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A&O ii (Subject) / Kapitel 5 (Lesson)

Personalentwicklung, qualifizierung

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  • 2 Definitionen von personalentwicklung 1. Becker:Alle Maßnahmen der Bildung, Förderung und der Organisationsentwicklung, die zielgerichtet, systematisch und methodisch geplant, realisiert und evaluiert werden.2. Staehle:Maßnahmen zur Weiterbildung, Karriereplanung und Arbeitsstrukturierung.
  • Aufgabenfeld der personalentwicklung -  Geplante Maßnahmen zur Erweiterung der beruflichen Handlungskompetenz. (Veränderungen letzterer durch berufliche Sozialisation werden ausgegliedert.): Fachkompetenz Methodenkompetenz Sozialkompetenz Personale Kompetenz- Erwerb oder Erweiterung des Wissens und kognitiver Kompetenzen- Verhalten im Rahmen von Interaktions- und Kommunikationsprozes-sen/Interpersonale Kompetenzen- Anpassungsqualifizierung, z.B. bei Problembewältigung und Aufstiegsqualifizierung bei Übernahme höherer Positionen
  • Vier Klassen von Handlungskompetenzen  Knowledge: Das gesamte Wissen, das zur Aufgabenbewältigung benötigt wird. Skills: Fertigkeiten, die zur Durchführung spezifischer Aufgaben vonnöten sind.Seite | 67 Abilities: Generelle und zeitlich stabile Eigenschaften. Other: Alle anderen Konstrukte, die sich hilfreich auf die Erfüllung gewisser Aufgaben auswirken, wie Einstellungen und Leistungsmotivation.
  • Verfahren der Personalentwicklung - Lerntestkonzept - Dynamisches Testen
  • Lerntestkonzept Versuche zur Messung der Lernfähigkeit bzw. der intraindividuellen Variabilität des Lernens
  • Was ist Lernfähigkeit? o Lernfähigkeit ist eine relativ zeitstabile, individuelle Lernkapazität oder das Ausmaß individueller Fähigkeit, die Leistungsfähigkeit durch Lernanstrengung über die Zeit zu steigern. o Breiter gefasst:  Intraindividuelle Variabilität  Möglichkeiten der Leistungssteigerung
  • Was ist dynamisches Testen?  ...weil nicht alle Leistungsveränderungen auf Lernprozesse zurückgehen. o Erprobung im Bereich der allgemeinen Intelligenz Personalentwicklungsmaßnahmen mit einer realistischen Erfolgserwartung sollten nicht auf die Veränderung grundlegender Persönlichkeitsdimensionen abzielen (z.B. Extraversion, da sehr hohe zeitliche Stabilität), sondern auf die Erweiterung spezifischer Kompetenzen. Personen mit hohem Potential bzw. einer hohen Lernfähigkeit sollen selektiert werden. Die Teilnahme an bestimmten Personalentwicklungsmaßnahmen ist an die erfolgreiche Absolvierung von Auswahlverfahren geknüpft!
  • 4 Beispiele für Verfahren der Personalentwicklung - computergestzützes Training - cognitive apprenticeship - Fallstudien - Rollenspiele
  • computergestzützes Training Hierbei setzt man auf den zielgerichteten Einsatz moderner Technologien, um die Vermittlung des Inhalts durch interaktive Computerprogramme zu unterstützen und zu steuern. o Unterschiedliche Darbietungsformen Einfache Textsequenzen Graphische Darstellungen und Videos Fragen, Aufgaben, Fallstudieno Trainingsformen Einfache Informationsdarstellung Tutorielle Systeme Komplexe Simulationen (ganzer Organisationen)o Behavioristische Anfänge; später Erhöhung der FreiheitsgradeBSP: Intelligente Tutorielle Systemeo Weitere Erhöhung der Freiheitsgrade Steuerung obliegt dem Lernenden „Lernumgebung“ mit vielen alternativen Lösungsmöglichkeiten und Wegen, sich Wissen anzueignen.
  • Vor- und Nachteile von computergestütztem Training o Vorteile: Zeitliche Unabhängigkeit Individuelle Steuerung der Lerngeschwindigkeit Relativ ökonomischo Nachteile: Standardisierte Vermittlungsformen Hohe Entwicklungs- und Aktualisierungskosten Gezielte Verhaltensänderung ist nur schwer möglich Hohe Anforderungen an die Lernenden durch die Selbststeuerung
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  • cognitive apprenticeship o Eine interaktive Lernmethode zwischen Experten und Novizen am Arbeitsplatz, die insbesondere dem Erwerb kognitiver Kompetenzen und einfacher Tätigkeiten dient. Die Prinzipien sind: „learning by doing“ Beobachtungslernen Betreuung durch einen Experten (Erinnerungshilfen, Hinweise, Feedback)o Es geht um die Schaffung einer relativ freien und kreativen Lernumgebung für einen explorativen Umgang mit dem Material (Gerüst erstellen). Hierbei ist die Verbalisierung des Lernvorgangs unabdingbar. Im späteren Verlauf wird die Hilfeleistung allmählich reduziert (je weniger Fehler, desto weniger Hilfe).
  • Fallstudien o Es werden konkrete organisationale Probleme gestellt, für die eine Lösung herausgearbeitet werden soll (individuell oder als Gruppe). Die Ergebnisse werden dann mit einer Gruppe von Experten diskutiert.o Lernprozesse erfolgen durch die Ausarbeitung von Lösungsvorschlägen zu konkreten organisationalen Problemen.
  • 4 Arten von Fallstudien nach perlitz  Case-Problem-Method Icident-Method In-Basket-Exercise-Method Case-Study-Method
  • Vor- und Nachteile der Fallstudien o Positiv Lernerfahrung an konkreten Beispielen Betrachtung der Vorgehensweise anderer Feedbacko Negativ:Nur ein einfaches Lernen (single-loop learning), d.h. die Entdeckung und Korrektur von Fehlern wird gefördert, aber die Mitarbeiter werden nicht dazu angehalten, die Probleme grundsätzlicher zu hinterfragen und in die übergeordneten Zusammenhänge einzusehen.
  • Rollenspiele -  Bedingung ist die Bereitschaft offen und ernsthaft mitzuarbeiten. Es werden mehr oder weniger stark strukturierte Rollen übernommen und Wege gesucht spielerisch mit den Themen umzugehen, ohne Angst vor reellen Konsequenzen und Zeitdruck. Die Rollenspiele werden mittels Video dokumentiert und anschließend analysiert.o Die Betrachtung des eigenen Verhaltens und das der anderen verhilft zur Verhaltensänderung und zur Förderung des Verständnisses für das Verhalten anderer, da unterschiedliche Verhaltenswiesen und deren Konsequenzen wahrgenommen und aus einer anderen Perspektive betrachtet werden können. Verstärkung durch Feedback.
  • Wo sind Rollenspiele einsetzbar? Führungstraining, Verkaufstraining, Entscheidungstraining, Gesprächstrai-ning, Verhaltenstraining, Erprobung neuer Verhaltensweisen
  • Wozu dienen Methoden und Verfahren des Industriellen Trainings? -  Es gilt komplexe und schwierige Situationen selbständig zu bewältigen und eigenständig aufgabenrelevante Kenntnisse zu erarbeiten - selbst gesteuertes Lernen:o Verhelfen zur präzisen Analyse der Ausgangssituationo Herausfinden möglicher Handlungsalternativeno Bewertung der Konsequenzen -  Erwerb allgemeiner Denk-, Lern- und Planungskompetenzen
  • Heuristische Regeln?  Heuristische Regeln sind Denkhilfen, welche auf Lösungsmöglichkeiten und Strategien hinweisen, die selbstständig auszuarbeiten sind. H.R. determinieren das Denken und Handeln, jedoch nicht vollständig wie algorithmische. Regeln werden konkret und nicht abstrakt vermittelt.
  • Welche heuristischen Regeln gibt es? o Regeln nach der Formulierung des Inhalts Verallgemeinert Fachspezifischo Regeln nach dem Umfang der Formulierung Knapp zusammengefasst Ausführlich differenziert
  • Coaching im angloamerikanischen Raum?  Die Vorbereitung eines Mitarbeiters auf die Übernahme von Aufgaben mittels entwicklungsorientierter Führung. Der Coach ist meistens ein Vorge-setzter. Entwicklungsorientierte Führung: Bestandsaufnahme der Fähigkeiten Vereinbarung von Zielen, Maßnahmen sowie eines Zeitkatalogs Kontinuierliches Feedback Ziele: Langfristige Entwicklung von Fähigkeiten Aufbau eines aufgabenbezogenen Selbstvertrauens  Förderlich sind: Freiwilligkeit Gegenseitiges Vertrauen Offene Kommunikation
  • Coaching def. Eine Kombination aus individueller, unterstützender Problembewältigung und persönlicher Beratung auf prozessebene für ein breites Spektrum von beruflichen und privaten Problemen.
  • Ziel von Coaching (Wieder-)Herstellung und/oder Verbesserung der Selbstregulati-onsfähigkeiten einer Person
  • Arten von Coaches  Organisationsexterner Coach Organisationsinterner hauptberuflicher Coach Organisationsinterner nebenberuflicher Coach (Vorgesetzter)
  • Mentoring o ...ist eine intensive Austauschbeziehung zwischen einem Senior (Mentor) und einem Junior (Protege) einer Organisation, in welcher der Mentor dem Protege als Rollenmodell dient, ihm psychosozial zur Seite steht und ihn in seinem beruflichen Aufstieg unterstützt. Der Protege bringt dem Mentor Loyalität entgegen, nimmt ihm Aufgaben ab und versorgt ihn mit Informationen aus der Organisation. o Mentoring ist, im Vergleich zu Coaching, weniger direktiv, längerfristiger angelegt und stärker auf die persönliche Entwicklung des Juniors ausgerichtet und die emotionale Involviertheit ist auf beiden Seiten größer.
  • Welche Arten von Mentoring gibt es?  Peer-Mentoring Mentoring in Arbeitsgruppen
  • Günstige Persönlichkeitsfaktoren des Mentors  Hohes Ausbildungsniveau Interne Kontrollüberzeugung Positive Einstellung zum beruflichen Aufstieg Ausgeprägtes Altruismusmotiv
  • Auswirkungen des mentoring auf den Junior  Weniger Rollenstress und –konflikte Höhere Karriereerwartung und Arbeitszufriedenheit Schneller Aufstieg und höheres Einkommen Erhöhung des Commitment und der Rollenidentität