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Europäische Integration (Subject) / D I Ausgewählte Politikbereiche (Lesson)
Gemeinsame Agrarpolitik
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- Aus welchen Gründen wurde die gemeinsame Agrarpolitik beschlossen und wie sind die Gründe heute? hohe Bedeutung der Agrarwirtschaft nach dem Krieg Nahrungsmittelknappheit man wollte nicht von Importen abhängig sein Landwirtschaft war hoch angesehen und geeignet um Wählerstimmen zu generieren Lobbys hatten starken Einfluss Frankreich war auf Grund seiner starken landwirtschaftlichkeit an einer gemeinsamen Agrarpolitik interessiert um Subventionen auf eine transnationale Eben zu verlagern Versorgung sollte sichergestellt, Fortschritt gefördert und Märkte stabilisiert werden heute: offiziell: Autarkie bewahren inoffiziell: starke Lobby der Agrarwirtschaft
- Welche ökonomischen Gründe gibt es für die starke Subventionierung im Agrarsektor? niedrige Einkommenselastizität der Nachfrage niedrige Preiselastizität der Nachfrage bei landwirtschaftlichen Produkten Branche ist (war) durch extremen technischen Fortschritt gekennzeichnet die Produktion ist sehr kapitalaufwendig exogene Schocks (Umwelteinflüsse) führen zu starken Preisschwankungen
- Welche Ziele verfolgt die Gemeinsame Agrarpolitik? Produzenten: Steigerung der Produktivität in der Landwirtschaft Erhöhung der pro-Kopf Einkommen / Einkommenssicherheit für die Landwirte Stabilisierung der Märkte Konsumenten: Sicherstellung der Versorgung Angemessene Preise Reihenfolge gibt Auskunft über die Priorität der Ziele
- Welche zwei Instrumente der Gemeinsamem Agrarpolitik gibt es? Preispolitik: Zielpreis und Interventionspreis (ZP>IP) Variable Imzölle (Agrarabschöpfung: Betrag zwischen EU- und Weltmarktpreis) Variable Exportzölle Interventionspreis: Aufkauf des Überangebots Variable Exportsubventionen Schwellenpreis (Preis zu dem ausländische Unternehmen in die EU einführen dürfen) Interventionspreis/Garantiepreis (Überproduktionen werden garantiert abgekauft) Strukturpolitik: Stilllegungsprämien Aus- und Weiterbildung... cross-compliance: Zahlungen dafür, dass Umweltschutzauflagn eingehalten werden
- Wie wirken sich Umverteilungsmaßnahmen auf reiche und arme Haushalte aus? Was sagt das über den Garantiepreis im Allgemeinen? Bsp. Arme Haushalte geben 30% des Haushaltsgeldes für Agrarprodukte aus. Reiche Haushalte 9%. Szenario: Nach Einführung des Garantiepreises kommt es zu einer Preiserhöhung um 33%. Danach müssen arme Haushalte 40% ausgeben. Reiche 12%. Der Garantiepreis kann also als eine regressive Besteuerung angesehen werden. Haushalte mit niedrigem Einkommen werden stärker belastet als Haushalte mit hohem Einkommen.
- Was ist das Problem von Exportsubventionen? sind teuer, hoher Anteil des Haushalts laden zu Korruption und Missbrauch ein (zB der Umwelt durch hohen Einsatz von Pestiziden) wohin mit den Überschüssen? Export? Vernichtung? Es kommt zu dumping Preisen im Export, teilweise unter den Produktionskosten Schädigung von Entwicklungsländern, weil man deren Preise kaputt macht
- Erläutere und begründe den Übergang vom Nettoimporteur zum Nettoexporteur und schildere die enstandenen Probleme. Der Anreiz zur Mehrproduktion der in den letzten 30 Jahren geschaffen wurde führte dazu dass die EU zum Netto-Exporteur geworden ist. Zu Beginn der GAP war das Ziel Preise hoch und stabil zu halten. Garantiepreise waren möglich, Importmengen konnten kontrolliert werden. Anfängliche Überproduktion wurde als positiv angesehen. EU als Nettoexporteur: Produktion von Agrarprodukte stieg auf Grund von Technoligieentwickungen stark an. Die EU wurde zum Käufer überschüssiger Agrarausgaben. Proleme mit der Finanzierung und Entsorgung!!! Entsorgung: Lagerung (wenn möglich, Milchpulver) oder subventioierter Export -> Dumping Finanzierung: Haushaltsprobleme Weitere Probleme: Umweltverschmutzung durch Chemikalien, keine artgerechte Haltung von Tieren, Antibiotikamissbrauch, Verdrängung von kleinen Höfen durch effizientere Technologien und ungerechte Verteilung der Zuschüsse. Zerstörung der Preise, Schädigung von Entwicklungsländern
- Nenne einige Punkte der Reformen von 1992 bis 2003! Entkoppelung der Beihilfen von Produktionshöhe Senkung der Einfuhrzölle und Exportbeihilfen Anreize zur Überproduktion verringern "Die Bauern sollen mit ihrem Land machen können was sie wollen, soalgen das Land erhalten bleibt und grundlegende Umweltstandards eingehalten werden." Bauer ist nicht immer gleich Eigentümer!
- Nenne einige Eckpunkte der Reformen der letzten Jahre inklusive der 6 strategischen Leitlinien! Schwerpunkte: Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Forstwirtschaft und Verbesserung der Umwelt Maßnahmen: Umstrukturierung und Moderniserung, artgerechte Tierhaltung, Bekämpfung des Klimawandels, erneuerbare Energien fördern, ... Weitere Reformen: Direktzahlungen an Landwirte abschaffen, Abschaffung von Erzeugnisquoten,... Leitlinien: Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Forstwirtschaft Verbesserung von Umwelt und Landschaft Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum und Förderung der Diversifizierung Aufbau lokaler Kapazitäten für Beschäftigung und Diversifizierung Umsetzung der Prioritäten und Programme Komplementarität zwischen den Gemeinschaftsinstrumenten
- Wie lässt sich Steigerung der Milchpreise erklären? Die Nachfrage steigt stärker als das Angebot. Unter anderem: erhöhte Nachfrage aus China: wachsende Bevölkerung, gestiegener Lebensstandard, Arbeitskräfte wandern in die Industrie ab. -> starke Nachfrage lässt den Preis steigen. Dann: Melanin Skandal in China, Krise: -> Preise sinken wieder
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- Wie ist der aktuelle Stand der Verteilungswirkung der EU-Agrarpolitik? niedriger Weltmarktpreis durch Importzölle und Exportsubventionen Hohe Agrarpreise in der EU treffen Haushalte mit niedrigem Einkommen überproportional stark es profitieren vor allem die großen landwirtschaftlichen Betriebe Beihilfen werden etwa zur Hälft an Landeigner und Vorproduktproduzenten abgewälzt