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Diagnostik und Therapie (Subject) / Infektionskrankheiten (Lesson)

Bakterien, Viren etc.

This lesson was created by KristinaSJ.

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  • Bakterien einzellige Organismen verschiedener Form und Größe (0,2-50 µm) sehr unterschiedliche Nährstoff- und Temperaturansprüche humanpathogene Bakterien: Temperaturoptimum 25-40°C Ausnahme: Yersinien (Vermehrung bei 4°C), Legionellen (Überleben 45-55°C)  
  • Vermehrung von Bakterien Generationszeit= Zeit zw. zwei Teilungen, 15-30 min bei ooptimalen Temperaturbedingungen, explosionsartige Vermehrung innerhalb weniger Stunden  
  • Klassifizierung von Bakterien nach morphologischen Merkamlen (z.B. kugelförmig, stäbchenförmig), nach physiologischen Merkmalen (z.B. aerob, anaerob, fakultativ anaerob)  
  • Bsp. Kokken gram+, aerob: Staphylococcus aureus (Abszeß, postoperative Wundinfektion) sehr resistent gram-, aerob: Neisseria gonorrhoeae (Tripper)  
  • Bsp. Stäbchen gram+, aerob: Streptomyces (Antibiotikabildung) gram+, anaerob: Clostridium tetani (Wundstarrkrampf, hochwirksames Nervengift) gram-, aerob: Pseudomonas, ca. 150 Arten, Hospitalismus-Keime gram-, fakultativ anaerob: Escherichia> 1000 Serovarianten (Harnwegsinfektionen), Salmonella, meldepflichtig  
  • Bakterien- Sondergruppen obligat parasitische Bakterien (Zeckenbissfieber) Mykoplasmen ohne Zellwand, fakultativ pathogen  
  • Viren sind kleine infektiöse Partikel (20-300nm), obligate Zellparasiten Morphologie: DNA oder RNA, Proteinmantel (bei komplexen Viren mit lipidhaltiger Hülle), kein eigener Stoffwechsel, benötigen Wirtszellen zur Vermehrung    
  • Vermehrung von Viren lytischer Zyklus= Vermehren innerhalb der Wirtszelle und Zerstörung dieser durch Lyse Schritte: 1. Adsorption: anheften an Wirtszellmembran 2. Penetration: Eindringen der viralen Nukleinsäure in den Wirt 3. Replikation: Vermehrung viraler Erbsubstanz und Proteine 4. Maturation: Zusammensetzung infektiöser Viren 5. Liberation: Freisetzung  
  • Bsp. humanpathogener Viren Grippe, Hepatitis, Herpes, Masern, Mumps, Tollwut, HIV, EBV  
  • Pilze viele Arten bilden toxische Stoffwechselprodukte: Mykotoxine (z.B Amanitine der Knollenblätterpilze, Aflatoxine von Aspergillus-Arten (Nüsse, Getreide)) viele Mykotoxine= sehr hitzeresistent Infektion mit Pilzen= Mykose durch Dermatophyten (Hautpilze) oder Hefen (Candida)  
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  • Parasiten Schmarotzer, die ganz oder teilweise, ständig oder zeitweilig auf Kosten anderer Organismen leben Ektoparasiten: auf Oberfläche Endoparasiten: in tieferen Körperhöhlen, im Gewebe oder Blut    
  • Infektionsquellen exogen: Infektionsquelle Mensch, Rinder, Schweine, Vögel, Infektions via Erde z.B Tetanus, Tuberkulose endogen: z.B Darmkeime in der Harnblase  
  • Übertragungswege Kontaktinfektion durch Händeschütteln, feuchte Handtücher, bei Kindern: fäkaloral, Tröpfcheninfektion durch Niesen, orale Infektion durch Nahrungsaufnahme, parentale Infektion durch Infusionen, Transfusionen, Injektionen, sexuelle Übertragung    
  • Schutzbarrieren des Körpers primäre: Lysozym in Sekreten, Bakterienflora im Darm, intakte Haut, Magensäure, Flimmerepithel der Luftwege, Schleim, Antikörper, Husten, Niesen, Sekrete der Talgdrüsen sekundäre: Thymus, Lymphknoten, Milz, Knochenmark, darmassoziiertes lymphatisches Gewebe  
  • Ablauf Infektionskrankheit 1. Invasionsphase 2. Inkubationsphase 3. Krankheitsphase 4. Überwindungsphase 5. Immunität apparenter (mit klin. Symp.) oder inapparenter Verlauf Nosokomialinfektion: Infektion mit opportunistischen Keimen in KH oft Nasskeime  
  • Impfungen aktive Schutzimpfung: Verwendung abgeschwächter Erreger, Körper bildet selbst Ak gegen Erreger, Schutz mehrere Jahre- Jahrzehnte passive Schutzimpfung: Gabe von Ak gegen bestimmten Erreger, Schutz: mehrere Wochen  
  • Sterilisation Abtötung aller Mikroorganismen Autoklavierung, Hitzesterilisation, Strahlensterilisation, Gassterilisation mit Ethylenoxid (reaktionsfreudig, giftig, Verätzungsgefahr, kanzerogen, muss 2Wochen ausgasen) Gassterilisation mit Formaldehyd (reaktionsträge, giftig, starkes Reizgas, Verätzungsgefahr, allergen, kanzerogen, dringt nicht so gut wie Ethylenoxid ins Innere kleiner Gegenstände, kein Ausgasen)  
  • Sterilfiltration Abtrennung von Mikroorganismen durch 0,2µm Porenfilter, nicht zur Abtrennung von Viren und Mycoplasmen geeignet  
  • Desinfektion Abtöten/Inaktivieren pathogener MO Dampfdesinfektion bei 75-105°C (Kissen, Matrazen, Decken9 hygienische Handdesinfektion (erst desinfizieren, dann waschen) chirurgische Handdesinfektion (erst waschen, dann desinfizieren) Reinigung  
  • Protozoen Urtierchen (z.B Plasmodium [Malaria], Trypanosomen [Schlafkrankheit] )  
  • Helminthes Würmer (keine Mikroorganismen! Rinder- und Schweinebandwurm)