Infektionskrankheiten (Subject) / Erregergruppen Viren (Lesson)

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Die meisten Erkältungen, zahlreiche Kinderkrankheiten sowie Leber- und Hirnhautentzündungen gehen auf das Konto von Viren. Auch HIV die Geisel der Menschheit gehört zu dieser Gruppe.

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  • Vieren allgemeine Bemerkungen haben keinen eigenen Stoffwechsel und können sich aus diesem Grund auch nicht selbstständig vermehren und fortbewegen. Sie benötigen eine Wirtszelle. Vires besitzen keinen eigenen Proteinsyntheseapparat und keine Enzyme zur Energiegewinnung. Er besteht aus: entweder DNA oder RNA, aus einem Kapsid (Eiweißmantel) und einige aus einer lipidhaltigen, schützenden Hülle. Viren heften sich an ihre Wirtszelle, schleusen ihr Erbgut ein und programmieren die Zelle zu ihren Gunsten um. Jetzt produziert der Wirt Virusbestandteile und baut sich zusammen. Viren können ihre Wirtszelle so schädigen, dass sie abstirbt und zahlreich neue Viren freisetzt, es gibt aber auch die vermutete Slow Virus Infektion die erst nach Jahren ausbricht und Viren spielen bei der Entstehung von Krebs ein große Rolle (HPV -Zervixkarzinom) Es gibt keine typischen Virussymptome, aber häufig tritt ein zweigipfliges Fieber auf, es kann zu einer Leukozytose aber ebenfalls zu einer Leukopenie kommen, häufig besteht eine relative Bradykardie, ein schlechter Allgemeinzustand und eine Splenomegalie.
  • virale Erregergruppen und einige Erkrankungen Herpes Viren: Herpes-simples-Virus: mit Herpes lapialis oder genitalis sowie Enzephalitis; Zytomegalie-Virus mit gleichnamiger Erkrankung;  Herpes-Virus Typ 6: Dreitagefieber; Varicella-Zoster-Viru: Windpochen bei Kinder und Herpes zoster (Gürtelrose) bei Erwachsenen; Epstein-Barr-Virus: infektiöse Mononukleose Toga Viren: Gelbfieber; Röteln; FSME andere Virenfamilien: HIV; Hepatitis; Rotaviren: infekt. Gastroenteritis; Rabiesvirus(Tollwut); Influenza; Rhinoviren; RS Virus: atypische Pneumonie; Morbilli: Masern; Mumps; Polio; Adenoviren: Kreatokonjunktevitis epidemica, atypische Pneumonie, akute Rhinitis; Filo-Viren: Hanta, Marburg, Lassa, Ebola-Virus mit virusbed. hämorrhagischen Fieber
  • Hanta Fieber E.B. S. 1256 §6,7,8,24,34, 30 virusbedingtes hämorrhagisches Fieber mit renalem Sndrom vorwiegend in Asien, Zoonose, ( Mäuse, Ratten ), Quarantäne Trias: F., Blutungsneigung, akutes Nierenversagen Schüttelfrost, hohes Fieber, Schleimhaut- und Organblutungen Endemiegebiet auf der Schwäbischen Alp
  • Exanthema subitum - Dreitagefieber E.B.S. 1230 humanes Herpesvirus 6 klein bis mittelfleckige exanthemische, meist harmlose Kinderkrankheit mit unvermittelt hohem Fieber, rasch ansteigend über 3-4 Tage bei trotzdem gutem Allgemeinzustand, rötelnähnlichem Hautausschlag und Lymphknotenschwellung Alter: 6 Mo. - 2 Jahre IZ: 5-15 Tage Ansteckung durch Tröpfcheninfektion
  • virusbedingtes hämorrhagisches Fieber Sammelbezeichnung für Viruserkrankungen mit den Leitsymptomen hohes Fieber und Hämorrhagien (Blutaustritt in inneren Organen, Haut und Schleimhäuten) Krankheiten: Ebola-, Hanta-, Lassa-, Marburgfieber, aber auch Gelbfieber, Denguefieber, Krim-Kongo-Fieber etc. Prodromi: grippale Symptomatik, akuter Beginn, hohes Fieber, schweres Krankheitsgefühl mit Allgemeinsymptomen Organphase: je nach Erreger unterschiedliche Organaffinität und Ausprägung, aber regelmäßig Blutungen innerer Organe, Haut usw. ZNS-Symptome, Gefahr von Multiorganversagen bzw. Schock nach wenigen Tagen, hohe Sterblichkeit
  • Keratokonjunktivitis epidemica § 7 und 24 Binde- und Hornhautentzündung durch Tröpfchen oder Schmierinfektion mit Adenoviren IZ: 5-10 Tage(Schwimmbadkonjunktivitis) Err. im Abstrich häufig einseitig beginnend, mit nachfolgender Infektion des anderen Auges schmerzhaftes Fremdkörpergefühl, Juckreiz, Tränenfluss, Lichtscheu ringförmige Rötung und Schwellung der Augenbindehäute, ödematöse Lidschwellung in 50% Keratitis (Hornhautentzündung, Hornhauttrübung mit Sehstörungen, evtl. bleibend Übertragung: kontaminierte Untersuchungsinstrumente, Gegenstände, Handtücher, Spielzeug in Praxen usw.
  • Influenza-Virus Typ A /B/C(Subtypen) Echte Virusgrippe §7,24 (6) nach Eintritt des Erregers über die Schleimhäute des Rachenraumes und der Atemwege über Tröpfchen oder Kontakt 80% der Fälle mit unproblematischem VerlaufIZ: 1-2 Tage schwere Verläufe in 20% der Fälle mit 40° F. SchÜFr., AZ schlecht, Kopf-, Glieder-, Muskelschmerzen, Husten, Schnupfen, Heiserkeit, evtl. gastrointest. Symptomenach 1-2 Wo. Fieberabfall mit kritischer Entfieberungfür Influenza Typ A/H1N1 Schweingrippe §6nbei TodVogelgrippe Typ A/H5N1 besteht Meldepflicht §6 IfSGKO: Pneumonie, Meningitis, Herzinsuffiziens