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Entwickung und Lernen (Subject) / S5_Emotianale und motivationale aspekte von Lernprozessen (Lesson)
Emotianale und motivationale aspekte von Lernprozessen
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- Definition Leistungsmotivation Leistungsmotiv / Situation Leistungsmotivation (Heckenhausen) · Bestreben, die eigene Tüchtigkeit zu steigern oder hoch zu halten. · Ein Verhalten ist leistungsmotiviert, wenn die eigene Tüchtigkeit bewertet wird (Selbstbewertung der eigenen Tüchtigkeit), und zwar gemessen an einem Gütemassstab. · Leistungsmotivation wird in bestimmten Situationen aktiviert · Selbstbewertungsemotionen (Stolz, Scham) · Motivierung: situative Anregung eines Motivs Leistungsmotiv · Personenmerkmal (personenspezifische Konstante) · situationsüberdauernd · Erfassbar mit TAT (Thematischer Auffassungstest) · Stark ausgeprägtes Leistungsmotiv: etwas besser, schlechter machen können, Gelegenheiten suchen, um Tüchtigkeit zu erproben · Beeinflusst, wie man Handlungssituationen wahrnimmt und bewertet. · Zwei Richtungen: Erfolgsmotiv / Misserfolgsmotiv Situationen · Risikowahl- Modell · Aufgabenwahl nach verschiedenem Schwierigkeitsgrad · Anspruchsniveau: Das, was man sich zu leisten vornimmt
- Grundmodell der klassischen Motivationspsychologie Aufeinandertreffen von: Person (Leisungsmotiv als Personenmerkmal) und Situation (Potenzielle Anreize) Bewirken zusammen: Aktuelle Motivation (Leistungsmotivation)) diese beeinflusst: Verhalten
- Motive für Handlungen Motive für Handlungen · Machtmotiv (wo ergibt sich Prestigegewinn, Einflussnahme) · Leistungsmotiv (Tüchtigkeit erproben, steigern etc, Tüchtigkeit an einem Gütemassstab messen wollen) · Eine Prüfung bestehen wollen, um nicht mehr lernen zu müssen ETC
- TAT TAT (Thematischer Auffassungstest) · Nach Murray · Zur Erfassung des Leistungsmotivs · Beschreibung von Situationen, die leistungsthematisch aufgefasst werden können, aber nicht müssen · 1. Phase: 2 Gruppen: leistungsthematisch angeregt (Test absolviert), nicht angeregt: Welche Inhalte kommen gehäuft in Geschichten von leistungsthematisch angeregten Personen vor? · 2. Phase: Geschichten, die unter neutralen Bedingungen geschrieben wurden nach diesen Inhalten untersuchen: · Fazit: Bei Personen, die auch unter neutralen bedingungen Geschichten schreiben, die leisungsthematische Inhalte aufweisen, liegt ein hohes Leistungsmotiv vor · Probleme: oAnnahme, dass die Personen nicht doch schon leistungsthematisch angeregt waren oSubjektive Auswerung der Geschichten
- Anspruchsniveau Anspruchsniveau · Das, was man sich zu leisten vornimmt · Erfolgserlebnis: nicht nur von der gemeisterten Aufgabe und der Güte des Resultates abhängig, sondern vom zuvor gesetzten Anspruchsniveau. · Wird es erreicht oder übertroffen: Erfolgserlebnis · Wird es nicht erreicht: Misserfolgserlebnis · Abhängig von: Erfolgswahrscheinlichkeit und Erfolgserwartung: Ich wähle eine Aufgabe, die einen Anreiz bietet, trotzdem aber zu bewältigen ist, wenn ich mich anstrenge
- Risikowahl Modell Risikowahl Modell (Nach Atkinson) · Welche Situationen (Anreize) regen das Motiv an, so dass Erfolgsmotivation entsteht Modell bei Hoffnung auf Erfolg (Erfolgsmotiv): · Motiv: Erfolgsmotiv: Erfolgszuversichtliche gehen davon aus, dass sie bei einer Aufgabe erfolgreich sein werden · Je leichter die Aufgabe, umso grösser ist die Erfolgswahrscheinlichkeit · Je schwieriger die Aufgabe, umso grosser ist der Anreiz des Erfolgs · Zu leichte Aufgabe: keine Motivation, da kein Anreiz · Motivation ist dann am höchsten, wenn die Aufgabe mittelschwer ist, d.h: Der Erfog ist wahrscheinlich (mit erhöhter Anstrengung erreichbar), die Aufgabe ist aber auch schwierig genug, um noch einen Anreiz darzustellen
- Risikowahlmodell bei Furcht vor Misserfolg Modell bei Furcht vor Misserfolg · Motiv: Misserfolgsmotiv: Miserfolgsängstliche gehen davon aus, dass sie bei einer Aufgabe nicht erfolgreich sein werden · Je leichter die Aufgabe, umso kleiner ist die Wahrscheinlichkeit eines Misserfolges · Je schwieriger die Aufgabe, umso kleiner ist die “Schande” beim Versagen · Ganz leichte Aufgabe: grosse Motivation, da kleine Misserfolgsgefahr · Ganz schwierige Aufgabe: grosse Motivation, da keine Schade bei Misserfolg · Mittelschwere Aufgabe bringen für Misserfoglsorientierte wenig Motivation, da sie davon ausgehen zu versagen; die Wahrscheinlichkeit zu versagen ist gegeben und die Schande zu versagen besonders gross, da man diese Aufgabe ja schaffen müsste.
- Gesamtmotivation: Gesamtmotivation: · Zeigt an, wie stark eine Situation überhaubt leistungsthematisch wahrgenommen wird. · Hoffnung auf Erfolg + Furcht vor Misserfolg o Hohe Gesamtmotivation: eher schwierige Aufgaben bei Furcht vor Misserfolg o Niedrige Gesamtmotivation: Eher leichte Aufgaben bei Furcht vor Misserfolg · Differenz der beiden Werte drückt aus, ob erfolgszuversichtlich oder misserfolgsvermeidend Summe von HF und FM: Gesamtmotivation Differenz HF und FM: erfolgszuversichtlich oder misserfolgsängstlich
- Ausdauer Ausdauer: Erfolgsmotivierte: — als leicht dargestellte Aufgabe: 75 % blieben dabei bei (fing.) Misserfolgsrückmeldungen — als schwierig dargestellt Aufgabe: 23 % blieben ausdauernd dabei und 77 % wechselten zu Alternativaufgabe è günstige Ressourceneinteilung è logische Reaktion, da Erfolg gesucht wird, Scheitern muss zudem Zufall sein Misserfolgsmotivierte: — als leicht dargestellte Aufgabe: 33 % blieben ausdauernd dabei — als schwierig dargestellt Aufgabe: 75 % blieben bei der Aufgabe wenn sie erfolglos waren è ungünstige Ressourceneinteilung è logische Reaktion, da Ziel vor alle Misserfolg vermeiden, Scheitern bei einfacher Aufgabe zeigt Unfähigkeit besser (bei schwieriger Aufgabe zu scheitern ist nicht so schlimm) Kleinkinder · selber machen wollen: Stellen sich realistische Aufgaben, mit erhöhter Anstrengung erreichbar, ideale Voraussetzungen, um Fortschritte zu machen (wie erfolgsmotivierte Erwachsenen)
- Attribution von Erfolg und Misserfolg Attribution von Erfolg und Misserfolg (Weiner et al) Lokation (Verankerung der Ursache) In der Person (internal) In der Umwelt (external) Zeit- stabilität stabil Fähigkeit, Begabung Aufgabenschwierigkeit variabel Anstrengung Zufall / Glück / Pech Erfolgsmotivierte attribuieren... bei Erfolg: internal (v.a. stabil) (Fähigkeit) -> günstig für den Selbstwert, -> Erfolgserwartungen steigen bei Misserfolg: variabel (internal/external) (wenig Anstrengung / Pech) -> keine neg Einfluss auf Selbstwert -> Erfolgserwartungen steigen Misserfolgsmotivierte attribuieren... bei Erfolg: external (stabil/variabel) (Aufgabenleichtigketi, Glück) -> keine Steigerung der Erfolgserwartung -> keinen Einfluss auf Selbstwert bei Misserfolg: internal, stabil (mangelnde Fähigkeit) -> negativ für Selbstbewertung ->Erfolgserwartungen sinken
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- Richtung des Leistungsmotives Die Richtung des Leistungsmotivs (Angst vor Misserfolg oder Hoffung auf Erfolg)steht in Zusammenhang mit... unterschiedlich realistischer Aufgabenwahl unterschiedlich hoher Ausdauer unterschiedlich günstige Kausalattributionen von Erfolg und Misserfolg für die Selbstbewertung und die zukünftige Erfolgserwartung è Teufelskreis im Leistungsbereich für Misserfolgsmotivierte!