2

Kunststoffverarbeitung I + II (Subject) / Vorbereitung Abschlussklausur (Lesson)

Vorbereitung Abschlussklausur

This lesson was created by dan137.

Learn lesson

  • 6. Was versteht man unter „Physikalischer Stoffbildung“ ? 7. Worauf basiert die „Physikalische Stoffbildung“ ? 8. Beispiele für die „Physikalische Stoffbildung“ ? Die physikalische Vernetzung eines makromolekularen Stoffes resultiert aus einer mehr oder weniger beständigen Zusammenlagerung vonfunktionellen Gruppen oder Kettenabschnitten der Polymeren ohne Ausbildung chemischer Bindungen. Da die physikalische Vernetzung im Gegensatz zu einer Vernetzung über kovalente Bindungen thermoreversibel ist, können die harten Domänen durch Erhitzen auf Temperaturen, die höher sind als deren Glastemperaturen bzw. Schmelztemperaturen, wieder aufgebrochen werden. Daher lassen sich solche Elastomere thermoplastisch verarbeiten. Ein Beispiel sind auch die Polyurethan-Elastomere. Vor allem bei Biopolymeren spielen Wasserstoff-Brückenbindungen eine entscheidende Rolle: Sie sind für die Ausprägung der Sekundärstrukturen von Proteinen (α-Helix oder β-Faltblatt) und den Zusammenhalt der beiden Helices im DNA-Molekül entscheidend. Auch die Bildung von Enzym-Substat-Komplexen wäre ohne sie nicht denkbar. Auch in Polyamidfasern wie Nylon, Perlon und Kevlar tragen Wassersoff-Brückenbindungen zur Stabilität der Materialien bei.
  • Eigenschaften teilkristalliner Kunststoffe Mit steigender Kristallinität erhöhen sich die Festigkeits- und Steifigkeitswerte, die Wärmeformbeständigkeit und die Schmelztemperaturbereiche. Höhere Kristallinität führt zu einer Verringerung der Lichtdurchlässigkeit und zu einer Zunahme der Dichte. Schließlich steigen die Verarbeitungstemperaturen und die Werte der Verarbeitungs- und Nachschwindung