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Aichinger (Subject) / Landeswissenschaftliche Vorlesung (Lesson)
Wichtige Fakten für die Prüfung
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- flache Küstenregionen in Spanien der Unterlauf des Ebro in Katalonien die Küstenregion um Valencia, der Unterlauf des Guadalquivir in Andalusien.
- das Mittelmeerklima Das Mittelmeer ist geprägt vom gemeinsamen Klima, das abwechselnd von Sahara und Atlantik bestimmt wird. Den trockenen und sonnigen Sommer bringt die heiße Saharaluft; Sturm und Regen im Winter die Fronten aus dem Westen und Nordwesten, also vom Atlantik.
- Archaisch Auf alte Traditionen beruhend
- Transhumanz mit Viehherden wandernd
- Guadalquivir-Becken: fruchtbares Land in Westandalusien von hier ging die Prosperität Spaniens der frühen Neuzeit und auch die Entdeckung Amerikas aus
- klimatische Differenzierungen la Espana seca (Südspanien) vs la Espana humeda (Nordspanien)
- Eroberung Spaniens 711 landen islamische Truppen aus Nordafrika – über Straße von Gibraltar („Straße des Herkules“ kündigte in der Antike als Meerenge zwischen Mittelmeer und Atlantik das „Ende der Welt an“)
- humide Zonen Kantabrien, Galicien Gebirgszüge und Hügelland im Norden, wo es abregnet, hohe Niederschläge, gemäßigte Temperaturen über das ganze Jahr; Klima vom Atlantik beeinflusst – „Dort weiden die Schweizer Kühe auf fetten Wiesen direkt neben dem Strand.“
- semihumid/halbhumid kastilisches Scheidegebirge: feuchte, kalte Winter, heißetrockene Sommer
- semiarid/halbtrocken kastilische Hochebenen, Andalusien, Extremadura: heiße trockene Sommer, kalte, feuchte Winter; insgesamt gibt es in ganz Spanien mehr Niederschläge in den Gebirgen
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- völlig arid Murcia, Almeria so etwas gibt es sonst in ganz Europa nicht (dieses aride Klima kommt Nordafrika gleich) dort wurden in den 50er-Jahren die Wildwestfilme mit Wüstenszenario gedreht.
- Mesetas (Hochebenen) Zentralkastiliens konnte man die Dreifelderwirtschaft nicht einführen – also blieb man bei der römischen Zweifelderwirtschaft. Es war nur im Norden möglich, auch Sommergetreide anzubauen. Die Dreifelderwirtschaft bringt jedoch viel höhere Erträge.
- „Irrigationstechniken“ Bewässerungswirtschaft des islamischen Südens. Dort baute man für die Wasserzufuhr zu den Feldern nun Wasserstollen und Wasserreservoirs, aber man entwickelte auch die Technik des Wasserhebens mit dem Wasserrad weiter.
- „historischer Materialismus“ Das ist die These, dass die materiellen Verhältnisse (geographisch, geologisch, wirtschaftlich) und ihre Entwicklung den Verlauf der Geschichte bestimmen. Auch politische Ereignisse und das bewusste, absichtsvolle Handeln von Menschen ist letztlich von diesen vorbestimmt. (Das „Sein“ bestimmt das „Bewusstsein“.)
- Geschichte Spaniens - 2. Jh. v. Chr. ca. 500.000 v. Chr. Homo heidelbergensis („antecessor“) „Miguelón“: Sierra de Atapuerca 30.000─10.000 v. Chr. Cueva de Altamira; Jägerkultur 5000-3000 v. Chr.: Iberer besiedeln Spanien um 1200 v. Chr.: Kelten besiedeln Spanien um 900 v. Chr.: phönizische und griechische Siedlungen 3. Jhd. v. Chr. Konflikt Karthago─Rom auch um Spanien punische Kriege und 2. Jhd. n. Chr.: Blütezeit der Römer
- Geschichte Spaniens bis 1469 und 2. Jhd. n. Chr.: Blütezeit der Römer und 4. Jhd.: Eindringen von germanischen Völkern, insbes. der Westgoten 576: Toledo Hauptstadt des Reichs der Westgoten 711: islamische Truppen landen auf der Halbinsel und beenden die Herrschaft der Westgoten 1070: Beginn des Baus der Kathedrale von Santiago de Compostela 1212: Sieg christlicher Truppen in Las Navas de Tolosa (Sierra Morena) 1469: Heirat der Reyes Católicos Isabel de Castilla y Fernando de Aragón
- Geschichte Spaniens bis 1700 1492: Eroberung Granadas, Entdeckung Amerikas, Ausweisung der Juden, Grammatik von Antonio de Nebrija – Beginn des Goldenen Zeitalters (Siglo de Oro) 1516: Carlos V. von Habsburg König (Carlos I.) von Spanien (ab 1519 Deutscher Kaiser) 1648: Westfälischer Frieden: Spanien verliert seine Vormacht im Abendland 1700: Tod von Carlos II., dem letzten spanischen Habsburger – Beginn des spanischen Erbfolgekriegs
- „Miguelón“ Homo heidelbergensis wurde zu Ehren des Rennfahrers Miguel Indurain (der bedeutende Rennen im Jahr dieses Knochenfundes gewonnen hatte) „Miguelón“ genannt. Die Spanier bezeichnen ihn nicht als Homo heidelbergensis, sondern als Homo antecessor („Vorläufer“), da sie ihn als „direkten Vorfahren“ ansehen und vor allem – so sind Nationalhistoriker nun einmal – für eine spanische Fundstätte das Prestige eines direkten Vorfahren beanspruchen wollen.
- symbolisches Handeln arunter versteht man, dass man einer Handlung oder einem Objekt „einen gewissen Überschuss“ verleiht. In unserem Beispiel mit dem Faustkeil bedeutet das nun: Der Faustkeil dient nicht nur zur Jagd, sondern er wird dem Jäger auch ins Grab mitgegeben – das hat eine symbolische Bedeutung. Durch die Grabbeigabe entsteht „ein Überschuss an Bedeutung“ über die eigentliche Verwendung eines Faustkeils hinaus. Man wollte möglicherweise dem Toten etwas für sein Leben nach dem Tod mitgeben. D.h. auch, dass die Leute bereits erste Vorstellungen davon hatte, dass mit dem Tod nicht alles vorbei ist. Es gab also bereits Vorstellungen von Diesseits und Jenseits bzw. Vorstellungen vom Weiterleben im Jenseits.
- Die Höhlenzeichnungen der Altamira Höhlen Die Zeichnungen in den Höhlen von Altamira sind erste Zeugnisse dafür, dass sich die Spanier „ein Bild gemacht haben“. Es handelt sich hierbei um Höhlenmalereien. Die Bilder der Altamira-Höhle stehen für: „Jagdzauber“, Totenkult, Fruchtbarkeitskult. Diese Bilder zeigen Tiere, die von den damaligen Menschen gejagt wurden. Was uns die farbigen Zeichnungen außerdem mitteilen ist, dass die damaligen Menschen bereits fähig waren Farben herzustellen.
- La dama de Baza Diese Statue steht im Museo de Arqueológico Nacional in Madrid. Dama de Baza: Figur, aus Kalkstein gemeißelt, gehörte zu einer Grabkammer; Beigabe von Metallwaffen, Opfergaben für die Toten; Kriegerin? Göttin? Kriegsgöttin?; Schmuck und Haltung deuten auf hohen Status Die Dama de Baza stand in einer Grabkammer und neben ihr gab es auch Opferbei-gaben. Hier hat man also bereits eine Kultur, die sich eingehend mit Vorstellungen über das Weiterleben nach dem Tod auseinandergesetzt hat. Die Grabbeigaben sollten dem Toten für sein Leben im Jenseits weiterhelfen. Die Statue der Dama de Baza selbst besitzt auch eine Öffnung, in die man Grabbeigaben bzw. die Überreste der Asche von Opfern (und andere Substanzen) hineingegeben hat.
- Was ist zwischen Altamira und Baza, also zwischen 30.000 v. Chr. und 500 v. Chr. passiert? Beginnen von Viehzucht, Ackerbau Anlegen von größeren Siedlungen Bau von großen Gräbern (mit Felsblöcken) es handelt sich hierbei also um den Übergang vom Jagen und Sammeln zur Landwirtschaft (die erste Agrarrevolution) und um kulturelle Revolution. Die kulturelle Revolution hängt zusammen mit dem Rückzug des Eises nach Norden und dem Verschwinden eiszeitlicher Tiere; Einsetzen eines Klimas, das dem heutigen entspricht. Ackerbau basiert auf der Zähmung von Tieren (zuerst Hund, Schaf, Rind, Schwein); ermöglicht das Anlegen größerer Siedlungen und bedingt vermutlich soziale Schichtung und Hierarchie: HerrInnen und Knechte/ Mägde, SklavInnen) Möglichkeit zur Verwaltung komplexer Herrschaftsstrukturen mit Hilfe der Schrift.Ausweitung sozialer Netze, Kontakt zu seefahrenden Kulturen aus dem östlichen Mittelmeer: Phönizier, GriechenBeobachtung der Sterne – in Zusammenhang mit den Zyklen des Ackerbaus ─ AstronomieMetallverarbeitung
- Ursprüngliche Funktion der Schrift religiöse Funktion Verwaltungs- Bürokratiefunktion
- Was haben Cuevas de Altamira und die Dama de Baza gemeinsam? Sprache, Feuer, rituelles, symbolisches Handeln, Auseinandersetzung mit „Wunder des Lebens“ und „Skandal des Todes“
- 1212 hier siegen die christl. Truppen in Las Navas de Tolosa (Sierra Morena): diese Sierra trennt Kastilien von Andalusien; nach der Eroberung dieses Gebiets steht der Weg in die fruchtbaren Gebiete am Guadalquivir offen – nur in Granada kann sich die islamische Herrschaft bis 1492 halten (ist ein Gebirgsland, dass man schwerer einnehmen konnte – Gebirge als Grenze!)
- goldenes Zeitalter der Römer in Spanien einige Kaiser kamen aus span. Gegend große Dichter der Römer kamen aus Spanien (Seneca) beeinflusst auch heute noch span./lateinamerikan. Autoren Seneca war Stoiker. Kernidee der Stoiker war: man muss das Leiden in der Welt standhaft ertragen – das Leiden fördere die Tugend Quintilian (gr. Rhetoriker) stammt aus Spanien; erste Zusammenfassung der antiken Rhetorik stammt von ihm ist heute noch Grundlage der Rhetorik/Redekunstwirtschaftl. ist Spanien geprägt von Trias: Wein-Weizen-Olivenöl; von Großgrundbesitz (Latifundien-System); von System der Sklaverei die Römer durchzogen Spanien mit Netz von Brücken, Straßen und Aquädukten Ausbau der Infrastruktur Römer haben bis heute ihre Toponyme hinterlassen. (Toponym = Ortsname)
- Iberia Griechischer Name für Spanien
- Onomastik = Namenkunde beschäftigt sich mit Entstehung, Bedeutung und Verbreitung von Namen
- Wesentliche Neuerung der Römerzeit, die bis heute prägend sind Sprache (das Spanische entwickelte sich aus dem Lateinischen und ersetzte dieses ab dem Mittelalter allmählich in Literatur, Recht, Theologie, Wissenschaft) Christentum: ab dem 3. Jh. kommen christliche Gemeinden vermutlich aus Nord-Afrika auf die Halbinsel
- Westgoten Zeit 5.-8. Jh
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- Toponomía/Toponomie Ortsnamenkunde, Ortsnamenforschung; beschäftigt sich als Teilgebiet der allgemeinen Namenforschung und der Sprachgeographie mit allen Toponymen, also Örtlichkeitsnamen, im allgemeinen Sinne auch Ortsnamen. z.B:: Zaragosa geht auf Augustus (Römer) zurück Pamplona von Pompei Almería: Arab. Spiegel (des Meeres)
- 1. Symbolisches Handeln = z.B.: Grabbeigaben kognitive Leistung z.B. Faustkeil als Grabbeigabe zur Verteidigung im nächsten Leben Beginn der Kultur = Erkenntnis: Wunder des Lebens, Skandal des Todes
- Gesetzte aus der Zeit der Römer/Griechen/Gothen Phänomene der „longue durée“ = Dinge, die lange erhalten geblieben sind z.B.: Rechtsprechung: Erbrecht/Besitzrecht/Eherecht Erbrecht: römisches Recht „günstig für Frauen“ Frauen konnten z.B.: im Baskenland Alleinerbin sein auch Königin Gothen: Ringtausch
- Morgengabe Bezieht sich auf Eheschließung Kein Priester zur Eheschließung notwendig Gemeinsame Nacht + öffentliche Anerkennung + Morgengabe = Geschenk des Mannes an Frau als Zeichen der Wertschätzung für die Hochzeitsnacht. In der Regel 1/10 des Eigentums des Mannes Frau konnte über das Geld frei verfügen!
- Sklaverei und Christianisierung Nicht zutreffen: Sklaverei war Folge der Christianisierung sondern schon Teil der römischen und gotischen Kultur bzw. Basis für die Wirtschaft
- Konnte Sklaverei vererbt werden Ja: Wenn ein Elternteil Sklave war, wurde auch das Kind versklavt (bei Gothen)
- Wie wird man Sklave Selbstverkauf wegen „Verelendung“ (wirtschaftliche Nöte) und Verkauf von Kindern Handel mit Sklaven von Außerhalb z.B. Britische Inseln Kriegsbeute z.B. Bürgerkrieg Verurteilung durchs Gericht
- Phobien der christlichen Kirche Tanz: Assoziiert mit Musik Trance Verbindung des Menschen mit der Natur Umdeutung der Kirche: Vereinnahmung der Musik Einschreibung in die christliche Liturgie Nächtliches Baden = Assoziiert mit Maifesten = Feier der Fruchtbarkeit der Erde und der Frauen Sexualität Umdeutung der Kirche: Mai wird zum Monat der Jungfrau ( Keuschheit) Maifest wird ersetzt durch Marienmonat und Marienandachten
- 1. Beginn „la edad de oro“ „Entdeckung“ Amerikas 1. Spanische Grammatik Ausweisung der Juden Eroberung von Granada (letztes maurisches Königreich) Vereinigung von Aragon und Casilia (los reyes catolicos)
- 1. Berühmteste Spanier/Kulturelle Errungenschaften während „la edad de oro“ Velazquez: „las Meninas“: 17. Jh. + Pablo Picasso 1957 Vielschichtig: Prinzessin Margarita mit Kammerdienerinnen Hofzwergin Velazquez Mal sich selbst beim Malen (umgekehrte Leinwand) Wesen der Repräsentation wird zum Thema Spiegel mit Königspaar: König ist NICHT im Jagdkostüm dargestellt Päpste Künstler 1. Moderner Roman: Don Quijotes (Cervantes) Ende des 16. Jh.: Erfindung des modernen, kommerziellen Theaters = schichtübergreifende Massenkultur Karmeliter Orden Wenig Naturwissenschaftler/Mathematiker Spital der barmherzigen Brüder (Wien) ist San Juan de Dios gewidmet
- 1. Valle de las Caidos Franco errichtete nach 1939 das riesige in den Berg gesprengte Denkmal des Valle de los caídos (Tal der Gefallenen) um der gefallenen Soldaten auf Seiten der Nationalen zu gedenken (errichtet wurde es von republikanischen Gefangenen) Das Ley de memoria histórica verbietet es nun, dort politische Gedenkveranstaltungen abzuhalten. Seit diesem neuen 2007er-Gesetz müssen nun auch offiziell alle franquistischen Symbole entfernt werden. Und es gibt seitdem das Recht auf Exhumierung von gefallenen linken Soldaten aus den Massengräbern.
- 1. Valle de las Caidos Franco errichtete nach 1939 das riesige in den Berg gesprengte Denkmal des Valle de los caídos (Tal der Gefallenen) um der gefallenen Soldaten auf Seiten der Nationalen zu gedenken (errichtet wurde es von republikanischen Gefangenen) Das Ley de memoria histórica verbietet es nun, dort politische Gedenkveranstaltungen abzuhalten. Seit diesem neuen 2007er-Gesetz müssen nun auch offiziell alle franquistischen Symbole entfernt werden. Und es gibt seitdem das Recht auf Exhumierung von gefallenen linken Soldaten aus den Massengräbern.
- Dauer des Spanischen Bürgerkrieges 1936-39
- Tod Francos 1975 an 3 Herzinfakten
- Fernsehsehrserie "Cuentame como paso" erzählt Familiengeschichten aus der Franco-Diktatur (ab 1967) bis heute
- Nachfolger von Franco Franco bestimmte bereits zu Lebzeiten seinen Nachfolger. Er wollte, das Spanien nach seinem Tod wieder eine Monarchie wird. Legte als Nachfolger Juan Carlos de Borbón fest. heute ist Spanien eine „monarquía parlamentaria“ KEINE REPUBLIK!!
- Einteilung von Spanien heute (seit der Konstitution von 1978) ist Spanien in 17 „comunidades autónomas“ unterteilt
- Zeit der Transición Der König Spaniens (Juan Carlos de Borbón) leitete in der Zeit der Transición (jene Zeit nach der Franco-Diktator bis zur Errichtung einer Demokratie nach westlichem Vorbild) den Übergangsprozess von einer Diktatur zur Demokratie ein – Verfassung von 1978
- Jahreszahl der letzten Verfassung 1978
- Die größten Städte sind 1. Madrid 2. Barcelona 3. Valencia 4. Sevilla 5. Zaragoza (jeweils nach Einwohnerzahl)