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Controlling für Einsteiger - IHK (Subject) / 3. Finanzbuchhaltung und Jahresabschluss (Lesson)

3.3. Grundlagen des Jahresabschlusses

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  • Mit welchen Schritten werden ein mal im Jahr die Daten aus sämtlichen Konten aggregiert und im Jahresabschluss dokumentiert? Schritt 1: Aus den Aktiv und Passivkonten werden die Endbestände in die Bilanz übernommen   Schritt 2: Die Endsummen der Aufwand- und Ertragskonten werden in der GuV (Gewinn- und Verlsutrechnung) zusammengefasst   Schritt 3: Der Saldo des GuV-Kontos wird in die Bilanzposition Eigenkapital übernommen, als Jahresüberschuss oder Jahresfehlbetrag  
  • Was versteht man unter Kontenplan? Die Gliederung der verwendeten Konten ist durch die Gliederungsvorschriften des HGB grundsätzlich vorgegeben. Es ist jedoch sinnvoll, die dort vorgeschriebenen Positionen weiter zu untergliedern, um detaillierte Einsichten in den Geschäftsverlauf zu gewinnen. Hier ist eine Abwägung zwischen zwischen Informationsgewinn und Verwaltungsaufwand vorzunehmen, denn je mehr Konten desto mehr Information aber auch mehr Verwaltungsaufwand. Die endgültige Aufgliederung geschieht im sog. Kontenplan.  
  • Welche Vorteile bietet der vom Bundesverband der Industrie entwickelte "Industriekontenrahmen" IKR? - Präzisierung bei gleichzeitiger Vereinfachung des Rechnungswesens - allgemein einsetzbare Kontenklassen und Einzelkonten - Anpassungsmöglichkeit an die Erfordernisse einzelner Branchen - Berücksichtigung der Erfordernisse der IT-Umsetzung - Harmonisierung des Rechnungswesens auf internationaler Ebene  
  • Was sind Kontenklassen? Aktivkonten, Passivkonten, Aufwandskonten, Ertragskonten  
  • Nenne Beispiele für Aktiva in der Bilanz 1. Anlagevermögen - Grundstücke - Gebäude- - Maschinelle Anlagen - Betriebs- und Geschäftsausstattung - immaterielle Vermögensgegenstände, z.B. erworbene Lizenzen   2. Umlaufvermögen - Fertigerzeugnisse - Vorräte - Forderungen aus L&L - Bankguthaben und Kasse - aktive Rechnungsabgrenzungsposten  
  • Nenne Posten auf der Passiva-Seite 1. Eigenkapital - Stammkapital (bei GmbH) oder gezeichnetes Kapital (bei AG) - Gewinnrücklagen (im Unternehmen verbliebene Gewinne des Vorjhr.) - Jahresüberschuss (Ergebnis der GuV)   2. Rückstellungen - z. B. Pensionsrücklagen - sonstige Rückstellungen   3. Fremdkapital - Verbindlichkeiten gegenüber Banken (Kredite) - Verbindlichkeiten aus L&L - erhaltene Anzahlungen - passive Rechnungsabgrenzungsposten  
  • Welche Firmenwerte gibt es und in welcher Bilanz erscheinen sie? 1. originärer Firmenwert: selbst geschaffener Firmenwert 2. derivativer Firmenwert: aus Kaufpreis abgeleiteter Firmenwert   Der Firmenwert erscheint nur in der Bilanz des Firmenkäufers.
  • Welches sind die Instrumente der externen Rechnungslegung für Einzelunternehmungen/Personengesellschaften? Einzelunternehmung/Personengesellschaft Bilanz -- GuV bilden den Jahresabschluss aus dem eine Steuerbilanz erstellt wird  
  • Woraus besteht der sog. erweiterte Jahresabschluss bei Kapitalgesellschaften? 1. GuV/Bilanz 2. Anhang 3. Lagebericht 4. Finanzbericht  
  • Woraus besteht der internationale Jahresabschluss und wonach richtet er sich? Der internationale Jahresabschluss, der vor allem für Kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften wichtig ist richtet sich nach IFRS (Internationel Financial Reporting Standards), für US Firmen nach den US-GAAP (US- genarally Accepted Accounting Principles) Danach Sind neben Bilanz/GuV, Anhang, Lagebericht und Finanzbericht noch Segmentberichte/Berichte nach Regionen und der Management Report beizufügen.  
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  • Nenne Einzelpositionen der Inventur 1. Anlagen: - physische Bestandsaufnahme nur in mehrjährigen Abständen - dazwischen nur Rückgriff auf Anlagenkartei (Bezeichnung des Gegenstandes, Anschaffungsdatum, Anschaffungskosten, Abschreibungen, Buchwert) 2. Finanzanlagen: Konto- und Depotauszüge 3. Lizenzen, etc: Verträge 4. Forderungen/Verbindlichkeiten: Saldenliste aus der Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung (ggf. mit Saldenbestätigung der Kreditoren und Debitoren) 5. Rückstellungen: Prüfung der Risiken und ggf. Neubewertung bzw. Neubildung 6. Bankkredite: Kontoauszüge 7. Vorräte: Physische Aufnahme (Zählen und Notieren) von Qualität, Menge, Preis und Gesamtwert  
  • Welche Formen der Inventur gibt es? 1. Die permanente Inventur 2. Die Stichtagsinventur 3. Die Stichprobeninventur 4. Verlegte Inventur      
  • Was versteht man unter permanenter Inventur? Die permanente Inventur macht es möglich, die Bestandserfassung im Geschäftsjahr zeitlich zu verteilen. Voraussetzung dafür ist die Führung eines Lagerbuches sowie nachprüfbarer Unterlagen für alle Zu- und Abgänge. Mindestens einmal im Geschäftsjahr muss eine körperliche Inventur durchgeführt und der Sollbestand der Lagerbuchführung mit dem Istbestand verglichen werden. Im Gegensatz zur Stichtagsinventur müssen nicht alle Bestände gleichzeitig aufgenommen werden, das heißt die Aufnahmezeiten und -mengen können frei gewählt werden. Die Inventur darf sich jedoch nicht auf Stichproben oder einen repräsentativen Querschnitt beschränken. Das Ergebnis der Inventur wird unter Angabe des genauen Zeitpunkts der Aufnahme im Lagerbuch festgehalten und die Lagerbücher oder Lagerkarteien werden entsprechend berichtigt. Der Vorteil der permanenten Inventur liegt darin, dass die körperliche Bestandsaufnahme über das ganze Jahr verteilt und sinnvoll geplant werden kann, zum Beispiel wenn die Bestände am niedrigsten sind. Sie kann aber unzweckmäßig sein, wenn die Warenbewegungen für einzelne Warengruppen aus organisatorischen Gründen nicht separat ermittelt werden können. Dies ist etwa im Einzelhandel der Fall.  
  • Was versteht man unter Stichtagsinventur? Bei der Stichtagsinventur werden die Bestände an einem festgelegten Aufnahmetag, etwa dem Bilanzstichtag, mengenmäßig erfasst und in Inventurlisten eingetragen. Die Bestandsaufnahme muss nicht direkt am Bilanzstichtag erfolgen. Zulässig für die zeitversetzte Aufnahme ist eine Frist von zehn Tagen vor oder nach dem Stichtag. Die Zu- und Abgänge zwischen dem Aufnahmetag und dem Stichtag, auch die Bewegungen am Stichtag selbst, werden anhand von Belegen mengen- und wertmäßig fortgeschrieben beziehungsweise zurückgerechnet. Die Bewertung der Ware erfolgt zu den Anschaffungskosten, beschädigte Ware kann abgewertet werden. Die Berücksichtigung von Wertsteigerungen ist jedoch nach dem Niederstwertprinzip nicht erlaubt. Die Stichtagsinventur bildet die Bestände so ab, wie sie am Ende des Geschäftsjahres tatsächlich sind. Sie führt jedoch zu einem großen Arbeitsanfall innerhalb weniger Tage, der oft Störungen des Betriebsablaufes zur Folge hat oder sogar eine Betriebsschließung notwendig macht. Das Risiko von Aufnahmefehlern erhöht sich.  
  • Was versteht man unter verlegter Inventur? Die verlegte Inventur kann in Frage kommen, wenn die Aufnahme zum Stichtag unmöglich ist (zum Beispiel bei sehr großen Beständen), oder wenn die Voraussetzungen für eine permanente Inventur fehlen. Die körperliche Bestandsaufnahme erfolgt an einem beliebigen Tag innerhalb der letzten drei Monate vor oder der ersten zwei Monate nach dem Bilanzstichtag (§ 241 Abs. 3 Nr.1 HGB). Der am Aufnahmetag ermittelte Bestand wird nur wertmäßig (nicht mengenmäßig) auf den Stichtag fortgeschrieben oder zurückgerechnet, das Inventar trägt das Datum der tatsächlichen Aufnahme.  
  • Was ist eine Stichprobeninventur? Bei der Stichprobeninventur handelt es sich um ein handelsrechtlich zulässiges Verfahren zur Inventuroptimierung, das besonders in Großunternehmen zur Anwendung kommt. In Deutschland führte Anfang der 1970er Jahre die Siemens AG als erstes Unternehmen die Stichprobeninventur ein. 1977 wurde diese Methode dann rechtlich verankert. Nur die wenigen hochwertigen Artikel werden als Vollerhebung gezählt. Ein Großteil des Lagerwertes ist damit bereits erfasst. Aus dem Restbestand entnimmt man nach dem Zufallsprinzip eine Stichprobe, aus der anschließend der Gesamtbestand hochgerechnet wird. Voraussetzungen Das Lager soll mindestens 2000 Artikel umfassen. Ein EDV-Lagerbuchführungs-System muss eingerichtet sein. 5 % des Bestandes decken mindestens 40 % des Lagerwertes ab. Gründung einer jeweiligen Gesellschaft    
  • Welche Erleichterungen bei der Bewertung des Inventars gibt es? Es gilt der Grundsatz der Einzelbewertung, es gibt aber auch Erleichterungen der Bewertung: 1. Festwertverfahren unter den Vorausetzungen: - regelmäßiger Ersatz - Vorräte, deren Bestand, Wert, und Zusammensetzung nur äußerst geringfügig schwanken - insgesamt geringer Wert - physische Kontrolle alle drei Jahre 2. Gruppenbewertung: gleichartige und annähernd gleichwertige Wirtschaftsgüter (Preisabweichung unter 20%) 3. Sammelbewertung: gleichartige Wirtschaftsgüter > Durchschnittsbewertung > FIFO - First in First out > FILO - First in Last out