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Die Ernährung (Subject) / 11.) Die Ernährung von Kranken (Lesson)

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  • Was versteht man unter leichter Vollkost? Sie dient besonders der Entlastung der Verdauungsorgane. Dazu erfolgt vor allem auch eine Verteilung der Nahrungszuführung auf mehrere kleine (ca. 5 bis 6) Mahlzeiten. Um die Verweildauer in den Verdauungsorganen zu verkürzen, ist fette, schwer verdauliche Nahrung zu vermeiden. Um die Schleimhäute nicht zu schädigen, soll auf Reizstoffe (z.B. scharfe Gewürze) verzichtet werden.
  • Warum benötigt der Kranke eine bestimmte Ernährung als leichte Vollkost? Der Körper soll nicht durch fehlerhafte Ernährung unnötig belastet werden. Die Genesung soll durch gezielte Ernährung unterstützt werden (z.B. bei Gallen- oder Nierenerkrankungen). Ein von einer chronischen Erkrankung Betroffener (z.B. ein Zuckerkranker) benötigt leichte Vollkost, um seinen gegebenen Gesundheitszustand nicht zu verschlimmern und die Arbeitfähigkeit zu erhalten. Kranke, die wegen einer Verstauchung, eines Knochenbruches, einer Nervenentzündung oder einer ähnlichen Erkrankung bettlägrig sind, sollen normale Speisen (Vollkost) erhalten.
  • Was versteht man unter Krankendiät? Sie muss den besonderen Krankheitsfall berücksichtigen (durch richtige Nahrungsmittelauswahl und Zubereitung). Sie muss trotz bestimmter Einschränkungen abwechslungsreich gestaltet werden, um die Esslust zu fördern. Die ärztlichen Verordnungen sind genau einzuhalten, weil nur eine Diät, die konsequent durchgeführt wird, zum Gesundwerden beitragen kann. Dabei ist auch die individuelle Veträglichkeit des Kranken zu beachten.
  • Nennen Sie einige Lebensmittel, die schwer verdaulich und deshalb für leichte Vollkost ungeeignet sind! Fleisch, Fleisch- und Wurstwaren und Fische, soweit fett, gebraten, paniert, scharf gewürzt oder geäuchert Brot und Gebäck, soweit frisch und fettreich Eier (hart gekocht oder gebraten), Bratkartoffeln und Pommes frittes Obst (soweit unreif, kernreich, hartschalig, getrocknet, in Sirup konserviert) Gemüse und Salate, soweit schwer verdaulich oder blähend (z.B. Weiß- und Rotkohl, Hülsenfrüchte)
  • Nennen Sie einige leicht verdauliche und deshalb für leichte Vollkost geeignete Lebensmittel! Milch und fettarme Milchprodukte (allerdings nicht gezuckert und fettreich) Fleisch und Fisch, soweit mager, gekocht oder gedünstet Weizen- und Roggenbrot (altbacken), Zwieback, Biskuit, Kekse gedämpfte oder gekochte Kartoffeln, möglichst als Kartoffelbrei zarte Gemüse und rohe Salate Reis, Grieß
  • Nennen Sie Beispiele für darmanregende Nahrung! Buttermilch, Sauermilch, Jogurt Feigen, gedörrte Zwetschgen Rhabarber, Apfelbrei Vollkron Sauerkraut
  • Nennen Sie Beispiele für stopfende Nahrung! Kakao, Schokolade hart gekochte Eier, geriebene rohe Äpfel Heidelbeeren, Möhren schwarzer Tee
  • Welche Getränke eignen sich als leichte Vollkost? Milch und Milchmischgetränke (süß, sauer, Jogurt) leichter schwarzer Tee sowie Frucht- und Kräutertee, nur leicht gesüßt (mit Honig) Fruchtsäfte Gemüsesäfte (frisch ausgepresst) stilles Mineralwasser und Spezialkaffee
  • Welche Getränke sind bei der leichten Vollkost nicht erlaubt? alkoholische Getränke stark kohlensäurehaltige Getränke Cola-Getränke eisgekühlte oder zu heiße Getränke Bohnenkaffee
  • Nennen Sie einige als leichte Vollkost geeignete Suppen! Schleimsuppen (z.B. aus Haferflocken) Gemüsesuppen (z.B. Blumenkohlsuppe) klare Suppen (mit leicht verdaulicher Einlage) fettfreie Brühe (z.B. Fleischbrühe)
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  • Welche schonenden Zuberreitungsformen empfehlen sich für die leichte Vollkost? Dünsten Dämpfen Kochen fettarmes Grillen und Garen (Alufolie, beschichtete Töpfe und Pfannen)
  • Welche Grundsätze gelten für eine Diät bei Magenleiden? Werden zu wenig Verdauungssäfte abgesondert, ist Magendruck bzw. ein Geühl der Übersättigung eine mögliche Folge. Abhilfe kann eine würzige Schonkost schaffen. Wird zu viel Magensäure produziert, entsteht Sodbrennen      (Aufstoßen von Magensäure). Gegen Sodbrennen hilft reizlose Schonkost, während auf schwerer verdauliche gewürzte, geröstete und saure Speisen verzichtet werden muss.
  • Welche Grundsätze gelten für eine Diät bei einem Leberleiden? Leberleiden basieren oft auf zuviel Alkoholgenuss. Magere Fleisch-, Fisch- und Quarkspeisen sichern die nötige Versorgung mit tierischen Eiweiß und Vitaminen, die Fettzufuhr soll gedrosselt werden. Erlaubt sind pflanzliches Eiweiß, alle Mehlspeisen und Reis. Auf Alkohol in jeder Form muss der Erkankte verzichten.
  • Welche Grundsätze gelten für eine Diat bei Gallenleiden? Eine dauernde Gallenschonkost istvor allem bei Steinbildungen nötig, wenn diese nicht operativ entfernt werden können. Sie soll vor allem fettarm sein und auf die Zufuhr insbesondere schwer verdaulicher Fette weitgehend verzichten. Emulgierte Fette (Butter) und Pflanzenöle sind verträglich (z.B. Distelöl). Bei Gallensteinen kann durch Reizkost eine Kolik verursacht werden.
  • Welche Grundsätze gelten für die Diät bei Zuckerkrankheiten? Die Kohlenhydratverarbeitung ist gestört, sodass die Kohlenhydratzufuhr vermindert und verteilt werden muss und auf Eiweißzufuhr besonders zu achten ist. Auf Zucker, Süßigkeiten und Alkohol soll weitgehend verzichtet werden. Zum Süßen der Speißen können Süßstoffe, Zuckeraustauschstoffe und Fruchtzucker verwendet werden. Die erlaubte tägliche Nahrungsmenge ist auf ca. 6 Mahlzwiten zu verteilen.
  • Welche Grundsätze gelten für die Diät bei Durchfall? Fasten beruhigt den durcheine bakterielle Infektion entzündeten Darm. Anschließend ist leichte Schonkost mit z.B. schwarzem Tee und Schleimsuppe nötig. Mit allgemeiner Schonkost bzw. Normalkost soll schrittweise wieder begonnen werden. Bei ständiger Neigung zu Durchfall sollen stopfende Nahrungund schwarzer Tee bervorzugt werden. Cola ohne Kohlensäure ist empfehlenswert.
  • Welche Grundsätze gelten für die Diät bei Verstopfung? Nötig ist, die Bewegung der Därme (Peristaltik) anzuregen; eventuell werden auch zu wenig Verdauungssäfte produziert. Dazu ist vor allem eine verdauungsfördernde Nahrung notwendig (z.B. Kaffee, Sauermilchprodute, Leinsamen, Vollkornprodukte). Günstig ist insbesondere Reizkost mit Ballaststoffen, z.B. Sauerkraut und Hülsenfrüchte. Stopfende Speisen sollen vermieden werden (also z.B. Schokolade, Bananen, schwarzer Tee).
  • Welche Grundsätze gelten für die Diät bei Bluthochdruck? Hoher Blutdruck einschließlich seiner Folgeerscheinungen (Herzinfarkt, Schlaganfall) ist eine der häufigsten Erkrankungen und vielen Betroffenen gar nicht bekannt (weil beschwerdelos). Häufig ist hoher Blutdruck mit Übergewicht verbunden, sodass insbesondere die Nahrungszufuhr einzuschränken ist (dadurch lassen sich die Blutdruckwerte oft normalisieren). Außerdem kann Bluthochdruck mit zu vielWasser im Körper zusammenhängen, was zu Verringerung des Wassergehalts eine kochsalzarme Diät erforderlich macht. Anstelle von Salz dürfen jedoch Gewürze und Kräuter verwendet werden, und die Entwässerung kann durch Obst- und Reistage gefördert werden.
  • Welche Grundsätze gelten für die Diät bei erhöhtem Cholesterinspiegel? Cholesterin ist ein fettähnlicher wichtiger Baustoff aller Körperzellen, der jedoch bei zu starker Konzentration die Blütgefäße verengt. Tierische Fette (z.B. Butter) sind cholesterinhaltig und deshalb gegebenfalls zu verringern. Auch viele andere Nahrungsmittel enthalten verhältnismäßig viel Cholesterin (z.B. Ei und Hirn). Kein Cholesterin enthalten die pflanzlichen Nahrungsmittel.
  • Welche Grundsätze gelten für die Diät bei Nierenkrankheiten? Bei einer Nierenentzündung ist die Harnausscheidung gestört. Deshalb ist die Flüssigkeitszufuhr zu beschränken und die Kochsalzverwendung einzustellen. Umgekehrt ist bei einer Nierenbeckenentzündung der Getränkekonsum zu steigern (z.B. durch angewärmte Fruchtsäfte bzw. Tee). Bei Nierensteinen muss sich die Diät nach der Zusammensetzung der Steine richten.
  • Was versteht man unter Aufbaukost? Sie ist in Form von energiereicher Schonkost nötig, wenn es z.B. gilt, ein durch mangelnden Appetit infolge Krankheit verursachtes Mindergewicht zu beseitigen. Der Energiegehalt der Nahrung wird dann überdurchschnittlich hoch gehalten. Die Nahrungsaufnahme soll jedoch auf zahlreiche kleine Mahlzeitenverteilt werden, wobei wegen der kürzeren Verdauungsspanne leicht verdauliche Nahrungsmittel zu bevorzugen sind. Insbesondere tierisches Eiweiß enthält die nötigen Aufbaustoffe (was allerdings von Vollwertkostseite bestritten wird).
  • Was ist bei einer Abmagerungsdiät zu beachten? Damit der Körper eigene Fette zur Energiegewinnung heranzieht, muss die Energiezufuhr niedriger als der Energieverbrauch gehalten werden, unterstützt möglichst durch viel Bewegung und sprotliche Betätigung. Wichtig dabei ist die starke Verringerung der Fettzufuhr (insbesondere auch versteckter Fette) und der Zuckerzufuhr, während auf eine gesteigerte Zufuhr von ballaststoffreichen Lebensmitteln, Mineralstoffen und Vitaminen nicht verzichtet werden kann. Kochen, Dünsten und Grillen sind gute Methoden für eine fettarme Zubereitung. Auch viele Getränke sind energiereich (z.B. alkoholische Getränke und zuckerhaltige Getränke, im Gegensatz zu Mineralwasser sowie zucker- und milchfreiem Kaffee bzw. Tee).
  • Auf welche energiereiche Nahrungsmittel soll bei einer Abmagerungsdiät völlig verzichtet werden? fette Nahrungsmittel wie Sahne, Majonäse), fette Käse, fettes Fleisch, fette Brühe, fettreiche Kuchen, Torten und Gebäck, Nüsse, Mandeln sowie fette Suppen und Soßen. Zucker und zuckerreiche Nahrungsmittel wie Schokoladen und Pralinen, zuckerreiche Marmeladen und sehr süße Früchte (z.B. Rosinen). Hülsenfrüchte (Bohnen, Erbsen, Linsen) Alkohol und alkoholische Getränke kochsalzreiche Lebensmittel
  • Welche energiearmen Nahrungsmittel sind bei einer Abmagerungsdiät erlaubt? Salate und energiearmes Gemüse, roh bzw. fett- und mehlarm zubereitet. Obst (ausgenommen Bananen und süße Trauben), frisch und möglichst roh, z.B. als energiefrei gesüßtes Kompott Mineralstoffe und Vitamine (gegebenfalls per Vitaminpräparat) energiearme bzw. -freie Getränke (mindestens 1 1/2 bi 2l täglich) fettarme Milchprodunkte