24

Medizin (Subject) / Elektrolyte (Lesson)

dd

This lesson was created by likysik.

Learn lesson

This lesson is not released for learning.

Advertisement
  • Hyperkaliämie Ätiologie? K über 5,2 mmol/l 1.Niereninsuffizienz. 2.Akute Zellschädigung: Hämolyse, Rhabdomyolyse, Verbrennung, Tumor-Lyse-Syndrom, Ischämien 3.Medikamenteneinnahme:Kaliumsparenden Diuretika (z.B. Triamteren),ACE-Hemmer,Betablocker,Digitalisglykoside (bei Intoxikation) 4.Gesteigerte Aufnahme: Beim Gesunden ist eine Hyperkaliämie durch gesteigerte Kaliumzufuhr mit der Nahrung kaum zu erreichen. 5. Zelluläre Umverteilung: Azidose    
  • Hyperkaliämie Klinik? Muskelschwäche, Parästhesien (Kribbeln in Extremitäten, pelzige Empfindung der Zunge) Kammerflimmern und zur Asystolie Im EKG äußert sich eine Hyperkaliämie durch: spitze und überhöhte T-Wellen bei sehr hohem Spiegel mit Abflachung der P-Welle und R-Zacke,    
  • Hyperkaliämie Therapie? forcierte Diurese mit Schleifendiuretika (z.B. Furosemid) Gabe von Kationenaustauschern Um Kalium in die Zellen zu schleusen erfolgt: kombinierte Gabe von Insulin und Glucose Gabe von Sympathomimetika (entgegengesetzter Effekt zu Betablockern) Gabe von Natriumbikarbonat
  • Hypokaliämie Ätiologie? Unter 3,6 mmol/L 1. primär renaler Verlust: z.B. bei chronisch interstitieller Nephritis, in der polyurischen Phase des akuten Nierenversagens 2.sekundär renaler Verlust: z.B. bei Diuretika-Therapie, Hyperaldosteronismus,  Hyperkalziämie oder Hypomagnesiämie 3.enterale Verluste: z.B. Diarrhoe, Erbrechen oder Laxanzienabusus 4.Wanderung von Kalium in den Intrazellulärraum: Zustand, der bei Alkalose und Insulintherapie vorkommen kann.      
  • Hypokaliämie Klinik? muskulärer Adynamie (Maximalform: Parese) Reflexabschwächung oder -aufhebung (Hyporeflexie) Lähmungen der glatten Muskulatur (Obstipation, Blasenlähmung, paralytischer Ileus) Herzrhythmusstörungen, wie ventrikuläre Extrasystolen bis zum Kammerflimmern EKG-Veränderungen: Abflachung der T- und U-Welle, Auftreten von T-U-Verschmelzungswellen
  • Hypernatriämie Ätiologie Hypovolämische Hypernatriämie    chronischen, starken Durchfällen Erbrechen Diuretikatherapie Diabetes insipidus Diabetes insipidus centralis Diabetes insipidus renalis   2.2. Hypervolämische Hypernatriämie Seltener entsteht eine Hypernatriämie durch eine zu hohe Kochsalzzufuhr, entweder alimentär (Trinken von Salzwasser) oder per infusionem (permanente, zu hohe NaCl-Zufuhr). Es resultiert ein zu hoher Serumnatriumspiegel mit gleichzeitig erhöhtem intravasalen Volumen.
  • Hypernatriämie Klinik  Schwächegefühl, Ruhelosigkeit, Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten. Auf neuronaler Ebene kommt es zu stärkeren Muskeleigenreflexen, muskulären Faszikulationen, Krämpfen und Krampfanfällen.
  • Hypernatriämie Therapie Die Behandlung der Hypernatriämie an sich erfolgt symptomatisch durch orale oder intravenöse Flüssigkeitszufuhr. Dabei erfolgt die Volumensubstitution bei einer hypovolämischen Hypernatriämie zum Beispiel mit 5%iger Glukoselösung und 1/3 des Flüssigkeitsdefizites als isotonische Elektrolytlösung.
  • Hyponatriämie Ätiologie Hypovolämische Hyponatriämie Diarrhoe, Erbrechen, Diuretikagabe oder bei Dehydratation. Das extrazelluläre Flüssigkeitsvolumen (ECF) ist reduziert, der Natriumgehalt des Körpers (Gesamtkörpernatrium) ist relativ gesehen jedoch noch stärker reduziert.   Hypervolämische Hyponatriämie Die hypervolämische Hyponatriämie macht sich durch Ödeme bemerkbar. Man begegnet ihr u.a. bei Herzinsuffizienz, nephrotischem Syndrom, Leberzirrhose und Niereninsuffizienz. Isovolämische Hyponatriämie keine Ödeme.Gründe für die Isovolämische Hyponatriämie sind unter anderem Glukokortikoidmangel, wasserretinierende Medikamente, Hypothyreose, und das Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH). 2.4. Pseudohyponatriämie  Von einer Pseudohyponatriämie spricht man bei stark erhöhten Lipiden, Hyperproteinämie und Hyperglykämie. Hier ist die Natriumkonzentration im Gesamtplasma vermindert, im Plasmawasser jedoch normal.
  • Hyponatriämie Klinik   Konfusion Lethargie Desorientierung Anorexie Krampfanfälle Muskelkrämpfe Koma
  • Advertisement
  • Hyponatriämie Therapie Hypovolämie: Volumensubstitution mit isotoner NaCl-Lösung Isovolämie: Langsame und nur partielle Natrium-Substitution Hypervolämie: Begrenzung der Flüssigkeitszufuhr   eine Anhebung 20 mmol/l/24h nicht übersteigen sollte   NW: zentrale pontine Myelinolyse. Als Merkregel sind in 5,85%-iger NaCl-Lösung 1 mmol Natrium pro ml enthalten.
  • Hyperkalzämie Ätiologie Der größte Teil der Hyperkalzämien ist auf maligne Neoplasien (z.B. Knochenmetastasen, Plasmozytom, Paraneoplasie) oder einen Hyperparathyreoidismus zurückzuführen. Weitere seltene Ursachen sind unter anderem: hypokalziurische Hyperkalzämie Intoxikation mit Vitamin D Therapie mit Lithium Therapie mit Thiaziden Akromegalie Milch-Alkali-Syndrom
  • Hyperkalzämie Klinik Herz verkürzte QT-Zeit im EKG Herzrhythmusstörungen Gastrointestinaltrakt Übelkeit Erbrechen Appetitlosigkeit Obstipation Niere Nephrolithiasis Nephrokalzinose Polyurie Polydipsie Nervensystem Somnolenz Koma hirnorganisches Psychosyndrom (HOPS) Muskulatur Muskelschwäche Abnahme der Leistungsfähigkeit
  • Hyperkalzämie Therapie Dazu hat sich die Gabe eines Schleifendiuretikums in Kombination mit Glukokortikoiden bewährt. Bei schweren Formen kann die Gabe von Calcitonin eine schnelle Senkung des Calciumspiegels hervorrufen  
  • Hypokalzämie Ätiologie Gestörte Kalziumbilanz Malassimilation (verminderte enterale Resorption, Albuminmangel, Vitamin D-Mangel) Erhöhter Calciumverbrauch (Pubertät, Schwangerschaft) Endokrine Ursachen Hypoparathyreoidismus (Parathyroidektomie, Autoimmunerkrankung) Mangel an Vitamin D (Rachitis, Mangel an Sonnenlicht z.B. bei komplett verschleierten Frauen) Mangel an Calcitriol (Niereninsuffizienz) Überproduktion von Calcitonin (z.B. beim medullären Schilddrüsenkarzinom) Akutes Nierenversagen in der polyurischen Phase (starke Calciumverluste Therapie mit Schleifendiuretika (z.B. Furosemid) Hypomagnesiämie (gestörte Parathormon-Sekretion, Alkoholismus, Malabsorptionssyndrom) Verteilungsstörungen Hyperphosphatämie (Ausfall von Kalziumphosphat bei Überschreiten des Löslichkeitsproduktes) Hypoalbuminämie (fehlende Bindungskapazität des Blutes) Alkalose (mit steigendem pH-Wert erhöht sich die Bindungskapazität der Blutproteine (Albumin) für Kalzium, z.B. Alkalose bei Hyperventilation) Sepsis Verbrennung akute Pankreatitis (mit Kalzifikation)
  • Hypokalzämie Klinik Bei symptomatischer Hypokalzämie ist die Tetanie das klinische Leitsymptom.   Krampf mit Spasmen der Hände und Füße (Pfötchenstellung, Spitzfußstellung). Als klinische Zeichen bei der Untersuchung können das Chvostek-Zeichen und der Trousseau-Test positiv sein. Eine weitere Möglichkeit des Zufallsbefundes ist eine Verlängerung der QT-Zeit im EKG.
  • Hypokalzämie Therapie Sehr einfach lässt sich eine Hypocalcämie und Tetanie bei Hyperventilation behandeln. Die respiratorische Alkalose kann durch Rückatmung in einen Beutel effektiv behoben werden. Bei anderen Formen der Tetanie ist kurzfristig die intravenöse Gabe von Kalziumglukonat hilfreich.  
  • Hypermagnesiämie Ätiologie Mehr als 1,6mmol/l Niereninsuffizienz Hyperparathyreodismus Hypothyreose Morbus Addison Lithiumintoxikation Antazida-Therapie Rhabdomyolyse perenterale Magnesiumtherapie NNR-Insuffizienz Akromegalie
  • Hypermagnesiämie Klinik Blockade der Erregungsübertragung an neuromuskulären Endplatten Übelkeit Obstipation Hyporeflexie Muskelschwäche Erbrechen Hypotonie schlaffe Lähmung Hypoventilation Parästhesien im Gesicht Herzstillstand Magnesiumnarkose Somnolenz
  • hypermagnesiämie Therapie Kalzium i.v. als Antidot bei parenteraler Magnesiumüberdosierung Dialyse bei Niereninsuffizienz bei milder Form: Magnesiumarme Diät ggf. Hämodialyse
  • Hypermagnesiämie Ko? Atemstillstand Herzstillstand Magnesiumnarkose
  • Hypomagnesiämie Ätiologie renal: hyperkalzämische Patienten Hyperthyreose unkontrollierter Diabetes mellitus Diuretika Intestinal: Durchfall Malabsorption/ Erbrechen akute Pankreatitis verminderte Zufuhr: Alkoholismus Unterernährung Fehlernährung
  • Hypomagnesiämie Klinik   Reizbarkeit Depression Parästhesie Tetanie Extrasystolie Erhöhte Digitalisempfindlichkeit EKG: ST-Senkungen, T-Abflachung, QT-Verlängerung Darmspasmen Übelkeit Schwäche muskuläre Fibrillation Schwindel Lethargie psychische Strörungen
  • Hypomagnesiämie Komplikationen lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen Laryngospasmen Krampfanfälle