27

Prüfungsfragen Bef.prüfg. HM (Subject) / 6) HTB (Lesson)

Prüfungsfragen Bef.prüfg. HM

This lesson was created by Bisslvaruckt.

Learn lesson

This lesson is not released for learning.

Advertisement
  • A 1) Nenne Sie die Faktoren, die bei der HTB - Anwendung genutzt werden! Wärme, Kälte, Wasser, Strom Es werden Reize gesetzt
  • A 2) Indikationen der HTB? o    H: Behandlung akuter oder chronischer Beschwerden, zur Stabilisierung von Körperfunktionen (Abhärtung), zur Vorbeugung, zur Rehabilitation und/oder zur Regeneration. Vor allem wird der Temperaturreiz des Wassers genutzt, weniger der Druck oder der Auftrieb als therapeutischer Reiz. Verwendet wird Wasser in allen drei Aggregatzuständen: Eis, kaltes/temperiertes/warmes Wasser und Dampf. Die Hydrotherapie ist Teil der „klassischen” Naturheilkunde. o    T: Muskelentspannung, Verbesserung der Durchblutung, Verminderung der Viskosität der Gelenkflüssigkeit, Verbesserung der Dehnbarkeit des kollagenen Bindegewebes und Schmerzlinderung o    B: Arthritis, Osteoporose und Haltungsanomalien, Psoriasis, Neurodermitis und chronische Ekzeme, Furunkulose, Schweißdrüsenabszess, Arteriosklerose
  • A 3) Nennen Sie mindestens vier Zusätze und ihre Wirkungen! o    Kohlensäurebad: Bäder in Kohlendioxid-haltigem Wasser fördern die Durchblutung und regen den Kreislauf an. Lauwarme Kohlensäurebäder senken den Blutdruck und entlasten das Herz. o    Moorbad: Moorbäder sind Voll- oder Teilbäder mit Badetorf. Da Torf die Wärme nur sehr langsam abgibt - im Gegensatz zu Wasser - sind hiermit so genannte Überwärmungsbäder möglich. o    Stangerbad: Bei diesem speziellen Bad wird ein geringer elektrischer Strom von 200 - 600 mA im Wasser erzeugt, der als leichtes Kribbeln spürbar wird. Diese Behandlung soll positiv auf die Muskulatur und schmerzlindernd bei Neuralgien und Rheuma wirken. o    Schwefelbad: Bad in einem Schwefelwasserstoff-haltigen Wasser, es soll die Durchblutung fördern und antibakteriell wirken. Indikationen sind zum Beispiel Psoriasis, Neurodermitis und chronische Ekzeme. o    Solebad: Das Solebad enthält bis zu sechs Prozent Salze. Salzwasser wird in der Rheumatherapie eingesetzt, aber auch bei verschiedenen Hauterkrankungen, Stoffwechselstörungen und gynäkologischen Krankheiten. o    Fichtennadelbad: Die aromatischen Öle aus Fichtennadeln lindern nervöse Störungen und Schlaflosigkeit und unterstützen bei Rekonvaleszenz. o    Eichenrindenbad: Die in Eichenrinde enthaltene Gerbsäure bessert nässende Hautveränderungen.
  • A 4) Verbotene Gebiete in der UWDMA? Strahl auf Knochenvorsprünge, Kniekehle, Achselhöhle, Genitale, Mammae
  • A 5) In welche Richtung wird der Wasserstrahl geführt? Richtung Herz
  • A 6) Zählen Sie vier wichtige Wirkungen der HTB auf! o    mechanisch: Lösung von Adhäsionen, Flüssigkeitstransport Ý, o    biochemisch: Freisetzung von Gewebshormonen, Abtransport  von Schmerzmediatoren und Milchsäure, Muskelstoffwechsel, o    immunologisch: Gamma-Interferon, Interleukin (Nachweis: G Werner) o    nerval: Aktivität der Muskelspindeln beim Hypotonus, beim Hypertonus, Mechanorezeptoren Aktivität afferenter Fasern auf Rückenmarksebene segmentale Schmerzhemmung  - gate-control-Theorie -; Formatio reticularis, limbisches System ; psychisch = BeHANDdlung, Zuwendung
  • A 7) Was passiert bei der Badediurese? im Vollbad eintretende Ausscheidungssteigerung der Nieren (Wasser- u. Natriurese), ist v. a. Folge der durch den hydrostatischen Druck entstehenden Kompression des peripheren Niederdrucksystems. Die B. wird hormonell (atriales natriuretisches Peptid, antidiuretisches Hormon, Renin-Angiotensin-Adosteron-System) gesteuert.
  • A 8) Welche Temperaturregulationsmechanismen hat der Körper? Thermorezeptoren
  • A 9) Wie wirkt Wärme? Rötung Zunahme d. Herzminutenvolumens Erhöhung der Schweißsekretion Beschleunigung der Atmung Muskeltonus sinkt Vermehrte O2-Zufuhr, Aktivierung der Immunabwehr, Anregung der Phagozytose Lokale Stoffwechselanregung bei chron. Erkrankungen Krampflösend auf Muskeln, Verd.organe. Förderung der Peristaltik und Sekretion von Magensaft und Galle Vermehrung der Harnausscheidung und Verminderung der Leberdurchblutung
  • B 1) Was wird als Indifferenztemperatur bezeichnet? bezeichnet man die Hauttemperatur, die bei längerer Einwirkung keine Temperaturempfindungen mehr hervorruft.
  • Advertisement
  • B 2) Kontraindikationen der HTB? Kontraindikationen für Hydrotherapie Herz- Kreislaufinsuffizienz Zeit nach Herzinfarkt   (bis zu 3 Monate) Pulmonale Hypertonie Renale Hypertonie Leberzirrhose Thrombophlebitis im entzündlichen Stadium Aneurysmen und Emboliegefahr Balneotherapie: akute Infektionskrankheiten, Malignome, schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, schwere Allgemeinerkrankungen. Spezielle Kontraindikationen rheumatischer Erkrankungen sind floride und hochentzündliche Aktivitäten entzündlich rheumatischer Erkrankungen einschließlich Kollagenosen, viszerale Beteiligungen rheumatischer Erkrankungen, schlechter Allgemeinzustand. Thermotherapie: akute Arthritiden und akute Periarthropathien (mögliche Entzündungsverstärkung), aktivierte Arthrose, Vaskulitiden, frischer Bandscheibenvorfall, arterielle und venöse Durchblutungsstörungen, Ödeme, Blutungen, Blutungsneigung, Tumore, schwere Allgemeinerkrankungen, schwere Herz- und Kreislauferkrankungen, Vorsicht bei hohem Lebensalter, gestörte Thermosensibilität (relative Kontraindikation).
  • B 3) Worauf ist beim 4-Zellenbad zu achten? Verätzungsgefahr ist im Zellenbad wesentlich geringer (außer natürlich bei der eventuellen Rücken- oder Nackenelektrode!). Der Patient muss aber dazu angehalten werden seine Extremitäten regelmäßig ein wenig zu bewegen da es sonst an der Wasserlinie zu unangenehmen Reizungen kommen könnte. Er darf die Elektroden nicht berühren.
  • B 4) Welche Temperatur wird bei der UWDMA verwendet? Zw. 36° u. 40°
  • B 5) Erklären Sie die richtige Arbeitsweise bei der UWDMA! o    Langsam streichend Richtung Herz o    10-20cm von Hautoberfläche entfernt (je nach Düsenart, Gewebsbeschaffenheit + Dauer) o    45° Winkel (wenn zu steil: Hautbrennen) o    Lagerung so, dass notwendige Entspannung eintritt (Gurte, Kopfstütze o.ä.) o    Vor Beh.beginn an Wassertemp. + hydrostat. Druck gewöhnen lassen o    Druck zw. 1-2.5atü, bei Sportlern höher o    Bei 1. Beh. großer Düsendurchmesser, geringer Massagedruck, kleiner Auftreffwinkel + größerer Abstand o    òDruck bei Bauch- u. Brustmassage o    Tempo ruhig + gleichmäßig, einschleichend mit Streichungen, Kreiselungen, ausschleichend Sprudeleffekt o    Dauer 10-20min o    Nicht unmittelbar vor oder nach dem Essen o    Cave: Knie- u. Ellenbeuge, Achselhöhle, Leistengegend, Venenwinkel u. Nierengegend o    An unübersichtlichen Körperstellen übernimmt die 2. Hand des Therapeuten die Führung. o    Bei vegetativer Dystonie: Fächerdüsen entlang der Hautspaltlinien, ansonsten Strahl Richtung Muskelrelief o    Oberflächennahe Knochen + Gelenksbezirke nicht voll mit dem Strahl treffen o    Nachher Unterschenkel kalt abduschen (sonst Kollapsgefahr), mind. 30min nachruhen
  • B 6) Worauf ist bei Menschen mit Herzinsuffizienz beim Wannenbad zu achten? Ab NYHA[1]-Klasse III ist ein Vollbad kontraindiziert, unabhängig von der Wassertemperatur. Durch den hydrostatischen Druck wird der Blutrückstrom aus der Peripherie so verstärkt, dass die Vorlast akut steigt. Wenn der Patient ins Wasser eintaucht, kommen bis zu 300 ml Blut zusätzlich im rechten Vorhof an.   Bei leichter Herzinsuffizienz: Vom Aufenthalt in warmem Wasser profitieren. Unter diesen Bedingungen kommt es zu einer verminderten Ausschüttung von Arginin-Vasopressin, was zusammen mit der Stimulation von antinatriuretischem Peptid im rechten Vorhof und der rechten Kammer die Arteriolen um etwa 30% dilatiert. Die Peripherie wird somit besser durchblutet. Ferner sinken der Hämatokrit und damit die Plasmaviskosität, was die Herzarbeit zusätzlich erleichtert. Allerdings muss man beachten, dass die Diurese nach etwa 30 Minuten Aufenthalt im Wasser anspringt, so dass nach etwa 45 Minuten das Blut wieder eingedickt wird. Spätestens nach einer halben Stunde sollten Herzpatienten aus dem Wasser raus, auf die Toilette gehen und rund 200 ml Flüssigkeit trinken.   Dabei ist zu beachten, dass eine Wärmebelastung erst bei Wassertemperaturen von mehr als 34,5° im Wannenbad beziehungsweise 32° im Bewegungsbad gegeben ist. Venenpatienten hilft daher der kalte Guss oder die kalte Dusche nach dem Baden. [1] New York Heart Association
  • B 7) Was ist das Archimedische Prinzip? Die Auftriebskraft eines Körpers in einem Medium ist genauso groß wie die Gewichtskraft des vom Körper verdrängten Mediums. Es hat den Anschein, dass ein Gegenstand in Wasser leichter ist. Die Masse des Körpers bleibt jedoch unverändert. Dieser Eindruck entsteht, da die resultierende Kraft um die Auftriebskraft, die der Gewichtskraft entgegenwirkt, verringert wird.
  • B 8) Wie wirkt Kälte? kurzzeitige Kälteanwendungen lösen vorwiegend Gefäßreaktionen aus (primäre Vasokonstriktion, sekundäre Vasodilatation), induziert die längerfristige Kryotherapie eine anhaltende Abkühlung der Gewebe mit einer Reduktion von Durchblutung und lokalem Stoffwechsel. ausgeprägte Schmerzlinderung, antiphlogistische Effekte (vorwiegend bei akuten Entzündungen), Muskeldetonisation (bei längerfristiger Kälte), Ödemhemmung, Blutungsstillung und bei kurzzeitiger Anwendung die Auslösung einer reaktiven Hyperämie. Unerwünschte Reaktionen in Form von Gefäßspasmen können ausgelöst werden.
  • B 9) Wie hoch ist die Körperkerntemperatur? Zwischen 35.8 u. 37,2°
  • C 1) Zählen Sie die wichtigsten Punkte der Raumgestaltung auf! Ruhe, gedeckte Farben, gedämpftes Licht, ev. leise Musik,
  • C 2) Welche Arten der Wasseranwendungen in der HTB gibt es? Bäder:                Voll-, Teil-, Sitz-, Hand- u Fußbäder Packungen Wickel Abreibungen u. -waschungen Güsse Inhalation Unterwassertherapie Trinkkuren
  • C 3) Welche Art von Strom wird beim 4- Zellenbad verwendet? NF - Galv
  • C 4) Welche Arten der Waschungen kennen Sie? Ganz- u. Teilwaschungen
  • C 5) Wie lange dauert die Warmwasseranwendung gegenüber der Kaltwasseranwendung? Ca. 15 Min beim Vollbad
  • C 6) Auf welches Drucksystem des menschlichen Körpers nimmt der hydrostatische Druck vorwiegend Einfluss? Herz- u. KL-System
  • C 7) Was ist Viskosität?     Die Viskosität ist ein Maß für die Zähflüssigkeit eines Fluids. Der Kehrwert der Viskosität ist die Fluidität, ein Maß für die Fließfähigkeit eines Fluids. Je größer die Viskosität, desto dickflüssiger (weniger fließfähig) ist das Fluid  
  • C 8) Wie wirkt Wärme? Erweiterung der Hautgefäße Zunahme Herzminutenvolumen Erhöhte Schweißsekretion Beschleunigung d. Atmung Einschränkung Muskelaktivität Vermehrte O2zufuhr, Aktivierung Immunabwehr, Anreg. Phagozytose Krampflösend, Förderung Peristaltik, Sekretion v. Magensaft u. Galle Erhöhung Harnausscheidung, vermind. Leberdurchblutung
  • C 9) Wie hoch ist die Körperkerntemperatur? 35,2° - 37°