risikogewichteter Positionen: ○ Überprüfung der Zuordnung wohnwirtschaftlich oder gewerblich ○ Sicherheiten höher bewerten ○ Mehr Kredite gegen Besicherung ● Beteiligungen, auch indirekte, prüfen, i.O. ● Fortgeschrittene Messverfahren nutzen
- Wie Liqiduität verbessern ? Kurzfristige Liquidität sichern ○ Reduzierung widerruflicher Kreditzusagen ● Langfristige Liquidität sichern ○ Emission langlaufender Schuldverschreibungen (Pfandbriefe) ○ Fristigkeiten von Einlagen verlängern
- Risikotragfähigkeit - Was muss immer - Welche Sichtweisen ? Alle wesentlichen Risiken müssen jederzeit durch Risikodeckungspotenzial gedeckt sein! 1. Regulatorische Sichtweise: Eigenmittel | Risikogewichtete Aktiva Nur bilanzielle Positionen, keine Swaps Wieviel Risiko kann getragen werden ohne unter 8% Grenze zu fallen 2. Periodische Sichtweise: wirtsch. EK | GuV Risiken Risikodeckungspotenzial =EK+Jahresergebnis 3. Wertorientierte Sichtweise: Vermögen | Risiken (Frühindikator, Risiken erkennen, die in GuV noch nicht schlagend sind) Ausschließlich Betrachtung des Altgeschäftes => Verbarwertung aller Bestände Barwert wird i.d.R. größer sein als in GuV Variante. Aber barwertige Methode muss auch in der GuV tragbar sein, daher Integration aller 3 Verfahren!
- Prozess Risikotragfähigkeit: Ermittlung des RDP ● Festlegung des einzusetzenden RDPs ○ Maximalverlust den der Vorstand bereit ist zu verlieren ○ Dies wird aufgeteilt in die 4 wesentlichen Risiken ○ Unterlimite werden gebildet (in versch. Höhe inkl. Puffer für Neugeschäft und Änderungen) ● Limitierung ● Risikoquantifizierung ● Limitauslastung + Berichterstattung (mind. quartalsweise) ● Gegensteuerungsmaßnahmen und Kontrolle
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- Risikomonitoring Haftungsverbund ● Frühwarnsystem um Schieflagen frühzeitig zu erkennen ● Vertreuensbildendens Instrument gegenüber Kapitalmarkt, keine echte Risikotragfähigkeit ○ Grün: keine Anhaltspunkte für erhöhte Risikolage ○ Gelb: Anhaltspunkte für erhöhte Risikolage ○ Rot: konkrete Merkmale einer besonderen Risikolage ● Urteil gebildet aus: ○ ErRi-Kennziffer ○ Unternehmensurteil ○ Solva Kennziffer: 9,2% ○ Liquiditätskennziffer
- Risiko (VAR) ist ... die negative Abweichung von einem Erwartungswert, die während eines bestimmten Zeitraumes mit einer vorgegeben Wahrscheinlichkeit nicht überschritten wird. -> Erwartete Verluste sind kein Risiko
- Ziele der Risikosteuerung Risiken adäquat abbilden, messen und bewerten -> Risiko braucht einen Maßstab, die Relation von erzielter Rendite und eingegangenem Risiko ! Optimierung der Rendite-Risiko-Relation
- Ausprägungen des Risikos - 2 Sichtweisen GuV-orientierte Sicht -> Verluste die auch in der GuV anfallen, keine Betrachtung der Veränderung von stillen Reserven/Lasten Wertorientierte Sicht -> Negative Abweichung von einem erw. Vermögenswert, Betrachtung der Veränderung des Vermögenswertes unabhängig der GuV- Auswirkungen
- Marktpreisrisiko die Gefahr von Verlusten die aus Veränderung der Marktpreise von Handelsobjekten resultieren.
- Zinsänderungsrisiko GuV Alle Risiken die zinsinduzierte Änderungen der GuV nach sich ziehen ● GuV eines Jahres, ggf. Planbilanz Folgejahr ● Zinsspannenrisiko ● Abschreibungsrisiko ● Bilanzstrukturrisiko
- Zinsänderungsrisiko barwertig: Alle zinsinduzierten Änderungen des Barwertes der SPK (Totalperiode betrachtet) ● Cashflow sind hier alle Zahlungsströme deren Zinsbindung ausläuft! ● Cashflow ist nicht identisch mit Kapital Cashflow! ● Für variabel verzinsliche Produkte: Cashflow = 0, tatsächliche Verweildauer ermitteln ● Gleitender Durchschnitt ● Läuft nicht abrupt, sondern in Tranchen (gleitend) aus ● Ausschläge des Zinssatzes werden geglättet ● für Risikoermittlung genutzt ● für Kalkulation Produktzins genutzt => Marge stets konstant! ● Ablauffiktion:Festzinslaufzeit wird unterstellt (gemäß vergangenen Kundenverh.) Diese fiktiven Zinsbindungen müssen die Konditionenpolitik abbilden.
- Zinsbuchsteuerung (=Gesamtbank-Cashflow) mit Barwertkonzept: → Messung von unterj. Wertveränderungen in der Totalperiode → SPK kann daraufhin steuern und somit langfristig stabile Zinsspanne aufweisen.
- Zinsbuchsteuerung → Aktiv vs. Passiv Aktiv → Zinsmeinung zwingend → Abweichung vom Benchmark das Ziel Passiv → keine Zinsmeinung erforderlich → Disposition in zinsphasenunabhängige Benchmark Steuerung des Risikos → Durch Eigengeschäft ! → Swaps
- Rating → Benotung der zukünft. Fähigkeit eines Unternehmens Zins und Tilung leisten zu können. → Ermittlung der Ausfallwahrscheinlichkeit ● Bsp. Rating 9 – 2% der Kunden – Ausfall innerhalb von 12 Monaten
- Kalkulation Kreditkosten (Risikoadjustierte Bepreisung) Marktzins + Erw. Verlust + Risikokapitalverzinsung =Preisuntergrenze + EK-Verzinsung = Kreditkondition Erwarteter Verlust – kalulierbar – Kein EK zur Deckung erforderlich unerwarteter Verlust=CreditVaR → EK-Unterlegung erforderlich – Verzinsung durch „Kunden“
- CreditVaR nicht eindeutig zu ermitteln und ... entwickelt sich überprop. z.b. bei „hohen Volumen“
- Lösung der Sparkassen für CreditVaR CreditPortfolioView (CPV) Begrenzung des CreditVaR durch ● gut diversifizierte Kreditvolumina ● breite Branchenstreuung der Kredit ● überregionale Streuung Kreditrisikominimierung auch durch → Konsortialkredite oder Creditbaskets