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Sozialpsychologie (Subject) / 03407 ohne Klausurbezug (Lesson)

M4 03408

This lesson was created by Simon_B.

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  • Erkläre: Perseverance Bias, Konfirmatorische Informationssuche, Selbst erfüllende Prophezeiung Perseverance Bias: Tendenz zur Beharrung - ein einmal gebildeter Eindruck lässt sich schwer ändern Konfirmatorische Informationssuche: Man sucht nach Hinweisen auf eine Bestätigung des ersten Eindrucks Self-fulfilling-Prophecy: Wechselwirkung durch den ersten Eindruck und das Verhalten auf die andere Person, deren Reaktion den eigenen Eindruck wieder bestätigt. "Pygmalioneffekt" - Schüler / IQ Test (Rosenthal + Jacobson)
  • Eindrucksbildung: Erkläre Primacy, Recency und Halo Effekt Wie unterscheidet sich aktive von passiver Eindrucksbildung? Primacy: Die zuerst aufgenommenen Informationen wirken sich besonders stark aus. Recency: Die zuletzt aufgenommenen Informationen wirken sich stärker aus. Halo Effekt: (Thorndike) Eine wahrgenommene Eigenschaft überstrahlt alle anderen aktive Eindrucksbildung: weniger sicher, eher negativer Eindruck
  • Positivität / Negativität bei der Eindrucksbildung? Generell besteht die Tendenz zur positiven Eindrucksbildung Positiver Eindruck wird schneller revidiert. Negative Eindrücke sind schwerer zu korrigieren.
  • Was sind konnektionistische Modelle der Eindrucksbildung? Constraint Satisfaction Theory Konnektionismus -> Menschl. Denken in Netzwerken -> Aktivierung von Knoten und Verbindungen -> Assoziationen
  • Wie funktioniert der duale Prozess der Eindrucksbildung nach Brewer? Automatisch: Stimulusperson ->Identifikation -> relevant? -> Nein = Stop! Kontrolliert: Relevant? -> ja -> Involviert? -> Ja -> Personalisierung Involviert? -> nein -> Kategorisierung -> Passung ? -> Ja =  Stop! Passung? -> Nein -> Individualisierung
  • Was sind implizite Persönlichkeitstheorien? Laienpsychologische Vorstellungen über Kombinationen von Persönlichkeitsmerkmalen -> nicht bewußt kategorisiert Zwei Dimensionen: 1. Soziabilität  2. Intelligenz / Kompetenz
  • Wie lautet die Anderson Informationintegrationstheorie (IIT)? Kognitive Algebra Merkmale haben positive, neutrale und negativen Einfluß auf die Eindrucksbildung. Weight - Average Modell Merkmale werden gemittelt in den Eindruck von einer Person aufgenommen.
  • Eigenschaftsbasierte Eindrucksbildung Annahmen nach Solomon Asch? Experimente mit "warm" + "kalt" keine einfache Addition der Merkmale sond. zentrale und periphere Persönlichkeitsmerkmale zentrale: überproportional bedeutend bei der Eindrucksbildung
  • Affect-Infusion-Model (Forgas) - AIM Nenne die 4 Prozessstrategien, welche sind besonders von Stimmungen und Emotionen beeinflußbar? a) direkt abrufbares, existierendes Verhalten b) Motivierte Verarbeitung für ein bereits gesetztes Ziel c) Anwendung einer Heuristik d) Substantielle generative Verarbeitung und geplantes Verhalten c + d sind besonders durch Stimmungen und Emotionen beeinflußbar
  • Theorie der begrenzten Rationalität (Bounded Rationality Theory) Welche Merkmale hat die Theorie? - Menschen handeln rational - begrenzte Kapazitäten machen Abweichungen von mathematisch-korrekten Entscheidungen notwendig (fast & frugal)  
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  • Wie lautet die Aspiration-Adaption-Theory? Anspruch - Anpassung - Theorie (Gigerenzer) Anspruchslevel d. Entscheidung (Aspiration Level) Zufriedenstellung Anpassung an die Situation (Adaption Level)
  • Welche Entscheidungsheuristiken gibt es? 1) Verfügbarkeitsheuristik 2) Repräsentativheuristik (z.B. Stereotypen) 3) Anker- und Anpassungsheuristik (z.B. bei Quantitäten)
  • Wieso weicht ein Mensch von rationalen Entscheidungen ab? (Kahnemann & Tversky) 1) Falsche Einschätzung der Wahrscheinlichkeiten 2) Referenzpunkte (Gewinne defensiv, Verluste offensiv) 3) Rahmen der Entscheidung (positive, negative Frame)
  • Prospect Theory / Heuristiken und Verzerrungen WIe lautet sie? Prinzip der Nutzenmaximierung Aber: Mensch handelt nicht rational, sondern wird durch Heuristiken und biases eine verzerrte Entscheidung treffen Verzerrt durch: frame (positiv und negativ)  
  • Attribution Was bedeutet der Begriff? Attribution = subjektive Schlussfolgerung des Beobachters bezüglich der Ursachen des beobachteten Handelns
  • Welche Attributionsdimensionen gibt es nach Weiner? Lokation: Ursache in der Person oder in der Situation Stabilität: Ursache stabil oder veränderlich Kontrollierbarkeit: Handelnder kann Umstände beeinflussen oder nicht.
  • Wie funktioniert die Attribution nach Weiner? Am Beispiel einer bestandenen Prüfung: die internale zugeschriebenen Faktoren sind: Internal: stabil / unkontrollierbar = Begabung Internal: stabil / kontrollierbar = Wissen Internal: instabil / unkontrollierbar = Konzentration internal instabil / kontrollierbar = Anstrengung External: Schwierigkeit, Zufall, dauerhafte Ressource / temporäre Res.  
  • Welche Verzerrungen der Attribution gibt es? 1. Korrespondenzverzerrung (Beobachter schließt auf interne Faktoren) 2. Akteur-Beobachter-Divergenz: Handelnde attribuieren auf externe Faktoren 3. Selbstwertdienliche Attributionsverzerrungen Eigene Erfolge: Interne Faktoren Mißerfolge: Externe Faktoren
  • Was sind kausale Schemata? Durch Erfahrung gewonnene abstrakte Annahmen, welche Ursachenfaktoren für bestimmte Arten von Ereignissen verantwortlich sind.
  • Kovariationsmodell der Attribution? - Konsensusinformationen (Reaktionen Anderer auf den Stimulus) - Distinktheitsinformationen (Verhalten der Person in anderen Fällen) - Konsistenzinformationen (Verhalten der Person über die Zeit)
  • Attributionsprozesse: Korrespondierende Schlussfolgerungen Wie läuft der Prozess der korrespondierenden Schlussfolgerungen? 1. Handlung mit Absicht? Fähigkeit Handlung auszuführen? 2. Welche Disposition? -> speziell bei spezifischen Konsequenzen der Handlung, die nicht nur Vorteile bringt. Kovarianzattribution: Personenattribution, Stimulusattribution. Umständeattribution
  • Effekte bei der Eindrucksbildung? 1. Reihenfolgeeffekte (Primacy, Recency) 2. Halo-Effekt 3. aktive & passive Eindrucksbildung
  • Was ist ein Attributionsstil? relativ zeitstabile Tendenz einer Person über verschiedene Situationen hinweg bestimmte Erklärungsmuster zu verwenden.
  • Welche Bedürfnisse hat der Mensch bei der Eindrucksbildung? 1) Bedürfnis akkurat zu sein 2) Bedüfnis nach Konsistenz subjektiv-logische Unvereinbarkeiten führen zu innerer Anspannung -> (kognitive Dissonanz) Folge: Auflösung der kognitiven Dissonanz durch Weglassen von Informationen, Ignorieren oder Wegerklären 3) Bedürfnis nach positiver Selbstbewertung
  • Duale Prozesse der Eindrucksbildung: Wie funktioniert das Kontinuum-Modell (FIske / Neuberg)? Unterscheidet automatische Kategorisierung und Piecemeal perception Initiale Kategorisierung - confirmatory categorization - recategorization sind die automatischen Prozesse am Beginn des Prozesses erst wenn gar keine Kategorie passt, wird eine piecemeal integration - also ein eigener strukturierter Prozess - durchgefürt.
  • Was sind kognitive Heuristiken und was ist ihr Nutzen? Kognitive Heuristik = Entscheidungshilfe im Sinne einer Faustregel Nutzen: Entscheidungen & Urteile können mit geringem Aufwand und wenigen Informationen gefällt werden.
  • Welche Formen der Informationsverarbeitung gibt es? 1. Top-Down / konzeptgesteuert (Wird von Wissen und Erwartungen gesteuert) 2. Bottom-Up / datengesteuert (wird von Merkmalen des Stimulus od der Situation gesteuert)
  • Soziale Informationsverarbeitung Erkläre Enkodierung / Kategorisierung Enkodierung: äußerer Reiz wird in eine kognitive Repräsentation umgewandelt (z.B. auch durch Verknüpfung mit bereits vorhandenen Gedächtnisinhalten) "Prime"  = Schlüsselreiz erleichtert die Zugänglichkeit von Gedächtnisinhalten und Assoziationen Kategorisierung: Zuordnung in bekannte Klassen
  • Was bedeutet Salienz? Salienz, ein salienter Reiz: ist sozial besonders bedeutsam Reiz tritt selten auf
  • Idealtypische soziale Informationsverarbeitung Extern: sozialer Stimulus Interner Input (z.B. Gedächtnisinhalte) 1. Initiale Wahrnehmung 2. Enkodierung / Kategorisierung 3. Urteilen / Entscheiden Extern: behavioraler Output - Handlung
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  • Welche Formen von Wissensrepräsentationen gibt es? 1. Kategorie (Klasse von Objekten, Personen, Ereignissen) 2. Stereotyp 3. Prototyp (idealtypische und definitorische Merkmale einer Kategorie) 4. Assoziatives Netzwerk 5. Schema 6. Skript (wichtig: wie Schema aber mit zeitlicher Abfolge)
  • Geschichte der Sozialpsychologie Erkenntnisse von Lewin? Lewin Formel: Verhalten = Funktion aus Personenfaktoren und Umweltfaktoren  
  • Was ist ein Stereotyp? Stereotyp = sozial geteilte Überzeugung bzgl. Attribute, Eigenschaften, Verhalten in denen sich die Mitglieder einer Gruppe ähneln.