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Magen - Darm - Trakt (Subject) / Die Untersuchung des Abdomens (Lesson)
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- "Anamnese " - Fragen nach .... 1) Vorerkrankungen 2) Auslandsaufenthalte 3) Medikamenten 4) Allergien 5) Rauchen und Alkohol 6) Ernährungs, Trink - und Essgewohnheiten 7) bei Frauen nach Menstruation, Menstruationsbeschwerden, eventuelle Schwangerschaft 8) sozialem Umfeld, psychische Situationen, aktuelle Stressfaktoren
- "Anamnese " - Fragen nach Leitsymptomen 1) Appetit, Lebensmittelunverträglichkeiten -> Änderungen in letzter Zeit 2) Gewichtszunahme oder Gewichtsabnahme 3) Schluckbeschwerden 4) Übelkeit, Erbrechen, Regurgitation 5) Meteorismus ( Blähungen ) 6) Stuhlgang ( Menge, Konsistenz, Farbe, Portionierung, Geruch, Durchfall?, Obstipation? ) 7) Haematemesis ( Erbrechen von Blut ), Teerstuhl, Blut im Stuhl, Blut auf dem Stuhl 8) Schmerzen: Wo? Im Zusammenhang mit Nahrungsaufnahme?, Ausstrahlung?, Schmerzcharakter / Schmerzqualität
- "Anamnese " - Welches sind die drei sensorischen Schmerzqualitäten 1) Schmerzempfinden ist immer subjektiv 2) Schmerzbeschreibung -> affektive Aspekte -> ein gefühl ausdrückend, z.B. quälend, maternd, lähmend, schrecklich, heftig 3) sensorische Aspekte -> die Sinnesqualität betreffend, z.B. stechend, drückend, brennend
- "Anamnese " - Klinische Befragung 1) Stuhlkonsistenz: -> normal: eine homogene weiche Masse, die nicht breiig, wässrig, schaumig, klebrig usw. ist 2) Stuhlfrequenz: -> normal: tgl. 1 - 2 x tgl. -> zu beachten: Stuhlgewohnheiten sehr unterschiedlich und eine Veränderung dieser Gewohnheiten bei gleichbleibenden Bedingungen ein Krankheitszeichen sein kann 3) Primärerkrankungen: -> z.B. perniziöse Anämie und Hyperthyreose verursachen breiigen Stuhl ( bis Diarrhö ) Fe - Substitution -> bei Eisenmangelanämie verfärbt und verfestigt den Stuhl -> Abführmittelabusus ( - missbrauch ) kann zur Obstipation = Verstopfung
- " Körperliche Untersuchung " - die Quadranteneinteilung 1) der Bauch wird in 4 Quadranten eingeteilt -> Anatomische Zuordnung: a) rechter oberer Quadrant ( rechter Oberbauch ) -> Leber, Gallenblase, Duodenum, rechte Niere, re. Colonflexur b) linker oberer Quadrant ( linker Oberbauch ) -> Milz, Magen, linke Niere, li. Colonflexur c) rechter unterer Quadrant ( rechter Unterbauch ) -> Dünndarmschlingen, Blinddarm mit Appendix ( Lageanomalien beachten ), terminales Ileum, rechter Eierstock, re. Ureter ) d) linker unterer Quadrant ( linker Unterbauch ) -> Colon sigmoideum, Dünndarmschlingen, linker Eierstock, linker Ureter
- " Körperliche Untersuchung " - Inspektion 1) Exantheme, Narben, ungewöhnliches Behaarungsmuster, Schwellungen, Rötungen, Tumoren, Hernien 2) Achten auf: Zeichen des Pfortaderhochdrucks ( Caput medusae ) 3) aufgetriebener Bauch? -> Fünf - Finger - Regel für die 5 Hauptursachen des aufgetriebenen Abdomens ( Fäzes, Fett, Fetus, Flatus, Flüssigkeit )
- " Körperliche Untersuchung " - Auskultation 1) Instrument: - handwarmes Stethoskop 2) Befunde: - normal: 3 bis 25 Geräusche pro Minute - pathologish: metalisch klingende Darmgeräusche ( Darmstenose, mechanischer Ileus ), Totenstille ( paralytischer Ileus ), Strömungsgeräusche ( Gefäßverengung )
- " Körperliche Untersuchung " - Perkussion 1) typanitischer Klopfschall -> lufthaltige Darmabschnitte, Blähungen 2) Dämpfung -> solide Organe, Flüssigkeitsansammlungen, Ascites
- " Körperliche Untersuchung " - die Palpation des Bauches 1) Abtastung des gesamten Bauches 2) Begonnen wird an der Stelle, die am weitestens weg von dem bezeichneten Schmerzpunkt ist, wenn Schmerz angegeben wird
- " Körperliche Untersuchung " - Vorgehensweise - Palpation des Bauches -> der Patient liegt so entspannt wie möglich auf dem Rücken ( Knierolle zur Entlastung der Bauchmuskulatur ) und atmet gleichmäßig ein und aus
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- " Körperliche Untersuchung " - Fühlen - Palpation des Bauches 1) ob es eine Abwehrspannung in der Bauchdecke gibt, die, wenn der Patient nicht willkürlich spannt, ein Zeichen für peritineale Reizung ist 2) ob Sie Tumoren tasten können ( gut - oder bösartige Gewebewucherungen oder z.B. Kotballen ) 3) ob die Bauchdecke insgesamt schlaff oder straff ist ( Bindegewebsschwächen mit evtl. einer Neigung zu Weichteilbrüchen, Z.n. Schwangerschaften ) 4) ob sich ein Aszites ( Bauchwassersucht bei z.B. Leberzirrhose, Peritonealkarzinosen usw ) tasten lässt
- " Körperliche Untersuchung " - Klassische Zeichen einer Appendizitis 1) Roving - Zeichen: -> der Dickdarm wird vom linken Unterbauch ausgehend entgegen seiner Peristaltik mit der Faust fest ausgestrichen -> positiv ist das Zeichen, wenn dabei im rechten Unterbauch ein Schmerz ausgelöst wird 2) Mc. Burney - Zeichen: -> Druckschmerz auf der Mitte einer gedachten Linie zwischen Spina iliaca superior rechts und Nabel 3) Lanz - Punkt: -> Druckschmerz auf dem ersten Drittelpunkt einer gedachten Linie zwischen linkem und rechtem oberen vorderen Darmbeinstachel 4) Blumberg - Zeichen: -> sog. "negativer My Burney " oder kontralateraler Loslassschmerz: auf der Mitte einer gedachten Linie zwischen Nabel und linkem oberen vorderen Darmbeinstachel ist ein Loslassschmerz im rechten Unterbauch auslösbar -> wenn Sie den Druck schlagartig loslassen entsteht über peritonealen Reizungen ( z.B. bei perityphlitischen Infiltraten ) der Schmerz
- " Mikrobiologische Stuhluntersuchung " - sie gibt Aussagen über .... 1) Zusammensetzung der Darmflora 2) evtl Pilzbesiedelung des unteren und / oder des oberen Teils des Verdauungstraktes 3) die Funktionsfähigkeit der Enzymsekretion der Bauchspeicheldrüse und der Leber ( Gallenfluß ) 4) Besiedelung des Magens mit Helicobacter pylori ( von WHO als potentiell kanzerogen eingestuft ) 5) Parasitenbefall 6) Blutungen 7) Anwesenheit von Leukozyten ( entzündliche Schleimhautdefekte )
- " Geruchsbestimmung" - Foeter ex ore 1) erdig, fäkal -> Darm 2) süß, säuerlich -> Magen 3) urinös - Harnstoff - Nieren 4) Azeton - Diabetes mellitus 5) Lebergeruch, süßlich - scharf -> Leber 6) faulig -> Pankreas, mangelhafte Mundhygiene, kariöse Zähne
- " Tastbefunde " - Tastbefunde ( physiol. Tastbefunde ) -> am Oberrand der Darmbeinschaufeln sind bei Obstipation oft sog. " Obstipationsknötchen " zu tasten 1) physiologische Tastbefunde: -> Leberrand -> linke Niere -> beide Eierstöcke ( bei feinfühligen Therapeuten und zarten Patienten möglich ) -> Darm: eigentlich nicht tastbar, aber manchmal sind 3 x 5 cm große Kotballen als nicht schmerzhafte Resistenzen zu tasten
- " Tastbefunde " - pathologische Tastbefunde 1) Gallenblase: -> schmerzlose, vergrößerte Gallenblase bezeichnet man als Courvoisiersches Zeichen -> Zeichen ist ein Hinweis auf ein Pankreaskopfkarzinom 2) Milz: -> eine tastbare Milz bedeutet Milztumor -> tastbare Milz - immer pathologisch 3) Douglas Raum -> tiefster Raum im Bauchraum -> bei rektaler Untersuchung erreichbar -> Schmerz ist Zeichen für peritonitische Prozesse -> bei der Austastung kann man einen Knick im Rektum fühlen, die sog. Kohlrausch`sche Falte -> der Markierungspunkt für den Douglas - Raum -> hier ist der tiefste Punkt des Bauchraumes -> bei schmerzhaften Douglas - Raum -> entzündlicher Prozess im Bauchraum, bei den Peritoneum mit betroffen ist -> Douglas - Raum ebenfalls entzündet -> dann häufig mit Eiter oder Sekret gefüllt
- " Naturheilkundliche Diagnostik " 1) Zungendiagnostik: -> hier lohnt es sich ein Extraseminar, angeboten durch verschiedene HP - Verbände, zu besuchen 2) Sichtung physiognomischer Zeichen: -> im Gesicht, an den Fingernägeln, an der Haut,der Handflächen, am Hautcolorit der HP - Verbände 3) Segmentdiagnose 4) Antlitzdiagnose 5) Fußreflexzonen 6) Irisdiagnose 7) Störfelddiagnose
- " Schulmedizinische Diagnostik " 1) Sonographie = Ultraschalluntersuchung 2) Gastroskopie = Magenspiegelung 3) Rektoskopie / Koloskopie = Darmspiegelung 4) Röntgenuntersuchung = Abdomen leer oder mit Kontrastmittel 5) Biopsie = Gewebeentnahme zur histologischen Untersuchung 6) Blutuntersuchung / Stuhluntersuchung = suche nach pathologischen Abweichungen: -> Blut: Vit. B 12, sLgA, Leberwerte, Entzündungsparameter -> Stuhl: Parasiten, Pilze 7) Suche nach Blut im Stuhl 8) CT = Computertomografie 9) MRT = Magnetresonanztomografie
- " Blutiger Stuhl " 1) mögliche Befunde: -> rote Auflagerungen = sind ein Zeichen für Blut aus den unteren Darmabschnitten -> Karzinom, Divertikulitis, Polyposis, Analfissur, Hämorrhoiden -> schwarzer Stuhl = ( Hb + HCT = Hämatin -> das sieht schwarz aus ) -> Blut stammt aus dem Magen oder den oberen Darmabschnitten bei erosiver Gastritis, Ulcus ventriculi und duodeni, Polypen, Karzinomen usw ) 2) Ausnahmen: -> Blut, das länger als 8 Stunden im Darm verweilt wird schwarz -> massive Blutungen auch aus oberen Abschnitten bleibt rot, da die Kontaktzeit mit HCI zu kurz -> fehlende Magensäure = das Blut kommt nicht mit HCI in Berührung und bleibt daher auch rot