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IPE (Subject) / VE 06,08,09 (Lesson)

bionik, risikomanagement, entscheidungsfindung

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  • Definition der Bionik ? Bionik ist eine Wissenschaftsdisziplin, die sich systematisch mit der technischen Umsetzung und Anwendung von Konstruktionen, Verfahren, und Entwicklungsprinzipien biologischer Systeme befast. Dazu gehören auch Aspekte des Zusammenwirkens belebter und unbelebter Teile und Systeme sowie die wirtschaftlich-technische Anwendung biologischer Organisationskriterien
  • Bereiche der Bionik Klimabionik, Strukturbionik, Bewegungsbionik, Baubionik, Evolutionsbionik, Neurobionik  
  • Nenne die 2 Entwicklungsrichtungen der Bionik. Natur - > Technik biologische systeme untersuchen, Prinzipien abstrahieren, Anwendungsmöglichkeiten suchen   Technik -> Natur geg. technisches Problem, Analogiesuch in der Natur
  • Voraussetzung für die Nutzung einer evolutionären Lösung? 3 Analogien, Denkschritte der Bionik -Funktionsprinzip ;   - Randbedingung;   - Gütekriterium Vergleiche: Fb=Ft     und Rb=Rt     und Gb = Gt    =>> Nutzung der evolutionären Lösung sonst STOP
  • Beschreibe 2 spezielle Arten der Bionik: Strukturbionik : Analyse biologischer Strukturelemente Bewegungsbionik: Untersuchen von Antriebsmechanismen, Oberflächeneinfluss, Strömungsanpassung...  
  • Einsatzbeispiele von Bionik? Fußsohlen von Raubkatzen -> Autoreifen (Kontaktfläche vergrößern) Widerstandsminimierung von Wassertieren haifisch-Schuppenrillen -> dämpfen das Strömungsschlingern            -> Sportbekleidung, Tragflügelfolie
  • Definition von Risiko Schadensausmaß x Eintrittswahrscheinlichkeit Risiko ist die Auswirkung von Unsicherheit auf Ziele!  
  • Aufgaben/Ziele des Risikomanagements: Aufgaben Risiko   -erkennung               -bewertung               -bewäligung               -kontrolle Ziele Vermeidung von Störfällen jeglicher Art in Menschen und Anlagen und besonders deren Folgen für die Menschen!  
  • Qualitative Methoden des Risikomanagements: FMEA = Fehler-Möglichkeiten und Einfluss Analyse Risikograph ALARP BEREICH as low as reasonably practicable
  • Quantitative Methoden stets Schätzungen!! -> Reliability (=Ausfallsicherheit) ->Availability (=Verfügbarkeit) ->Fehlerbaumanalyse(FBA) ->Markov Ketten
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  • Phasen der Entscheidungsfindung 1. ProblemformulierungErmittlung und Vergleich von Ist- und Soll-Zustand → ProblemBeachte: Andere Formulierung der Frage → anderes Ergebnis! (algm..?spezifisch?) 2. Präzisieren des ZielsystemsGrobe Beschreibung des Endzustandes im Verlauf der Entscheidungsfindung konkretisieren.Beachte Beziehungen zwischen den Zielen:1. komplementäre Z. → Wenn Ziel 1 erfüllt, dann auch Ziel 2 ganz oder z.Teil2. Konkurrierende Z. → Ziel 1 erfüllt, dann kann Ziel 2 nicht/ nur z.T erreicht werden3. Zielindifferenz → unabhängig von einander4. Zielantinomie → Ziel 1 schließt Ziel 2 aus! 3. Erforschen der möglichen HandlungsalternativenSuche nach möglichen Restriktionen, Alternativen; Umweltanalyse; Jede Alternative ist durch Konsequenzen charakterisiert. Abwägen! 4. Auswahl einer Handlungsalternativebeste Alternative auswählen → Methodeneinsatz! 5. Entscheidungen in der RealisationsphaseBei der Auswahl der Handlungsalternative werden i.d.R nicht alle Details entschieden. →Detailentscheidungen „vor Ort“ !Checken, ob getroffene Entscheidungen richtig waren → Lernen aus abgeschlossenen Projekten!
  • Bewertungsmethoden, Anwendung, Nutzen Anwendung: komplexe Entscheidungen zwischen 2 oder mehr Alternativen.Nutzen:–methodische Werkzeuge zur Unterstützung des menschlichen Urteilsvermögen– bei sorgfältiger Durchführung → wichtige Entscheidungshilfen– reduzieren Subjektivität auf Minimum– Verringern Risiko der Fehlentscheidung
  • Generelle Schritte zur Bewertung einer Lösung - Aufstellen gemeinsamer Bewertungskriterien – Verknüpfen der Kriterien mit einheitlich erfassbaren und vergleichbaren Werten – Gegenüberstellen der Summen als Wertvergleich
  • Voraussetzungen für Bewertungskriterien: – Kriterien müssen für alle Varianten gültig sein– K. müssen frei von Dopplungen sein– K. müssen frei von Widersprüchen sein– K. müssen auf Gegenläufigkeit geprüft sein!– Aufgestellte Kriterien müssen die Anforderungen voll erfassen
  • Bewertungsmethoden der IPE 1. ArgumentbilanzDie Argumentenbilanz ist geeignet, um sich schnell Klarheit über eine Entscheidungsaufgabe zu schaffen. ( Vor/Nachteil Variante A / B) 2. PräferenzmatrixBestimmung der Gewichtung aller Bewertungskriterien, Aufstellen einer Rangfolge von Kriterien,paarweise Gegenüberstellung der Kriterien,dient als Vorbereitung für die gewichtete Punktbewertung, 3. Gewichtete PunktbewertungBewertungskriterien festlegen → K. Gewichtung bestimmen (Präferenzmatrix?) → EigenschaftenVarianten bestimmen → Punkte vergeben → mit Gewichtung multiplizieren → Aufsummieren!→ → → RANGFOLGE DER LÖSUNGSALTERNATIVEN 4 Bewertung nach Breiing 5 Entscheidungsbaum 6 De Bonos Denkhüte 7-Worst-Case-Szenario  
  • 8 Schritte der Bewertung nach Breiing 1. Zusammenstellen einer BewertergruppeGruppen von max. 3-9 Pax. Hierarchisch gleichwertig; evtl. Bedeutungsgrade vergeben 2. Erzeugen eines vergleichbaren Aussageniveaus der LösungenBewertung kann in jeder Phase eines Konstruktionsprozesses stattfinden(Konzept,Entwurf..) 3. Herleiten der Bewertungskriterien aus Anforderungensiehe Voraussetzung für Bewertungskriterien ( frei von Dopplungen...etc. ) 4. Ermitteln kritischer Eigenschaften für jedes BewertungskriteriumUnterscheidung zwischen Produktmerkmal (definieren das Produkt, können direkt bestimmt werden, Struktur, Gestalt, Geometrie, Material) und den Produkteigenschaften ( beschreiben das Produktverhalten und können nicht direkt festgelegt werden(Gewicht, Design...)BSP.: Kriterium = Kosten → Eigenschaft = Herstellkosten, Fertigungskosten; Merkmal = Form, Toleranz etc. 5. Bestimmen von Maßzahlen mzeigt den Erfüllungsgrad der Anforderungen für jedes Kriterium. Vergabe von Punkten für jedes Kriterium pro Variante 6. Gewichten aller Bewertungskriterien (Gewicht g) 7. Berechnung der Wertungszahlen w = m x g 8. Darstellen der Bewertungsergebnissenormierte Bewertungsergebnisse im Vergleich zu einer Idealkonstruktion
  • Einfluss der Randbedingungen auf die Bewertung/Entscheidungsfindung? Welche Randbedingungen? Um aussagekräftige Ergebnisse beim Methodeneinsatz zu erhalten,ist die Berücksichtigung vonRandbedingungen essentiell, wie z. B. Informationsbeschaffung, Zusammensetzung desEntscheidungsteams.
  • Klassifizierung von Entscheidungen: unbewusste Entscheidungen bewusste Entscheidungen    rein intuitive E.    improvisierte E.    methodisch unterstütze E.
  • Notwendigkeit von Bewertungsmethoden? - Bewertungsprozesse sind sprunghaft, sehr intuitiv und sehr personengebunden - Gefahr unbewusste Vereinfachungen zu machen - Vergessen von Anforderungen, Randbedingungen und Bewertungskriterien - Übertrieben hoch oder niedrige Gewichtung bestimmter Kriterien
  • 2 Unterschiedliche Gewichtungsverfahren? Lineare und pogressive Gewichtung
  • Quantitative Methoden -> Reliability; Anwendung, Herausforderung etc. → Reliability (=Ausfallsicherheit) R(t) berechnet die Wahrscheinlichkeit für einen sicheren Ablauf bis zum Zeitpunkt t, abhängig von spezifizierten Umgebungsbedingungen. (Voraussetzung: Hazard-Rate = const. ) Wird verwendet um Sicherheit von Produkten zu berechnen.
  • quantitative Methoden des Risikomanagements: Availability
  • Quantitative Methoden des Risikomanagements: FBA Anwendungsbereich: Fehleranalyse in Systemen aller Art; auch zeitliche Abhängigkeiten können berücksichtigt werden! Zweck: Gesamtsystem fällt aus → Zerlegung in TeilausfallkombinationenNutzen Errechnen der Gesamtwahrscheinlichkeit für einen AusfallÜberblick über das System, Auffinden von SchwachstellenEntfernen der Schwachstellen Schnittmenge:Menge von Basisereignissen, deren simultanes Auftreten einen Gesamtausfall verursacht minimale Schnittmenge: Schnittmenge, die keine weiteren Schnittmengen enthält Bei Versagen eines beliebigen Nicht-Schnittmengen-Basesereignisses fällt das System nicht mehr aus! → Bestimmung der Mindest-Versagenkombinationen! → → → Reliability Networks:Zweck: Pfad entlang des Netzwerkes existiert, trotz Ausfall einzelner Komponenten!– Durchgang möglich, falls jeweilige Komponente intakt– Redundantes System. Alternative Pfade durch Parallelschaltung
  • Quantitative Methoden des Risikomanagements Markov Ketten Berechnung der Wahrscheinlichkeit von Systemzuständen; Markov-Ketten bestehen aus Zuständen undÜbergängen zwischen den Zuständen.→ gut geeignet für die Bestimmung von sinnvollen Wartungsintervallen.