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GesWiss (Subject) / Grundbegriffe (Lesson)
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- Epidemiologie (3) Untersuchung auf dem Volk (liegend) wissenschaftliche Diziplin Bevölkerungsgesundheit, befasst sich mit Methoden + Prinzipien, um Infos zu gewinnen Faktoren, die Krankheit verursachen + Gesundheit fördern
- Public Health befasst sich mit der Gesundheit von Bevölkerungen oder Teilgruppen nutzt Erkenntnisse der Epidemiologie, um die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern → Bevölkerungsbezogene Interventionen zum Erhalt der Gesundheit
- Bevölkerung (1) + Bsp. größere Gruppe von Menschen muß nicht Bevölkerung eines ganzen Landes sein Bsp.: alle Männer zwischen 40-59 Jahren
- Was zeichnet Gesundheitswissenschaften aus? (7) Erfassung von Gesundheit + Krankheit i.d. Bevölkerung Interdisziplinarität Konsequenzen für die Versorgung Gerechtigkeit der Versorgung Prävention Partizipation und Empowerment Wirtschaftlichkeit
- Nennen Sie Indikatoren/Variablen für Gesundheit: (2) + Bsp. - latente Variablen Glück, Schmerz, Intelligenz - manifeste (messbar) Variablen: Muskelkraft, Blutzuckerspiegel
- Ist der Arztbesuch ein guter Indikator für Gesundheit? - Nein, schlechter Indikator Gesundheitsbewußte, Einsame, "Arbeitsunfähige" gehen zum Arzt
- Exposition (Epidemiologie) Einwirkung, der jemand ausgesetzt ist Faktor, der mit einem Outcome in Verbindung steht (erwiesener oder vermuteter Zusammenhang) Faktor liegt in Person oder Umwelt Charakter: Zeitpunkt, Zeitraum, dauerhaft Messung leicht bis schwierig
- Outcome (1) + 2 Bsp. Ergebnis einer Exposition d.h. Krankheit oder Gesundheit → deshalb z.B. Therapie = Exposition, Behandlungsergebnis = Outcome z.B. Medikament und Senkung der Mortalität oder Ergotherapie und größere Selbstständigkeit im Alltag klinischer Outcome nicht immer ‡ patientenrelevanten Outcomes
- Risiko wie wahrscheinlich oder wie häufig tritt ein Ereignis ein z.B. Krankheit, Heilung → bezogen auf def. Population und/oder def. Zeitraum
- Risikofaktor Zielgröße, positiv oder negativ bezeichnet Exposition, die die Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer Erkrankung erhöht! mehrere Riskofaktoren erhöhen das Erkrankungsrisiko z.B. erhöhter Blutdruck, Blutfette und Blutzucker + Rauchen = erhöhtes Risiko, Schlaganfall oder Herzinfarkt zu bekommen innerhalb eines def. Zeitraumes
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- Mortalität und Morbidität Sterbefälle und Krankheiten
- Riskofaktoren: Beispiele medizin.(4) und nicht medizin.(4) Krankheiten- aktuell und vergangen Krankheiten in der Familie (Disposition) Blutdruck; Blutzucker Größe und Gewicht Beruf Wohnort Geschlecht Hautfarbe
- Latenzzeit (1) + Bsp. Dauer zwischen Exposition und Outcome z.B. von Süßigkeiten bis Diabetes oder von sitzender Tätigkeit bis Rückenschmerzen
- Inzidenz und Prävalenz Ersterkrankung/Neuauftreten und Vorkommen
- Kausalität epidemiolog. + DIE Messmethode (verallg.) Ursache von Gesundheit und Krankheit → Vergleich von Gruppen um statistische Assoziationen herzustellen
- retrospektiv und prospektiv auf methodisches Vorgehen bezogen rückschauend → auf vorhandenes Datenmaterial zurückgreifen vorausschauend → Hypothese: neues Datenmaterial generieren, um diese zu überprüfen
- Das Ursachen-Konzept Clostridium Tetani = notwendige Ursache für Wundstarrkrampf Hypothyreose = hinreichende Ursache für Depression
- Das Ursachen-Konzept: Wechselwirkungen wenn zwei hinreichende Faktoren das Erkrankungsrisiko steigern: z.B. Asbest und Rauchen → Lungenkrebs
- Kriterien für Kausalität Zeit? plausibel? konsistent? starker Zusammenhang? Dosis- Wirkung? reversibel? evident? Studiendesign? Zeitliche Beziehung Plausibilität Konsistenz (andere Studien zu ähnlichen Ergebnissen) Stärke der Assoziationen (z. B. relatives Risiko) Dosis-Wirkungs-Beziehung: erhöhte Expo – erhöhte Wirkung? Reversibilität: Beseitigung der Ursache – Senkung des Risikos Studiendesign: stark? Beurteilung der Evidenz: Wie viele Evidenzlinien à Schlussfolgerung
- Transtheoretisches Modell nach Prochaska und DiClemente (6) Phasenmodell zur Beschreibung der Bereitschaft zu einer Verhaltensänderung 1.Absichtslosigkeit und 2.Absichtsbildung → Einstellungen (kogn.) 3.Vorbereitung und 4.Umsetzung → Verhalten 5.Stabilisierung und 6.Termination → Einstellungen
- Studientypen Querschnittstudie Kohortenstudie Fall - Kontroll - Studie randomisierte kontrollierte Studie ökologische Studie
- Querschnittstudie (3 Vorteile) Was messen Sie? Vorteile: schnell, preiswert, wenig aufwändig messen Prävalenzen
- Kausalfaktoren oder Determinanten (2) unterscheide distale* (Tabaksteuer) und proximale** (Rauchen) Faktoren * → sozioökonomische **→ persönliches Verhalten verändern den Gesundheitszustand
- Confounder Störfaktor (lat. confundere = vermischen) - müssen adjustiert werden, wenn sie vorhanden sind sonst beeinflusst er das Ergebniss Beispiel: Alter als Confounder
- Odds (3) + Bsp. Chancen → geben das Verhältnis von zwei Wahrscheinlichkeiten zueinander an bzw. der Quotient aus Wahrscheinlichkeit und Gegenwahrscheinlichkeit z.B. 40% eines Tests fällt positiv aus, dann läßt sich die Odds 40:60 ausdrücken.