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GesWiss (Subject) / Krankheitsmodelle und Salutogenese (Lesson)
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- Def. biomed. Modell (3) Körper als Maschine: Funktion und Funktionsstörung durch organische Defekte große Fortschritte bei Stoffwechsel- und Infektionskrankheiten
- Def. Das biopsychsoziale Modell Engel 1979 neben somatischen auch psychosoziale Faktoren zur Erklärung von Krankheiten Einfluss psychosozialer Faktoren auf Wahrn. v. Symptomen (z.B. Schmerzerleben) Inanspruchnahme med. Versorgung Adhärenz/Compliance jedoch meist keine grundsätzl. Neuorientierung: Defizitäre Sichtweise dominiert!
- 1. Salutogenese und die 2. Fragestellung? 1. Aaron Antonovsky (1923-1994) Forschung über Zusammenhang Stress und Gesundheit Frauen aus Konzentrationslagern/ Wecheljahre Warum 29% ralativ gesund??? 2. Warum bleiben Menschen trotz vielfältiger gesundheitsgefährdender Faktoren gesund? Wie Erholung? Was zeichnet diese Menschen aus? Wie werden Menschen mehr gesund und weniger krank? Krankheit und Gesundheit nie dichotom, sondern auf Kontinuum!!! Stärkung von Ressourcen, um Organismus widerstandsfähiger zu machen. Salutogenes als Ergänzung der Pathogenese! Kernstück: Kohärenzgefühl als dispositionale Orientierung
- Def. Kohärenzgefühl (3) Gefühl von Verstehbarkeit: Kognitive Verarbeitung Stimuli als geordnet, konsistent und strukturiert erlebt Gefühl von Handhabbarkeit kognitiv-emotional geeignete Ressourcen zur Bewältigung der Anforderungen Glaube: Hilfe von anderen Personen oder höherer Macht Gefühl von Sinnhaftigkeit motivational Leben als emotional wertvoll empfinden Empfinden, dass wenigstens einige der Anforderungen es wert sind, dass man Energie in sie investiert → laut A. wichtigster Aspekt des SOC
- Kohärenzgefühl Def. (kurz) SOC sense of coherence Grundhaltung, die Welt als zusammenhängend und sinnvoll zu erleben macht den Unterschied aus, der Gesundheit erhalten kann bestimmt Fähigkeit, Ressourcen zu nutzen je ausgeprägter, desto gesünder eine "Disposition in der Orientierung"
- Entwicklung des SOC (4) in Kindheit und Jugend geprägt von Erfahrungen und Erlebnissen im Jugendalter noch große Veränderungen möglich- da Wahlmöglichkeiten mit etwa 30 Jahren ausgebildet + relativ stabil → nur noch begrenzt modifizierbar, z.B. durch Therapie oder radikale Veränderungen der Rahmenbedingungen
- Das Gesundheits-Krankheits-Kontinuum: Bedeutung (3) Abkehr von Dichotomie Kontinuum mit den Polen Gesundheit und Krankheit → beide Pole für lebenden Menschen nicht erreichbar, da selbst in einem kranken Menschen noch ein Rest Gesundheit steckt.
- Stressoren, Spannungszustand und Bewältigung (4) Stressor: Reiz/Stimulus bringt Organismus Aus dem Gleichgewicht Spannungszustand entsteht Unwissenheit: Individuum weiß erst nicht, wie es reagieren soll Bewußte Handlung: Individuum leitet nicht-automatische Handlung ein
- Spannungsbewältigung bzw. Lösung Gelingt: gesunderhaltende Wirkung Mißlingt: Stress
- Salutogenese: Stressoren physikalisch biochemisch psychosozial
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- Wirkungsweisen des SOC auf Wahrnehmung von Stressoren:(3) Primäre Bewertung der Reize bei hohem SOC: länger als neutral wahrgenommen Differenzieren zwischen bedrohlich, günstig und irrelevant Reagieren mit zielgerichteten Gefühlen anstatt mit diffusen Gefühlen (z.B. "blinde Wut")
- Generalisierte Widerstandsressourcen: Faktoren individuelle Faktoren: körperliche geistige soziale und kulturelle Faktoren: soziales Netz finanzielle Ressourcen
- SOC - Wirkung auf Gesundheit (Annahmen) 4 Stärkt Immunsystem, Hormonsystem, ZNS hilft bei Bewältigung von Spannungszuständen und ist Filter/Schutz mobilisiert Ressourcen Entscheidung für gesundes bzw. weniger selbstschädigendes Verhalten
- Korrelation von SOC (3) psychische Gesundheit: hoch- sehr hoch, v.a. Depressivität und Ängstlichkeit physische Gesundheit: uneinheitlich und fragwürdig Krankheitsverarbeitung: hohe SOC-Werte: bessere Kontrolle + Bewältigung niedrige SOC- Werte: hilflose, depressive oder resignative Bewältigungsversuche