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Pädagogik der Lernförderung (Subject) / Bako 1-4 (Lesson)
Hier gehts drum, ob der Bako 1-4 ein gutes Testverfahren ist.
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- Was misst der Test BAKO 1-4 und warum? ○ Instrument zur Erfassung der phonologischen Bewusstheit im engeren Sinne, d.h. die Fähigkeit Phone (kleinste lautsprachliche Einheiten) zu verarbeiten PBW ist zentral für die alphabetische Strategie des SSE, insbesondere für die Worterkennung
- Welches theoretische Modell des SSE liegt dem BAKO zugrunde? Der Erwerb der Lese- und Rechtschreibkompetenz nach Frith: logographemisch: Worterkennung an herausstechenden optischen Merkmalen alphabetisch: Buchstaben-Laut-Zuordnungsregeln (GPK) orthographisch: Zuordnung von Buchstabenfolgen zu Lautgruppen, auch irreguläre Wörter schreiben können
- Welche Subtests gibt es beim BAKO 1-4? Pseudowortsegmentierung: Laute eines vorgesprochenen Pseudoworts sollen einzeln aufgesagt werden Vokalersetzung: jedes a soll durch ein i ersetzt werden: Kabaàkibi Restwortbestimmung: aus einem Wort soll der erste Laut entfernt werden Phonemvertauschung: die ersten beiden Laute des dargebotenen Wortes sollen vertauscht werden Lautkategorisierung: 4 Wörter à eines unterschiedet sich im Anfangs- oder Endlaut à Welches? Vokallängenbestimmung: aus 4 einsilbigen Pseudowörtern mit identischen Vokalen soll das herausgefunden werden, das sich in der Vokallänge unterscheidet Wortumkehr: Wörter rückwärts wiedergeben
- Wie wird der Bako durchgeführt? ○ Zeit: 20-45 Minuten ○ Einzelsetting ○ Abbruchregel: nach 3 Fehlern in Folge innerhalb eines Subtest
- Wie erfolgt die Durchführung des Tests? ○ Instruktionen wörtlich wiedergeben ○ Reihenfolge nicht ändern ○ Keine Pausen ○ Lob und Bestätigung für Konzentration und Motivation ○ NICHT: Rückmeldung über richtig oder falsch ○ Kinder sollen nicht auf Protokollbogen schauen können ○ CD verwenden, da sonst Probleme durch Dialekteinfärbung ○ Übungsitems, um Aufgabenverständnis zu überprüfen
- Ist die Testobjektivität gegeben? Ja, weil: exakte Aufgabenbeschreibung unkomplizierte Handhabung Musterlösungen Fehlerbeispiele Bezug zu Normwerten
- Ist die Testreliabilität gegeben? Reliabilität ist die Testzuverlässigkeit, d.h. misst der Test, was er messen soll. Reliabilität ist gut, d.h. wenig Ausreißer Deckeneffekt, weil schwierige Items für Klasse 3 und 4 fehlen
- Wie sieht es mit der Testvalidität aus? - Validität ist die Gültigkeit der Ergebnisse, misst der Test, was er angibt zu messen? - Bezug durch Theorie und Forschung gegeben - Validität bei Subtests Lautkategorisierung und Vokallängenbestimmung nur eingeschränkt, weil hier neben der PB auch Entscheidungsfindung eine Rolle spielt
- Ist die Testnormierung ausreichend? - Normierung für alle 4 Klassenstufen - Zusammenhang von Testalter und Testleistung wird nicht abgebildet - L-Schüler werden nicht berücksichtigt
- Ist der Test in der L-Schule anwendbar? Nein: Sinnhaftigkeit und persönlicher Bezug beim Umgang mit Pseudowörtern fehlt Testlänge für ADHS-Kinder schwierig Normierung nicht für L-Schüler Untertest Phonemvertauschung und Wortumkehr erscheinen extrem schwierig Ja: Einsetzbar, um finanzielle Ressourcen zu rechtfertigen Besser sind informelle Verfahren, weil man sie Stärkenorientiert einsetzen kann und sich Förderung leichter ableiten lässt.
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- Nenne Vorteile des Tests! - theoretisch und empirisch gut begründet - reliabel und gute Normierung
- Nenne Nachteile des Tests - Korrelation mit Altersvariablen fehlt - Bedeutung der Aufmerksamkeit für die Testergebnisse, Erfassung der auditiven Perzeption und Einfluss des Arbeitsgedächtnises - Hinweis auf die notwendigen statistischen Kenntnisse zur Testauswertung um Interpretationsfehler vorzubeugen fehlt