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A&O ii (Subject) / Kapitel 7 (Lesson)
Partizipation und organisationale Demokratie
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- 3 ziele der Einführung organisationaler Demokratie 1. Förderung des unternehmerischen Denkens und Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit:o Identifikation mit dem Unternehmeno Bessere Entscheidungsgüte und –akzeptanzo Erhöhung des Eigenkapitals und der Leistungsmotivation durch Erfolgs- oder Kapitalbeteiligung der Mitarbeitero Steigerung der Effizienz, z.B. durch dezentrale Feindisposition und Reduzierung der Hierarchieebenen, Reduzierung des Absentismus und der Fluktuation2. Förderung humanistisch motivierter Ziele (Persönlichkeitsentwicklung)o Im Zusammenhang mit Humanisierung der Arbeit und Mitbestimmung am Arbeitsplatzo Konzentrieren sich auf die Förderung der Arbeitszufriedenheit sowie der geistigen, sozialen und kommunikativen Kompetenzen3. Förderung wirtschafts- und gesellschaftspolitischer Zieleo Lohn- und Gehaltsgerechtigkeito Vermögens- und Kapitalbildung in Arbeitnehmerhando Demokratisches Lernen als Beitrag zur Stabilisierung der Gesellschaft gegen-über totalitären Tendenzeno Stärkung der Position der Abhängig-Beschäftigten
- Ebenen der organisationalen Demokratie Organisationale Demokratie, d.h. direkte und repräsentative Mitwirkung, Mit- oder Selbstbestimmung der Beschäftigten kann auf verschiedenen Ebenen ansetzen: Arbeitsplatz, (Teilautonome) Arbeitsgruppen, Abteilung, Innerbetriebliches Netzwerk, inkl. Projekt- und Arbeitsgruppen, Betrieb, Unternehmen
- Gegenstand der organisationalen Demokratie o Beteiligung an strategischen Planungeno Beteiligung an taktischen Planungen und Entscheidungeno Operationale Entscheidungsbereiche
- Ebenen und Gegenstände der Wirtschaftsdemokratie Wirtschaftsdemokratische Regelungen bilden auf nationaler und internationaler Ebe-ne eine Voraussetzung dafür, dass sich organisationale Demokratie in einer Gesellschaft überhaupt ausbreiten kann.
- Ziele der Wirtschaftsdemokratie o Menschen mit Gütern und Dienstleistungen versorgen und gesellschaftlichen Reichtum gerecht verteileno Fortschritt von Wissenschaft und Technik sozialverträglich nutzeno Recht auf Arbeit garantiereno Gesellschaftliche Ziele haben Vorrang gegenüber privatwirtschaftlichen Zieleno Demokratie, Mitbestimmung und Selbstbestimmung in allen Bereichen ermöglichen
- Welche Arten von Entscheidungen gibt es in der organisationalen Demokratie? Strategische Entscheidungen z.B. über:Unternehmenshaushalt, Standorte, Investitionen, Produktplanung, Kapital-beteiligung, Verteilung Taktische Entscheidungen z.B. bezüglich:Produktionstechniken, innerbetrieblichen Ausbildungen, Personalwesen, Ar-beitszeitmodelle, Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit, Ernennung von Vorge-setzten, Uvm. Operationale Entscheidungeno Problemlösegruppeno Sicherheits- und Gesundheitszirkelo teilautonome Gruppen, z.B. Mitentscheidung über Produktfeinsteuerung, Ar-beitsverteilung, Personaleinsatz, usw.
- Def. Partizipation Partizipation sei die Gesamtheit der Formen, d.h. direkte oder indirekte, und Intensitäten, d.h. von geringfügigen bis umfassenden, mit denen Individuen, Gruppen und Kollektive, durch selbstbestimmte Wahl möglicher Handlungen ihre Interessen sichern.
- 6 Partizipationsgrade 1. Keine Partizipation2. Information3. Anhörung (Konsultation)4. MitwirkungVorschläge und Einwände werden in die Entscheidungen miteinbezogen und nicht ohne Einigungsversuch abgewiesen5. Mitbestimmung, MitentscheidungMitentscheidung in Gremien mit geteilter Verantwortung für die Konse-quenzen6. Selbstbestimmung Erst ab der 4. Stufe kann von organisationaler Demokratie gesprochen werden
- Formen von demokratischen Unternehmen - Partnerschaftsunternehmen mit einer Beteiligung der Beschäftigten am Gewinn so-wie häufig überdurchschnittliche Sozialleistungen- Großunternehmen mit indirekter Mitbestimmung der Teilhaber- Demokratische Reformunternehmen sowie einige Partnerschaftsunternehmen mit erweiterter indirekter Mitbestimmung und häufig Mitarbeiterkapitalbeteiligung- Demokratisch organisierte Genossenschaften- Selbstverwaltete Unternehmen in überwiegendem Belegschaftsbesitz- Kommunitäre , kibbuzähnliche Arbeits- und Lebensgemeinschaftsformen
- 4 Prinzipien selbsverwalteter Unternehmen Identitätsprinzip und Kapitalneutralität:Gemeineigentum an den Produktionsmitteln, d.h. Identität von Eignern und Mitarbeitern. Demokratieprinzip:Gleichberechtigte Mitbestimmung für Verantwortungsübernahme aller Mit-glieder für Produktionsprozesse und organisationale Entscheidungsprozesse, unabhängig von individuellen Kapitalanteilen, tendenziell dezentralisiertes, selbstregulierendes Management Subsistenzprinzip:Einkommen primär als soziale Sicherung anstelle von Vermögensanhäufung, Bedarfsdeckung statt Gewinnerwirtschaftung Solidaritätsprinzip:Gegenseitige Hilfe, Ausgleich und Wissensförderung
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- Psychologischen und wirtschaftliche Wirkungen von organisationaler Demokratie Die Bereitschaft anderen Gruppenmitgliedern zu helfen bzw. zu unterstützen ist höher und die Reduzierung sozialer Stressoren wirkt sich auf die Gesundheit, Leistung und das Befinden aus. Desweiteren steigen die Identifizierung mit der Organisation, der Gruppenzusammenhalt und die Eigeninitiative. Eine weitere Folge ist die höhere Akzeptanz und ein aktives Engagement der Mitarbeiter aufgrund der Involvierung in betriebsinterne und –externe Entscheidungen. Unternehmen mit Kapitalbeteiligung der Beschäftigten sind ökonomisch erfolgreicher. Die instrumentelle Motivation wird in intrinsische Motivation umgewandelt.
- Probleme demokratischer Unternehmen Geringer Eigenkapitalanteil des Unternehmens Arbeitszeitausdehnung bzw. Arbeitszeitinvestierung, emotionale Beteiligung Einheitslohn wird der individuellen Situation der Arbeiter nicht gerecht Hoher Einigungs- und Entscheidungsaufwand (Konsensprinzip, Plenumsdiskussionen) Höheres finanzielles Risiko der Beschäftigten, deren Geld im Unternehmen steckt