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AKAD VWL02 (Subject) / VWL02 Detailfragen (Lesson)

AKAD VWL02

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  • Unterschied Steuerzahler und Steuerträger; Steuerzahler – Derjenige, der eine Steuer an den Fiskus abführt. Steuerzahler und Steuerschuldner sind i.d.R.     identisch. Ausnahme = Lohnsteuer (AN=Schuldner,AG=Zahler) Steuerträger – Derjenige, der die Steuer aus seinem Einkommen und Vermögen letztlich und tatsächlich           bestreitet. Steuerschuldner und Steuerträger fallen z.B. bei Mwst. aueinander.                                 (Unternehmung = Schuldner / Zahler, Endverbraucher = Träger)
  • Umweltauflagen und Umweltabgaben – was ist ökonomisch sinnvoller? Heft 2, Seite 61 Das umweltpolitische Instrumentarium beinhaltet Auflagen (sollen umweltadäquates Verhalten durch Ge- und Verbote herbeiführen) und Abgaben (Mittel, um auf indirektem Wege über wirtschaftliche Anreize ein umweltgerechtes Verhalten herbeizuführen).  Aus ökonomischer Sicht sind die Abgaben den Auflagen vorzuziehen, da sie auf marktkonformen Weg flexible Handlungsalternativen bei insgesamt minimalen volkswirtschaftlichen Kosten ermöglichen.
  • 2 Aufgaben des Wettbewerbs nennen und erklären, Heft 3, Seite 40, 50 Koordinationsfunktion: Der Markt soll funktionsfähig bleiben, Koordinationsinstrumente des Wettbewerbs sind Preise, die sich durch das freie Spiel von Angebot und Nachfrage einpendeln. Die Konkurrenzpreise sorgen für einen Ausgleich zwischen Gesamtangebot und Gesamtnachfrage, der Markt wird geräumt. Steuerungsfunktion: Der Wettbewerb steuert das Angebot an Waren und Dienstleistungen nach den Wünsche / Präferenzen der Konsumenten, die diese durch ihre Nachfrage am Markt offenbaren.  Wettbewerb garantiert damit die bestmögliche Versorgung der Konsumenten Allokationsfunktion: Wettbewerb sorgt für eine optimale Verteilung (Allokation) der knappen ökonomischen Ressourcen. Wettbewerbspreise lenken die Produktionsfaktoren in die Bereiche der Wirtschaft, wo sie am dringendsten benötigt werden. Innovationsfunktion: Um konkurrenzfähig zu bleiben, müssen die Anbieter den technischen Fortschritt durch die Entwicklung neuer Produkte und Produktionsverfahren vorantreiben Verteilungsfunktion: Unter Wettbewerbsbedingungen erzielt derjenige Unternehmer den höchsten Gewinn, der die beste Leistung anbietet. Ein gewinnorientierter Unternehmer wird den mengenmäßigen Einsatz eines Produktionsfaktors bis zu dem Punkt ausdehnen, bei welchem der nominale Preis dieses Faktors seinem Wertgrenzprodukt entspricht.  Eine leistungsgerechte Einkommensverteilung auf den Produktionsfaktormärkten ist sichergestellt. Gesellschaftliche Funktion: Wettbewerb ermöglicht und sichert Freiheiten: -       Freiheit des Tausches -       Freiheit der Konsumwahl -       freie Entscheidung des Produzenten über Produkt und Produktionsverfahren -       Freiheit der Berufswahl etc. è  funktionierender Wettbewerb ist Voraussetzung für eine freiheitlich-liberale Gesellschaftsordnung
  • Wirtschaftsunion und Freihandelszone erklären und abgrenzen, Heft, Seite 56, 57   Wirtschaftsunion – Zwischen den beteiligten Staaten erfolgt nicht nur eine Einigung hinsichtlich der          Außenhandels- und Zollpolitik, sondern der Verzicht der Partnerländer auf ihre ökonomische Selbstständigkeit          unter Beibehaltung ihrer politischen Souveränität. Sie beitreiben eine gemeinsame Wirtschaftspolitik. Eine Freihandelszone ist ein Zusammenschluss verschiedener Länder, die innerhalb ihres Gebietes Zölle und Handelshemmnisse abgeschafft haben, aber weiterhin autonom sind in der Festlegung der Zölle und Handelsbeschränkungen gegenüber Drittsaaten.
  • Was versteht der Ökonom under Freihandel? Nennen Sie zwei Vorteile von Freihandel. Unter Freihandel versteht man den Verzicht auf protektionistische Maßnahmen, z.B. Zölle oder Kontingente, die die Binnenwirtschaft vor ausländischen Konkurrenten schützen sollen.   Vorteile: Jedes Land kann sich Dinge beschaffen, die es selbst nicht oder mit unverhältnismäßig hohen Kosten herstellen kann. Weiter kann die Spezialisierung gemäß den komparativen Produktionsvorteilen eines Landes das gesamte Produktionsniveau steigern.  
  • Wirtschaftsordnung- und Wirtschaftsverfassung definieren, Heft 1, Seite 5, 8 Die Wirtschaftsordnung ist die Summe aller Prinzipien und Mechanismen, die das Wirtschaftsgeschehen und          damit die volkswirtschaftlichen Grundfragen der Produktion und der Verteilung bestimmen. Sie wird durch die Wirtschaftsverfassung in schriftlich fixiertes Recht umgesetzt und damit in die Rechtsordnung integriert. Unter Wirtschaftsverfassung versteht man die Summe aller Rechtsnormen, welche die Wirtschaft zum          Gegenstand haben und damit die Wirtschaftsordnung eines Staates rechtlich festlegen.
  • 2 Dimensionen der Unabhängigkeit Eurosystem / EZB ( Unterscheidung EZB und Eurosystem: Heft 3, Seite 7), Heft 3, Seite 15, 16 Institutionelle Unabhängigkeit: Die institutionelle Unabhängigkeit wird durch die Bedingungen der Art. 180 EG-Vertrag geregelt. Mit dieser klaren vertraglichen Regelung soll im Interesse der einheitlichen europäischen Geld- und Währungspolitik eine Vereinnahmung durch nationale Interessen verhindert werden. Personelle Unabhängigkeit: Die personelle Unabhängigkeit der Mandatsträger des Eurosystems wird in verschiedener Weise gestützt. Die Amtszeit der Mitglieder des Direktoriums beträgt acht Jahre und ist nicht erneuerbar. Eine solch lange Amtszeit überschreitet die Länge der Wahlperioden in den Mitgliedsländern und verhindert parteipolitische Abhängigkeiten. Mit dem Verbot einer Wiederernennung wird den einmal ausgewählten Mitgliedern des Direktoriums der Anreiz genommen, sich wegen einer erneuten Ernennung den Entscheidungsträgern in opportunistischer Weise politisch anzupassen. Funktionelle Unabhängigkeit: Sie besteht darin, dass die EZB und die nationalen Zentralbanken vorrangig dem Ziel der Preisstabilität verpflichtet sind und zur Verfolgung anderer Ziele nicht gezwungen werden können. Finanzielle Unabhängigkeit: Sie ist besonders wichtig, denn ihr Fehlen könnte die institutionelle, personelle und funktionelle Unabhängigkeit aushöhlen. Kapitaleigner der EZB sind allein die nationalen Zentralbanken, nicht die Gemeinschaft oder die Mitgliedsstaaten. Zur Unabhängigkeit der EZB trägt auch ihre Rechtssetzungsbefugnis bei.
  • Grenzen Sie ESZB und Eurosystem voneinander ab. Das Eurosystem setzt sich zusammen aus der Europäischen Zentralbank (EZB) und den nationalen Zentralbanken der EU-Mitgliedstaaten, die die gemeinsame europäische Währung, den Euro, eingeführt haben.   Das Europäische System der Zentralbanken (ESZB) hingegen besteht aus der EZB und den nationalen Zentralbanken aller Mitgliedstaaten der Europäischen Union.
  • Die 2 Dimensionen der Eurosystems erklären, Heft 3, Seite 7 ff. Das Eurosystem setzt sich zusammen aus der Europäischen Zentralbank (EZB) und den nationalen Zentralbanken der zwölf EU-Mitgliedsstaaten, die die gemeinsame europäische Währung, den Euro, eingeführt haben. Das europäische System der Zentralbanken (ESZB) besteht aus der EZB und den nationalen Zentralbanken aller 15 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (?!). Das vorrangige Ziel des Eurosystems ist die Realisierung der Preisstabilität. Diese ist gewährleistet, wenn der Anstieg des Harmonisierten Verbraucherpreisindex gegenüber dem Vorjahr weniger als 2% beträgt.
  • Funktionelle und personelle Einkommensverteilung erklären (plus Quoten) Die funktionelle Einkommensverteilung klärt, in welcher Höhe den Produktionsfaktoren Boden, Arbeit und Kapital Einkommen in Form von Renten, Löhnen, Zinsen und Gewinnen zufließen. Bei der funktionellen Einkommensverteilung stehen 3 Instrumente im Vordergrund: -       Durchsetzung von Lohn- und Gehaltsabschlüsse durch die Gewerkschaften (durch Tarifverhandlungen soll sich die Relation zwischen Löhnen und Gewinnen zugunsten der AN verändern) -       Die Erhaltung eines funktionstüchtigen Wettbewerbs (mit einer erfolgreichen Wettbewerbspolitik kann der Staat den Umverteilungseffekt der Tarifverträge begünstigen denn in einem funktionsfähigen Wettbewerb fällt es den Unternehmern schwerer, steigende Lohnkosten auf die Preise abzuwälzen. -       Maßnahmen zur Förderung der Vermögensbildung (fördert der Staat die Vermögensbildung, dann wirkt das längerfristig ausgleichend auf die Einkommensverteilung, weil mehr Personen Erträge aus ihrem Vermögen erzielen könnn) è  Die funktionellen Umverteilungsmaßnahmen gleichen in erster Linie die Einkommensungleichgewichte zwischen Unternehmern und Arbeitnehmern bzw. zwischen Vermögenden und Vermögenslosen aus. Damit ist allerdings noch nicht gewährleistet, dass es keine krassen Unterschiede zwischen Groß- und Kleinverdienern mehr gibt. Bei der personellen Einkommensverteilung wird gefragt, wie sich das Volkseinkommen auf die einzelnen Mitglieder einer Volkswirtschaft verteilt, d.h. auf welche Personen bzw. Personengruppen (private Haushalte). Hier setzen die Instrumente der personellen Verteilung an. -       Tarifgestaltung der Lohn- und Einkommenssteuertarife (der Tarif beeinflusst die Einkommensverteilung, insbesondere durch den Steuerfreibetrag und die Steuerprogression) -       Gewährung von Sozialleistungen durch den Staat (Sozialleistungen bewirken eine Einkommensumverteilung, weil der Staat sozial schwache Gruppen zur Sicherung eines Mindestlebensstandards finanziell unterstützt) -       Gewährung staatlicher Subventionen (hierzu zählen alle öffentlichen Subventionen an Unternehmen, die mit der Auflage verbunden sind, die gewährten Preisvorteile an den Endverbraucher weiterzugeben  solche Preissenkungen beeinflussen die Einkommensverteilung, weil sie die reale Kaufkraft von Einkommen erhöhen)
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  • Steuerfreibetrag und die Steuerprogression Gewährung von Steuerfreibeträgen: Der Bezieher eines kleinen Einkommens profitiert von einem gleich hohen Steuerfreibetrag verhältnismäßig mehr als der Bezieher eines hohen Einkommens. Die Verteilung der Einkommen nach Besteuerung wird dadurch gleichmäßiger ausfallen, als sie es vorher bei den Bruttoeinkommen war. Steuerprogression: Ab einer bestimmten Einkommenshöhe steigt der Steuersatz (Grenzsteuersatz) im deutschen Einkommenssteuertarif mit steigendem Einkommen kontinuierlich an. Das bedeutet, dass ein Einkommensbezieher, dessen Einkommen progressiv besteuert wird, nicht nur absolut, sondern auch relativ (gemessen an seinem Einkommen) höher besteuert wird. Die Einkommensunterschiede nach Besteuerung werden dadurch weiter verringert.
  • 3 Kriterien für den funktionierenden Wettbewerb nennen und erklären, Heft 3, Seite 52 Marktstruktur -       Zahl und relative Größe der Marktteilnehmer -       Grad der Markttransparenz -       Vorhandensein von Marktzutrittsbeschränkungen Marktverhalten der Teilnehmer -       Preis- und sonstige Marktstrategien -       Neigung zu wettbewerbsbeschränkenden Handlungen -       Innovationsaktivitäten -       Risikoneigung Marktergebnis -       Preisniveau -       Kostenniveau -       Gewinnniveau -       Produktqualität -       Marktversorgung
  • Horizontale und vertikale Konzentration erklären (+ Beispiel), Heft 3, Seite 50 Horizontale Konzentration – Unternehmen der gleichen Produktionsstufe schließen sich zusammen             und erhalten dadurch mehr Macht auf einem bestimmten Markt. Beispiel: Zusammenschluss der Automobilunternehmen Daimler-Benz und Chryslerl Vertikale Konzentration – Unternehmen vor- und nachgelagerter Produktionsstufen schließen sich     zusammen und umgehen damit den Rohstoff- bzw. den Zwischenproduktmarkt. Beispiel: Zusammenschluss von Ruhrgas (Ferntransport von Gas) und E.ON (Stromerzeugung und       regionaler Gastransport)
  • Horizontale und vertikale Unternehmenszusammenschlüsse und die Ziele dieser Zusammenschlüsse erklären, Heft 3, Seite 50 ff. Konzentrationsformen hinsichtlich der Produktionsstufe: -       Horizontale Konzentration (siehe Frage 10) -       Vertikale Konzentration (siehe Frage 10) Konzentrationsformen nach dem Grad der betrieblichen Verflechtung -       Kartelle: Wirtschaftlich und rechtlich selbstständige Unternehmen stimmen ihr Marktverhalten vertraglich aufeinander ab, denkbar ist auch ein stillschweigendes gleichgerichtetes Verhalten (mögliche Kartelle: Preiskartell, Produktions- oder Mengenkartell, Quotenkartell, Gebietskartell, Rabattkartell, Konditionenkartell) -       Unternehmenszusammenschlüsse: Rechtliche und / oder kapitalmäßige Verflechtung zweier oder mehrerer Unternehmen (Gemeinschaftsunternehmen = Joint Ventures (Gründung eines gemeinsamen UN), Konzerne (Zusammenschluss durch kapitalmäßige Verflechtung), Fusion (rechtliche Verschmelzung zu einem Unternehmen)) è  Ziele:
  • Warum ist Deutschland ein Sozialstaat?  Soziale Marktwirtschaft bzw. Sozialstaatsprinzip Die Geschichte hat gezeigt, dass eine reine Materialwirtschaft den elementaren Anforderungen einer gerechten Gesellschaft nicht genügt, weil sie schwächere Gesellschaftsmitglieder benachteiligt. Dem trägt das GG durch die Festlegung des Sozialstaatsprinzips Rechnung. Maßgeblich ist die Bestimmung von Art. 20 Abs. 1 GG: „Die Bundesregierung Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.“ Die soziale Staatszielbestimmung ist im Grundgesetz sehr allgemein formuliert. Welche sozialen Maßnahmen der Staat in welchem Umfang verwirklichen soll, lässt sich daraus nicht direkt ableiten. Diese Aufgabe delegiert das Grundgesetz an den Gesetzgeber, der die beiden Prinzipien „Freiheit des Markts“ und „sozialer Ausgleich“ optimal zu einer sozialen Marktwirtschaft verbinden muss. Ihre konkrete Ausgestaltung erfolgt also erst auf Gesetzesebene im Rahmen der Arbeits- und Sozialordnung, auf die wir später noch genauer eingehen.
  • System fester Wechselkurse mit Bandbreiten erklären, Heft 4, Seite 31 ff. Bei festen Wechselkursen mit Bandbreiten bewegt sich der Kurs durch die Interventionen von Notenbanken nur innerhalb eines vereinbarten Schwankungsbereiches. Der Vorteil fester Wechselkurse mit Bandbreiten liegt in der relativen Stabilität der Kurse, der Nachteil in der Gefahr einer internationalen Zahlungsunfähigkeit (bei permanenten Interventionen der Notenbank am oberen Interventionspunkt) oder in der Gefahr einer importierten Inflation (bei permanenten Interventionen der Notenbank am unteren Interventionspunkt). Genauer: Der Gleichgewichtswechselkurs im Schnittpunkt zwischen Angebots- und Nachfragekurve wird im Rahmen von Verhandlungen zwischen den beteiligten Regierungen und Notenbanken als Parität oder Leitkurs festgelegt. Die Parität zwischen (als Beispiel) dänischen Kronen und Euro beträgt 7,47 dkr (Mengennotierung für 1€). In Preisnotierung bedeutet dies: 100 dkr kosten 13,40€. Innerhalb eines vorgegebenen Schwankungsbereichs, der Bandbreite, darf sich der Wechselkurs frei bewegen. Die Bandbreite wird als Prozentsatz der Parität angegeben. Sie liegt seit dem 1. Januar 1999 bei +- 2,25%, also insgesamt bei 4,5%. Erst wenn der Wechselkurs durch Nachfrage- oder Angebotsänderungen von dkr und / oder € diese Bandbreite zu verlassen droht, sind die Notenbanken vereinbarungsgemäß verpflichtet, durch Stützungskäufe- oder Verkäufe in den beiden Währungen zu intervenieren ( Interventionen). Das ist unproblematisch, wenn diese Interventionen nicht laufend vorgenommen werden müssen
  • 2 Gesetze der Wirtschaftsordnung nennen und erklären Die Regeln der Wirtschaftsordnung entfalten ihre Wirkung nur, wenn sie auch tatsächlich durchgesetzt werden. Dafür ist die Rechtsordnung zuständig. Denn in ihr fixiert der Staat die Regeln des Zusammenlebens (EU-Gemeinschaftsrecht, Grundgesetz, Gesetze, Verordnungen). Die Wirtschaftsverfassung ist sozusagen das rechtliche Gerüst der Wirtschaftsordnung. Beispiel: Ein Grundpfeiler der deutschen Wirtschaftsverfassung ist die Garantie des funktionierenden Wettbewerbs. Festgeschrieben ist dieser Grundsatz im Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) und in dem ihm übergeordneten europäischen Wettbewerbsrecht, die Kartelle im Prinzip verbieten.
  • 3 Ziele der sektoralen Strukturpolitik nennen und erklären ( Erhaltensziel, Anpassungsziel, Entwicklungsziel) Bei der sektoralen Strukturpolitik wird die Volkswirtschaft in einzelne Wirtschaftssektoren untergliedert und danach gefragt, welchen Beitrag diese Sektoren zum gesamten Wirtschaftsergebnis leisten. Ziele sind: ·                                 Erhaltensziel – Werden nicht mehr wettbewerbsfähige Wirtschaftszweige durch staatliche         Maßnahmen erhalten, so konserviert man überholte Produktionsstrukturen und setzt die Produktionsfaktoren  ökonomisch ineffizient ein. ·                                 Anpassungsziel – Um die Entwicklungen des Strukturwandels zu verhindern oder zu mildern,        erleichtert der Staat der Wirtschaft mit gezielten, zeitlich befristeten Hilfen die Anpassung an die geänderten Wirtschaftsbedingungen. ·                                 Entwicklungsziel – Der Staat unterstützt den technischen Fortschritt, indem er die Entwicklung zukunftsorientierter Technologien in den für das Wachstum wichtigen Wirtschaftszweigen fördert. ·                                  
  • Isoquante und Grenzrate der technischen Substitution erklären Eine Isoquante ist der geometrische Ort aller Faktormengenkombinationen, mit denen die gleiche Produktionsmenge erzeugt werden kann. Mit anderen Worten: Es handelt sich bei Isoquanten um Kurven gleichen Ertrags. Beispiel einer tabellarischen Darstellung einer Isoquante:   è  Der Ertrag ist bei allen Faktormengenkombinationen immer derselbe. Die negative Steigung der Isoquanten bezeichnet man als Grenzrate der technischen Substitution. Die Grenzrate der technischen Substitution von Faktor 2 durch Faktor 1 gibt an, auf wie viele Einheiten des Produktionsfaktors 2 maximal verzichtet werden kann, wenn die Einsatzmenge des Faktors 1 um eine Einheit erhöht wird und der Output konstant bleiben soll. Beispiel (siehe Isoquantentabelle): Setzt man 1 Arbeitskraft und 6 Backöfen ein, so haben wir einen Output von 245 Brötchen. Die Grenzrate der technischen Substitution von Backöfen (als Faktor 2) durch Arbeitskräfe (Faktor 2) ist bei dieser Faktoreinsatzkombination gleich 3. Bedeutung: Man kann auf 3 Einheiten des Produktionsfaktors 2 (Backöfen) verzichten, wenn man Produktionsfaktor 1 (Arbeitskräfte) um eine Einheit erhöht.
  • Konsumentenrente, Produzentenrente und Wohlfahrtsverlust erklären   Die gesellschaftliche Wohlfahrt wird über das Konzept des sozialen Überschusses gemessen, der sich aus der Konsumenten- und der Produzentenrente zusammensetzt. Dabei ist die Konsumrente die Differenz zwischen dem Betrag, den die Nachfrager für eine bestimmte Menge maximal zu zahlen bereit sind, und dem Betrag, den sie tatsächlich zahlen. Die Produzentenrente entspricht der Differenz zwischen dem Betrag, den ein Anbieter für eine bestimmte Menge mindestens verlangt, und dem Betrag, den er tatsächlich erhält. Im Marktgleichgewicht bei vollständiger Konkurrenz wird der soziale Überschuss aus Konsumenten- und Produzentenrente maximiert.
  • 3 Faktoren des Preises nennen und erklären Dem Preismechanismus kommen in einer Marktwirtschaft folgende wichtige Funktionen zu: Ø  Rationierungsfunktion: Preise bilden einen Zuteilungsmechanismus der produzierten Güter entsprechend der Zahlungsbereitschaft der Konsumenten. Ø  Lenkungsfunktion: Der Preismechanismus sorgt dafür, dass die volkswirtschaftlichen Ressourcen in die günstige Verwendung gelenkt und den Anbietern und Nachfragern wünschenswerte Signale über Knappheit vermitteln. Ø  Informationsfunktion: Über Preise bzw. Preisrelationen werden den Konsumenten und Produzenten relative Knappheiten angezeigt. Ø  Koordinationsfunktion: Preise haben eine entscheidende Funktion für die Funktionsfähigkeit des marktwirtschaftlichen Systems, sie bringen die Wirtschaftspläne der Anbieter und Nachfrager auf einem Markt in Einklang.
  • Steuern, Beiträge und Gebühren erklären Steuern sind Zwangsabgaben von natürlichen und juristischen Personen an öffentlich-rechtliche Gemeinwesen              in Form von Geldleistungen. Gebühren sind das Entgelt für individuell zurechenbare Leistungen der öffentlichen Hand. Eine         Zahlungsverpflichtung entsteht erst, wenn er die staatliche Leistung auch tatsächlich in Anspruch nimmt. Beiträge sind das Entgelt für Leistungen der öffentlichen Hand, aus denen eine Gruppe von Begünstigten einen mutmaßlichen Vorteil zieht. 
  • Wie wird festgelegt, wer wie viel an Steuern zu hat etc.? Zur Ermittlung des Steuerbetrages muss neben den Steuergegenstand und der Steuerbemessungsgrundlage auch der Steuertarif bekannt sein. Der Steuertarif ist das Bindeglied zwischen Steuerbemessungsgrundlage und Steuerbetrag. Ein Steuertarif besteht aus Steuersätzen (als Geldbeträge oder Prozent/Promillesätzen), in der Regel besteht nicht nur ein Steuersatz, sondern es gelten differenzierte Steuersätze. In welcher Höhe der Staat Steuereinnahmen benötigt, hängt von den Aufgaben ab, die er in einer Volkswirtschaft wahrnimmt. Liegt der Gesamtbedarf an Steuern fest, ist zu entscheiden, in welchem Umfang der einzelne Bürger durch seine Zahlungen zum Steueraufkommen beitragen soll. Zwei gegensätzlich Prinzipien sind von Bedeutung: Das Äquivalenzprinzip und das Leistungsfähigkeitsprinzip (siehe Aufgabe 38).
  • Zahlungsbilanz erklären, Teilordnungen der Leistungsbilanz nennen Die außenwirtschaftliche Verflechtung einer Volkswirtschaft wird in der Zahlungsbilanz aufgelistet, welche die ökonomischen Transaktionen zwischen Inländern und Ausländern erfasst. Die Zahlungsbilanz besteht aus verschiedenen Teilbilanzen:   Die Leistungsbilanz erfasst den Import und Export von Waren und Dienstleistungen sowie die laufenden Übertragungen, die wir Ausländern gewähren, bzw. von ihnen erhalten. Sie lässt sich weiter unterteilen in die Handelsbilanz (Import/Export), Dienstleistungsbilanz, Bilanz der Erwerbs- und Vermögenseinkommen und Bilanz der laufenden Übertragungen.   In die Bilanz der Vermögensübertragungen gehen solche unentgeltlichen Leistungen zwischen Inländern und Ausländern ein, die das Vermögen der beteiligten Länder, nicht jedoch das Einkommen oder den Verbrauch direkt betreffen, z.B. Schuldenerlasse, Schenkungen, Teile der Entwicklungshilfezahlungen.   In der Kapitalbilanz wird der kurzfristige und langfristige Kapitalverkehrs zwischen Inländern und Ausländern gemessen. Zu den kurzfristigen Kapitaltranskationen zählen insbesondere Handels- und Finanzkredite. Der langfristige Kapitalverkehr lässt sich aufteilen in Direktinvestitionen, Portfolio-Investitionen sowie langfristige Kredite und Darlehen.   Die Devisenbilanz zeigt an, wie sich die Währungsreserven der Bundesbank im Lauf eines Jahres verändert haben. Der Betrag des Devisenbilanzsaldos entspricht theoretisch dem Saldo der Leistungsbilanz zuzüglich des Saldos der Kapitalbilanz.
  • Hauptziel der EZB und quantitative Bestimmung (Preisstabilität, wie erfasst man sie  Index von max. 2%) Das vorrangige Ziel der EZB ist nach Art. 105 Abs. 1 EG-Vertrag die Gewährleistung der Preisstabilität.                     Da im Vertrag keine quantitative Definition der Preisstabilität vorgenommen wurde, hat das Eurosystem die         Vorgabe selbst auferlegt. Diese ist erfüllt wenn  der Anstieg des harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) gegenüber dem Vorjahr weniger als 2 % beträgt.
  • Erläutern Sie 2 Ziele der öffentlichen Finanzpolitik Die Finanzpolitik nutzt die Erkenntnisse der Finanztheorie und setzt sie in konkretes politisches Handeln um. Gegenstand der Finanzpolitik sind: -       die Beschaffung öffentlicher Einnahmen zur Finanzierung öffentlicher Aufgaben (fiskalische Aufgabe) -       der Einsatz öffentlicher Einnahmen und Ausgaben für die Ziele der Wirtschaftspolitik (wirtschaftspolitische Aufgabe)
  • Nennen Sie 3 Ziele / Aufgaben des IWF -       Die Gewährleistung einer effizienten Weltwährungsordnung, die ein stabiles Wechselkurssystem förder -       Den Abbau bestehender Devisenrestriktionen zugunsten einer möglichst vollkommen freien Konvertibilität (Umtausch) der Währungen -       Die Errichtung eines finanziellen Beistandssystems für Länder mit Zahlungsbilanzdefiziten, das Abwertungen und neue Devisenrestriktionen möglichst verhindern soll.
  • Was ist der Grenzsteuersatz und wie wird er berechnet? + ökonomische Bedeutung Der Grenzsteuersatz gibt an, ausgehend von einem bestimmten Wert der Bemessungsgrundlage X, in welchem Verhältnis eine Änderung der Bemessungsgrundlage zu einer Änderung der Steuerschuld führt. Im Gegensatz zum Durchschnittssteuersatz informiert der Grenzsteuersatz nicht über die steuerliche Belastung des gesamten Einkommens, sondern über die steuerliche Belastung des zusätzlichen Einkommens. Demnach reduzieren hohe Grenzsteuersätze den Anreiz, den individuellen           Arbeitseinsatz zu erhöhen. 
  • Welche 2 Ziele hat die Wettbewerbsordnung und welche 2 Gesetze dienen als Grundlage? Die Wettbewerbsordnung hat folgende 2 Ziele: -       Sicherung des Wettbewerbs in seinem Bestand -       Verhinderung des unlauteren Wettbewerbs Diese Zweiteilung spiegelt sich auch in den Gesetzen der Wettbewerbsordnung wider: -       Sicherung des Wettbewerbs in seinem Bestand und damit des Marktmechanismus: o    Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) è  Wettbewerbsbeschränkungen können in der Praxis auf vielfältige Weise zustande kommen. Das GWB erfasst deshalb im ersten Teil verschiedenen Sparten von Wettbewerbsbeschränkungen getrennt und regelt sie inhaltlich verschieden: o    Kartellvereinbarungen o    Vertikalvereinbarungen o    Marktbeherrschung o    Wettbewerbsregeln o    Sonderregelungen für bestimmte Wirtschaftsbereiche o    Sanktionen o    Zusammenschlusskontrolle o    Monopolkommission -       Sicherung der Fairness im Konkurrenzkampf: Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) und weitere Gesetze è  Das UWG verbietet in einer Generalklausel sittenwidrige Wettbewerbshandlungen. Daraus hat die Rechtssprechung eine Reihe von Einzelgrundsätzen abgeleitet, die wichtigsten verbotenen Wettbewerbshandlungen sind: o    Täuschung und Irreführung von Kunden o    kritisierende vergleichende Werbung o    Behauptung und Verbreitung nicht erwiesener Tatsachen o    Boykott und Boykottaufruf o    unbefugte Benutzung geschäftlicher Bezeichnungen o    zeitweilige Preisunterbietung eines Konkurrenten, um diesen vom Markt zu verdrängen…
  • Was ist die Staatsqoute, wie wird sie ermittelt, welchen Zweck hat sie? Als Staatsquote bezeichnet man den Anteil des Staatshaushalts am Sozialprodukt. Die Staatsausgaben werden dabei in Relation zu gesamtwirtschaftlichen Größen wie dem Bruttonationaleinkommen oder dem Volkseinkommen gesetzt. Je nachdem, ob man als Bezugsgröße das Bruttonationaleinkommen, das Bruttoinlandseinkommen oder das Volkseinkommen verwendet und ob man Staatsausgaben im engeren oder weiteren Sinne erfasst, ergeben sich unterschiedliche Höhen für die Quoten. Der Trend zu steigenden Staatsquoten ist kennzeichnend für die Industrienationen. Der deutsche Finanzwissenschaftler Adolph Wagner hat schon im 19. Jahrhundert solche Entwicklungen prognostiziert und die Aussage formuliert, dass das Wachstum der Staatsausgaben überproportional zum Wachstum des BIP erfolge und damit die Staatstätigkeit nicht nur absolut, sondern auch relativ zunehme.  Wagner’sches Gesetz des wachsenden Staatsausgaben Kritiker der nachfrageorientierten Wirtschaftspolitik meinen, die Finanzierung einer hohen Staatsquote führe zu einer zunehmenden Belastung der Bürger durch Steuern und sonstige Abgaben. 
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  • Zölle und Kontingente erläutern Unter Zöllen versteht man die staatliche Abgaben, die bei der Ein-, Aus- oder Durchfuhr von Waren in                        (aus oder durch) ein bestimmtes Staats-(Zoll-)Gebiet erhoben werden. Finanzpolitisch gesehen sind Zölle Verbrauchssteuern. Kontingente sind mengenmäßige Beschränkungen des zwischenstaatlichen Warenverkehrs. Sie werde                        auch quantitative Restriktionen genannt. Einfuhrkontingente sollen Importe einschränken Ausfuhrkontingente    (kommen weniger vor) dienen der Beschränkung von Exporten.
  • Erklären Sie die Philipskurve Sie ist eine grafische Darstellung des Zusammenhangs zwischen Veränderungsraten nominaler Lohnsätze und Arbeitslosenquoten. Die fallende Kurve verläuft hierbei von links oben nach rechts unten. Nachgewiesen wurde damit, dass es bei geringer Arbeitslosigkeit zu hohen Lohnabschlüssen und                Preissteigerungen kommt, bei hoher Arbeitslosigkeit die Lohnsteigerungen und Inflationsraten aber  bescheiden ausfallen.
  • Was ist die Staatsquote, wie wird sie ermittelt? Die Staatsquote ist eine wirtschaftswissenschaftliche Kennzahl, Sie ist das Verhältnis der Summe der Haushaltsausgaben von Bund, Länder und Kommunen sowie gesetzlicher Sozialsysteme zum BIP. Zweck: Die zunehmenden Staatsausgaben sind aufgrund steigender Preise schwer zu bestimmen. Um diesen Inflationseffekt auszuschalten, ist es sinnvoll, Relativzahlen in Form von Staatsquoten zu bilden.
  • Erklären Sie politische Konjunkturzyklen = zyklische Schwankungen im Wirtschaftsverlauf durch Regierungen Die Konjunkturzyklen werden maßgeblich durch das Verhalten von Regierungen bestimmt, die Ihre                 Wiederwahl sichern wollen. Vor der Wahl steht die Bekämpfung von Arbeitslosigkeit zulasten der             Preisniveaustabilität im Vordergrund, nach der Wahl wird die Inflation zulasten des Beschäftigungsziels             bekämpft. 
  • Was ist ein aktiver Finanzausgleich? Im aktiven Finanzausgleich unterscheidet man zwischen der vertikalen und der horizontalen            Einkommensverteilung. In der Realität findet häufig der vertikale Finanzausgleich mit horizontalem                          Effekt Verwendung.
  • Erklären Sie Prinzipien, nach denen die Besteuerung erfolgen kann (Äquivalenzprinzip, Leistungsfähigkeitsprinzip) Äquivalenzprinzip  - Die Höhe der Steuer ist so zu bemessen, dass sie dem Wert der staatlichen Leistung          entspricht, die der einzelne Bürger in Anspruch nimmt. Somit ist eine Gleichwertigkeit zwischen Leistung                    und Abgabe hergestellt. Leistungsfähigkeitsprinzip – Ausgehend von der Erkenntnis, dass die meisten staatliche Leistungen für die Allgemeinheit erbracht werden. Der Einzelne Bürger soll als Mitglied der Gesellschaft zur Finanzierung der        öffentlichen Güter entsprechend seiner ökonomischen Leistungsfähigkeit beitragen.
  • Träger der Wettbewerbspolitik nennen ( Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit, Bundeskartellamt, Monopolkommission), Heft 3, Seite 53 -       Der Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) ist die oberste Bundesbehörde für den Geschäftsbereich Wirtschaft und damit auch zuständig für die Wettbewerbspolitik. -       Das Bundeskartellamt (BKartA) ist eine selbstständige Bundesoberbehörde mit Sitz in Bonn. Sie gehört zum Geschäftsbereich des BMWA und untersteht seiner Fachaufsicht. Zuständigkeiten und Kompetenzen des BKartA sind im Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) geregelt. -       Die Monopolkommission ist ein aus fünf unabhängigen Mitgliedern bestehendes Gremium, das alle 2 Jahre den jeweiligen Stand der Unternehmenskonzentration in der BRD sowie deren absehbare Entwicklung unter wettbewerbspolitischen Gesichtspunkten begutachtet.
  • Zusammenhang zwischen StGW und Teilordnungen, Heft 1, Seite 17, 18 Das Stabilitäts- und Wachstumsgesetz nimmt eine tragende Rolle ein, denn in ihm wird das gesamtwirtschaftliche Gleichgewicht des Art. 109GG in verschiedener Richtung präzisiert: Es werden nicht nur konkrete wirtschaftspolitische Zielsetzungen aufgestellt, sondern auch Wege und Mittel aufgezeigt, diese Ziele zu verwirklichen. Teilordnungen regeln einzelne Bereiche der Wirtschaftsordnung: -       Geldordnung (regelt die Geldschöpfung und die Sicherung der Geldwertstabilität) -       Wettbewerbsordnung (schützt den freien und fairen Wettbewerb) -       Finanzordnung (regelt die staatliche Aufgabenverteilung und deren Finanzierung) -       Außenwirtschaftsordnung (regelt die Wirtschaftsbeziehungen zum Ausland) -       Arbeits- und Sozialordnung (konkretisiert das Sozialstaatsprinzip) Sowohl im StWG als auch in den Gesetzen über die Teilordnungen werden wirtschaftspolitische Ziele beschrieben. Die Ziele des StWG haben als gesamtwirtschaftliche Zielgrößen übergeordneten Charakter, die Ziele der Teilordnungen sind dagegen zunächst auf die speziellen Bedingungen und Probleme dieser Bereiche gerichtet. Allerdings ist es durchaus möglich, mit Zielen und Mitteln der Teilordnungen auch die Ziele des StWG zu verfolgen oder zu ihrer Realisierung beizutragen
  • Multiplikatoranalyse Mit Hilfe der Multiplikatoranalyse kann die Wirkung von Ausgaben- und Steueränderungen auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage untersucht werden. Die größte Wirkung erzielt der Staat, wenn er seine Nachfrage verändert. Möchte er budgetneutral agieren, kann der Staat einen expansiven Effekt durch eine gleich große Erhöhung von öffentlichen Einnnahmen und Ausgaben erzielen.  
  • 82. Grenzen Sie die Begriffe Sozialversicherung und Sozialhilfe voneinander ab. Die Sozialversicherung ist der wichtigste Teil des sozialen Sicherungssystems. Sie soll allgemeine Lebensrisiken, die durch Alter, Unfall, Krankheit, Invalidität und Arbeitslosigkeit entstehen, abdecken oder mindern. Sie hat dementsprechend fünf Zweige: Die Rentenversicherung, die Krankenversicherung, die Unfallversicherung, die Arbeitslosenversicherung und die Pflegeversicherung. Diese sind in einer Vielzahl von Gesetzen und Rechtsverordnungen verankert. Es sind finden die drei Prinzipien der Sozialversicherung Anwendung. Das enge Netz der Sozialversicherung ist allerdings nicht in der Lage, jede Form der Notlageabzudecken. Hier greift die Sozialhilfe des Staates ein. Sie umfasst Hilfe zum Lebensunterhalt und Hilfe in besonderen Lebenslagen. Durch Geld- und Sachzuwendungen soll dem Empfänger ein menschenwürdiges Dasein gesichert werden. Ein weiteres Ziel der Sozialhilfe ist, den Empfänger soweit zu bringen, dass er beruflich und somit finanziell wieder Fuß fassen kann und von den Leistungen der Sozialhilfe unabhängig wird. Die Sozialhilfe greift allerdings erst subsidiär und ist unmittelbar an die Bedürftigkeit des möglichen Empfängers geknüpft. Dies bedeutet, dass erst, wenn Leistungen bpsw. Der Sozialversicherung nicht in Frage kommen oder nicht ausreichen, Sozialhilfe in Anspruch genommen werden kann.  
  • 83. Nennen Sie die Prinzipien der Sozialversicherung Das kollektives Versicherungsprinzip: Hierbei wird auch vom Prinzip der gemeinschaftlichen Selbsthilfe gesprochen. Die Versicherten schließen sich zusammen, um durch gemeinsame Beiträge die Risiken zu decken, die Einzelne von ihnen treffen. Daraus folgt, dass Leistungen der Sozialversicherung nur den Versicherten gewährt werden.   Das Prinzip des sozialen Ausgleichs: Die Sozialversicherungen werden durch periodische Beiträge der Versicherten finanziert. Die Beitragshöhe orientiert sich am jährlichen Einkommen. Alle Versicherten erhalten allerdings einen Mindeststandard an Leistungen unabhängig von der Höhe der geleisteten Beiträge. Einkommensmäßig besser gestellte Mitglieder tragen somit prozentual mehr zum Versicherungsaufkommen bei als schlechter gestellte. Es erfolgt eine versicherungsinterne Umverteilung.   Ausgestaltung als Pflichtversicherung: Die Sozialversicherung ist bereits seit 1883 als Pflichtversicherung konzipiert. Anknüpfungspunkt für die Versicherungspflicht ist in erster Linie unselbstständige Erwerbstätigkeit als Arbeiter oder Angestellter. Je nach Zweig der Sozialversicherung sind auch gewisse Gruppen von Selbstständigen versicherungspflichtig.
  • 72. Erläutern Sie 2 Ziele der öffentlichen Finanzpolitik Eines der wesentlichen Ziele öffentlichen Finanzpolitik ist das Allokationsziel. Ebenso wie in der Privatwirtschaft ist auch in der Finanzpolitik eine Maxime des Wirtschaftens die effiziente Einsatz der Produktionsfaktoren zur Bedürfnisbefriedigung. Dies bedeutet, dass der Staat bestrebt ist mit seinen verfügbaren Mitteln die Bedürfnisse der Bevölkerung optimal zu befriedigen. Zu diesen Bedürfnissen zählen beispielsweise die innere und äußere Sicherheit, eine gut ausgebaute Infrastruktur usw.   Im Rahmen des Distributionsziels beeinflusst der Staat die Einkommens- und Vermögensverteilung einer Volkswirtschaft. Einkommen und Vermögen werden erzielt, indem Wirtschaftssubjekte ihre Produktionsfaktoren im Wirtschaftsprozess einsetzen und dafür ein Entgelt erhalten. Mit dem Ziel die Ungleichheit in der Verteilung der Einkommen aufgrund unterschiedlicher Ausstattung der Menschen mit Produktionsfaktoren abzubauen, greift der Staat aus sozialpolitischen Erwägungen in diese Verteilung ein.   Die wirtschaftliche Entwicklung einer Volkswirtschaft vollzieht sich in der Regel nicht kontinuierlich und störungsfrei, es bestehen Konjunkturzyklen und unterschiedliche Wachstumsraten des Produktionspotenzials. Das Stabilitätsziel der Finanzpolitik besteht deshalb darin, mögliche unerwünschte Wirkungen auf die Beschäftigungs-, Preis- und Einkommenssituation einer Volkswirtschaft durch gezielte Maßnahmen eine gelichmäßige und stetige Wirtschaftsentwicklung sicherzustellen.   Das fiskalische Ziel entspricht der klassischen Rolle der öffentlichen Finanzwirtschaft. Es soll gewährleistet werden, dass dem Staat die erforderlichen Finanzmittel zur Erfüllung seiner zahlreichen Aufgaben zur Verfügung gestellt werden. Der Staat wird hier in seiner Rolle als Fiskus gesehen, der öffentliche Einnahmen erzielt, öffentliche Ausgaben tätigt und diese in Haushalten bilanziert. Das Spektrum der Aufgaben, die mit diesen Einnahmen bestritten werden, ist durch die anderen Ziele definiert.
  • 74. Was ist die Staatsquote, wie wird sie ermittelt, welchen Zweck hat sie? Die Staatsquote misst den prozentualen Anteil der Staatsausgaben in der Regel am nominalen Bruttoinlandsprodukt. Es besteht allerdings auch die Möglichkeit das Bruttonationaleinkommen oder das Volkseinkommen zu verwenden. Je nachdem, ob man die Staatausgaben im engeren Sinn oder im weiteren Sinn erfasst, nimmt die Staatsquote unterschiedliche Werte an. Die Staatsquote wird gebildet da die Betrachtung der absoluten Staatsausgaben wenig aussagekräftig ist. Die absoluten Ausgaben steigen schon wegen steigender Preise. Da sich die Inflation sowohl im Nenner als auch im Zähler bei der Berechnung der Staatsquote niederschlägt, ist diese relative Messzahl zur Betrachtung der Staatsausgaben im Zeitverlauf sehr gut geeignet. 
  • 81. Erklären Sie Mengen- und Zinstender und deren Verlauf. Tender sind öffentliche Ausschreibungen, bei denen die Zentralbanken den Kreditinstituten nach deren Geboten Liquidität zuteilen. Das Eurosystem unterscheidet zwei Tenderverfahren, den Standardtender und den Schnelltender.   Standardtender werden innerhalb von 24 Stunden von der Tenderankündigung bis zur Bestätigung der Zuteilungsergebnisse durchgeführt. An Standardtendern können grundsätzlich alle Kreditinstitute teilnehmen.   Schnelltender werden in der Regel innerhalb einer Stunde von der Tenderankündigung bis zur Bestätigung des Zuteilungsergebnisses durchgeführt. Bei diesem Verfahren kann die Zentralbank die Anzahl von teilnehmenden Kreditinstituten begrenzen.   Bei der Durchführung der Tenderverfahren hat eine Zentralbank die Wahl zwischen zwei Tenderarten, dem Mengentender und dem Zinstender.   Beim Mengentender gibt die EZB für das Wertpapierpensionsgeschäft den Zinssatz (Pensionssatz) vor. Die Banken geben daraufhin Gebote ab, in welcher Höhe sie Wertpapiere an die EZB verkaufen möchten. Übersteigen diese Gebote in ihrem Gesamtvolumen den Betrag an Zentralbankgeld, den die EZB dem Bankensystem zur Verfügung stellen will, werden den Banken nach einem Zuteilungsverfahren, der Repartierung, Quoten zugewiesen.   Beim Zinstender geben die Kreditinstitute neben dem Volumen auch den Zinssatz an, zu dem sie bereit sind, Pensionsgeschäfte mit der EZB abzuschließen. Die EZB wendet hier zwei Verfahren an: Beim holländischen Verfahren legt sie für alle interessierten Banken einen einheitlichen Pensionssatz fest. Kreditinstitute, die in ihrem Gebot einen höheren Pensionssatz genannt haben, werden bei der Zuteilung vorrangig berücksichtigt. Der angebotene Pensionssatz ist nur für diese Rangfolge von Bedeutung, für die Berechnung gilt für alle Banken ein gleich hoher Satz. Das amerikanische Verfahren sieht dagegen eine Zuteilung nach den tatsächlichen Gebotssätzen der Banken vor. Erste Priorität hat das Kreditinstitut mit dem höchsten Gebot, danach kommen sukzessive die Banken mit niedrigeren Geboten zum Zuge, bis das von der Bundesbank ausgeschriebene Zuteilungsvolumen ausgeschöpft ist.