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E5 (Subject) / Leonhardt (Lesson)

Seminar primäre, sekundäre und tertiäre Prävention

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  • Frage 1: Wie definiert die WHO Gesundheit? Ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens NICHT nur das Fehlen von Krankheiten und Gebrechen
  • Frage 2.1: Was bedeutet primäre Prävention? noch keine physische oder psychische Belastung bzw. Erkrankung Ziel: die Gesundheit zu fördern und die Entstehung von Krankheiten zu verhindern Verbesserung mit Belastung umzugehen Maßnahmen Aufklärung, Erziehung, Information Beispiele: betriebliche Gesundheitsförderung, gesundheitsbewusste Erziehungsmaßnahmen, Schutzimpfungen
  • Frage 2.2: Was bedeutet sekundäre Prävention? Frühdiagnostik zum Verhindern des Fortschreitens einer Krankheit Krankheiten im Frühstadium erkennen und sie durch rechtzeitige Behandlung möglichst zur Ausheilung oder zum Stillstand zu bringen Z.B.: Ärztliche Vorsorgeuntersuchungen
  • Frage 2.3: was bedeutet tertiäre Prävention? Verringerung der Schwere und der Ausweitung von bereits manifest gewordenen Erkrankungen auch: Rückfallprophylaxe und Prävention von Folgestörungen Ziel: Funktionsfähigkeit und Lebensqualität wieder herstellen bzw. erhalten Maßnahmen z.B. Heilgymnastik, Rehabilationskuren
  • Frage 3: Wer gibt einen jährlichen Gesundheitsreport heraus? DAK: Deutsche Angestellten Krankenkasse
  • Frage 4: Was beinhaltet der Begriff Verhaltensprävention? Maßnahmen, die individuelles Verhalten verändern sollen   Vermeidung von gesundheitsgefährdendem Verhalten Maßnahmen individuumszentriert: primäre, sekundäre und tertiäre Prävention
  • Frage 5: Was beinhaltet der Begriff Verhältnisprävention? Maßnahmen, die Änderungen von Umwelt- und Lebensbedingungen bewirken sollen           -> Passung zwischen den Bedürfnissen des Individuums und den                     Bedingungen am Arbeitsplatz Technische, organisatorische und soziale Bedingungen des gesellschaftlichen Umfeldes und der Umwelt und deren Auswirkungen auf die Entstehung von Krankheiten Gefahren an der Quelle bekämpfen: setzt an den Arbeitsbedingungen an, nicht am einzelnen  MA
  • Frage 6.1: Nenne 3 Beispiele für Maßnahmen der Verhaltensprävention Rauchentwöhnung Nichtraucherschutz Ernährungsberatung Trainings Rückenschule richtiges Verhalten im Straßenverkehr Stressbewältigung und gegen Mobbing Burnout Workshop PMR, Einüben von Entspannungstechniken
  • Frage 6.2: Nenne 3 Beispiele für Verhältnisprävention mehr Handlungsspielraum Entscheidungsfreiheit Flexibilität gesünderes Essen in der Mensa neues Pausensystem ergonomische Stühle
  • Frage 7: Wie unterscheiden sich universelle, selektive und induzierte Prävention? universelle Prävention: richtet sich an breiten Adressatenkreis Bsp.: allgemeine Ernährungstipps, Sonnenschutz zur Krebsprävention selektive Prävention: richtet sich an bestimmte Gruppen, deren Erkrankungsrisiko für eine bestimmte Krankheit (ggü. der Normalbevölkerung) erhöht ist Risiko ist vorher bekannt Bsp.: Grippeimpfung für ältere Leute induzierte Prävention: medizinische Prävention: Einzelperson mit einduetigem Krankheitsrisiko Bsp.: bei familiärer Vorbelastung
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  • Frage 8: Was wird unter "sozialen Stressoren" am Arbeitsplatz verstanden? durch Personen (z.B. Kollegen, Vorgesetzte) ausgelöst Faktoren, die Stressreaktion auslösen sind extrinsisch und resultieren aus sozialer Umwelt am Arbeitsplatz
  • Frage 9: Nenne 3 Beispiele für soziale Stressoren unfaire Behandlung hohe Verantwortung fehlende Anerkennung Konflikte, schlechtes Arbeitsklima, Mobbing Kooperations- und Kommunikationsbarrieren mangelnde soziale Unterstützung zu große Abhängigkeiten ("Kooperationszwänge")
  • Frage 10: Was sind intrapersonelle und interpersonelle Konflikte? Intrapersoneller Konflikt: Konflikte innerhalb der Person mit sich selbst Entstehen durch Erwartungen an die eigenen Person, z.B. Entscheidungsfindung Interpersoneller Konflikt: Konflikte zwischen 2 oder mehreren Personen z.B. innerhalb der Firma, Familie, ...
  • Frage 11: Welche Interventionen zur Stressreduktion am Arbeitsplatz kennen sie? Individuelle Interventionen: Abwechslung, Tageszeit berücksichtigen, Störquellen ausschalten, Pausenmanagement, Zeitplanung, Stresspuffer im Alltag Betriebliche Interventionen: gerinere Arbeitsintensität, Zeitspielräume, regelmäßige Pausen, Gesundheitsschutz, Handlungsspielräume, vollständige Tätigkeiten, Entscheidungsspielräume, partizipativer Führungsstil, flache Hierarchien, Teamtrainings, Gesundheitszirkel Allgemein Stressimpfungs, Stressbewältigungstraining, Entspannungstraining Mindfulness-Based Stress Reduction Stressmanagement-Training
  • Frage 12: Welche Zahlen zu den gesundheitlichen Konsequenzen von Alkoholkonsum in Dt. kennen sie? Durch Steigerung des Alkoholkonsums steigt das Erkrankungsrisiko: 42.000 Todesfälle 14.000 Frühberentungen 570.000 Krankenhausaufenthalte 850.000 Arbeitsunfälle als direkte Folge des Alkoholkonsums Kosten hierfür: ca. 20 Mrd. Euro im Jahr 25% der Arbeitsunfälle durch Alkohol
  • Frage 13: Welche Grundannahme trifft auf psychologische Konzepte zur Alkoholabhängigkeitsbehandlung zu? Primär: Alkoholkonsum vermeiden, verringern oder zeitlich hinausschieben Maßnahmen an bestimmte Zielgruppe richten (z.B. Kampagnen und Infos für Jugendliche) Sekundär: bereits erkennbare Risiken und Störungen (wie riskante Trinkmuster, Missbrauch und Merkmale von Abhängigkeit frühzeitig erkennen und durch Interventionen beeinflussen) Medizinische Basisversorgung: 80% aller alkoholabhängigen Menschen kommt in eine Arztpraxis innerhalb einem Jahr -> dort Vorsorgeuntersuchung Tertiär: Entzug, Reha, ...
  • Frage 14: Was bedeutet der Begriff Ko-Abhängigkeit? Welche Phasen sind dabei zu beachten? Ko-Abhängigkeit Suchtprobleme nicht ansprechen, sie decken, verharmlosen und "übersehen" Personen schützen den Abhängigen davor, die ganze Wirkung und Wucht seines Alkoholkonsums und der damit verbundenen Konsequenzen in vollem Umfang zu erfahren durch: Schrittweise Übernahme von Verantwortung selbst Gefahr abhängig vom Abhängigen zu werden Phasen: Beschützer- oder Erklärungsphase Kontrollphase Anklagephase
  • Frage 15: Definieren sie "Stress" Ursprünglich: Reaktion des Körpers auf starke, die Gesundheit beeinträchtigende, Reize heute: Stressoren Physische und psychische Reaktion von Stressoren (Stressreaktion) individuelle Einstellungen und Motive als Mediatoren der Stressreaktion
  • Frage 16: Welche Stressoren am Arbeitsplatz kennen sie? Physikalische und körperliche Stressoren: Kälte, Lärm, Schmerz, Gefahr für Leib und Leben, ... Soziale Stressoren: Konflikte, Trennungen Leistungsanforderungen: Über-/Unterforderung, Zeitdruck Nicht-Ereignisse: Ausbleiben antizipierter Ereignisse, z.B. Geburt des Kindes, Beförderung, Arbeitsplatz, ...
  • Frage 17: Welcher Trend lässt sich in der Unfallprävention nachzeichnen? hat sich stark verändert: damals: 70% der Unfälle durch Technik 30% durch menschliches Versagen heute: 20% durch Organisation < 10% durch Technik > 70% durch den Menschen
  • Frage 18: Wie unterscheiden sich das sequentielle, das epidemiologische und das systemische Modell zur Unfallentstehung? 1. Sequentiell spezifische Ursachen gut definierte Verbindungen Kettenreaktion (z.B. Domino-Modell) Fehler einer Person im Vordergrund
  • Frage 18: Wie unterscheiden sich das sequentielle, das epidemiologische und das systemische Modell zur Unfallentstehung? 2. Epidemiologisch Geschehen von einem Unfall ist wie die Ausbreitung einer Krankheit: Unfall ist die Folge einer Kombination von Faktoren 4 Komponenten: Leistungsabweichungen (Unsichere Handlungen) Umgebungsbedingungen Barrieren (hemmende Faktoren, die die unerwartete Folge verhindern und so das Unglück vermeiden) Latente Bedingungen (Entscheidungen des Linienmanagements) Maßnahme Verstärkung der Barrieren
  • Frage 18: Wie unterscheiden sich das sequentielle, das epidemiologische und das systemische Modell zur Unfallentstehung? 3. Systemisch Leistung: System als Ganzes (nicht spezifische Ursache-Wirkung-Mechanismen)  Strukturell einfacher, aber funktional komplexer als epidemiologisches Modell Komplexe Interaktion, enge Kopplung Performance variability: Mensch als Hauptgrund für Unfälle  Maßnahme Kontrolle der performance variability
  • Frage 19: Was ist eine peritraumatische Dissoziation? Veränderungen des Raum- und Zeiterlebens z.B. Verwechslung von Wirklichkeit und Phantasie Außer-Körper-Erfahrungen wie "Neben-sich-Stehen" oder Ablaufen eines "Lebensfilmes" Peri = während (Dissoziation während des traumatischen Ereignisses)
  • Frage 20: Was macht eine kritische Situation zu einem Trauma? bisherige Erfahrung (interne und externe Prozesse nach dem Trauma) Prätraumatische Faktoren Geschlecht, Alter, sozioökonomischer Status, Einkommen, Bildung, Lebenserfahrung (Bewältigungsstil etc.) Peritraumatische Phase Ausmaß an Dissoziation Handlungsspielraum, die man während des Ereignisses wahrnimmt Gesamtheit der konkreten Sinneseindrücke Posttraumatische Prozesse individueller Adaptionsprozess Ausmaß der Verarbeitung Selbstvorwürfe Widerstandskraft Erzählen oder Verschweigen Unterstützung
  • Frage 21: Was bedeutet CISM? comprehensive (ganzheitliches) integratives systematisches Multikomponentenmodell zur Prävention von Spätfolgen von Stressreaktionen nach kritischen Ereignissen
  • Frage 22: In welchen Branchen wird CISM angewendet? Einsatzkräfte (Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr) Luftfahrt Banken ...
  • Frage 23: Was bedeutet "Normalisierung" in CISM? Diese Reaktionen sind normale Reaktionen von normalen Menschen auf unnormale Ereignisse
  • Frage 24: Welcher Zusammenhang besteht zwischen einer CIS und einer PTBS? nach einer maximalen Symptomdauer der akuten Belastungsstörung von 4 Wochen wird dann im weiteren Verlauf von PTBS gesprochen PTBS ist die schwerste und lähmenste Form aller CIS Reaktionen
  • Frage 25: Wie ist das Verhältnis zwischen CISM und Psychotherapie? CISM ist keine Psychotherapie!! unterscheidet sich durch: Unmittelbarkeit (immediacy) Nähe: räumlich, zeitlich (proximity) Erwartung/Ausblick (expectancy)
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  • Frage 26: Was wird unter Work-Life-Balance verstanden? Qualität und Verhältnis von Arbeits- und Lebensbereichen zueinander idealerweise ein Zustand, in dem sie in EInklang stehen WLB: Bestreben, diesen Gleichgewichtszustand zu erreichen und aufrechtzuerhalten Ausgewogenheit von: Körper Leistung, Arbeit Kontakt Sinn
  • Frage 27: Was ist unter Mobbing zu verstehen? jemand wird am Arbeitsplatz (von Kollegen, Vorgesetzten, Untergebenen) schikaniert, belästigt, drangsaliert, beleidigt, ... und wenn der Betroffene unterlegen ist dies muss häufig und wiederholt geschehen (mind. 1 mal pro Woche) und sich über einen längeren Zeitraum erstrecken (mind. 6 Monate) Kein Mobbing: einmalige Vorfälle bei 2 gleich starken Parteien wie sieht Mobbing aus? verbal, physisch, relational, fremdenfeindlich, durch neue Medien