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Controlling für Einsteiger - IHK (Subject) / 3. Finanzbuchhaltung und Jahresabschluss (Lesson)

3.1. Gesetzesgrundlagen der Finanzbuchhaltung

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  • Woraus ergibt sich die Buchhaltungspflicht? Aus § 238 HGB Danach muss der Kaufmann "die Lage seines Vermögens nach den Grundsätzen der ordentlichen Buchführung ersichtlich..." machen.  
  • Was versteht man unter ordentlicher Buchführung? Es sind alle Geschäftsvorfälle inhalts- und wertmäßig derart aufzuzeichnen, dass sie einem sachverständigen Dritten "... innerhalb angemessener Zeit einen Überblick über die Geschäftsvorfälle und über die Lage des Unternehmens vermitteln"  
  • Welche über den § 238 HGB hinausgehende Buchführungsverpflichtung besteht für Kapitalgesellschaften? § 264 II HGB fordert für den Jahresabschluss von Kapitalgesellschaften, "... ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Kapitalgesellschaft zu vermitteln."  
  • Was versteht man unter IFRS? International Financial Reporting Stadards sind internationale Rechnungslegungsvorschriften für Unternehmen,[1] die vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegeben werden. Sie sollen losgelöst von nationalen Rechtsvorschriften die Aufstellung international vergleichbarer Jahres- und Konzernabschlüsse regeln. Die IFRS werden von zahlreichen Ländern zumindest für kapitalmarktorientierte Unternehmen vorgeschrieben.[2] Sie bestehen aus Standards und offiziellen Interpretationen dieser Standards.    
  • Welche Kaufleute sind buchführungspflichtig? 1. Der Musskaufmann 2. Der Sollkaufmann 3. Der Kannkaufmann 4. Der Formkaufmann  
  • Definiere Musskaufmann Der Musskaufmannsbegriff wurde 1998 von dem Begriff des Istkaufmannes abgelöst. Kaufmann ist, wer ein Handelsgewerbe betreibt (§ 1 HGB). Handelsgewerbe ist jeder Gewerbebetrieb, es sei denn, dass das Unternehmen nach Art oder Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb nicht erfordert - also im Grunde jede selbständige, nachhaltig ausgeübte Tätigkeit außer freiberuflicher Tätigkeit sowie Land- und Forstwirtschaft. auch ohne handelsregistereintrag unterliegt er allen Vorschriften des HGB, also auch der Buchführungspflicht.  
  • Was ist ein Sollkaufmann? Er übt keines der in §1 HGB aufgeführten Gewerbe aus, jedoch erfordert seine Geschäftstätigkeit einen nach Art und Umfang einen in kaufmännischer Weise geführten Geschäftsbetrieb (Handwerksbetriebe, Kinos, Hotels, Bauunternhmen etc.). Die Buchführungspflicht entsteht, wenn die o.g. Voraussetzungen vorliegen, die Kaufmannseigenschaft nach der (allerdings obligatorischen) Eintragung im Handelsregister.  
  • Definiere Kannkaufmann Der Kannkaufmann nach §3 HGB fällt nicht in die Kategorien der §§ 1 und 2, er kann jedoch durch Eintragung in das Handelsregister freiwillig Kaufmannschaft beantragen (z. B. land- und forstwirtschaftliche Haupt- und Nebenbetriebe)  
  • Was ist ein Formkaufmann? Durch die Rechtform unterliegen Handelsgesellschaften den Vorschriften des HGB: OHG, KG, GmbH, AG  
  • Wer ist von der Buchführungspflicht ausgenommen? Von der Buchführungspflicht ausgenommen ist der sogenannte Minderkaufmann, der zur Ausübung seines Handelsgewerbes keinen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb zu führen braucht. Seit der Handelsrechtsreform von 1998 ist dieser Begriff allerdings bedeutungslos geworden.  
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  • Nenne die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung Nach § 238 HGB - Grundsatz der Vorsicht - Grundsatz der Richtigkeit - Grundsatz der Willkürfreiheit - Grundsatz der Klarheit und Übersichtlichkeit - Grundsatz der Vollständigkeit - Grundsatz der Stetigkeit  
  • Was besagt der Grundsatz der Vorsichtigkeit? Es muss ein vorsichtiges Bild der Vermögens- und Ertragslage gezeichnet werden. Es gilt das Realisationsprinzip: Gewinne dürfen erst ausgewiesen werden, wenn sie realisiert werden. Bildung stiller Reserven auf der Aktivseite Es gilt auch das Imparitätsprinzip: Verluste müssen sofort ausgewiesen werden, wenn sie tatsächlich anfallen oder anzufallen drohen. Sie werden durch außerplanmäßige Abschreibungen bzw. Rückstellungen berücksichtigt.  
  • Definiere Bilanz Die Bilanz ist die tabellarische Aufstellung aller Finanzquellen des Unternehmens (sog. Mittelherkunft - Passiva) und der Vermögenspositionen, in denen diese Gelder gebunden sind (sog. Mittelverwendung - Aktiva)