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G-Didaktik (Subject) / Mathedidaktik (Lesson)

Hier geht es darum, wie Schülern mit geistiger Behinderung Mathematik beigebracht werden kann.

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  • Nenne 5 besondere Probleme von G-Schülern beim Mathematiklernen! 1. langsameres Erfassen und Verstehen von Inhalten 2. Gebundenheit an Konkretes 3. Probleme in der abstrakten Darstellung 4. Bedarf an wiederholendem Üben 5. Lebensbedeutsamer Bezug und Motivation  
  • Wie hilft Kutzers Lernstrukturgitter in der schulischen Praxis? hilft Lernausgangslage zu bestimmen Abstraktionsebenen werden berücksichtigt Hilft bei methodischen Fragen der Unterrichtsplanung
  • Welche Hürden beim Zählenlernen müssen überwunden werden? - Zahlwort und sukzessives Zeigen auf das zu zählende Element gelingt nicht - je größer die Anzahl, desto eher verzählen sich die Kinder - ungeordnete und unstrukturierte Menge - bewegliche Mengen (Tiere) - zweisilbige Zahlwörter werden als zwei Elemente verstanden  
  • Nenne Übungen, die Schülern helfen mentale Zahlvorstellungen aufzubauen! Blitzblick Würfel unter Tuch fühlen und zählen Darstellungen in 5er und 10er Struktur
  • Nenne praktische Umsetzungsmöglichkeiten den ZR 100 kennen zu lernen! 100er-Feld ausfüllen durch 100er-Feld werden Strukturen und Muster deutlich Zahlendiktat am 100er-Feld
  • Nenne Beispiele für aktiv-entdeckendes Lernen zum Erlernen der Multiplikation! Leher verteilt Muggelsteine und 100er- Felder. Schüler sollen Muggelsteine auf die einzelnen Felder verteilen und die verschiedenen Lösungen einzeichnen.
  • Wo liegen Ursachen für Rechenschwierigkeiten nach Petermann/Jacobs plus Ergänzungen? Primäre Faktoren  Beschulung (Lehrer setzt nicht an Vorerfahrungen des Schülers an, es wird Material verwendet, dass zählendes Rechnen unterstützt und den Aufbau von Zahlbeziehungen verhindert), neuropsychologische Ursachen (Arbeitsgedächtnis, LZG, Hirnreifungsstörungen), Wahrnehmungsstörungen (können natürlich auch neuropsychologisch sein) Als Sekundärfaktoren  Eltern-Kind-Interaktion, Lehrer-Kind-Interaktion, Erfahrung unter Gleichaltrigen, Psychische Störungen (Angststörungen, ADHS, Depression, Störung des Sozialverhaltens) negative Erfahrungen/Erfahrungen des Scheiterns im Bereich Mathematik
  • Nenne Grundsätze des Förderns in Mathematik! - Motivation Kind durch lösbare Aufgaben - Aufgaben so wählen, dass das Kind eigenaktiv seine Kompetenzen entwickelt - Aufbau mentaler Vorstellungen von Mengen, Operationen - Strukturierung in der Anordnung der Mengen bieten   - durch Üben Vertiefung, Reflexion und Automatisierung ermöglichen  
  • Nenne beobachtbare Hinweise auf eine Rechenstörung! - Probleme beim Erfassen kleiner Mengen - Herstellen von Seriation - 1zu1-Zuordunung gelingt nicht - Mengen werden immer vollständig ausgezählt - Beziehungen zwischen Nachbar- oder Umkehraufgaben werden nicht erkannt - die Beziehung zwischen den drei Zahlen bei Additionen und Subtraktionen wird nicht gesehen
  • Welche Anforderungen müssen Schüler bei Sachaufgaben erfüllen? - verstehen des Textes auf sachlicher Ebene - Situationsvorstellung über die beschriebene Handlung - Reduzieren des Situationsmodells auf mathematische Größen
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  • Welche Funktionen führen rechte und linke Gehirnhälfte aus? rechte Gehirnhälfte: Speicherung der Erlebnisse und des Körperselbstbildes (visuel, emotional, räumlich, subjektiv, intuitiv)   linke Gehirnhälfte: Speicherung der Symbole und des sprachlichen Weltbildes (auditiv, objektiv, analysierend)
  • Was macht die "substanzielle Lernumgebung" nach Wittmann aus? 4 Bedingungen! - zentrale Ziele, Inhalte und Prinzipien des Mathematikunterrichts werden repräsentiert - vielfältige Möglichkeiten für mathematische Aktivitäten bieten - sie muss flexibel und leicht an die Gegebenheiten der Klasse angepasst werden können - sie müssen mathematische, psychologische und pädagogische Aspekte des Lernens  in Ganzheitlicher Weise integrieren
  • Nenne Argumente für einen lerntheoretisch, fachorientierten Mathematikunterricht für G-Schüler! - führt zu höherer Kompetenz im Umgang mit der Welt - Inklusiver Unterricht kann nur über Fachorientierung begründet werden - G-Schüler sind in der Lage Inhalte aktiv-entdeckend zu lernen (Ratz) - G-Schüler werden mit Aufgaben des Problemlösens konfrontiert - Reduktion und Differenzierung der Unterrichtsinhalte sind keine trennenden Elemente mehr, also wird Inklusion möglich
  • Nenne Prinzipien der mathematischen Unterrichtsgestaltung nach Kornmann! (5) - emotionale unbelasteten Zugang zur Mathematik ermöglichen (keine Diskriminierung, Interesse wecken) - Inhalte so aufbereiten, dass Bedeutung für reale Lebensgestaltung deutlich wird - Lern- und Erkenntnisfortschritte werden als selbst verursachte Erfolge verbucht - Lernfortschritte an den Individuellen Möglichkeiten messen - Leistungsunterschiede werden genutzt um voneinander zu lernen
  • Welche 5 Qualifikationsmerkmale für Lehrer weist Kornmann aus? 1. eienes unbelastetes Verhältnis zur Mathematik 2. Erkennen von mathematischen Inhalten im Alltag 3. mathematikdidaktisches und entwicklungstheoretisches Wissen, wie Kinder mathematische Kompetenzen erwerben 4. Methodenkenntnis, um angemessene Lernimpulse zu geben 5. Lern- und Leistungsunterschiede tolerieren und nutzen
  • Was gilt es beim Anfangsunterricht Mathematik zu beachten? - nicht nur auf Kardinalzahlaspekt konzentrieren - an Vorerfahrungen der Schüler anknüpfen - Wo legen Kinder ihren Fokus bei Sachaufgaben? - das mentale Modelieren nicht vernachlässigen, obwohl sich alle Aufgaben noch handelnd lösen lassen - das Denken der Kinder sollte auf Zahlbeziehungen, Muster und Strukturen gelenkt werden
  • Was sollte man beim Einsatz von Lob und Tadel beachten? - lediglich benennen von richtig oder falsch - Konsequenzen, die sich auf die Persönlichkeit der Schüler beziehen (z.B. guter/schlechter Schüler) sollten vermieden werden
  • Nenne die 4 Dimensionen des G-Schule-Bildungsplans in Mathematik! 1. Umgang mit Dingen 2. Situationen mathematisch sehen und verstehen 3. Umgang mit Zahlen 4. Räumlichkeit
  • Welche Themenfelder gehören zu Umgang mit Dingen? Stabilität und Lage Dinge haben Qualitäten Dinge lassen sich ordnen Dinge fehlen Gruppierungen von Elementen Das Ganze und seine Teile
  • Welche Themen umfasst die Dimension Situationen mathematisch sehen und verstehen? Informationen erhalten und gebrauchen Darstellungsformen mit Kodierungen umgehen Zeitmanagement  
  • Welche Themen umfasst die Dimension Umgang mit Zahlen? Bilder und Mengen Erzählen und Linearität Maßzahlen für Größen, Zeit, Länge, Geld, Volumina, Gewicht Operationen und Strategien Rechnen mit Ziffern und Zahlen Zahlwortreihe  
  • Welche Themen sind in der Dimension Räumlichkeit enthalten? Körper-Raum-Verhältnisse Wege und Orientierung Geometrische Grundformen Geometrische Vorstellungen
  • Wie ist es um die Leistungsunterschiede beim Schuleintritt im Fach Mathematik bestellt? Van den Heuvel-Panhuizen geht von einer interindividuellen Erfahrungsdifferenz von bis zu 4 Jahren aus