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Ökologie II Schopf (Subject) / Ökologie II Schopf (Lesson)
Grundlagen der Ökologie 2: Ökophysiologie und Ökologie der Lebensgemeinschaften
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- Bedeutung abiotischer Faktoren für die räumliche Verbreitung 1) klimatische Bedingungen (Temp., Feuchte, ...) 2) Nahrung 3) Brutsubstrat / Habitat
- Was versteht man unter "Biome"? Organismusgemeinschaft einer bestimmten Klimazone entsprechenden geographischen Lebensraums, in dem sich ein einigermaßen ausgewogened biologisches Gleichgewicht eingestellt hat. Jahrestemperatur & Niederschlagsmenge als Unterscheidungskriterien --> Gliederung der Klimaxgesellschaften (vgl. Gratzer Einheit 5)
- Formen des Wärmeübergangs (klimatische Bedingungen) Konduktion = Wärmediffusion zwischen 2 Körpern durch Molekülbewegung Konvektion =Wärmetransport m.H. eines bewegten Mediums Radiation = Wärmetransport in Form von elektromagnetischen Wellen im Infrarotbereich Transpiration / Evaporation = Abgabe von Wärmeenergie über Verdunstung von Wasser
- Physiologische Thermoregulation - wo findet sie statt? Vor- & Nachteil? ...findet nur bei endothermen (=homoiotherme) Lebewesen (Säuger und Vögel) statt. Vorteil: konstante Leistungsfähigkeit Nachteil: hoher Energieaufwand (Nahrungsbedarf)
- Unterschied homoiotherme vs. poikilotherme Lebewesen? homoiotherm = endotherm = Körpertemp. von innen her reguliert poikilotherm = ektotherm = passen Körpertemp. der Außentemp. an, z.B. Amphibien, Reptilien, Fische
- Welche Strategien zur Thermoregulation finden in der Natur statt? - Physiologische Anpassung - Ethologische Anpassung - Morphologische Anpassung
- Physiologische Anpassung Bsp. Kamel - schwankende Körpertemp., geringe Verdunstung, Regulation nur bei ausreichender Wasserversorgung - wirkungsvoller Wärmetauscher im Epithel der Nasenhöhlen, kann nachts die Wasserdampfkonzentration der ausgeatmeten Luft auf 75% drosseln - tagsüber kühlt venöses Blut aus dem Nasenraum seinerseits die Aorta zum Gehirn durch Wärmetausch im Gegenstromverfahren - kann bis zu 30% seines Körpergewichts durch Flüssigkeitsverlust einbüßen (Mensch < 12%) - entzieht das Wasser bevorzugt dem Gewebe und weniger dem Blut - keine Gefahr der Blutverdünnung - kann bei entsprechender Gelegenheit Wasser ungewöhnlich schnell wieder aufnehmen (100 L in 10 Min.) - Doppelreihe ineinandergreifende Auenwimpern schützen vor Sand- & Sonnenwirkung - Schließen der Nasenöffnungen zum Schutz der Atemwege or Sandstaub Bsp. Mausvogel - Körpertemperatur im satten Zustand teilweise fast 2°C höher als im hungrigen Zustand
- Ethologische Anpassung Bsp. Eidechse relativ konstante Körpertemperatur - trotz starker Fluktuation der Umgebungstemperatur: steigen die Temperaturen in der Mittagssonne über die Körpertemp., so bewegt sich die Eidechse in den Schatten. Mit Sonnenaufgang bis kurz vor Sonnenuntergang verlassen sie ihre Höhlen. Die Körpertemp. ist in dieser Zeit fast 20°C höher als während der Nacht in der Höhle.
- Morphologische Anpassung Bsp. Schaf Fell als Isolator, wasserabstoßende Oberfläche, Faserinneres kann Wasserdampf aufnehmen (33% des TG), guter Wärmeisolator (85% des Volumens: Luft), selbstreinigend Bsp. Seehund Fett als Isolator
- Allel'sche Regel = Proportionsregel: die Körperanhänge sind bei Tieren einer Rt bzw. eines Verwandtschaftskreies in kälteren Klimaten kleiner.(z.B. Polarfuchs - Rotfuchs - Wüstenfuchs) Regel ist allgemein gültig!
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- Bergmann'sche Regel verwandte Arten sind in kälteren Regionen meist größer, Volumen steigt in 3. Potenz, Oberfläche jedoch nur im Quadrat. Je größer ein Körper umso relativ kleiner seine Oberfläche. Weniger Wärmeverlust bei zunehmender Körpergröße. Regel nicht allgemein gültig, weil Körpergröße auch durch andere Faktoren beeinflusst werden kann!
- Anpassungsmechanismen an die Winterkälte (bei wirbellosen Tieren) Dormanz = Ruhestadium Quieszenz = unmittelbare Reaktion auf limitierenden Faktor (Temp.) = Kältestarre Diapause = mittelbare, genetisch fixierte, durch Umweltfaktoren induzierte Reaktion
- Frostresistenz bei ektothermen Organismen - Frosttoleranz Frosttolerante Arten sind imstande, das Gefrieren extrazellulärer Körperflüssigkeiten zu überleben (= Gefriertoleranz; „freezing tolerance“) (steuern das kontrollierte Frieren →Gefrierpunkt SCP≠Kältetod (LLT- Lower leathal temperature) Initiieren extrazelluläre Eisbildung in ihren Körperflüsssigkeiten bei relativ warmen Temperaturen durch Produktion von Eis-Nukleationsproteinen Extrazelluläre Eisbildung verursacht eine osmotische Entwässerung der Zelle Häufig: bei Bewohnern der südlichen Hemisphäre
- Frostresistenz bei ektothermen Organismen - Frostempfindlichkeit Frostempfindliche Arten erniedrigen den Gefrierpunkt der Körperflüssigkeiten durch Entfernen von potentiellen Eiskristallisationskernen und Anreicherung von Gefrierschutzmitteln (=Gefriervermeidung; „freezing avoidance“) →Gefrierpunkt SCP =Kältetod (LLT- Lower leathal temperature) Verhinderung intra- und extrazellulären Gefrierens mittels verschiedener Mechanismen: Aufsuchen trockener Überwinterungsquartiere zur Vermeidung von Kontaktgefrieren durch äußere Quellen Beseitigung von Kristallisationskernen aus Darm oder intrazellulären Räumen (Nahrungspartikel, Staubpartikel, Bakterien, …) Herabsetzung des Unterkühlungspunktes in allen Körperflüssigkeiten durch Anreicherung von Gefrierschutzmitteln Akkumulation von Gefrierschutzproteinen in der Hämolymphe > binden direkt an Oberflächenstrukturen von Eiskristallen > vermindern Eiskristallbildung und –wachstum) Dehydrierung zur Verringerung der Menge an freiem Wasser und zur Erhöhung der effektiven Konzentration an Gefrierschutzsubstanzen Bsp. Buchdrucker: überwinterung ist nur im adulten Stadium möglich im äußeren, trockenen Rindenbereich Ansonsten Wintermortalität 100% ( im präimaginalen Stadium)
- Anpassungsmechanismen an Winterkälte (bei einigen Säugern und Vögeln) Winterruhe: Längerer Ruheschlaf einiger Säuger (z.B. Eichhörnchen, Bär, Dachs) ohne Stoffwechselherabsetzung, aber Verminderung der herzfrequenz Winterschlaf: Schlafähnlicher Überwinterungszustand einiger Säuger (z.B. Murmeltier, Igel), bei dem alle Stoffwechselfunktion hormonell stark gedrosselt sind (Zeitgeber: Lichtfaktor)prospektive Form der Dormanz →Absenkung des Stoffwechsels (wird durch Oxidation von Fett stabil gehalten) →Absenkung des Blutzuckergehaltes – und druckes →Verlangsamung der Atmung, Herzschlag und Blutumlauf →Reduktion der Harnbildung Torpor: (Kältelethargie; Heterothermie) Durch Kälte oder Hunger/ Trockenheit ausgelöste vorübergehende Starre mancher Vögel und Säuger (z.B. Schwalbe, Fledermäuse, Hamster)
- Was versteht man unter Winterruhe? Längerer Ruheschlaf einiger Säuger (z.B. Eichhörnchen, Bär, Dachs) ohne Stoffwechselherabsetzung, aber Verminderung der Herzfrequenz
- Was versteht man unter Winterschlaf? schlafähnlicher Überwinterungszustand einiger Säuger (z.B. Murmeltier, Igel), bei dem alle Stoffwechselfunktion hormonell stark gedrosselt sind (Zeitgeber: Lichtfaktor) prospektive Form der Dormanz Absenkung des Stoffwechsels (wird durch Oxidation von Fett stabil gehalten) →Absenkung des Blutzuckergehaltes – und druckes →Verlangsamung der Atmung, Herzschlag und Blutumlauf →Reduktion der Harnbildung
- Was versteht man unter Torpor? (Kältelethargie; Heterothermie) Durch Kälte oder Hunger/ Trockenheit ausgelöste vorübergehende Starre mancher Vögel und Säuger (z.B. Schwalbe, Fledermäuse, Hamster)
- Was ist "braunes bzw. plurivakuoläres" Fettgewebe? Zellen produzieren durch Oxidation von Fettsäuren Wärme (Thermogenese)v.A. bei Säuglingen (~5% des Körpergewichts) und winterschlafenden Säugetieren - reiche Versorgung mit Blutkapillaren und eigene Inntervation der einzelnen Fettellen durch Fasern des Sympathikus -zahlreiche Fetttröpfchen in einem mitochondrienreichen Plasma verteilt (multivakuoläre Fettzellen) -große Anzahl an Mitochondrien mit hohem Cytochromgehalt - Besonders Nagetiere besitzen auch im erwachsenen Zustand noch größere Mengen braunen Fettgewebes und können bei Bedarf mittels Katecholaminen weißes in braunes Fettgewebe umwandeln und so Kältephasen gut überstehen. Bei Winterschlaf haltenden Tieren finden sich ebenfalls größere Mengen braunen Fettgewebes, die der schnellen Erwärmung des Tieres in den Aufwachphasen dienen.
- Was ist der Entwicklungsnullpunkt? Entwicklungsnullpunkt t0: Temp. Wert, oberhalb (unterhalb) welchem Entwicklungsvorgänge bei Insekten nachweisbar sind (ist im strengen physiologischen Sinn nicht existent)
- Wie lautet die Wärmensummenregel? Und was sagt sie aus? Wärmesummenregel: (Blunck) T * (t – t0) = k Beschreibt die Beziehung zwischen Entwicklungsdauer (T) und die für die Entwicklung nutzbare (effektive) Temperatur (t-t0) eines ektothermen Organismus
- Was ist die "effektive Temperatur"? Die effektive Temp. Ist die Differenz zwischen realer Temp. (Umgebungstemp.) und der Temp. Des Entwicklungsnullpunktes t0 eines ektoth. Organismus. Die Temperatur die von einem Organismus für die Entwicklung genutzt werden kann. t0 = t1 – T2 (t2 – t1) / T1 – T2 …T 1,2 à Entwicklungsdauer, t1,2 à Entw.Temp. (Bsp. Buchdrucker (Ips Typographus) bzw Pinienprozessionsspinner à Grafiken siehe Folien)
- Anpassungen an Trockenheit Anpassungen an Trockenheit : ethologisch: Nachtaktivität, Aufsuchen feuchter Habitate morphologisch: Ausbildung von Transpirationsschutz (z.B. Epikutikula mit Wachsschicht; Fell; Fettschicht) physiologisch: Wasserresorption der Exkrete im Enddarm, Wassereinsparung durch Harnkonzentrierung, Nutzung des Oxidationsswassers bei der Dissimilation Bsp. Kanguruhratte: Hält sich unter der Erde auf. Dehydriert den Kot vor der Ausscheidung, wenig Urin und lässt wenig wasser verdunsten Z:b. relation aufgenommenes Wasser durch Trinken in relation nur 23% ausgeschieden ( bei Menschen 58%) Relation oxidationswasser zu Verdunstung:73% ( beim menschen 37%)
- ethologisch? z.B. Nachaktivität, Aufsuchen feuchter Habitate mit dem Verhalten der Tiere beschäftigend
- morphologisch? z.B. Ausbildung von Transpirationsschutz (z.B. Epikutikula mit Wachsschicht; Fell; Fettschicht) auf die Lehre der Struktur von Organismen bezogen
- physiologisch? z.B. Wasserresorption der Exkrete im Enddarm, Wassereinsparung durch Harnkonzentrierung, Nutzung des Oxidationsswassers bei der Dissimilation den normalen Lebensvorgängen entsprechend Bsp. Kanguruhratte: Hält sich unter der Erde auf. Dehydriert den Kot vor der Ausscheidung, wenig Urin und lässt wenig wasser verdunsten Z:b. relation aufgenommenes Wasser durch Trinken in relation nur 23% ausgeschieden ( bei Menschen 58%) Relation oxidationswasser zu Verdunstung:73% ( beim menschen 37%)
- Osmoregulation: Süßwasserfische Ihre Körperflüssigkeiten sind gegenüber dem sie umgebenden Wasser hyperosmotisch (d.h. die Ionenkonz. des Wassers ist geringer) Fische trinken kein Waser, sondern nehmen dies durch die Mundschleimhaut und über die Kiemen auf. Probleme: Aufschwellen durch eindringendes Wasser aufgrund des osmotischen Gradienten Ständiger Ionenverlust aufgrund der geringeren Ionenkonzentration des Wassers > aktiver NaCl Transport über die Chloridzellen im Kiemenepithel
- Osmoregulation: Marine Knochenfische Körperflüssigkeiten hier hypoosmotisch (Ionenkonzentration des Meerwassers ist größer) Probleme: sie sind bes. über das Kiemenepithel ständiger Entwässerung ausgesetzt à marine Knochenfische trinken! Konzentrierung ihrer Körperflüssigkeiten muss durch aktive Salzsekretion entgegengewirkt werden
- Salzdrüsen? Salzdrüsen: Die sekretorischen Zellen des Transportepithels pumpen das Salz aus dem Blut in den Tubulus, wobei Blutstrom und Sekretfluss entgegengesetzt sind; dadurch besteht entlang des gesamten Tubulus ein Konzentrationsgradient quer durch die Membran, der den Transport der Salzionen in das Tubuluslumen unterstütz. →Gegenstromprinzip! Bsp. Möwe – Trinken Meerwasser bei Flüssigkeitsbedarf, Salzdrüsen in der Stirn- Ausscheidung d. salzigen Flüssigkeit über Nasengang)
- Filterkammer bei pflanzensaugenden Insekten Hyperphagie: zuviel Nahrung aufgenommen à überschüssige Nahrung wird wieder ausgeschieden Filterkammer = Anfang des Enddarms legt sich rücklaufend eng an das Vorderende des Mitteldarms; an der Berührungsstelle kann Flüssigkeit aus dem vorderen Darmabschnitt sofort in den Enddarm übertreten, in den Mitteldarm gelangt angereicherte, eingedickte Nahrung
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- Was ist "Hyperphagie"? zuviel Nahrung aufgenommen à überschüssige Nahrung wird wieder ausgeschieden
- Bodeneigenschaften für bodenbewohnende Organismen (=Edaphon) BodenfeuchtigkeitBodenstrukturBodenazidität → je nach pH-Wert andere Lebewesen
- Welche Bedeutung kommt dem Wind zu? Ausbreitung: anemochorer Transport (passiv) Thermik Abkühlung, Austrocknung Blütenbestäubung à wichtig für die Verfrachtung: Größe, Gewicht, Angriffsfläche Aerostat. Koeffizient (Höhe bis zu der das Tier getragen werden kann) AeK = K * R/W Aerostat. Koeffizient = Konstante(z.B. Luftdichte) * Fläche(senkrecht der Schwerkraft ausgesetzt) / Gewicht des Tieres Windbestäubung (Anemogamie, Anemophilie):~ 20% der heimischen Pflanzen windbestäubt (z.B. Nadelgehölze, Birke, Buche, Erle, Esche, Hasel, Pappel, Ulme, Gräser,…) à Merkmale: Unscheinbare Blüten Blütenblätter verkümmert oder fehlend Nektarien und Duftdrüsen fehlen Große Menge an kleinen, leichten Pollen
- Was versteht man unter "Anemogamie (Anemophilie)"? = Windbestäubung ~ 20% der heimischen Pflanzen windbestäubt (z.B. Nadelgehölze, Birke, Buche, Erle, Esche, Hasel, Pappel, Ulme, Gräser,…) à Merkmale: Unscheinbare Blüten Blütenblätter verkümmert oder fehlend Nektarien und Duftdrüsen fehlen Große Menge an kleinen, leichten Pollen
- Welche Bedeutung kommt dem Licht zu? Orientierung Phototaxis (Als Phototaxis wird eine durch Unterschiede der Beleuchtungsstärke (Beleuchtungsstärkengradient) in ihrer Richtung beeinflusste Fortbewegung von Organismen bezeichnet. Dabei unterscheidet man die positive Phototaxis (Bewegung in Richtung höherer Beleuchtungsstärke) und die negative Phototaxis (Bewegung in Richtung niedrigerer Beleuchtungsstärke). Z.B. Geißeln der einzelligen Grünalge Richtungswechsel zur Grünalge Skotaxis (Hell-Dunkel-Orientierung von Lebewesen bezeichnet, bei der sich das Lebewesen gerichtet (Taxis) auf sich dunkel von der helleren Umgebung sich abhebende Stellen zubewegen. Z.B. bei Asseln, Ohrwürmer,Tausendüßer) Polarisiertes Licht : (Viele Insekten können linear polarisiertes Licht nach seiner Polarisationsrichtung unterscheiden und nutzen diesen Effekt, um sich zu orientieren. Für die Honigbiene wurde dies durch Karl von Frisch erforscht. Auch Fangschreckenkrebse sind dazu in der Lage[1] sowie Menschen, allerdings mit sehr geringem Kontrast, siehe Haidinger-Büschel. Sonnenstand Synchronisation der Aktivitätsdynamik Tagesrhythmik Jahresrhythmik Zeitgeber für Diapause Menotaxis: Orientierung an einem best. Winkel zur Reizquelle (Lichtkompass- Orientierung)
- Was bedeutet "Phototaxis"? Phototaxis (Als Phototaxis wird eine durch Unterschiede der Beleuchtungsstärke (Beleuchtungsstärkengradient) in ihrer Richtung beeinflusste Fortbewegung von Organismen bezeichnet. Dabei unterscheidet man die positive Phototaxis (Bewegung in Richtung höherer Beleuchtungsstärke) und die negative Phototaxis (Bewegung in Richtung niedrigerer Beleuchtungsstärke). Z.B. Geißeln der einzelligen Grünalge Richtungswechsel zur Grünalge
- Was versteht man unter "Skotaxis"? Skotaxis (Hell-Dunkel-Orientierung von Lebewesen bezeichnet, bei der sich das Lebewesen gerichtet (Taxis) auf sich dunkel von der helleren Umgebung sich abhebende Stellen zubewegen. Z.B. bei Asseln, Ohrwürmer,Tausendüßer) = eine Art der Orientierung (Licht)
- Was ist polarisiertes Licht? Polarisiertes Licht : (Viele Insekten können linear polarisiertes Licht nach seiner Polarisationsrichtung unterscheiden und nutzen diesen Effekt, um sich zu orientieren. Für die Honigbiene wurde dies durch Karl von Frisch erforscht. Auch Fangschreckenkrebse sind dazu in der Lage[1] sowie Menschen, allerdings mit sehr geringem Kontrast, siehe Haidinger-Büschel.
- Was ist "Menotaxis"? Orientierung an einem best. Winkel zur Reizquelle (Lichtkompass- Orientierung)
- Orientierungsvermögen der Bienen nach dem Sonnenstand (Bienen können auch im Ultraviolette Bereich sehen, dafür fehlt ihnen der Bereich für rot. Ihre Sichtbreite ist also von 300 bis 650 nm) Sonnenkompass Wahrnehmung des Polarisierten Lichts (Erkennen des Sonnenstands auch wenn Sonne verdeckt) →zurBerechnung des Polarisationsmusters messen Bienen die Schwingungsrichtungen an zwei Orten des Himmels und vergleichen sie mit einer „Himmelskarte“, einer neuronalen Repräsentation der e- vektoren des polarisierten Tageslichts. Innere Uhr à Wiederfindung eines Futterplatzes zu versch. Tageszeiten anhand des korrigierten Sonnenstands Flugwege der Bienen: Lernen: Orientierungsflüge vom Stock aus à Landschaftsgedächtnis Routenflüge Stock- Futterstelle – Lernen sequentieller Anordnungen von Landmarken à Routengedächtnis (Richtung und Entfernung) Tanzkommunikation à Tanzgedächtnis (Richtung und Entfernung)
- Flugwege der Bienen Lernen: Orientierungsflüge vom Stock aus à Landschaftsgedächtnis Routenflüge Stock- Futterstelle – Lernen sequentieller Anordnungen von Landmarken à Routengedächtnis (Richtung und Entfernung) Tanzkommunikation à Tanzgedächtnis (Richtung und Entfernung)
- Orientierung bei Zugvögeln Die geografische Breite jedes Punktes ist von gewissen Abweichungen abgesehen durch verschiedene Steilheit der Feldlinien des erdmagnetfelds (inklination) gegeben Zugvögel orientieren sich mit Hilfe des Erdmagnetfelds (Nutzung der Inklination). Tags bestimmen sie m.H. von Sonnenstand und innerer Uhr die Flugrichtung, nachts zeigt die Drehung um den Polarstern die Nordrichtung. → wenn die Tage kürzer werden, wissen die Vögel dass sie Richtung Äquator ziehen müssen Orientierung der Vögel: Geruch, Sonne, Sterne, magnetischer Kompass,magnetische Karte
- Der Magnetsinn der Forellen Regenbogenforelle: Magnetithaltige Zellen i.d. Nasengrube unterhalb des olfaktorischen Riechgewebes, Magnetzellen werden vom Trigeminusnerv innerviert à nutzen dies vermutlich (wie der Lachs) zur Orientierung
- Wärmedetektor beim schwarzen Kiefernprachtkäfer Infrarot-sensibles Organ auf beiden Brustseiten à Auffinden von Waldbränden aus mehr als 50 km Entfernung. Zusätzlich Antennen mit olfaktorischen Rezeptoren (reagieren auf Substanzen im Rauch) Die innere edocuticuläre Kugel expandiert infolge von Adsorption von Infrarot strahlen→ Deformation der denitrischen Spitze→ Erregung der Nerven
- Biologische Uhr (circadiane Rhythmik) Steuern den Wach- und Schlafrhythmus des Organismus (beim Menschen ~ 25 h) → vorgegebener Stoffwechsel, ist aber auch trainierbar. Äußerer Zeitgeber (meist Sonnenauf- und untergang) à Angleichung an den 24 h Tag (bzw die Erdrotation) Rezeptoren bei Säugern in der Netzhaut des Auges mit Nervenverbindungen zum Hypothalamus; bei vielen wechselwarmen Wirbeltieren und Vögeln dient die Epiphyse (Melatonin) als Lichsinnesorgan (Lichtwahrnehmung durch die durchscheinende Schädeldecke)
- Was ist die Diapause und was versteht man unter der Diapausenentwicklung? „Bei der Diapause handelt es sich um eine genetisch verankerte, an ein bestimmtes Entwicklungsstadium gebundene Unterbrechung der Entwicklung.“ Tritt normalerweise bei den Arten nur in einem ihrer Enwicklungsstadien auf z.B. →Eine Eidiapause ist z.B. bei Heuschrecken und Schmetterlingen häufig anzutreffen. →Viele holometabole Arten diapausieren als Puppe. →Auch Larven können diapausieren, meist stellen sie dann das Fressen ein, einige wenige Arten nehmen jedoch von Zeit zu Zeit noch Nahrung auf. → Schließlich kennt man auch zahlreiche Arten, bei denen die Imagines diapausieren. Obligate Diapause →tritt bei allen Individuen einer Population unter allen Umständen ein, Fakultative Diapause → tritt bei den Individuen ein, die bestimmten Umwelteinflüssen ausgesetzt sind Diapauseentwicklung Induktionsphase- Einleiten der Diapause, wenn noch günstige Lebensbedingungen sind. Körperliche Veränderungen zur Vorbereitung ( z.B. Wassergehalt im Fettkörper reduzieren, Frostschutzmittel produzieren etc.) Auslösende Faktoren: -Wechsel in der Tageszeitlänge (Photoperiode) -niedrige Temperaturen -Zeiten ungünstiger Ernährungsverhältnisse -Trockenheit -eine Kombination mehrerer Faktoren Manifestation – Dauer ist von Art zu Art verschieden und zudem von Umweltfaktoren abhängig. Termination „Kritische Tageslänge“ - zu diesem Zeitpunkt sind 50% der Individuen schon die Diapause eingetreten Auch die Breitengrade beeinflussen die Photoperiodizität (dementsprechend nicht synchron) Beispiel der 17j. Zikade in den USA Beispiel Baumwoll Rüsselkäfer: Überlebenschancen hängen ab vom Zeitpunkt der Diapausen Manifestation Heuschrecke Embryo: Aus Populationen in Hochlagen diapausieren in einem sehr spätem Stadium, dies garantiert ihnen schnelle Schlupffähigkeit ( weniger als 5 Tage) nach der erwärmung im Frühjahr Heuschrekcne in Tieflagen brauchen bei ähnlichen Umweltbedingungen z.b ca 20 Tage. Bsp. Landkärtchen Falter. Schmetterling mit Saisondimorphismus → wird durch die Tageslänge während des Raupenstadiums gesteuert. KT→ gelb braun-schwarze Färbung LT→ schwarz- weiße Färbung