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Geschichte (Subject) / Skript III (Religionsfreiheit) (Lesson)

Historische Kompetenz

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  • Wichtige Literatur 1927Erklärung der Menschen und BürgerrechteSammeland - eigentlich handelt es sich um die Fassung von Schnur Roman - aber erweitert um die Ausarbeitung von JellinekGeorg Jellinek 1964Zur Geschichte der Erklärung der MenschenrechteSammelband Jellineks These + Beiträge anderer AutorenSchnur Roman 2004Europäische RechtsgeschichteDarstellung Europäischer Rechtskultur - Wurzeln des Europäischen Rechtsleeb Rudolf 2005Staat und Kirche in der EUAufstellung der religionsrechtlichen Systeme der EUMSInstitut Essen 2006Index. Der Vatikan und die verbotenen BücherAutor stellt das Wirken der Indexkongregation darWolf Hubert 2009Die Inquisition Ketzerverfolgung im MA und Neuzeittaschenbuch aus der Reihe HC BeckScherhoff Gert 2011Einführung in die REWI und ihre Methoden Niedergang des Gewohnheitsrechts. Aufkommen von Gesetzesrecht. Menschenrechtsentwicklung. Spanische SpätscholastikGerhard Luf
  • Einführende Bemerkungen (Naturwissenschaft) Umbruch brachten die naturwissenschaftlichen Errungenschaften va die Formulierung des Heliozentrischen Weltbilds von Kopernikus (15/16 JH) Mittelpunktstellung der Sonne Drehung der Erde um die Sonne Drehung der Erde um die eigene Achse Widerstand bei einzelnen christlichen Richtungen Stillstehende Sonne war ein Widerspruch zum alttestamentarischen Buch Josua Hier wurde der Sonne befohlen inne zu halten um den Tag der Rache zu verlängern Hierarchie der Himmelskörper - Erde an oberster Stelle Menschen wohnen auf der Erde, also Erde Mittelpunkt des Kosmos Katholiken waren tolerant Protestanten nicht Sola-scriptura Prinzip Wortlaut der Bibel war wichtiger
  • Einführende Bemerkungen (Technische Hinsicht) Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen LetternGutenberg (15JH) erster Abdruck war eine Bibel Bibel wurde damit einem weiten Personenkreis zugänglichdas erfüllte das Anliegen der Waldenser Buchdruck ermöglicht rasche verbreitung Amtskirche konnte Interessen fördern: Hexenhammer - steigert die Verfolgung von Hexen Es gab auch Listen (Indizes) auf denen verbotene Bücher aufgelistet wurdenzB Index der Verbotenen Bücher
  • Einführende Bemerkungen (Entdeckungen) 1492 Entdeckung Amerikas Wie sollen Christen mit Nichtchristen umgehen? Spanische Scholastik bringt die Antwort Alles kommt zu einem Maß an Brutalisierung im Abendland ist alles machbar und erklärbar Unerklärliches wird unter die magischen Praktiken subsumiert trotzdem kommt es zu Wurzeln des Modernen Menschenrechtdenkens
  • Reformation reformatio- Umgestaltung Steht für eine Mehrzahl von Bewegungen Aufspaltung verschiedener christlicher Glaubensrichtungen Trennung von der katholischen Kirche war nicht beabsichtigt
  • reformatorische Strömungen Anhänger Martin Luthers (Augsburger Bekenntnis) Thesenanschlag an der Wittenberger Schlosskirche soll die Reformation 1517 ausgelöst haben (nicht erwiesen) 3 Standpunkte: Sola fidesMensch wird aus dem Glauben, nicht durch gute Werke gerechtfertigt Sola gratiagöttliche Gnade ist wesentlichKein Mittler darf zwischen Gott und dem einfachen Gläubigen stehen Sola sancta scriptura Heilige Schrift ist wesentlichnur sie ist Grundlage des GlaubensÜbersetzungen der Bibel in Volkssprache wichtig Hintergrund für den Thesenanschlag war der AblasshandelBußleistungen führen zum ausschluss der StrafeLeo X betrieb viel Ablasshandel zur finanzierung des Neubaus des Peterdoms Reformierte (Ulrich Zwinglis und Jean Calvin - Helvetisches Bekenntnis) Entstehung beim Züricher WurstessenFastengebot wurde gebrochen (weil nicht von der Hl. Schrift ableitendes Fastenverbot) Prädestinationslehre Schicksal des Menschen ist von Gott vorherbestimmt am ende gibt es Verdammnis oder Seligkeitder Mensch kann nichts dazu beitragen Willensfreiheit des Menschen im Vordergrund Luther: Gott ist eher bereit Gnade zu gewährenWesentlicher Unterschied: Bedeutung von Bot und Weinnach der kath. Kirche bleibt Christus auch nach der Messe im Brot und Wein erhalten Anglikanische Kirche Entstehungsgrund lag bei Henry 8th der damalige Papst wollte seine Ehe mit Katharina von Aragon nicht annullieren deshalb sprach er dem Papst ab Oberhaupt der englischen Kirche zu sein Anglikaner stehen sowohl der katholischen als auch der protestantischen Kirche Nahe Freikirchliche Strömungen va Täufer Hochschätzung der Hl. Schrift so weit, dass Kindertaufe nichtig war nur vernunftbegabte Menschen sollten getauft werden Täufer wurden immer wieder Opfer von verfolgung
  • Änderungen in der allgemeinen Rechtsentwicklung Einheitswelt des MA ist in folge der Reformation nicht wirklich Zebrochenes kam zu einer Entflechtung von Politik und Religion gewohnheitsrecht wurde Massiv zurückgedrängt Gesetzesrecht wurde wichtig Landesfürst hatte Machtmonopol partikulares Recht aufzuheben oder abzuändern Herrschersouveränität führte zum Absolutismus Ausbildung der Staatsgewalt im Modernen Sinn Staat war eine Instanz die die Gegener zum friedlichen Zusammenleben zwingen konnte es gilt princeps legibus solutus
  • Glaubenskriege und Herrscherabsolutismus als Mutterboden des Modernen Menschenrechtsgedankens Entflechtung  von Politik und Religion als Nährboden für die Ausbildung von Menschenrecht Religiöse Einheitswelt gibt es nicht mehr Multikonfessionelles Zusammenleben macht Toleranz Notwendig Gerhard Luf: Toleranz ist eine Vorstufe der Gewissensfreiheit Minderheiten sollen geduldet werden aus Gründen der Staatsraison und Respekt vor der religiösen Gesinnung andersdenkender Toleranz bleibt ein obrigkeitlicher Akt kann revidiert werdenkein subjektiver Anspruch Toleranzgesetzgebung von Josef II ist ebenfalls revidierbar   Herrschersouveränität ist die Basis des Menschenrechtsdenkens Ständische Einflüsse werden zurückgedrängt Untertanen werden als Einzelner Wahrgenommen Untertan ist unmittelbar unterworfen 18 JH Aufgeklärter Absolutismus unter MT und Josef II man spricht von Einheitlichem Untertanenverband Vorläufer für die Grundrechte waren immer im Zusammenhang mit Ständen  va in England Magna Charta von 1215 verankerte Rechte nicht mehr auf die Stände sondern auf die Bürger (Rights of Englishmen) das schlug sich auch in der Petition of Rights der Habeas Corpus Akte und Bill of Rights nieder
  • Georg Jellinek und seine These Georg Jellinek war Staatsrechtler in Deutschland (geb Ö) Religionsfreiheit war ein Urgrundrecht Jellinek weißt auf die nordamerikanischen "Kolonialcharten" hin va Charta of Rhode Island und Providence Plantations Beschränkung auf konkrete christliche Bekenntnisse Staats und Mehrheitsbekenntnis ist maßgebend,andere Religionen sind in der Ausübung beschränktzB keine öffentlichen Andachtstätten Die These wurde kritisiert. Sie berücksichtig zB die Gesellschaftsvertragsthese von Rosseau nicht heute ist die These widerlegt
  • Hl.Röm.Reich deutscher Nation als Wiege der Glaubensspaltung und Hort des "Ius emigrandi" Martin Luther wurde von Fürst Friedrich dem Weisen von Sachsen geschützt Es gab einen Reichstag in Worms Karl V will Luther zum Widerruf der Lehren bewegenLuthers Schriften dürfen nicht gelesen und gedruckt werden Festnahme kann Friedrich der Weise verhindern 1530 Augsburger Reichstag 1555 Augsburger Religionsfriedenermöglichte eine friedliche Koexistenz beider Konfessionen im Reich(nicht aber HB) 1648 Westfählischer Friedebeendete den 30jährigen Kriegnun wurden auch HB einbezogen Bestimmungen des Augsburger Religionsfriedens: Gleichberechtigung zwischen Anhängern Luthers und Katholiken Reichsmittelbare Untertanen hatten das Bekenntnis des Landesherren anzunehmen oder auszuwandern "ius emigrandi" Übertritt von katholischen Fürsten zum Protestantismus führte zu AmtsverlustUntertanen mussten katholisch bleiben Es wurde das Normaljahr und der Normaltag eingeführt 1.1.1624diejenigen Religionen die 1624 in einem Lande die herrschende gewesen war, sollte sie auch in Zukunft bleibenUntertanen mussten sich zu dieser Religion bekennenwenn nicht, dann wurden sie vom Landesfürsten zur Auswanderung gezwungen.
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  • Reich und Gebiet des heutigen Österreichs die habsburgerischen Gebiete wurden von katholischen Landesherren regiert daher blieb der katholische Glaube maßgebend Untertanen mussten dem Glauben des Landherren folgen  Im 16 und17 JH waren zahlreiche Stände der habsburgischen Länger von Evangelischen dominiert das spielt va im „ständischen Dualismus“ (Gegensatz zwischen Landesherr und Ständen) eine Rolle 16 JH kam es zu zahlreichen Zugeständnissen an die Evangelischen. Der 30jährige Krieg trug aber dazu bei, dass die Habsburgerische Herrschaft sich stabilisierte o    Die Habsburger haben den Krieg im Reich verloren, in den Erblanden aber gewonnen. o    Normaltag und Normaljahr blieben bedeutungslos o    Bis zur Zeit von MT kam es zur Vertreibung von Protestanten   Es kommt zum „Geheimprotestantismus“ o    Bis zur Erlassung des Toleranzpatents von Josef II 1781 o    Evangelischen durften nur geheim auftreten da es illegal war   Innerhalb des Katholischen war es wichtig, dass man sich in Strukturen bewegt o    Empfang der Taufe o    Begräbnis am katholischen Friedhof Der Protestantismus wurde als Laienchristentum praktiziert o    Der lutherische Gedanke spielte eine große Rolle ·         I
  • katholisch beherrschte Frankreich und sein Umgang mit den Hugenotten Frankreich war stark zentralistisch organisiert Abweichungen vom Glauben waren Verbrechen Reformation va durch Jean Calvin hatte allerdings viele Anhänger diese wurden Hugenotten genannt Traurige berühmtheit erlangte die Bartholomäusnacht 16 JH Katholiken veranstalteten ein Massaker bei dem 10 000 Menschen starben Franz. König Heinrich IV wechselte sein Bekenntnis öfter Er erließ das Edikt von Nantes: Gleichstellung von Protestanten und Katholiken Protestanten durften ihre Religion ausüben, nur nicht überall (zB Verbot der Ausübung in Paris) Ludwig XIV erließ das Edikt von Fontainebleau Hob das Edikt von Nantes auf Zerstörung protestantischer gotteshäuser Verpflichtung zur katholischen Taufe der Kinder katholische Eheschließungsform als einziges Anerkannt Pastoren mussten konvertieren oder auswandern Untertanen hatten kein Auswanderungsrecht Edikt steht für die absolutistische Herrschaft des Sonnenkönigs Es gelang ein Geheimprotestantismus Französische Revolution brachte Religionsfreiheit
  • Entstehung der spanischen Inquisition Erste Staatliche Inquisition war von Kastillen Es war als stärkung der schwachen königsmacht gedacht Impuls ging von einem sizilianischen Inquisitor aus Das Königspaar erhielt die päpstliche Ermächtigung zur Einführung der Inquisition Alle Häretiker durften verhaftet und gerichtet werden Eigentum wurde zu gunsten des Königs und des Papstes konfisziert 15 JH wurden zwei Dominikaner zu Inquisitoren zwischen Papst und Krone war Kompetenz erst strittig Es wurde ien heiliges Tribunal erlassen, mit einem Generalinquisitor an der Spitze von der Krone vorgeschlagen vom Papst ernannt Inquisitoren mussten Rechtskundige sein spanische Inquisition wurde durch die Suprema kontrolliert MG vom König ernannt Thomas de Torquemada war erster Generalinquisitor Grausamer Mensch zahlreiche Verbrennungen geschahen wegen ihm(nachbildungen von Angeklagten wurden verbrannt) Schuf den Codex der Inquisition: Inquisition war ein geheimes Gericht Erste und Letzte Instanz Beschlüssen konnten revidiert werden Häretiker die sich nicht als schuldig bekannten wurden Verbrannt (weltliche Behörden) Schuldgeständnis + Angabe von Mitschuldigen war Schutz vor verbrennung es gab keine Fristen der Durchführungviele Personen waren jahrelang im Gefängnis und verstarben dort ohne verurteilt zu werden
  • Zielgruppen der spanischen Inquisition 1. Marmanen und Morisken Häretiker waren Juden und Muslime die zum alten Glauben rekonvertierten Jüdische Neuchristen - Marmanen Muslimische Neuchristen - Morisken Angehörige dieser Gruppen wechselten oft ihre Wohnorte Weltliche Behörden mussten innerhalb von 15 Tagen alle Mauren und Juden verhaften die ihren Wohnort gewechselt hatten und eigentum konfiszieren Zahlreiche wurden hingerichtet sie wurden VerbranntErdrosselung davor galt als Minderungsart Es ist als Genozid zu werten 2. Lutheraner ab Mitte des 16 JH wurden die Lutheraner Mittelpunkt der Verfolgung Luther wurde als Antichrist aufgespielt Lutheraner, Calvinisten, Anglikaner wurden als luteranos bezeichnet 3. Anhänger der Aufklärung 18 JH Tätigkeit der spanischen Inquisition ging gegen die "Neurer"Anhänger der Aufklärung va. Materialisten
  • Denunziantentum (anonyme Beschuldigung einer Person) Inquisitionhielt die Namen der Denunzianten geheim es gab Belohnungen aus dem Konfiszierten Vermögen der Opfer Anschuldigungen waren etwa: o    Eine Frau hat räselhaft gelächelt, als man den Namen der unbefleckten Jungfrau Maria erwähnt hat o    Jemand hat in der Fastenzeit Schinken gegessen o    Ein anderer hat an die Kirchenmauer uriniert o    Eine Frau hat Schweinefleisch gemieden §  Sie erklärte erst dass sie es gesundheitlich nicht vertrug §  Dann sagte sie es schmecke ihr nicht §  Und unter Folter gestand sie den Abfall vom Christentum und die Rückkehr zum Judentum o    Protokolle waren sehr oft Widersprüchlich, was den Inquisitoren Zweifel am Nutzen der Folter aufkommen lassen hätte sollen.
  • Autodafes (Vollstreckung des Urteils) ·     Feierliche Verkündigung eines oder mehrerer Prozessurteile auf einem öffentlichen Platz Verurteilten wurden öffentlich zum Platz geführt Nach einer langen Predigt wurden die Urteile verlesen Verurteilte die die Todesstrafe erhalten hatten wurden der weltlichen Behörde zur Hinrichtung übergeben und verbannt
  • Zeitgenössliche Ansichten der Inquisition ·         Juan de Mariana ein Jesuit behauptete, dass die Inquisition für den Spanier sehr bedrückend war ·         Verwirrung rief hervor, dass Kinder die Verantwortung für die Verbrechen der Väter tragen sollten und die Namen der Ankläger vor den Angeklagten geheim gehalten wurden – außerdem war es eine Neuerung, dass solche Delikte mit dem Tod bestraft wurden ·         Die Spanier hatten nicht mehr die Gelegenheit frei zu hören und zu reden ·         Es glich also der Sklaverei und manche deuteten es mit dem Tode gleich ·         Selbst innerhalb der Inquisitoren kam es zu Widerstand o    Manche weinten zu Hause, aber sie hatten Angst den Dienst zu beenden, weil sie sich nicht ernähren konnten oder für verdächtig erklärt werden würden. ·         Alfonso de Castro sah in der Bestrafung  mit der Heranziehung des weltlichen Arms der Häretiker einen Verstoß gegen christliche Grundsätze
  • Ende der Spanischen Inquisition Napoleanische Truppen kamen ins Land und die Inquisition versuchte eine Zusammenarbeit 1808 wurde ein Dekret erlassen, dass die Inquisition aufhob Später folgte das Verbot der Tätigkeit der Inquisition Heilige Stuhl bot Widerstand, da er die einzige Instanz sein sollte, die über das Ende der Inquisition zu entscheiden hatte Mit den Bourbonen wurde die Inquisition wieder hergestellt 16.Juli.1826 kam der Schullehrer Ripol als Letztes Opfer der Inquisition um o    Er wurde beschuldigt, er haben seinen Schülern verboten, die Kirche zu besuchen, zu beten und zu beichten und die Kommunion zu empfangen o    Bei einem Verhör erklärte er, dass er sich nicht als Katholik betrachte und die Inquisition nicht das Recht habe ihn zu verurteilen o    Er wurde schließlich als hartnäckiger und böswilliger Häretiker dem Weltlichen Arm übergeben o    Er erfuhr den Tod durch erhängen und wurde symbolisch verbrannt §  Dh sein Sarg hatte aufgemalte Flammenzungen o    Seine Hinrichtung schlug die Wellen nach ganz Europa o    Ferdinand VII musste die Inquisition auflösen o    1834 wurde erst der nötige formelle Schritt getan
  • Spanische Inquisition in kolonialen Amerika Primär waren die Indianer die Opfer, die nach der Taufe von christlichen Glauben abgefallen waren Philipp II im 16 JH beendete die Inquisition Indianer durften nicht mehr wegen Glaubensverbrechen verurteilt werden
  • Portugiesische Inquisition erst sehr spät eingeführt Land hatte flüchtende Juden von Spanien aufgenommen Gerichtshöfe unterstanden uneingeschränkt dem König 19 JH abgeschafft
  • Spanische Spätscholastik und ihr Beitrag zur Ausbildung des Menschenrechtsgedankens ·         Spanische Spätscholastik – Schule von Salamanca o    Lieferte den wesentlichen Beitrag des modernen Menschenrechtsgedankens o    War eine Reaktion auf die Rechristianisierung der iberischen Halbinsel o    Die Entdeckung und Eroberung Amerikas o    Und die Gewalttaten der Inquisition ·         Vertreter: o    Bartolomé de Las Casas §  Beschäftigte sich va mit der Frage der Rechtsstellung jener Personen die als „Ureinwohner“ Amerikas gelten können §  Es ging um die Konfrontation der Christen mit Nicht-christen und die Frage ob Christenrechte und Menschenrechte isoliert voneinander betrachtet werden können §  La Casas beantwortete die Frage mit ja. ·         Unabhängig von der Zugehörigkeit zum Christentum ständen jedem Menschen Elementare Rechte zu: o    Recht keiner bestimmten Religion zugehören zu müssen §  Negative Religionsfreiheit o    Recht auf Persönliche Freiheit (Verbot der Sklaverei) o    Recht auf Eigentum §  Er lehrte auch das Verbot der Unterdrückung anderer Völker und das Recht der kollektiven Selbstverteidigung o    Francisco Suarez §  Ihm ging es um ein Völkerrecht das von kirchlicher Bindung losgelöst werden soll o    Francisco de Vitoria §  Lehrte dass der Unterschied in der Religion keinen Krieg rechtfertigte: ·         Causa iusti belli non est diversitas religionis o    Juan de Mariana
  • Römische Inquisition Papst wollte die Stärkung des Kirchenstaats Es kam zur Einsetzung einer Untersuchungskommission die als oberstes Inquisitionstribunals gegen Häresien ermittelte es hatte 10 MG und wurde Heiliges Offizium genannt Kompetenzen: Einschreiten gegen Verdächtige Ernennung weiterer Inquisitoren Entscheidung über die Appellationen Paul IV vergößerte die Kompetenzen es kam verstärkt zu Todesstrafen Komtenezerweiterung zeigt sich beim Vorgehen gegen Graf Pitigliano: Häresievorwurf, weil er Ordensleute vertrieben hatte von seinem Territorium hatte eigentlich nur pol Gründe Gotteslästerungen und Verstöße gegen Fastengebote wurden verfolgt Ab dem 17 JH wurden auch Polygamisten verfolgt Hexenverfolgungen gab es weniger Paul IV ließ auch Kardinäle verfolgen Papst Sixtus V führt das bis heute maßgebliche Kongregationswesen (Verbundsysteme) ein: 14 kollegial geführte Ministerien sollen die Tätigkeit des Papstes Unterstützen Heiliges Offizium war das bedeutenste
  • Index der Verbotenen Bücher Kirchliches und Staatliches Bücherverbot: es ist ein Verzeichnis ausdrücklich Verbotener Schriften Verboten war zB die Erzeugung, Verbreitung, Aufbewahrung etc Reaktion auf die rasche Verbreitung der Bücher nach Erfindung von Gutenbergs Buchdruck Papst Sixtus IV führte eine Vorzensur ein Er erließ das 5 Laterankonzilbetraf die Zensur sämtlicher Druckerzeugnisse Das Heilige Offizium befasste sich mit der Frage über die Regelung der Buchzensur Häretikerbücher waren strikt verboten Verordnung an Buchhändler und Buchdrucker Ältester Index kommt von der Theologischen Fakultät von Paris bedeutender Index für die spanische Inquisition Indizes sind keine römischen Phänomene sie Gehören zu den wichtigen Institutionen kirchlicher Ordnungspolitik wurde von Kaisern und Königen, Kirche und Universitäten etc in Anspruch genommen.
  • Römischer Index und Trienter Index Römischer Index vom Heiligen Offizium herausgebracht dieses hatte die Zensur über alle in den kath Ländern erschienen Büchern in der Hand Kein werk durfte veröffentlicht werden ohne vorherige Zensur Häretikerwerke waren verboten Aufbau des Index: Nennung der Verfasser mit allen Werken Nennung der Verfasser mit bestimmten Werken Nennung der Titel anonym erschienener Bücher Trienter Index: löste den Römischen Index ab milder Schwergewicht lag bei der Nachzensur hatte Universellen Charakter faktisch nur in Italien wichtig
  • Weitere Entwicklung des Indexwesens Triester Index wurde korrigiert und von römischen Neuausgaben ersetzt das machte die Indexkongregation dann wieder das Heilige Offizium Autoren von denen alle Werke verboten waren: Thomas Hobbes David Hume Voltaire Jean-Jacques Rosseau Balzac George Sand Emile Zola Verbot einzelner Werke: John Locke Blaise Pascal Montesquieu Gibbon Immanuel Kant Victor Hugo  teilweise Anhänger von Charls Darwin Rechtfertigung der Päpste war das Recht der göttlichen Stiftung der Kirche schwere Sanktionen folgten bei Verstößen (Lesen, Aufbewahren, predigen etc) Emile Zola: "Katholizismus wirft die Bücher in das Feuer seiner Hölle"Fast die ganze Literatur war verboten worden Letzte Indizierung war im 20 JH Letzte index hatte 4000 Bücher 1966 wurde der Index abgeschafft
  • Aus der Werkstatt der römischen Zensoren Wolf: Man erfuhr erst dass es ein Verbot gab, wenn die Urteilsplakate ausgehängt wurden Erst jahre später kam es zur Aufnahme der Entscheidungen in den eigentlichen Index der Verbotenen Bücher Piccolini: Hat werke zum Konzil von Basel verfasst Beschäftigte sich mit dem Verhältnis zwischen Papsttum und ökumenischen Konzilen das wirkte nach Konziliarismus Entscheidungen von Konzilien konnten so hohe Macht haben, das sich sogar der Papst beugen musste Seine Werke kamen auf den Index Montesquieu: Begründer der Gewaltenteilung Wegbereiter der franz. Revolution Werk "Vom Geist der Gesetze" Gutachter beschreit Montesquieu als lernwilligen Menschen mit guter Vernunftseine Werke wurden solange verboten bis sie korrigiert wurden Lucrezia: ihr buch wurde nicht auf den Index gestellt das buch war so unbekannt, dass man befürchtete es interessant zu machen, wenn man es auf den Index schrieb.  
  • Wechselhafte Entwicklung der anglikanischen Kirche in England Henry 8th: Enstehung der Anglikanischen Kirche geht auf ihn zurück Gründungsakt - Act of Supremacy Englische Staatsoberhaupt ist das Oberhaupt der Kirche Bloody Mary: Die älteste Tochter von Heinrich VIII war dem Katholozismus zugewandt sie versuchte eine Reform der Kirche erließ Anti-Ketzer gesetze 300 Scheiterhaufen zur Verbrennung derKetzer Sie war die Ehefrau von Phillip II von Spanien Elisabeth I: Tochter von Heinrich VIII aus zweiter Ehe Wandte sich von der Katholischen Kirche wieder ab wurde von Maria (Stiefschwester in den Kerker geworfen) kam aber wieder frei Sie versuchte sich in Toleranz und ließ beide Religionen zu Katholiken mussten Steuern zahlen wenn sie nicht in die Protestantische Kirche wollten Es gab aber die Puritaner - fundamentalistische Protestanten das war das Ende der Toleranz Der Papst wollte aber den Katholozismus es kam zur Exkommunikation von Elisabeth I durch Papst Pius V man versuchte ein katholisches England Einzurichten Jakob I von England: neigte zum Calvinismus setzte Maßnahmen gegen die Katholiken wegen aus Angst vor einer Verschwörung durch die Katholiken Karl I: war wieder für die Katholiken man wandte sich dem Katholozismus zu das führte zu Bürgerkriegen zwischen den Anglikanern und den Puritanern unter Oliver Cromwell Karl I wurde hingerichtet Cromwell: war für einige Jahre das Staatsoberhaupt war gegenüber den Katholiken realtiv tolerant es kam zu einer Republikanischen Periode Karl II tolerante regierungsweise wurde aber gezwungen den Anglikanern die öffentlichen Ämter vorzubehalten (Test ACT) Erließ die Habeas-corpus-Akte Inhaftierte mussten innerhalb von 3 Tagen einem Richter vorgeführt werden Jakob II Katholik wollte gleichberechtigung der Katholiken (schlug fehl) Wilhelm von Oranien: Benachteiligung der Katholiken unter Willhelm III wurde die Bill of Rights erlassen 1689 Parlament hatte erhebliche Rechte Bill of Rights waren gegen die katholische Kirche gerichtet Französische Revolution brachte eine besserung der Stellung der Katholiken Gleichstellung im Emacipation Act Staatsoberhaupt von England muss noch heute der anglikanischen Kirche angehören staatliches Parlament ist noch heute zur Erlassung von Gesetzen befugt die die Kirche betreffen Vor kurzem Wurde ein Gesetz erlassen, dass dem Thronanwärter/in die Ehe mit einer katholischen Partner/in gestattet noch heute ist die Anglikanische Kirche Staatskirche.
  • Scottland ein "Hexenkessel der Religionen" Große bedeutung hatten die Presbyterianer diese waren calvinistisch geprägt Church of Scottland war Staatskriche ab 20 JH war kein Staatskirchentum mehr Rechtstellung der Katholiken wurden durch die englsichen Gesetzgebungsakte geregelt
  • Irland und der "Jetzt-erst-Recht-katholisch" Effekt ·         Englische Könige haben immer schon die Oberhoheit in Irland beansprucht ·         Heinrich VIII gelang es irischer König zu werden und Irland in die Realunion einzugliedern ·         Mehrheit der Iren waren katholisch ·         Church of Ireland wurde Staatskirche (anglikanische Kirche) ·         Katholiken erfuhren in Irland unter Heinrich VIII stärkere Unterdrückung als in Enland ·         Unter Cromwell wurde ein Aufstand blutig niedergeschlagen ·         Identifikation der Büger mit dem katholischen Bekenntnis äußerte sich darin, dass sich das Volk durch den katholischen Klerus vertreten sah ·         Gesetzgebung des Jahres 1829 brachte den Katholiken keine Besserstellung o    Sie waren immer noch nicht immobilienerwerbsfähig o    Abgabenleistungspflicht für katholische Pächter an den anglikanischen Klerus waren hoch ·         Nach den irischen Unabhängigkeitsbestrebungen blieb Nordirland aber trotzdem bei GB
  • Calvins Genf Genf in der Reformzeit ·         Genf wurde von einem katholischen Bischof regiert ·         Genf sollte ein Teil der Schweizer Eidgenossenschaft sein ·         Davor war es aber ein der Eidgenossenschaft „zugewandter Ort“ o    Durch verbindung zu Schweizer Kantonen ·         Jean Calvin versuchte eine strenge Gemeindeordnung durchzusetzen ·         Er wurde später vertrieben, kam aber wieder zurück ·         Der Rat bildete die republikanische Regierung Genfs ·         Faktisch hatte Calvin eine Machtstellung, die im Prozess gegen den spanischen Arzt Michael Servet zum Ausdruck kam o    Dieser hatte in Genf Zuflucht vor Verfolgung gesucht o    Ihm wurde Leugnung der Dreifaltigkeit vorgeworfen o    Calvin veranlasste einen Akkusationsprozess o    Calvins Sekretär musste die Rolle des Anklägers übernehmen, wodurch er das Prozessrisiko trug o    Er musste sich solange in Gefängnishaft begeben bis das Urteil gegen Servet gefällt war o    Servet wurde schließlich verbrannt ·         Calvin hatte eine ausgeprägte Intoleranz gegen Andersdenkende ·         Naheverhältnis zwischen Schweizer Städte und Genf sah man darin, dass diese offiziell um Stellungnahme gebeten wurden. ·         Das calvinistische Regime war sehr brutal o    Zu Beginn des 20 JH gab es viele „Wiedergutmachungsversuche“ o    Es wurden Denkmäler für die Hingerichteten errichtet o    An der Spitze der Spender für die Denkmäler steht das Konsistorium der Genfer Reformierten Gemeinde
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  • Niederländische Hoffnungsschimmer: ·         NL ging aus den burgundisch-habsburgerischen Niederlanden hervor, die von den spanischen Habsburgern beherrscht wurden – Philipp II ·         Sie kämpften im 16/17 JH um die Unabhängigkeit ·         Im 16 JH wurde die Utrechter Union gegründet, die sich wenig später als Staatenbund von 7 Territorien präsentieren konnte ·         Es handelte sich um die „Republik der Vereinigten Niederlande“ ·         Protestanten wurden nur verbannt, waren aber nicht mehr in Lebensgefahr ·         Großen Einfluss erlangten hier die Täufer und die Calvinisten ·         In der neu gegründeten Republik wurde die katholische Kirche seit 1581 in der öffentlichen Religionsausübung gravierend eingeschränkt ·         Der Calvinismus war das dominante Bekenntnis, wurde aber nie zum Staatskirchentum ·         Die Generalstaaten wurden zu einem Hort relativer Toleranz ·         Nur Calvinisten durften öffentliche Ämter ausüben und ihren Gottesdienst öffentlich ausüben, aber die Gewissensfreiheit wurde immer wieder unterstrichen ·         Katholische Priester wurden toleriert ·         Generalstaaten waren die Wiege der Ziviltrauung o    Staatliche Trauungen wurden akzeptiert ·         Der „gemäßigte Calvinist“ Hugo Grotius schrieb das Buch De iure belli ac pacis (Über das Recht des Krieges und des Friedens) o    „Klassiker“ des neuzeitlichen Völkerrechts o    Veröffentlicht im 17 JH o    Es ging ihm darum Rechtsverhältnisse zwischen Einzelpersonen darzustellen o    Es gab für ihn eine natürliche Religion – den Glauben an einen personalen Gott ·         Jüdische Gemeinden genoßen Toleranz ·         1796 wurde die Religionsfreiheit gewährt ·         Zwei Jahre später kam es zur Restituierung (rückerstattung) katholischer Kirchengebäude  
  • Skandinavische Erstarrung ·         Skandinavischen Ländern war das Staatskirchentum lange maßgeblich ·         Dänemark und Norwegen ist das noch heute so ·         Schweden gab das Staatskirchentum 2000 auf ·         Neuzeitliche skandinavische Geschichtezeugt aber Unterdrückung der katholischen. ·         Dänemark o    König Christian III hat die reformatorischen Lehren als verbindlich vorgeschrieben o    Der Monarch verpflichtete sich zur Augsburgischen Konfession o    Er enteeignete den Grundbesitz der katholischen Bischöfe o    In der Lex Regina 17 JH wurde die Stellung der Augsburgischen Konfession als Staatskirche gefestigt o    Der König verpflichtete sich auch zur Kontrolle, dass die Einwohner augsburgischen Glauben blieben o    Erst im 19 JH kam es zur Religionsfreiheit ·         Norwegen o    König Christian III führte auch hier das Augsburger Bekenntnis als Staatsreligion ein o    Die Länder waren als Personalunion vereint o    Es ging vor allem um den Machtkampf zwischen Anhängern des Augsburger Bekenntnisses und Katholiken.   ·         Schweden o    16 JH beim Reichstag wurde Schweden als evangelischer Staat definiert o    Auch hier ging es um den Streit zwischen Monarchen und katholischen Bischöfen o    Das Schicksal der Katholiken war durch die wechselhafte (Heirats)politik der Monarchen bestimmt §  Kurzzeitig anerkannte ein König sogar die Gewissensfreiheit §  Danach war Abfall vom Luthertum aber schon wieder ein Straftatbestand, der mit Landesverweis und Konfiskation sanktioniert wurde o    Im 18 H kam des zu Toleranzpatenten für Reformierte, Katholiken und Juden o    Recht auf Religionsfreiheit wurde erst Mitte des 20JH ausformuliert ·         Island o    Christian III veranlasste die Reformation o    Diese wurde gewaltsam durchgesetzt o    Es soll sogar ein katholischer Bischof mit seinen Beiden Söhnen erschlagen worden sein, weil er sich weigerte den kirchlichen Bräuchen zu entsagen.