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Die Ernährung (Subject) / 03.) Die Fette (Lesson)

Hauswirtschafter/in

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  • Was wissen Sie Allgemeines über die Fette? Die Fette gehören zu den am leichtesten erkennbaren Nährstoffen, sind am energiereichsten (1 g Fett liefert durchschnittlich 39 kJ) und sättigen sehr stark. Sie sind in vielen tierischen undpflanzlichen Nahrungsmitteln enthalten. In den Pflanzen entstehen Fette durch Umwandling von Kohlenhydraten, die in den Früchten und Samen (z.B. Sonnenblumen) gespeichert werden; Tiere nehmen Fette durch Fütterung auf bzw. bilden sia aus überschüssigen Kohlenhydraten. Fette setzen sich (wie die Kohlenhydrate, jedoch anders aufgebaut) aus den Grundstoffen Kohlenstoff, Wasserstoff undSauerstoff zusammen, die zu Glycerin und Fettsäuren (im Verhältnis 1:3) verbunden sind.
  • Wie werden Fette im Körper verarbeitet? Im Mund und Magen werden Fette (deren Schmerlzpunkt liegt unter 37°C) ledigich geschmolzen. Die Verdauung beginnt erst im Zwölffingerdarm, wo die Fette (durch Gallensaft) in kleinste Tröpfchen zerlegt und (durch Fett spaltende Enzyme der Bauchspeicheldrüse) in die Bestandteile Glycerin und Fettsäuren gespaltet werden. Die gespaltenen Fette werden zukörpereigenem Fett aufgebaut bzw. gelangen durch die Wand des Dünndarms in die Blut- und Lymphgefäße. Die Fette werden größtenteils zur Energieerzeugung verbrannt. Schwer verdauliche Fette sind z.B. Rindertalg undKokosfett.
  • Welche bedeutung haben Fette für den menschlichen Körper? Fette sind Kraft- und Wärmespender, weshalb auch im Winter mehr fettreiche Nahrungsmittel verzehrt werden. Fette, die nicht benötigt werden, speichert der Körper als Vorratsstoffe (bei Bedarf greift er auf die Fettpolster unter der Haut zurück). Fette sind Schutzstoffe (empfindliche Organe wie das Herz, Augen, Nieren und Därme sind von Fett umgeben, damit sie vor Druck, Stoß, Erschütterung und Wärmeverlust geschützt sind). Fette sind Träger der fettlöslichen Vitamine und der essentiellen Fettsäuren, auf die der Körper nicht verzichten kann.  
  • Welche Fettsäuren unterscheidet man? gesättigte Fettsäuren (alle Kohlenstoffatome sind mit Wasserstoffatomen gebunden) einfach ungesättigte Fettsäuren mehrfach ungesättigte Fettsäuren (es sind noch Bindungen frei) Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind essenziell für den Körper und machen die meisten pflanzlichen Fette, in denen sie vorkommen (außer in Kokosfett und Palmöl), für die Ernährung äußerst wichtig.
  • Welche besonderen Aufgaben haben die mehrfach ungesättigten Fettsäuren? Sie steigern die Verdaulichkeit. Sie wirken beim Aufbau der Zellen mit. Sie sind bei der Bildung wichtiger Hormone beteiligt. Sie senken einen erhöhten Fett- und Cholesterinspiegel des Blutes.
  • Welche Eigenschaften haben Fette? Fette sind leichter als Wasser (eine Fettschicht lässt sich deshalb ab-schöpfen), und sie haben einen höheren Siedepunkt als Wasser (was bei der Nahrungzubereitung wichtig ist). Fette sind wasserunlöslich, lösen sich jedoch in Benzin (deshalb Verwendung zur Fleckentfernung). Fette brennen bei Überhitzung (Feuer ersticken, nicht mit Wasser löschen). Fette spalten sich bei Licht- undWärmeeinwirkung in ihre Bestandteile, was einen ranzigen Geschmack und Geruch verursacht (gesundheitsschädlich).
  • Nennen Sie einige Fette mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren! Getreidekeimöl Sonnenblumenöl Leinöl Sojaöl Distelöl, Maiskeimöl
  • Erläutern Sie die Rolle des Schmelzpunktes! Der Schmelzpunkt ist vom Anteil der gesättigten und ungesättigten Fettsäuren abhängig. Fette mit ungesättigten Fettsäuren, vor allem mehrfach ungesättigten Fettsäuren, haben einen niedrigen Schmelzpunkt (z.B.Pflanzenöl unter 5°C) Bei Fetten mit gesättigten und langkettigen Fettsäuren ist der Schmelzpunkt am höchsten (Rindertalg ca. 50°C) Je höher der Schmelzpunkt liegt, umso weniger verdaulich sind die Fette (leicht verdaulich sind alle Fette, die unterhalb der Körpertemperatur flüssig sind). Die Verdaulichkeit hängt auch von der Emulsion ab (z.B. Milchfett).  
  • Welche Bedeutung hat der Rauchpunkt? Wenn Fette hoch erhizt werde, zersetzen sie sich undfangen an zu rauchen(je nach der Fettart bei verschiedenen Temperaturen). Der entsprechende Temperaturbereich heißt Rauchpunkt. Der Rauchpunkt z.B. für Butter liegt bei ca. 220°C und für Olivenöl bei 260°C. Die Zersetzungsergebnisse sind ungesund, sodass Fette nicht bis zum Rauchpunkt erhizt werden sollen.
  • Was sind Lipoide? Lipoide sind fettähnliche Stoffe, die in Fett enthalten sind. Wichtige Lipoide sind u.a. Cholesterin, Lecithin und Carotin. Die Lipoide haben durchwegs die gleichen Eigenschaften wie die Fette (z.B. die Löslichkeit im Benzin und die Unlöslichkeit im Wasser). Einige Lipoide haben für den Körper große Bedeutung.
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  • Welche Rolle spielt Cholesterin? Cholesterin ist ein Bestandteil der tierischen Fette, jedoch nicht der pflanzlichen Fette. Der Cholesterinspiegel des Blutes wird deshalb - einfach ausgedrückt - je nach dem Anteil, den tierische und pflanzliche Fette bei der Ernährung haben, gesteigert oder gesenkt. Cholesterin fördert möglicherweise die Verkalkung der Arterien (Arteriosklerose) sowie das Herzinfarktrisiko (Cholesterin ist auch Baustein der Gallensäure). Cholesterin, das der Körper zum Teil unabhängig von der Nahrungsaufnahme selbst bereitstellt, wird aber andererseits auch für die Hormonbildung benötigt. Einen verhältnismäßigen hohen Cholesteringehalt haben z.B. Innereien, Hirn, Butter und Eier.
  • Nennen Sie einige schwer verdauliche Fette mit höherem Schmelzpunkt! Rindertalg Hammeltalg Kokosfett Palmkernfett
  • Nennen Sie einige fettarme Lebensmittel! Getreide, Obst, Gemüse Magermilch, Magerquark mageres Fleisch (z.B. Geflügel) magerer Fisch (z.B. Forelle)
  • Nennen Sie einige fettreiche Lebensmittel! Nüsse Mayonnaise fette Wurst (z.B. Leberwurst) fettes Fleisch (z.B. Schweinefleisch)
  • Nennen Sie einige Beispiele für "versteckte" Fette! Wurst (Mettwurst, Salami u. dgl.) Schokolade Kuchen, Torten, Gebäck Eis (Sahneeis)
  • Nennen Sie einige Möglichkeiten, wie die Fettzufuhr gedrosselt werden kann! Die fettreiche Nahrungsaufnahme einschränken (z.B. bei Übergewicht grundsätzlich fettärmere Nahrungsmittel wie Magerjoghurt einkaufen, fette Suppen und Soßen abschöpfen usw.). Koch- und Streichfett nur sparsam und kontrolliert verwenden. Bie der Nahrungszubereitung mehr fettsparende Garmachungsmethoden (u.a. Dünsten und Grillen) anwenden als z.B. Braten panierter Teile. Dabei auch versteckte Fette nach Möglichkeit einbeziehen und ausnutzen.