17

Wirtschaftsinformatik1 (Subject) / 3. Das Informatins- und Kommunikaitonssystem(IKS) des Unternehmens (Lesson)

Wirtschaftsinformatik1

This lesson was created by fucksol.

Learn lesson

Advertisement
  • 14. Aus welchen Komponenten besteht das Informations- und Kommunikationssystem einer Organisation? - die „Technik“ (Hardware)- die Systemsoftware (u.a.Betriebssystem)- die Programme zur Unterstützungder Geschäftstätigkeit, dieAnwendungsprogramme oderbetrieblichenAnwendungssysteme (z.B. fürPersonalwesen, Buchhaltung,Lagerhaltung usw.)- natürlich den Anwender   Siehe Grafik!!!!!! Anwendungssoftware: z.B. für Personalwesen, für die Buchhaltung, für die Lagerhaltung.
  • 15. Erläutern Sie die Aufgabe des IKS als Informationssystem. - Als Informationssystem muss nun das IKS die Nutzer bestmöglich mit Informationen versorgen. Seinprimärer Zweck ist es also, die Informationsnachfrage von Aufgabenträgern zu befriedigen.- Ein aktuelles Beispiel wäre ein Data Warehouse, das in einem OLAP-Würfel dem leitenden Managementdie Geschäfts- und Marktentwicklung darstellt. Aber natürlich gehören auch die ganz normalenDatenbanken des Finanzwesens hierzu.
  • 16. Erläutern Sie die Aufgabe des IKS als Kommunikationssystem. Als Kommunikationssystem unterstützt das IKS in erster Linie den internen Informationsaustausch zwischenden Nutzern einer Organisation, daneben aber und mit zunehmender Bedeutung auch die Kommunikation mitder informationellen Umwelt (alle Organisationen und Personen gemeint, mit denen eine Organisation Informationen austauscht) der Organisation.Interne Kommunikation: die Vorgangsbearbeitung, z.B. der Weg der Kundenanfrage von der erstenKenntnisnahme bis zur Angebotserstellung unterstützt wird.Externe Kommunikation: Ein IKS für das Kundenbeziehungsmanagement
  • 17. Warum ist es sinnvoll, bei der Gestaltung des IKS zu unterscheiden, ob diese Kerngeschäftsprozesse oder Supportprozesse unterstützen muss. Weil es bei Kerngeschäftsprozessen darum geht die Wertschöpfung zu realisieren und zu steigern, beiSupportprozessen um die Kostensenkung. So werden für Kerngeschäftsprozesse meist Individuallösungen oderumfangreiche Anpassungen von ERP-Software hergenommen, bei Supportprozessen wird dagegen meist eineStandardlösung verwendet.
  • 18. Warum ist es sinnvoll, bei der Analyse von IKS nach Branchen bzw. Sektoren zu unterscheiden. Der Grund ist, dass die IKS für die einzelnen Branchen tatsächlich zum Teil unterschiedliche Anforderungen zuerfüllen haben, vor allem in den Kerngeschäftsprozessen, weniger in den Supportprozessen. Es wird unterschieden z.B. Banken,Industrie, Krankenhäuser, Öffentliche Verwaltung => branchen- -neutrale und -spezifische IKS.
  • 19. Nach welchen Kriterien können IKS unterschieden werden u. was ist der Sinn dieser Unterscheidungen?  Art der Geschäftsprozesse Branchen Aufgaben / Verwendungszweck Abteilungen bzw. Sektoren Funktions- und prozessübergreifende Komplexe
  • 20. Welche der betrachteten Untergliederungen der IKS betrifft die Software und welche die Hardware? Begründen Sie Ihre Antwort. Die Untergliederungen betreffen die Hardware sehr viel weniger als die Software. Die Hardware ist meist weitgehend gleich für alle angeführten Untergruppen, weshalb diese Untergliederungen hauptsächlich solche der Anwendungssoftware sind. Aber es gibt auch Untergliederungen in Hardware z.B.:Untergliederung nach Abteilung bzw. SektorenUntergl. Art der Geschäftsprozesse -> Software Untergl. nach Branchen -> Software Untergl. nach Aufgaben, Verwendungszweck -> Software Untergl. nach Abteilungen, Sektoren -> Software, Hardware. Da Funktionen wie Forschung und Entwicklung z.B. CAD-Workstations braucht, Buchhaltung PCs und Produktion CIM-Rechner. Untergl. in Funktions & Prozessübergreifende Komplexe -> Software
  • 21. Was sind die grundlegenden Merkmale von Großrechner- und Client-Server-Architekturen? Großrechner-Architektur: Ein Computer mit großer Leistungsstärke, eben der sog. Großrechner, stellt die Prozessorleistung und Arbeitsspeicherkapazität zur Verfügung. Alle benutzten Programme sind auf dem Großrechner installiert. Die Nutzer arbeiten an Bildschirmen (Terminals), die alle an den Großrechner angeschlossen sind. Diese „Endgeräte“ haben keine eigene „Intelligenz“, d.h., keine Möglichkeit, eigenständig Programme auszuführen.Bei dieser Architektur teilen sich die Nutzer die Prozessorleistung und die Arbeitsspeicherkapazitäten der gemeinsamen Zentraleinheit. Client-Server-Architektur: Verschiedene Computer sind vernetzt und stellen zusammen die Prozessorleistung und Arbeitsspeicherkapazität zur Verfügung. Die Computer sind entweder sog. Server oder Arbeitsplatzrechner („clients“). Die benutzten Programme sind entweder auf den Servern oder auf den Arbeitsplatzrechnern installiert. Die Arbeitsplatzrechner haben die Fähigkeit, selbständig Programme auszuführen. Die Server bringen die Netzwerkleistung, alle zentralisierten Aufgaben oder erfüllen Spezialaufgaben, z.B. für Druckausgabe („Druck-Server“), für den E-Mail-Verkehr („E-Mail-Server“) usw.Moderne prozessorientierte integrierte Anwendungssoftware (z.B. ERP-Software) ist heute inder Regel auf Client-Server-Architekturen installiert. Großrechner finden sich (in der Wirtschaft) v.a. dort, wo hohe technische Sicherheitsanforderungen vorliegen, z.B. bei Banken.
  • 22. Welche Integrationsbereiche werden unterschieden und wie sind sie definiert?  Bereichsintegration: Integration von IKS innerhalb von Funktionsbereichen (z.B. Abteilungen) Funktionsbereichsübergreifende Integration: Integration zwischen verschiedenen Funktionsbereichen, z.B. Finanzwesen und Beschaffung oder zwischen Finanz- und Personalwesen. Diese Integration ist in der Regel auch eine prozessübergreifende. Totale innerbetriebliche Integration. Z.B. durch ein ERP-System. Zwischenbetriebliche Integration. Hier geht es darum, die IKS verschiedener Unternehmen miteinander zu verknüpfen.
  • 23. Erläutern Sie in seiner Bedeutung als Integrationskomplex Customer Relationship Management (CRM) Customer Relationship Management (CRM, Kundenbeziehungsmanagement) betrifft Informations- und Kommunikationssysteme für die Durchführung von Kundenkontakten und die Frage der Integration dieser Software in das sonstige IKS des Unternehmens. Ausgangspunkt für diese Überlegungen ist somit der Kunde, bzw. der Kontakt mit ihm.
  • Advertisement
  • 24. Erläutern Sie in seiner Bedeutung als Integrationskomplex „Supply Chain Management (SCM)“ Supply Chain Management (SCM) betrifft die IKS, mit deren Hilfe die logistischen Versorgungsketten erfasst und integriert werden sollen. Ausgangspunkt ist hier die Leistungserbringung.
  • 25. Erläutern Sie in seiner Bedeutung als Integrationskomplex „Lifecycle Management (LCM)“ „Lifecycle“ meint so etwas wie Produktlebenszyklus: alle Phasen, die ein Produkt im Lauf seiner Existenz erlebt. Ausgangspunkt für LCM ist die Vorstellung, alle diese Phasen integriert durch entsprechende IKS zu begleiten, d.h., alle im Produktlebenszyklus anfallenden Arbeits- bzw. Prozessschritte zu integrieren: von ersten Kundenanfrage bis zur Entsorgung des Produktes. Integriert werden sollen vor allem die Informationskreisläufe bzw. Informationsbestände.
  • 26. Erläutern Sie in seiner Bedeutung als Integrationskomplex Computer Integrated Manufacturing (CIM) Computer Integrated Manufacturing (CIM) bezeichnet eine sehr enge Abstimmung von betriebswirtschaftlicher und technischer Informationsverarbeitung im Fertigungssektor, berücksichtigt aber auch Produkt- und Prozessentwicklung, Vertrieb, Versand und Rechnungswesen. aller fertigungstechnischen Arbeitsabläufe aller betriebswirtschaftlichen-organisatorischen Dispositions- und SteuerungsaufgabenBsp für CIM:Abteilung, Forschung und Entwicklung entwickeln eine neue Komponente → Diese Daten werden direkt an die Beschaffung weiter gegeben, wo sie dann als Kalkulationsgrundlage bzw. als Bezugspreisgrundlage dienen und gleichzeitig werden die Daten an den Vertrieb weitergeben und dort dienen sie zur Grundlage des Verkaufspreises.
  • 27. Welche Schritte werden bei der Entwicklung und beim Betrieb von Informations- und Kommunikations-systemen unterschieden? Die Entwicklung eines IKS erfordert, wie es für jedes System üblich ist, eine Systemanalyse. Darüber hinaus müssen aber auch die Geschäftsprozesse betrachtet werden und es müssen ständig Anpassungen an die sich verändernde Umwelt vorgenommen werden (Change Management). Insgesamt können folgende Schritte unterschieden werden: • Geschäftsprozessanalyse und –modellierung: In dieser Phase werden die Geschäftsprozesse des Anwendungsbereichs (der Bereich des Unternehmens, für den das IKS gedacht ist) untersucht, beschrieben, Verbesserungsvorschläge gemacht und ein Prozessmodell erstellt.• Requirements-Engineering (Anforderungsdefinition):Hier geht es darum, die Anforderungen an das IKS möglichst genau zu definieren.• Entwurf: Aufbauend auf der Anforderungsdefinition erfolgt der Entwurf einer Systemarchitektur. Es entsteht eine Architektur (vgl. unten). Diese wird solange verfeinert, bis ein ausreichend präzises Design für jeden Systembaustein vorliegt. Wichtig ist hier die Berücksichtigung der bereits bestehenden Systeme.• Implementierung: Im Rahmen der Implementierung werden die Designentwürfe mithilfe konkreter Technologien in ein Hardware- und Softwaresystem überführt.• Test: In dieser Phase wird überprüft, ob das entwickelte System den zu Beginn aufgestellten Spezifikationen entspricht.• Change-Management: Damit ist zum einen die Einführung einer Version des Systems in den operativen Betrieb gemeint, zum anderen aber auch die Bearbeitung von Änderungswünschen, die auf Fehler des Systems zurückgehen. Der Begriff Architektur meint hier Vorschläge für die Gestaltung („Architektur“) von IKS.
  • 28. Welche aktuellen Probleme werden beim Management eines IKS beobachtet? WildwuchsUralt und immer noch aktuell ist der Einsatz getrennter und unterschiedlicher Hard- und Software in einem Unternehmen. Ein Teil dieses Wildwuchses ist unvermeidbar, weil bestimmte Programmfunktionalitäten in einer bestimmten Qualität nur auf bestimmten Plattformen zur Verfügung stehen, der größte Teil aber nicht. Er beruht schlicht auf Fehlentscheidungen z.B. Großrechner. Zersplitterung von Daten und ProgrammenDiese zwei Punkte ergänzen die obigen. Ganz automatisch entstehen in einer solchen Konstellation Insellösungen auch bzgl. der Programme und der Datenbestände. Werden die Daten redundant gehalten, ist es unvermeidlich, dass sie ihre Konsistenz (Beschaffenheit) verlieren. Dann sind Kunden eben unter verschiedenen Adressen gespeichert und in der Materialwirtschaft werden demselben Teil verschiedene Kennziffern zugeordnet. Ein Problem ist dies natürlich nur wegen der fehlenden Kompatibilität der verschiedenen Plattformen und Systeme. Alt und wartungsintensivEin großes Problem ist alte Software, die ständig weiterentwickelt wurde und demzufolge eine hohe Komplexität aufweist und die nur noch mit großem Aufwand neuen Anforderungen angepasst werden kann. Z.B Euro-Umstellung Gestiegene AnforderungenManchmal sind es gar keine Fehlentwicklungen, die Änderungen erzwingen. Oftmals reicht schlicht die bisherige Lösung für gestiegene Anforderungen nicht mehr aus. Dies ist besonders oft dann der Fall, wenn zu lange auf notwendige Investitionen in die Datenverarbeitung verzichtet wurde. Vom „Host“ zur MDTDieser Punkt hängt natürlich mit den obigen zusammen, denn alle diese Defizite verursachen hohe und für viele Unternehmen ab einem gewissen Punkt zu hohe Kosten. Die Kostensenkung wird dann zum einen durch die neue integrierte Lösung erreicht, zum anderen oft aber auch durch ein gleichzeitiges Auswechseln der Hardware (klassisch: Ablösung des Großrechners durch eine Mittlere Datentechnik oder Ablösung der Mittleren Datentechnik durch vernetzte PCs).
  • 29. Was ist derzeit das primäre Ziel beim Einsatz von Informations- und Kommunikationssystemen? Das primäre Ziel ist die Verbesserung der Wettbewerbsposition.
  • 30. Was bedeutet es, wenn gesagt wird, dass die IKS-Planung in die strategische Gesamtplanung einbezogen wird. Der direkte Bezug zu den obersten finanziellen Zielen wird gesucht.