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Arbeits- und Organisationspsychologie (Subject) / M8 03424 - Arbeitspsychologie Kapitel 6 (Lesson)
- 01. Welcher Perspektivwechsel hat sich in den letzten Jahren bei der Gestaltung von Arbeit vollzogen? die Entwicklungsperspektive verdrängt die Defizitperspektive
- 02. Wodurch zeichnet sich die Defizitperspektive aus? Defizitabbau - also ergonomisch, Kontextorientiert, korrektiv
- 03. Wodurch zeichnet sich die Entwicklungsperspektive aus? psychologisch, contentorientiert, präventiv-prospektiv
- 04. Welche Grundannahmen über die Prinzipien der Arbeitsgestaltung formulierten Ulich & Baitsch? - Autonomieprinzip: Arbeitstätiger als relativ autonomes Subjekt der eigenen Handlungen - Entwicklungsprinzip: dabei können vier für die Persönlichkeitsentwicklung relevante Aspekte unterschieden werden: Inhalt der Arbeitstätigkeit Anforderungen, die sich aus der Tätigkeit ergeben die zur Erfüllung der Anforderungen erforderliche Ausbildung die gesellschaftliche Bewertung der Arbeitstätigkeit - Differentialprinzip: Menschen sind unterschiedlich und das muss bei der Arbeitsgestaltung berücksichtigt werden
- 05. Welche grundlegenden Strategien der Arbeitsgestaltung können unterschieden werden? - korrektive - präventive - prospektive
- 06. Wodurch zeichnet sich die korrektive Strategie aus? sie setzt sehr spät ein - es werden im Nachhinein Maßnahmen zur Verbesserung der Tätigkeit ergriffen
- 07. Wodurch zeichnet sich die präventive Arbeitsgestaltung aus? fragt im Vorhinein nach möglichen negativen Auswirkungen und versucht diese durch entsprechende Gestaltungsmaßnahmen zu vermeiden
- 08. Wodurch zeichnet sich die prospektive Arbeitsgestaltung aus? versucht nicht nur keine Beeinträchtigungen entstehen zu lassen, sondern Arbeitsstrukturen zu schaffen, die sich positiv und förderlich auf Gesundheit bzw. Persönlichkeit auswirken. Hierzu gehören eigentlich alle Konzepte (vgl. Kap. 3 und 4), deren Wirkung hinsichtlich der Kriterien Gesundheitsförderlichkeit, Persönlichkeitsförderlichkeit und Lernförderlichkeit belegt werden konnte
- 09. Welches sind zentrale theoretische Konzepte der Aufgabengestaltung? - Konzept der vollständigen Aufgabe (Hacker) - Tätigkeitsspielraumkonzept (Ulich) - Gruppenarbeitskonzept - MTO-Ansatz im Rahmen der soziotechnischen Systemgestaltung (Strohm/Ulich) - Job Characteristics Model (Hackman und Oldham) - Job rotation, job enlargement und job enrichment (Herzberg) - Demand control model (Karasek) - Effort-Reward-Imbalance-Model (Siegrist)
- 10. Welches sind Merkmale der vollständigen Aufgabe nach Hacker? 1. Das selbständige Setzen von Zielen, die in übergeordnete Zieleeingebettet werden können 2. Selbständige Handlungsvorbereitungen im Sinne derWahrnehmung von Planungsfunktionen 3. Auswahl der Mittel einschließlich der erforderlichen Interaktionenzur adäquaten Zielerreichung 4. Ausführungsfunktionen mit Ablauffeedback zur allfälligenHandlungskorrektur 5. Kontrolle mit Resultatfeedback und der Möglichkeit, Ergebnisseder eigenen Handlungen auf Übereinstimmung mit den gesetztenZielen zu überprüfen
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