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Wahrnehmung und Kognition (Subject) / Tiefenwahrnehmung (Lesson)

Vorlesung auf Basis von: Goldstein, E. B. (2007). Sensation and perception (7th ed.). Belmont, CA: Wadsworth-Thomson Learning

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  • binokulare Disparität Fovea als Referenzpunkt, um korrespondierende Stellen auf der Netzhaut zu determinieren binokulare Disparität = Differenz der Abstände des Abbildes eines Fixations-Punktes auf der Retina zur Fovea, gemessen als Disparationswinkel Wirksam bis ca. 30 m gekreuzte Disparität wenn Fixationspunkt vor Horopter liegt ungekreuzte Disparität wenn Fixationspunkt hinter Horopter liegt  
  • Horopter = Kreis, der alle Fixationspunkte einer bestimmten "Augeneinstellung" beschreibt, für die keine binokulare Disparität entsteht, d.h. alle Punkte auf dem Horopter fallen auf korrespondierende Stellen der Retinae theoretischer Horopter = kreisförmig, Vieth-Muller-Kreis empirischer Horopter = Form einer halben Elipse, horizontal gestreckt Nodalpunkt = Stelle an der sich alle in ein Auge einfallenden Strahlen ausgehend von den Punkten des Horopters kreuzen, Horopter verläuft stets durch diese Punkte!
  • okkulomotorische Hinweisreize Konvergenz: Augäpfel drehen sich beide zur Nase hin Akkomodation (mit Alter zunehmend schwächer werdend) beides nur bis ca. 2-3 m wirksam  
  • monokulare Hinweisreize Verdeckung• relative Höhe im Gesichtsfeld• relative Größe• perspektivische Konvergenz• Wissen und Vertrautheit• atmosphärische Perspektive (Verschwommenheit, geringere Sättigung in Ferne)• Texturgradient• Schatten (Licht von oben Heuristik)• Bewegungsinduzierte Hinweise: Schnelligkeit der Bewegung verschiedener Objekte, Verdeckung und Aufdecken, auch in Kombination mit Schatten
  • binokulare Hinweisreize: Voraussetzungen und Entwicklung Voraussetzungen: 2 Augen, Gesichtsfelder überlappen sich Entestehung wahrscheinlich durch intial überlappende Gesichtsfelder um Lichtempfindlichkeit bei Nachtaktiven zu steigern, Unschärfe im Doppelbild als Basis für räumliche Wahrnehmung zeigt sich aus evolutionärer Perspektive: von Fisch zu Säuger zu Mensch = immer stärker überlappende Gesichtsfelder, da Augen immer näher zusammen rücken  
  • Querdisparation Horizontale Abweichung auf der Netzhaut: nach temporal (Objekt näher im Vergleich zum Horopter) = gekreuzte Querdisparation nach nasal (Objekt ferner im Vergleich zum Horopter) = nicht gekruezte Querdisparation Die Schwelle der Querdisparation liegt bei ca. 20 Winkelsekunden (Querdisparationswinkel = Summe der Abweichungen im rechten und linken Auge).
  • Stereogramm 2D-Abbildung, bei der durch bestimmte Betrachtung Tiefenwahrnehmung erzeugt werden kann
  • Bedeutung Tiefensehen für Denken Vorstellungsraum kreiert Betrachtung aus versch. Blickwinkeln möglich Unterstützung von Erfassen der Gesamtsituation möglicher Ursprung des Denkens???
  • Experiment von Holway und Boring viele Kreise unterschiedlicher Größe, aber so dargeboten, dass visueller Winkel für alle = 1° 1. Teil: viele Tiefenhinweisreize: korrekte Größeneinschätzung, Vergleichskreis richtigangepasst 2. und folgende Teile: nur ein Auge, bzw. nur Loch bzw. Reflexionen auch eliminiert: Größeneinschätzung nähert sich immer mehr derjenigen an, die rein nach visuellem Winkel gegeben werden müsste
  • Emmert'sches GEsetz Emmert‘sches Gesetz                      S = K (R x D) • S - wahrgenommene Größe • R - retinale Größe • D - wahrgenommene Distanz • K - Konstante
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