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UFO (Subject) / Personalführung (Lesson)
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- Nenne die drei Fragen der Eigenschaftstheorie. Eigenschaftstheorie Annahme (3 Fragen der Eigenschaftstheorie) • Sind Merkmale zum Führungserfolg (FE) angeboren oder erlernbar? -> Kombination aus Anlage und sozialen Umständen scheinen die Führungseigenschaften und damit Führungserfolg zu bestimmen • Beruht FE wegen einzelner Persönlichkeitseigenschaften („unitary trait-theory“) oder auf bestimmter Konfiguration mehrerer Merkmale („constellation of traits-theory“)? • Situationsabhängigkeit der Eigenschaften der Führungskraft gegeben? -> Eigenschaften von Führungskräften scheinen zum Handlungskontext passen müssen!
- Welche beiden Führungsarten gibt es? Beschreibe sie genauer. Führungsarten • Transaktionale Führerschaft • Führungsaufgabe: Schaffung von Angebot von Anreizen als Gegenleitung für die Beiträge der Mitarbeiter • Motivieren durch Anreizsysteme • Sinnvoll bei klaren Aufgabenzielen existieren und Zielerreichung ausreicht • Transformationale Führerschaft • Sinnvoll wenn Ziele durch höhere Leistungen übertroffen werden sollen • Werte, Ziele und Bedürfnisse der MA werden verändert • Führer folgen eigener Vision und begeistern MAs durch Sinnstiftung und Charisma à Leistungssteigerung durch kulturelle Steuerung der MAs
- Nenne die Annahmen, das Modell und die Kritik der Rollentheorie. Rollentheorie Annahme • Reiz-Reaktionsprozesse basierend auf der Rolle und Wechselspiel zwischen diesen im Unternehmen • Rolle • In sich konsistentes Bild von Verhaltenserwartungen (bzgl. Aufgaben, Rechten und Pflichten) die an Inhaber von Positionen gerichtet sind • Rollenformulierungen reduzieren die Komplexität und erhöhen die Handlungstransparenz und -fähigkeit Modell Führungskräfte<----wechselspiel von handlungserwartungen--->gruppenmitglied Kritik • Einseitigkeit: Ausblendung der personenspezifischen Variablen • Rollen können ihren handlungsordnenden Einfluss verlieren aufgrund der Veränderung der Rollen in immer kürzeren Abständen • Wenig Forschung zu Inhalten der Rolle
- Beschreibe die drei Annahmen der Situationstheorie sowie fünf Merkmale der situationsorientierten Gestaltung. Situationstheorie Annahme • Keine Möglichkeit allgemeingültige Aussagen zur Personalführung zu treffen • Vorteilhaftigkeit des Führungsverhaltens wird vielmehr von den situativen Umständen bestimmt • Analyse des Handlungskontextes als Grundlage erfolgreichen Führungsverhaltens Merkmale der situationsorientierten Gestaltung • Merkmale der Gruppenmitglieder -> Fähigkeiten, Charaktermerkmale, Ansprüche und Erwartungen • Interpersonelles Gruppenklima -> Gruppenzusammensetzung, formelle und informelle Verbindungen zwischen Gruppenmitgliedern • Gruppennormen -> gruppeninterne Sanktionsmechanismen • Aufgabe der Gruppe -> operationalisiert anhand von Kriterien wie Ziel, Neuartigkeit, Strukturiertheit und Schwierigkeit • Gruppenexterne Einflüsse -> technischer, rechtlicher, ökonomischer und kultureller Natur
- Beschreibe die zentrale Hypothese der Situationstheorie, die Messung des Führungserfolgs, sowie drei Variablen zur Bestimmung der situationalen Günstigkeit im Zusammenhang mit dem Fiedler`sches Kontingenzmodell. Zentrale Hypothese: Leistung der Arbeitsgruppe – und damit der Führungserfolg – wird vom Zusammenspiel von Führungsstil und Führungs-situation bestimmt Messung des Führungserfolgs: Produktivität der Arbeitsgruppe sowie die Zufriedenheit der einzelnen Gruppenmitglieder Drei Variablen zur Bestimmung der situationalen Günstigkeit: •Positionsmacht •Aufgabenstruktur •Führer-Mitarbeiter-Beziehung
- Nenne Unterschiede zwischen Situationstheorie und Eigenschaftstheorie. Unterschiede zur Eigenschaftstheorie • Kontextbezogene Sichtweise • Analysiert nicht Eigenschaften, sondern das Verhalten der Führungskräfte • Entwicklung normativer Führungsmodelle: • Fiedler`sches Kontingenzmodell, • Situatives Reifegradmodell, • entscheidungstheoretisches Führungs-modell • wertorientiertes Personalführungsmodell
- Nenne Kritikpunkte für die Situationstheorie. Kritik • Umsetzungsproblem Untersuchung von nur einzelnen oder wenigen Situationsvariablen hinsichtlich der Erfolgswirkung • Grundsatzprobleme: • Keine Klarheit über die Struktur der zu berücksichtigenden Situationsvariablen • Determinismuskritik (Ausgesetztheit des Führendem) • Manche Modelle entbehren der empirischen Fundierung
- Nenne die Annahmen und das Modell der Interaktionstheorie. Interaktionstheorie Annahme (3 Fragen der Eigenschaftstheorie) • Bisher: Führung nur als Aufgabe von Führungskräften • Auch Personen ohne formale Führungsfunktion können MA beeinflussen Modell • Soziale Interaktionen -> Wechselseitige Beziehungen zwischen zwei oder mehreren Personen (Aktion und Reaktion als Ursache und Wirkung) • Soz. Interaktion zunächst „neutral“ und die Einflussbeziehungen gleichwertig • Beeinflussungspotenzial in Form von: • Persönlichkeitsmerkmalen • Fähigkeiten • Organisatorische Macht- und Statusattribute der Beteiligten -> Symmetrische oder asymmetrische Interaktionsstruktur -> Gleich- , Über- oder Unterordnung
- Nenne vier Punkte zur Definition von Führungsstil und vier Merkmale zur Beschreibung des Führungsstils. Eigenschaften/Definition Führungsstil • Regelmäßig wiederkehrende Muster der Führungsverhaltens • zeitlich überdauernd • in sich konsistent • mehrdimensionales Konstrukt Beschreibungsmerkmale • durch die Führungskraft wahrgenommene Bedeutung der Zielerreichung • Art der Willensbildung • Informationelle Beziehungen in der Gruppe • Art der Sanktionierung
- Beschreibe die drei Basis-Führungsstile 1)Autokratische/autoritäre Führung 2)Kooperative Führung und 3) Laissez-faire „Führung“ genauer. Basis-Führungsstile - Idealtypen • Autokratische/autoritäre Führung • Führungskraft (FK) lenkt Ziele und Handlungen der Individuen oder der Gruppe • Zuteilung der Aufgaben durch FK ohne große Erklärungen • FK erteilt Anweisungen MA folgen • Zusammen mit einem Hohen Maß an Führsorge = patriarchalischer Führungsstil • Kooperative Führung • Partizipative oder demokratische Führung • Gruppenmitglieder werden von FK ermutigt Ziele und Handlungen zum Gegenstand von Gruppendiskussionen und –entscheidungen zu machen • Transparenz der Bewertung von Leistung • Laissez-faire „Führung“ • Mindestmaß an Informationsbeziehung zwischen FK und MA • Keine Bewertung des Verhaltens der Gruppenmitglieder durch FK • Führung fraglich
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- Beschreibe im Zusammenhang mit dem autokratischen/demokratischen Führungsstil die Iowa und Ohio Studie. Stelle die Annahmen und Ergebnisse dar. • Iowa Studie • Annahme: Autokratischer und demokratischer Führungsstil sind gegensätzliche Muster des Führungsverhaltens, die sich ausschließen • Laborexperimente mit Grundschülern • Ergebnis: • Exp. 1: Spannungen in autoritär geführten Gruppen größer • Exp. 2: Individualität, Originalität bzw. Kreativität und Zufriedenheit in demokratisch geführter Gruppe größer; • Ohio Studie • Identifikation von Hauptdimensionen von Führungsstilen: z.B. praktische Besorgtheit, Strukturierung als prinzipielle Verhaltens-orientierung von Führungskräften • Consideration (Mitarbeiterorientierung) • Initiating Structure (Aufgabenorientierung) • Erfolgsmessung anhand von Beschwerde- und Fluktuationsraten • Ergebnis: • Negativer Zusammenhang zwischen Beschwerde- und Fluktuationsrate und Mitarbeiterorientierung • Positiver Zusammenhang zwischen Beschwerde- und Fluktuationsrate und Aufgabenorientierung
- Beschreibe die Ziele von normativen Konzepten der Personalführung. Nenne in diesem Zusammenhang vier Modelle. Ziele von normativen Konzepten • Gestaltungsempfehlungen für das Führungsverhalten • Gruppen • Handlungsempfehlungen für alle Handlungssituationen • Management by Objectives • Harzburger Modell • Spezielle Handlungsempfehlungen für unterschiedliche Handlungskonstellationen • Situatives Reifegradmodell • Entscheidungsorientiertes Führungsmodell
- Beschreibe das Modell "Management by Objectives" bezü,glich Steuerung, Zielen und Gründen der Entwicklung. Management by Objectives • Steuerung des Verhaltens der MA anhand von Zielen • Mitarbeiter: Verfügen über klare Ziele, sind sie zu selbstständigem Handeln fähig und bereit • Führungskräfte: Ziel ist die regelmäßige Neubestimmung oder –vereinbarung von Zielen • Ziele werden in einem Aushandlungsprozess mit den MA festgelegt • Gründe für die Entwicklung • Wachsende Komplexität der im Unternehmen zu erledigenden Aufgaben • Zunehmende Spezialisierung • Immer schneller werdende Wissensumschlag • Veränderte Werte und Einstellungen der MA
- Nenne sechs Kritikpunkte an dem Modell "Management by Objectives". Nenne drei Punkte für eine Eignung dieses Modells. Management by Objectives • Kritik • Vorteil für die MAs liegt in Erweiterung der Handlungs-, und Entscheidungsspielräume • MAs werden zu zielorientiertem Denken und Handeln angeregt • Präzisierung der Position der MAs • Zeitgewinn der FKs • Probleme der Anwendung in Bereichen mit qualitativen Zielen • Umfang der Einbeziehung der MAs unklar • Eignung • Oberes Management -> wg Komplexität der Aufgaben nicht möglich • Mittlere Management -> Anwendungsschwerpunkt • Unteres Management -> weil Aufgaben zu stark strukturiert und repetierter Natur sind schwierig
- Beschreibe das situatives Reifegradmodell nach Hersey und Blanchard und nenne die vier Führungsstile. Situatives Reifegradmodell – Vier Führungsstille (Hersey und Blanchard (1987)) • Wahl des Führungsstils hängt ausschließlich von den Reifegraden der jeweiligen Mitarbeiter ab • Kognitive Merkmale (Arbeitsreife) und motivational Merkmale (Persönliche Reife) • Führungsstile • Anweisung (Telling) -> Dominanz des Wunsches nach bestmöglicher Zielerreichung durch den Vorgesetzten • Argumentation (Selling) -> Vermittlung des Grundes für eine Handlung durch die FKs an den MAs • Mitwirkung (Perticipating) -> Gemeinsame Entscheidung über Ziele und Maßnahmen durch den Vorgesetzten und den MAs • Delegeation (Delegating) -> Beeinflussungsverhalten des Vorgesetzten beschränkt sich auf Delegation und Überwachung
- Nenne fünf Kritikpunkte an dem Situatives Reifegradmodell. • • Kritik • Praxisfreundliche Charakterisierung der Schlüsselvariablen • Einfache und anschauliche Formulierung des Modells • Freiräume bei der Wahl des Führungsstils durch die FKs • Zuordnung von Reifegraden und Führungsstilen willkürlich • Mitarbeiterreife einzige Einflussvariable des Führungsverhaltens?
- Beschreibe das entscheidungsorientierte Personalführungsmodell nach Vroom und Yetton in fünf Punkten. Entscheidungsorientiertes Personalführungs-modell (Vroom und Yetton, 1976) • Situationsbezogenheit des Führungsverhaltens • Unterscheidung von fünf Führungsstilen (Unterschied nur im Ausmaß der Entscheidungs-partizipation) • Sieben Dimensionen/Problemattributen von Handlungssituationen • Beantworten von Ja/Nein Fragen • Die (roten) Pole sind je nach dem festgelegten Kriterien fürs Unternehmen der beste Führungsstil
- Vergleiche die traditionelle Personalführung mit der erweiterten Personalführung. Traditionell: Bisher ausdrücklich, über Anweisungen, Ratschläge oder Sanktionen zum Ausdruck kommende Formen der Mitarbeitebeinflussung Erweiterte Personalführung: Heute indirekte und implizite Medien der Personalführung im Mittelpunkt des Interesses Ergänzung der expliziten Personalführung durch Führung anhand von Symbolen
- Im Zusammenhang mit der erweiterten Personalführung fiel der Begriff Symbol. a)Definiere diesen und beschreibe wann diese sinnstiftend sind. b)Welche Aufgaben hat in diesem Zusammenhang die Personalführung? c)Nenne drei Arten von Symbolen. Symbole • Definition • Dinglich-Konkretes, das etwas anderes oder mehr aussagt, als auf den ersten Blick ersichtlich • Sinnstiftende und –vemittelnde Medien • Entfalten nur dann sinnstiftende Kraft, wenn bei Sender und Empfänger gleiche Formen der Symboldeutung herrschen • Aufgabe der Personalführung: • Repetitiver Symbolgebrauch • Erwünschte Deutungsmuster verfestigen und unerwünschte vermeiden • Arten • Verbale Symbole -> Verschlüsselung in Form und Botschaft • Interaktionale Symbole -> Verfahrensregeln des gegenseitigen Umgangs • Artifizielle Symbole -> zB Statussymbole
- Beschreibe den Begriff, die Bedeutung und Vorraussetzungen für das sogenannte "Coaching" (insgesamt sieben Punkte). Coaching • Vor allem auf höherer Geschäftsebene größere Bedeutung • Professionale Beratung und Begleitung von Coachees durch Coaches • Soll FKs beim Umgang mit den komplexen Aufgaben helfen sowie den Umgang mit evtl. auftretenden karrierebezogenen Verwerfungen erleichtern • Durch fachlich geschulte Personen durchzuführen • Freiwilligkeit der Teilnahme • Beratung und Begleitung auf Prozessebene • Erstreckt sich über einen längeren Zeitraum
- Beschreibe das sogenannte "Empowerment" in seinen drei Schritten. 1.Bündel von Personalführungsmaßnahmen • Klar definierte Ziele • Autoritätslinien und Kompetenzfelder • Hohes Maß an Delegation von Zuständigkeiten • Kooperativer Führungsstil • Soziale Unterstützung von Mitarbeitern durch FKs • Teilung von Informationen • Leistungsorientiertes Vergütungssystem 2. Steigerung der FKs und Mas von Selbstbestimmung Autonomie Motivation Innovation Veränderungsfreudigkeit Selbstverantwortlichkeit 3. Steigerung der Effektivität Schnellere und situationsgerechtere Entscheidungen im Unternehmen
- Beschreibe den Begriff Teamführung. • Teamführung unterscheidet sich von individualisierter Personalführung • Beeinflussbarkeit von Mitarbeitergruppen durch Personalführung, weißt eine andere Qualität auf, als die Führung Einzelner • Art und Weise der Teamführung korreliert signifikant mit… • dem Ausmaß der im Team bestehenden Zusammenarbeit • der Kommunikationstätigkeit • der Heftigkeit aufgaben- und personenbezogener Konflikte • Hauptfunktionen der erfolgreichen Teamführung -> s. r.
- Nenne die drei Aufgaben und Zielerreichungsfunktionen der Teamführung mit jeweils sechs, sechs und drei Unterpunkten. Aufgaben und Zielerreichunsgfunktionen der Teamführung: klare Konzipierung des Teamauftrages · Einholung, Organisation und Evaluierung projektrelevanter Informationen · Identifikation von Handlungsanforderungen, -bedarfen und –alternativen · Setzen von Teamarbeitszielen · Festlegen von Vorgehensweisen · Planung von Ressourcen · Kommunikation der Informationen Organisation der Teamarbeit · Spezifikationen und Zuweisung einzelner Teamaufgaben · Einrichtung von Betriebsystemen · Bestimmung Werten, Grundsätzen und Methoden · Entwicklung von Leistungsstandards · Aufbau von Anreizsystemen · Sicherung, Zuweisung und Prüfung von Ressourcen Einwirkung auf die zielgerichtete Zusammenarbeit im Team · Binden der Teammitglieder an die Ziele · Zielgerichtete Koordination und allgemeine Unterstützung der Teammitglieder bei der Zusammenarbeit · Lösung aufkommender Konflikte
- Nenne acht Punkte der Teamerhaltungs- und Kohäsionsfunktionen. Teamerhaltungs- und Kohäsionsfunktionen: Schaffung, Stabilisierung und langfristige Sicherung des Teamzusammenhalts Ermutigung der Teammitglieder zur Teamarbeit durch die FKs Beobachtung und Kommentierung von Gruppenprozessen Schaffung einer Teamidentität Signalisierung von Kommunikations- und Kompromissbereitschaft Zeigen praktischer Besorgtheit Aktives Zuhören Harmonisierung interpersonaler Beziehungen
- Beschreibe die Begriffe "fixe Vergütung", "variable Vergütung" und "vergütungsähnliche Nebenleistungen". Nenne Beispiele Fixe Vergütung · Festgehalt · Sondervergütungen zB Jahresabschlussgratifikationene, garantierte Mindesttantiemen und Urlaubsgeld Variable Vergütung · Provisionen · Tantiemen · Gewinnbeteiligung Vergütungsähnliche Nebenleistungen · Pensionszusagen · Abfindungen · Dienstwagen · Zweitwohnung