Controlling (Subject) / Kosten- und Erlösrechnung (Lesson)
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Gesamtzinsspannenrechnung Marktzinsmethode Barwertmethode
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- 1.1 Deckungsbeitrag Nachkalkulation erfolgt als Deckungsbeitragsrechnung * Wie weit trägt Kd zur Deckung der Kosten bei? Konditionsbeiträge der Aktivgeschäfte + KB der Passivgeschäfte = Deckungsbeitrag 1 (MARKZINSMETHODE) + direkt zurechenbare Provisionserlöse - direkt zurechenbare Betriebskosten = Deckungsbeitrag 2 (Nettokonditionsbeitrag) - direkt zurechenbare Risikokosten - direkt zurechenbare EK-Kosten = Deckungskostenbeitrag 3 (Beitrag zum Betriebsergebnis)
- 1.1.1 Profit-Center-Konzepts - Ziele * Ausrichtung der kleinen, überschaubaren, dezentralen UN-einheiten auf Ertragszielen * Erhöhung der Anpassungsgeschwindikeiten auf veränderte Marktbedingungen * Entlastung der Führungsspitzen durch Entscheidungsdelegation * Entwicklung zu hoch motivierten, selbständigen
- 1.1.2 Profit-Center-Steuerung - Anforderungen * Mit zunehmender Hierachie sollte der Verdichtungsgrad der Reports zunehmen. Die Messung der Vertriebsleistung muss mind. auf oberster Ebene in einem Ergebnis münden. Es müssen Größen gefunden werden, die den Vertrieb am besten unterstützen mit zunehmer Hierachie => ZUnahme der ERTRAGSorientierung & Kostenverwaltung -- benötige MEHR Infos mit ABnehmender Hierachie => ZUnahme der Orientierung an OPERATIVEN Tätigkeiten -- mehr praktisch
- 1.4 Bruttozinsspanne - Berechnug 1. Ermittlung der Zinsen für JEDEN Kredit für 1 JAHR, Addition 2. Ermittlung der Zinsen für JEDE Einlage für 1 JAHR, Addition 3. Ermittlung der Differenz: pKredit - pEinlage 4. Differenz ins Verhältnis zur ØBS (Differenz ./. ØBS * 100)
- 1.0 Zinskonditionsbeitrag - Berechnung Die Marktzinsmethode trennt den Erfolg aus der im Vergleich zum Geld- und Kapitalmarkt besseren Kondition im Kundengeschäft (dem Konditionsbeitrag) von dem Erfolg aus der Fristentransformation (dem Strukturbeitrag). Konditionsbeitrag/Konditionsmarge Die Konditionsmarge ist: die Konditionsmarge eines Aktivgeschäftes gleich der Differenz zwischen seinem Zinssatz und dem fristengleichen Kapitalmarktzinssatz die Konditionsmarge eines Passivgeschäftes gleich der Differenz zwischen dem fristengleichen Kapitalmarktzinssatz und dem Zinssatz des Passivgeschäftes. GKM Zinssatz für 2 Jahre: 7 % Kredit für 2 Jahre: 9 % Konditionsmarge: 2 % Einlage 2 Jahre: 4 % Konditionsmarge 3 % Strukturbeitrag/Strukturmarge Eine Strukturmarge entsteht bei fristeninkongruenter Anlage und Refinanzierung. Beispielhafte Darstellung des Konditionenbeitrags sowie des Strukturbeitrags (Aktiv) Beispiel: Sollzins 9 %, Habenzins 4 % GKM Zinssatz für 2 Jahre: 7 % GKM Zinssatz für 1 Jahr: 6 % Volumen: 1000 Kredit für 2 Jahre: Sollzins (2 Jahre) - GKM-Zins (2 Jahre) = Konditionsmarge (aktiv): 9 %-7 % = +2 % Kond.marge(aktiv) · Volumen = Kond.beitrag (aktiv) 0,02·1000 = 20 Einlage 1 Jahr: GKM-Zins (1 Jahr) - Habenzins (1 Jahr) = Konditionsmarge (passiv): 6 %-4 % = +2 % Kond.marge (passiv) · Volumen = Kond.beitrag (passiv) 0,02·1000 = 20 GKM 2 Jahre (7 %) - GKM 1 Jahr (6 %) = +1 % entspricht der Strukturmarge. Strukturmarge · Volumen = Strukturbeitrag = 10 Sollzins 9 % · Volumen = Zinsertrag = 90 Habenzins 4 % · Volumen = Zinsaufwand = 40 Zinsertrag - Zinsaufwand = Zinsüberschuss = 50 = Strukturbeitrag + Kond.beitrag (ak) + Kond.beitrag (pa)
- 2. Barwertmodell der Marktzinsmethode *Bei wertorientierter Betrachtung wird immer nur der Vertriebserfolg des NEUgeschäfts in einer Summe dargestellt. Sowohl ositive, als auch negative Ergebnisse werden im Jahr ihrer Verursachung TRANSPARENT!! + Zur Ermittlung eines Barwertes werden zunächst die Ein- und Auszahlungen des Geschäftes (cash-flows) benötigt. => jeder cash-flow wird durch eine Gegengeschäft (GKM) glattgestellt *Gegenwärtiger Wert einer später fälligen Forderung. * Der Barwert wird durch Abzinsung oder Diskontierung ermittelt. * führt zu zinsveränderungsfreier Marge für Kdberater * auf Einzelgeschäfte bezogen sind Zahlungsströme aus Kdgeschäften nicht am GKM handelbar * Summen von Zahlungsströmen aus Aktiv-/Passivgeschäften können gebündelt werden am GKM * die tatsächliche Refinanzierung/Anlage ist Entscheidung des Treasury => Zinsänderungsrisikofreie Konditionsbeitrag ZKB
- 1.2 Marktzinsmethode - VORTEILE * die Entstehung des Zinsüberschusses als Hauptertragsquelle der Spk. kann erklärt und gesteuert werden * durch den Marktvergleich wird die Vorteilhaftigkeit (Oppurtunität) beurteilt * Der Erfolg aus dem Kd-geschäft ergibt sich aus der Marge (und dem Volumen) * Daneben entsteht ein Erfolg aus der Fristenkongruenz der Zinsbindungen, der Strukturbeitrag -> Vergleich der Konditionen Kd-geschäft mit den aktuellen Konditionen am GKM ==> Mantrasatz: JEDES GESCHÄFT MIT DEM KUNDEN VERDRÄNGT DAS GESCHÄFT AM GKM
- 1.3 Bestimmungsfaktoren FRISTENTRANSFORMATION * Marge Passivgeschäft * Marge Aktivgeschäft * Zinsspanne * Fristentransformationsbeitrag (MENGE) * FTB - 1 Tag, Einzelgeschäft * FTB - 1 Tag, alle Geschäfte
- 1.5 Marktzinsmethode- Grundmodell - Schwäche * Der Berater bekommt nur die Zinskonditionsbeiträge des laufenden Jahres zugerechnet * die aktuelle Erfolge (Misserfolge) werden durch das Ergebnis der Vorperioden verwässert * dadurch reagiert das Grundmodell insgesamt träger!!!
- 3. Kalkulation VAriABLER Bankgeschäfte Probleme * Der Vergleichszinssatz für var. Geschäfte muss die gleichen Voraussetzung erfüllen wie bei Festzinsgeschäften + Die Marge sollte weitgehend STABIL sein + Die Zinsanpassung sollte sich am Referenzzins orientieren + der Zinssatz adäquate Verzinsung für den Kunden sicherstellen + Die Abbildung am GKM solle möglich sein + Die Abbildung sollte in die Kalkulation des Kd.geschäftes UND in der Zinsbuchsteuerung synchronisiert werden => Lösung durch GLEITENDE DURCHSCHNITTE!! Der gleitende Durchschnittspreis (kurz GLD-Preis) wird bei der Bestandsbewertung von Positionen, die zu unterschiedlichen Preisen eingekauft wurden, verwendet. Er verwendet die Methode des Gleitenden Mittels, um einen Durchschnittspreis zu errechnen. Er entspricht dem mengengewichteten Einstandspreisen der einzelnen Beschaffungsvorgängen, also dem durchschnittlichen, historischen Einstandspreis.
