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Biologie terrestrischer Tiere UBRM (Subject) / Evbr. Antr. Kl. Insecta: Ord Hautflügelr (Lesson)
Evertebraten, Anthropoda, KL. Insecta, O Hautflügler und UO
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- Hymenoptera Hautflügler - zwei Paar häutige Flügel, können sekundär reduziert sein (z.B. Ameisenarbeiterinnen) - Beißende sowie leckend saugende Mundwerkzeuge - Der Eilegeapparat der Weibchen kann zu einem Wehrstachel umgewandelt sein - Männchen entwickeln sich aus besamten Eiern - Brutfürsorge und Brutpflege sind häufig - Viele Familien (Arten) leben oft in riesigen sozialen Gemeinschaften - Einziges heimisches "Haustier" unter den Insekten (Honigbiene) 2 UO unterschiedlicher Gestalt und Biologie: Pflanzenwespen (Symphyta) Taillenwespen (Apocrita)
- Ordnungen, Unterordnungen und Teilordnungen Hymenoptera UO Pflanzenwespen (Symphyta) - Fam. Blattwespen (Tenthredinidae) - Fam. Holzwespen (Siricidae) - Fam. Halmwespen (Cephidae) UO Taillenwespen (Apocrita) TO Stechschimmen (Aculeata) - ÜFam. Goldwespenartige (Chrysidoidea: Plattwespen, Goldwespen, Zikadenwespen etc) - ÜFam. Wespenartige (Vespoidea: Ameisenwespen, Wegwespen, Ameisen, Faltenwespen, Dolchwespen etc.) - ÜFam. Bienenartige (Apoidea: Grabwespen, Bienen) TO Legimmen (Terebrantes) - UFam. Erzwespenartige (Chalcidoidea: Erzwespen, Feigenwespen, Zwergwespen) - ÜFam. Schlupfwespenartige (Ichneumonidea: Schlupfwespen, Brackwespen) - ÜFam. Zehrwespenartige (Proctotrupoidea) - ÜFam. Gallwespenartige (Cynipoidea)
- Merkmale Symphyta UO Pflanzenwespen - zahlreich, teils auffällig gefärbte/gezeichnete Arten, 2-40mm Körperlänge - Brust und Hinterleib immer in ganzer Breite miteinander verwachsen - Larven und Imagines ernähren sich rein pflanzlich
- Symphyta häufige/zahlreiche Arten - Blattwespen (Tentrhedinidae): mir faden u. borstenförmigen Fühlern - Keulen-bzw. Knopfhornblattwespen (Cimbicidae): Fühler zum Ende keulenförmig verdickt, bis 30 mm groß - Buschhornblattwespen (Diprionidae): auffällig durch gekämmte (Männchen) pder gesägte (Weibchen) Fühler - Argidae: Fühler nur dreigliedrig, drittes Glied auffallend lang, meist metallisch blau oder grün
- Symphyta, auffällige aber nicht häufige Arten - Holzwespen, Riesen-Holzwespen (Siricidae): z.T. sehr große Arten bis 40mm, entweder einfarbig dunkel oder "wespenartig" schwarz-gelb
- Symphyta, massenweise auftretende Arten durch massenhaftigkeit schädlich in Forsten - Megalodontgesidae: 6 Arten, überwiegend schwarz gefärbt - Gespinnstblattwespen (Pamphiliidae): Zahlreiche Arten, im Gelände nicht unterscheidbar; Larven verursachen Kahlfraß an Nadel- und Laubbäumen
- UO Taillenwespen Apocrita - wichtigste Unterordnung der Hymenoptera, weltweit ca. 100 000 in Europa ca. 10 000 Arten - tiefe Einschnürung zwischen 1. und 2. Segment des Hinterleibs (Wespentaille), z.B. bei Hummeln durch Pelz verdeckt - Größe sehr variabel: Zehrwespen 0,2 mm, Hornissen 50mm, Flügelspannweite von 1-100mm - vielfältige Lebensweisen u Morphologie - bei einigen Familien und vielen Arten sind Flügel ganz reduziert oder nur zeitweilig vorhanden (z.B. Läusen und Ameisen -Arbeiterinnen, bei Königinnen bzw Männchen) - große Facettenaugen und drei Punktaugen (Ocellen) - Mundwerkzeugen als Beiß- und Kauwerkzeuge (z.B. Echte Wespen) oder als Leck- oder Saugwerkzeuge (z.B. Bienen) - sozialen Verhaltensweisen: solitär (Einsiedler), Parasiten, Gruppen- u. Staatenbildung - Männchen entwickeln sich parthenogenetisch aus nicht befruchteten Eiern, Weibchen schlüpfen aus befruchteten Eiern; Brutpflege - hochentwickelte, staatenbildende Familien: Ameisen (Formicinae), Echte Wespen (Vespinae) und Bienen (Apiformes)
- TO Stechimmen Aculeata - zahlreiche, z.T. bunte Arten, wenige mm-30mm Körperlänge - Wespentaille; nur Weibchen besitzen Wehrstachel - viele Arten mit spezialisierten Verhalten bei Brutpflege, Blütenbesuch oder Jagd - Brutparasitismus in vielen Gruppen - soziale Lebensweise bei allen Ameisen, vielen Bienen- u. Faltenwespen-Arten - z.T. große Nestanlagen mit zahlreichen Insassen
- häufigste und massenreichste Arten bei Stechimmen - Goldwespen: auffällig durch leuchtend metallisch glänzende Färbung; können sich kugelförmig einrollen - Dolchwespen: Spinnenameisen (Mutillidae) ameisenähnlich; z.T. verdickte Fühler (Sapygidae); eingeknickter Vorderteil des Hinterleibs (Tiphiidae) - Ameisen: Arbeiterinnen ungeflügelt; Königinnen verlieren nach Paarung die Flügel - Faltenwespen: längs gefaltete Flügel, die dem Hinterleib in der Ruhe aufliegen; Eumeninaesolitär, Vespinae-Nestbauten mit Waben, Vespula-Erdnester, Hornissennester in hohlen Bäumen; Pollistes mit einer vertikalen, freistehenden Wabe - Wegwespen: auffällig durch verhältnismäßig lange Beine und hastiges Fühlerspiel, oft rot-schwarz gezeichnet - Grabwespen: kleinere Arten schwarz, größere gelb-schwarz, metallisch glänzend; erbeutete Insekten werden eingegraben - Bienenartige (Apidae): Körper dicht behaart, unterschiedlich gefärbt, als Nektar- und Pollenfresser häufig auf Blüten
- TO Legimmen Terebrantes - durchwegs parasitisch lebende Arten - die meisten Arten benutzen ihren Legestachel (Ovipositor) dazu, die Eier in noch lebende Wirtsorganismen abzulegen und ihren Wirt bei Abschluss der Larvalentwicklung abzutöten (Parasitoide) - Legestachel ist noch nicht, wie beispielsweise bei den Faltenwespen, zu einem Wehrstachel umgewandelt - Terebrantes umfassen keien staatenbildenden Insekten wie Ameisen oder Echte Wespen
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- Parasitoide parasitisch lebender Organismus (oft Insekt) der seinen Wirt tötet; ca. 10% der ca. 1 Mio Insektenarten sind Parasitoide. Innerhalb der Insekten ca 75% der Parasitoide aus der Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera), ca. 30% Zweiflügler. Auch bei wenigen anderen Insektenarten wie Käfer (Coleoptera) und Netzflüglern (Neuroptera) ist eine parasitoide Lebesweise zu beobachten.
- Parasitoide innerhalb der Hautflügler - Schlupfwespen (Ichneumonidae), Braconidae, Chalcidoidea - befallen werden fast ausschließlich Arthropoden
- Parasitoide innerhalb der Zweiflügler - ca. 16 000 beschriebene Parasitoidenarten - z.B. Tachinidae (Raupenfliegen oder Schmarotzerfliegen) mir fast nur Parasitoide - vielfältige Wirte: Strudelwürmer, Schnecken, Regenwürmer, außerdem Landasseln und Skorpione
- Erzwespe Parasitoid frisst Blattläuse, Schmierläuse, Weiße Fliegen etc. werden in der Biologischen Kontrolle von Schaderregern verwendet
- Mauerbienenarten Osmia andrenoides etc. - bauen Brutzellen in leere Gehäuse der Weinberg-, Bänder- und Heideschrecken (Helix pomatia, Cepaea hortensis, C. nemoralis, Helicella sp.) - Zwischenwände der einzelnen Zellen und Verschlusspfropf werden aus zerkauten Blättern oder Steinchen hergestellt - O. bicor tarnt das belegt Schneckenhaus mit Kiefernadeln, Grashalmen etc.
- Gallen =Cecidien mechanische und chemische Stimuli (Wachstumshormone aus Speicheldrüsen sekreten) an Bildungsgewebe führen zu abnormen Pflanzenwachstum; ca. 3000 gallbildende Arten (Bakterien, Pilze, Nematoden; Milben, Insekten: 8 Ordn.)
- Ord. Zweiflügler Diptera - Ein Paar häutige Flügel, zweites Flügelpaar zu Schwingkölbchen oder Schüppchen umgewandelt - stechend saugende oder leckend saugende Mundwerkzeuge - Larven meist fußlos ("Maden"), leben in allen erdenklichen Lebensräumen (Wasser-parasitisch) - Wichtige Mitglieder vieler Ökosysteme: als Nahrungsgrundlage bzw. für die Stoff- oder Energiekreisläufe bedeutend 2 UO: Mücken, Fliegen
- UO Mücken Nematocera - Lange, fadenförmige Fühler - Larven entwickeln sich im Wasser oder feuchtem Substrat (z.B. Schlamm) - Häufig Überträger von Infektionskrankheiten Familien: Schnacken, Zuckmücken, Stechmücken, Haarmücken, Gallmücken
- UO Fliegen Brachycera - Fühler meist kurz und zusammengesetzt (oft mit Keule und Borsten) - Larven fußlos ("Maden"), leben in allen erdenklichen feuchten Substraten, sehr häufig ist es verfaulende oder verwesende organische Substanz Familien: Bremsen, Raubfliegen, Schwebfliegen, Taufliegen, Echte Fliegen, Schmeißfliegen, Magenbremsen, Dasselfliegen, Raupenfliegen
- Habitatanbindung Schwebfliege 1 .. Ganzsiedler im Wald: Larve und Imago an Bärlauch (Allium urisinum) gebunden 2 .. Ganzsiedler an Waldbinnensäumen: Larve und Imago an Bärenklau (Heracleum sphondylium) gebunden 3 .. Teilsiedler zwischen Waldesinneren und Waldbinnensäumen: Larve: feuchtes Totholz, Imago: eng benachbarte, blütenreiche Binnesäume 4 .. Teilsiedler zwischen Baumschicht und Säumen (tageszeitliche Wanderungen) 5 .. mehr oder weniger ubiquitäre Arten: Larve an Blattlauskolonien, Imago an Blüten 6 .. Fernwanderer: Säume vor allem im Herbst als Auftankstation, z.B. Eristalis tenax
- Ernährung Dipterenlarven Streuzersetzer: - Phytosaprophag - Mikrohumiphag - Surface scrapers - Mycetophage - Xylophage Zoophage: - Aphidovore - Parasitoide - sonstige Zoophage (frei im Boden lebend) Coprophage und Nekrophage - Coprophage - Nekrophage - Phytophage
- Phytosaprophag Streufesser einschließlich Kotfresser: Trauermücken, Wintermücken, Sumpfmücken, Dungmücken
- Mikrohumiphag fressen Pilzmaterial, Algenzellen, beschalte Amöben, Humus; Zuckmücken, Gnitzen
- Surface scrapers Nahrungsspektrum wie Mikrohumiphage, jedoch wird Blattoberfläche mittels Mundhaken abgeschabt; Musidoridae, Sapromyzidae, Fanniidae
- Mycetophage ernähren sich von Pilzmaterial, Pilzhyphen werden angestochen und ausgesaugt; Pilzmücken, Lestremiinae
- Xylophage Totholzfresser; Schnaken, Schnauzenmücken, Stelzmücken, Sumpfmücken
- Aphidovore Blattlausfresser, Schwebfliege
- Parasitoide Augenfliegen
- frei im Boden lebende Zoophage Schnepfenfliegen, Tanzfliegen, Langbeinfliegen, Blumenfliegen
- Coprophage Kotfresser, insbesondere Kleinsäugetiere, Helcomyzidae
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- Nekrophage Tierleichfresser (Regenwürmer, Schnecken, Arthropoden), Buckelfliegen, Dungfliegen
- Phytophage Schwebfliegen, Dung-, Mistfliegen, Blumenfliegen