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Wettbewerbspolitik (Subject) / 7.1 (Lesson)
Horizontale Verinbarungen und Kartellverbot
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- Was ist ein Kartell, warum ist das schlecht und warum sind die schwer zu unterbinden? Ein Kartell ist ein verbindlicher Vertrag über den Einsatz von Aktionsparametern (Preise, Konditionen, Mengen, Absatzgebiete, Forschung...) zwischen zwei ansonsten unabhängigen Unternehmen. Problematisch ist, dass durch diese Absprachen der Wettbewerb beschränkt wird, die Auswahlfreiheit der Konsumenten verringert und Wettbewerb nicht mehr als evolutorischer Prozess funktionieren kann. Auch wenn Kartelle verboten sind, können Unternehmen ihr Verhalten aufeinaner abstimmen. Diese Abstimmungen sind aber nur schwer nachzuweisen. Außerdem ist es oft schwierig zu unterscheiden, ob Unternehmen sich abgesprochen haben, oder ob sie gleich auf eine externe Veränderung (Rohstoffpreise) reagieren.
- Wie wirken sich Preisabsprachen aus? Wenn zwei Unternehmen ihre Preise absprechen, können sie einen Preise über dem Durchschnittspreis festlegen. Gleichzeitg wird die Nachfrage sinken, also muss auch die Produktion nach Absprache gesenkt werden. Vergleichbar mit den Monopolproblemen: Schädigung der Konsumenten, Umwandlung eines Teils der Konsumentenrente in Gewinne er Kartellmitglieder. Allokative Ineffizienz ebenso wie negative Wirkungen auf die dynamische Ineffizienz (niedrigerer Wettbewerbsdruck).
- Warum können Kartelle instabil sein? Läuft das Kartell erfolgreich, so hat jedes Unternehmen einen Anreiz, heimlich eine größere Menge als vereinbart zu einem geringfügig niedrigerem Preis abzusetzen. Auch die anderen Kartellmitglieder halten sich dann nicht mehr an die Absprache und der Preis sinkt wieder auf das Durchschnittsniveau. Gefangenendilemma: Gleichgültig welches Verhalten dem anderen Unterstellt wird, Defektion führt immer zum höheren Ergebnis.
- Wie kann das Stabilitätsproblem von Kartellen gelöst werden? Bei Verträgen: Hohe Strafen bei Missachtung. Ansonsten: Im wiederholten Spiel können defektierende Mitglieder glaubwürdiger bestraft werden. Wie hoch sind die Anreize das Kartell zu brechen? Wie ist die Wahrscheinlichkeit entdeckt zu werden? Wie hoch ist die Möglichkeit defektierende Unternehmen zu bestrafen? Mehr Stabilität bei: langfristigen Kartellen, wenigen Anbietern, Markttransparenz, hohem Informationsaustausch weniger Stabilität bei: Symmetrie der Anbieter, geringe Preiselastizität der Nachfrage, Nachfragemacht, MZS, Konjunkturschwankungen und Innovationen
- Welche anderen Arten von Kartellen und Kooperationen gibt es und welche Wirkung haben die? 1) Rationalisierungs- und Spezialisierungskartelle: können durch Skalen- und Verbundeffekten zu Effizienzvorteilen führen aber auch gravierend den Wettbewerb vermindern. 2) F&E-Kooperationen: Synergieeffekte, Verringerung der TAK, Vermeidung von Kostenduplizierung usw. Aber auch Wettbewerbsbeschränkung durch Verringerung des Wettbewerbsdrucks. Im Sinne des dynamisch-evolutorischen Konzepts auch Verringerung des trial and error Prozesses; Reduktion der Varietäten.
- Nenne 4 Gründe die es nach europäischem Recht erlauben ein Kartell zu schließen! entstehende gesamtwirtschafltiche Vorteile (Skalen- oder Verbundvorteile, Förderung des technischen Fortschritts) Die Nachfrage müssen am entstehnden Gewinn angemesen beteiligt sein Die Wettbewerbsbeschränkung muss unerlässlich sein um diese Vorteile zu erreichen Der Wettbewerb darf nicht ausgeschaltet werden
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