26
Wahrnehmung und Kognition (Subject) / Sprache (Lesson)
nach Sternberg, R. J. (2003). Cognitive Psychology (3rd
ed.). Belmont, USA: Wadsworth. Chapter 9
This lesson was created by Fubuki.
Advertisement
- Syntax - Definition und Eigenschaften Syntax ist ein diskretes kombinatorisches System, das mögliche Kombinationen von Wörtern festlegt, die Bedeutungen ausdrücken - Es erlaubt unermesslichen Reichtum der Sprache – Es handelt sich um einen von der Kognition unabhängigen Code - Syntaktisch korrekte Sätze haben nicht immer Bedeutung: (Chomsky)
- Unterschied: Syntax vs. Semantik auch ungrammatische Sätze können Bedeutung übermitteln
- Transformationsgrammatik Versuch, die gesamte Syntax als Menge expliziter Regeln, als formales System zu beschreiben Mit Hilfe der Regeln werden alle Arten richtiger Sätze einer Sprache „generiert“
- Phrase nächst höhere Einheit der Syntax oberhalb des Wortes „any group of words which is grammatically equivalent to a single word and which does not have its own subject and predicate.“ (Lyons, 1968)
- hierarchische Phrasenstruktur Satz = Nominalphrase + Verbalphrase Nomainalphrase = Artikel + Nomen Verbalphrase = Verb + Nominalphrase
- Mehrdeutigkeiten i.S. der Transformationsgrammatik Satz, der verschiedene Phrasenstrukturbäume haben kann
- Universalgrammatik nach Chomsky - 2 Elemente 1. Tiefenstruktur = Gemeinsamkeit in der Phrasenstruktur (entspricht aber nicht exakt der Semantik) 2. Oberflächenstruktur = durch Phrasenstrukturregeln erzeugte Struktur
- Sprachentwicklungbis zur sprachlichen Phase 1. pränatal = erhöhte Sensibilität für menschl. Stimmen 2. erste Monate = "cooing" v.a. Vokale 3. 2-6 Monate = Brabbeln 4. ab 12 Monaten = 1. wortartige Äußerungen 5. 9-13 Monate = Worte im Handlungszusammenhang als Bezeichnung gebraucht 6. Beginn sprachliche Phase mit Holophrasen
- Sprachentwicklung - sprachliche Phase 1. Holophrasen (ca. 50 bis zum 18. Monat) 2. 18-20 Monate = Beginn Zweiwortphase --> Ausdruck von Kausalrelationen 3. esplosionsartiger Spracherwerb (14 Worte passiv, 3,5 aktiv pro Tag neu): erst Inhalts-, dann Funktionsworte 4. 3-4 Jahre: Überregularisierung, einfache Sätze 5. ab 4 Jahren: grundsätzliche Sprachstruktur von Erwachsenen
- Chomskys Vorstellung von Spracherwerb Kinder bringen Vorwissen mit • Allen natürlichen Sprachen liegt eine einzige und universelle Grammatik zugrunde • Die diversen Prinzipien kommen nacheinander aufgrund eines spezifischen Reifungsplanes zum Vorschein • Die grammatischen Regeln sind somit bis in viele Einzelheiten hinein angeboren
- Advertisement
- Spracherwerb: Lennebergs Standpunkt Vermögen des Spracherwerbs ist eine Folge der Reifung: – Entwicklungsstufen des Spracherwerbs sind gewöhnlich mit anderen Entwicklungsstufen verschränkt – Die Gleichzeitigkeit wird auch dann bewahrt, wenn der gesamte Reifungsplan verzögert ist – Es gibt keine Anzeichen dafür, dass intensiver Unterricht höhere Stufen der Sprachentwicklung zur Folge hat
- Evidenz für sensible Phase des Spracherwerbs Fall Kaspar Hauser: 12-jähriger erlernte nur wenige Worte, nachdem zuvor kein Kontakt zu menschlicher Sprache 1970 Mädchen in Kalifornien: ähnlicher Fall im Gegensatz dazu: Hellen Keller mit 19 Monaten blind und taub geworden: mit 7 konnte ihr Hauslehrerin noch Schreiben beibringen, wurde Schriftstellerin
- Evidenz für Chomskys Theorie Pidgin entwickelt sich unter Kindern von Eltern, die es sprechen "eigenständig" zu vollwertiger Kreolsprache sensible Phase im Spracherwerb Gebärdensprache von Gehörlosen (von Kindern in Nicaraga auch selbstständig entwickelt)
- invariante Sprachsignalmerkmale merkmal das akustischen Sprachsignals, das immer mit einem bestimmten Phonem assoziiert ist, und daher ergal in welchen (Konsonaten-)Kontext und von welchem Sprecher ausgesprochen konstant bleibt.Darstellung im Kurzzeitspektrum oder 3D-Frewuenzspektrum
- Semantik Interface zwischen Begriffen und ihren Repräsenatationen in der Außenwelt, beschreibt Beziehung zwischen ihnen enthält nicht nur Assoziationen mit Kategoriemitgliedern (und Warhehitsgehalt), sondern auch Sinn und Struktur Darstellung in semantischen Netzwerken
- semantische Netzwerke Darstellung der Organisation von Wissen und der Verbindung von Konzepten selbst dargestellt als Knoten (Konzepte) und Kanten (Relationen) 1. hierarchische 2. Merkmalsvergleichs-Listen 3. spreading activation 4. ACT 5. modifiziertes ACT
- hierarchisches Netzwerk auf jeder Hierarchieebene sind unterschiedliche Merkmale gespeichert alle Knoten der untergeordneten Hierarchieebene haben die übergeordneten Merkmale gemein Satzverifikationsparadigmen zur Unteruchung: je weniger Hierarchieebenen durchlaufen werden müssen, desto schneller die RT hier auch Kritik: stimmt nicht immer, auch keine Typikalitätseffekte können erklärt werden KANN Kategoriegrößeneffekteerklären
- Merkmalsvergleich-Modell – Bedeutungen werden durch Listen von Merkmalen repräsentiert, dabei werden essentiell definierende und charakteristische Merkmale unterschieden – Kategorisierungen werden anhand von Merkmalsvergleichen vorgenommen und zwar zuerst global und falls Unklarheit besteht über den Ableich ausschließlich der essentiellen Merkmale kann sowohl Typikalitäts- als auch Kategorigrößeneffekte erklären
- spreading activations model Weiterentwicklung des hierarchischen Netzwerk-Modells die Länge der Kanten repräsentiert die Stärke der Verbindung jetzt auch Typikalitätseffekte erklärbar Untersuchungsmethode hier: lexikalische Entscheidungsaufgaben
- adaptive control of thought ACT untersucht mittels Merkmalsvergleichsaufgaben Darstellung der Semantik in einem Netzwerk (Adaption: mit Subknoten) fan effect: je mehr Verbindungen zu einem Knoten gibt, desto länger die RT Integration eine eine übergeordente Geschichte wird hier nicht berücksichtigt (erst mit Adaption)
- Eigenschaften von Sprache strukturiert hierarchisch produktiv mehr als Hier und Jetzt besteht aus kategorialen Einheiten
- Ebenen der Sprache Phonetik Phonologie - Phoneme Morphologie - Morpheme Syntax - Worte Semantik - Phrasen und Sätze Pragmatik - Diskurs: Konnotation und Denotation
- Phonem sprachliche Lauteinheit, die in gegebenem Sprachsystem eine distinkte Funktion inne hat kleinste bedeutungsdifferenzierende idealer Laut, dessen Realisierung der Sprecher anstrebt, aber gewöhnlich nicht erreicht Phoneminventar gibt einer Sprache ihr charakteristisches Lautmuster
- Evidenz für URsprung der Sprache in Afrika große Vielfalt, bzw. höchste Dichte an unterschiedlichen Phonemen Vgl. Gründerphänomen in Genetik: je weiter Region von Afrika entfernt, desto geringer Varianz in Phonemen
- Grammatik (im linguistischen Sinne) Theorie, die jeder Sprecher einer Sprache – implizit, intuitiv, automatisch – besitzt, und die ihm sagt, welche Sätze wohlgeformt, „grammatikalisch“ sind und welche nicht
- Tranformationsregeln mapping von Baumstrukturen auf andere Baumstrukturen, die gleiche Semantik wiederspiegeln