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A & O (Subject) / Kapitel 7 (Lesson)

Psychologische Beiträge zur Arbeitsgestaltung

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  • Was sind soziotechnische Systeme nach Bertalanffy? offene und dynamische Systeme - sie erhalten Inputs aus der Umwelt und geben Outputs ab.
  • Woraus besteht ein soziotechnisches System? - technisches Teilsystem (Betriebsmittel, technologische, räumliche Bedinungen) - soziales Teilsystem (Organisationsmitglieder, ihre Bedürfnisse und Qualifikationen, Gruppenspezifische Bedürfnisse)
  • wie findet die Verknüpfung von sozialem und technologischem Teilsystem statt? über die Arbeitsrollen. funktionen werden dadurch festgelegt, und die Kooperationsbeziehungen zwischen den Beschäftigten.
  • Was ist das Gestaltungsziel der beiden Teilsysteme? gemeinsame Optimierung im sinne eines best match
  • Primäraufgabe die Aufgabe zu deren Bewältigung das entsprechende System geschaffen wurde.
  • Sekundäraufgabe Gestaltungsspielräume zur Erfüllug der Primäraufgabe. Systemerhaltung und -regulation.
  • joint optimization gemeinsame optimierung des technischen und sozialen Systems. (Technologieeinsatz, Organisation, Einsatz von human resources). die nachträgliche Anpassung führt häufig zu suboptimalen Lösungen.
  • Strukturmerkmale eines primären Arbeitssystems 1. Relativ unabhängige Organisationseinheiten (Übertragung von ganzheitlichen Aufgaben, so dass Störungen am Entstehungsort aufgefangen und selbst reguliert werden können. So können sie sich nicht unkontrolliert auf andere Einheiten übertragen.) 2. Aufgabenzusammenhang innerhalb der Organisationseinheit (Teilaufgaben müssen inhaltlichen Zusammenhang aufweisen. so kann Gefühl einer gemeinsamen Aufgabe entstehen, arbeitsbezogene Kommunikation und Unterstützung wird möglich gemacht) 3.Einheit von Produkt und Organisation (Voraussetzung für ganzheitliche Aufgaben und das entstehen einer gemeinsamen Aufgabenorientierung.)
  • Primat der Arbeitsaufgabe Aufgabe ist - Schnittpunkt zwischen Organisation und Individuum - Kern des soziotechnischen Systems - fokus arbeitspsychologischer Grundkonzepte
  • MTO-KOnzept Mensch- Technik-Organisation geht vom Primat der Arbeitsaufgabe aus. versucht , gemeinsame optimierung von technik, nutzung und entwicklung von Mitarbeiterqualifikation und Gestaltung der Organisation zu erreichen. Aufgabenverteilung zwischen Mensch und Technik spielt eine entscheidende Rolle für die Entwicklung und Konsruktion von Produktionssystemen. Ihre Auslegung bestimmt den Grad der Automatisierung.
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  • 7 Merkmale der Aufgabengestaltung -  Ganzheitlichkeit (Arbeiter können die Bedeutung der Tätigkeit erkennen, Rückmeldung über Fortschritt) - Anforderungsvielfalt (Vermeidung von Einseitigkeit; unterschiedliche Kenntnisse und fähigkeiten können eingesetzt werden. - Möglichkeit zur sozialen Interaktion (Schwierigkeiten können gemeinsam bewältigt werden, gegenseitige Unterstützung bei Belastungen) - Autonomie (stärkt Selbstwertgefühl und Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme - Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten (geistige Flexibilität bleibt erhalten, berufliche Qualifikationen werden weiterentwickelt) - Zeitelasizität und stressfreie Regulierbarkeit (wirkt der Arbietsverdichtung entgegen und schafft Freiräume für stressfreies Nachdenken) - Sinnhaftigkeit (Das Gefühl, für die GEsellschaft wichtige, nützliche und ökologische Produkte herzustellen.)
  • job rotation - Rotationale aufgabenerweiterung - Wechsel auf gleichwertige Arbeitsstellen mit sehr ähnlichen Aufgaben - verändert die Stressoren, aber nicht die Regulationsanforderungen und den Handlungsspielraum
  • Job enlargement Horizontale Aufgabenerweiterung, Ablauforganisation mehrere strukurell gleichartige oder ähnlich einfache Aufgabenelemente aneinandergereiht, um den Arbeitszyklus zu vergrößern
  • job enrichment vertikale Aufgabenerweiterung, Aufbauorganisation Bereicherung der Arbeit durch höherwertige Tätigkeiten >> Komplexität und Entscheidungsmöglichkeiten werden vergrößert und antizipatorische Anforderungen gestellt Beschäftigte enhalten Kontrolle über Arbeitsabläufe
  • Strategien der Arbeitsgestaltung - Korrektive A. - Präventive - Prospektive
  • korrektive Arbeitsgestaltung Ziel: Korrektur erkannter Mängel nachträgliche Veränderung der Arbeitssysteme und Arbeitsabläufe, bei denen ergonomische, psychologische, physiologische, sicherheitstechnische, rechtliche anforderungen und Erkenntnisse nihct angemessen berücksichtigt wurden. kann mit ökonomisch hohem Aufwand verbunden sein - ihre Unterlassung kann allerdings psychische, physischen oder psychosoziale folgen nach sich ziehen. Am besten duch präventive Arbeitsgestaltung ersetzen!
  • Präventive Arbeitsgestaltung Ziel: vorwegnehmende Vermeidung gesundheitlicher folgen. Bereits im Studium des Entwurfs und der Konzeptualisierung der Arbeitssysteme sollten mögliche gesundheitliche und psychische schänden antizipiert und vermieden werden. Durchchecken der Arbeissystementwürfe auf mögliche Stressoren und Gefahren. Bsp: Lärmschutz von vornherein, enwicklung von Maschinen mit integrierten sicherheitseinrichtungen, damit unfälle nicht auftreten usw.
  • Prospektive Arbeitsgestaltung Ziel: Schaffung von Möglichkeiten zur Persönlichkeitsentwicklung bereits im Stadium des entwurfs der Arbeitssysteme durch Erzeugen objektiver Handlungs- und Gestaltungsspielräume. Bsp: Angebot verschiedener Dialog-, Unterstützungs- und Bildaufbauformen, zwischen denen die Benutzer wählen können.
  • Was ist besser: differentielle oder eignungsdiagnostische Arbeitsgestaltung? differentielle. one- best- way ist ein irrtum. jeder ist anders- daran sollte die Arbeitsumgebung innerhalb einer bestimmten arbeitsstruktur angepasst werden.
  • differentielle Arbeitsgestaltung: mehrere Arbeitssysteme mit unterschiedlichen komplexität- und Schwierigkeitsgraden werden angeboten, zwischen denen die Arbeiter gemäß ihrer Kompetenz und Selbstbildes wählen können (Bsp. fließband, vormontage, teilautonome Gruppenarbeit)
  • dynamische Arbeitsgestaltung Beschäftigte können ihr Arbeitssystem verändern, zwischen den Systemen wechseln, neue schaffen berücksichtigt auch intraindividuelle entwicklungen (z. B. durch Lernprozesse) Wahlmöglichkeit bedeutet großen zuwachs an autonomie und kontrolle.
  • Welche Gestaltungskonzepte gibt es? - arbeitsorientierte (antropozentrisch) - technikorientierte (technozentrisch)
  • arbeitsorientierte Gestaltungskonzepte ziel: Entwicklung und Einsatz von Technologie, Organisation und Qualifikationgemeinsam zu optimieren. Operateure übernehmen ganzheitliche Aufgaben Kontrolle ist lokalSteuerung ist dezentralisiert und die Information über Systemzustände ist vor ort jederzeit abrufbar.
  • Vorteil arbeitsorientierter Gestaltungskonzepte - Motivation ist hoch - Grad der Anlagennutzung ist gut - Nutzung der Humanressourcen ist gut
  • technikorientierte Gestaltungskonzepte Ziel: Einsatz von Technik zu gestalten (Primat der Technik in Organisationen und dem einsatz humaner Ressourcen) Operateure übernehmen nicht- automatisierte Resttätigkeiten Kontrolle ist zentral kein Handlungsspielraum für operateure zentralisierte Steuerung uneingeschränkter Informationsabruf nur auf der Steuerungsebene
  • nachteile technikorientierter Gestaltungskonzepte  - Unterforderung, Verlust vorhandener Qualifikationen - z. T. erhebliche Kostennachteile - Motivation schlecht - Grad der anlagennutzung schlecht Nutzung der Humanressourcen schlecht
  • Humane vs. ökonomisch effiziente Arbeitsgestaltung: synergieeffekt oder Widerspruch? - schließen einander nicht aus. - humane gestaltung lässt motivation steigen - vollständige Aufgaben erlauben sinnzusammenhang zu sehen >> mehr Interesse an der tätigkeit Pausensysteme und Interaktion fördert effiziente Problemlösung und gegenseitige Unterstützung. mit dem Wohlbefinden der Mitarbeiter steigt die ökonomische Effizienz