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Sozialpsychologie (Subject) / Sozialpsychologie Zusammenfassung (Lesson)
Wiederholung
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- Normativer Einfluss Ziel: Ablehnung vermeiden, gute Beziehungen
- Konversion Meinungsänderung aus Überzeugung; private Zustimmung
- Compliance öffentl. Zustimmung führt zur Verstärkung der Einstellung
- Autokinetischer Effekt Der autokinetische Effekt ist eine optische Täuschung, bei der kleine fixierte Lichtquellen oder ein kurz dargebotener stationärer Lichtpunkt im Blickfeld in einer sonst dunklen Umgebung als bewegt wahrgenommen wird. Die wahrgenommene Richtung und die Bewegungsweite können dabei stark variieren.
- Unter welchen Bedinungen verhalten sich Menschen konform? 1)Gruppengröße2)Einstimmigkeit3)Soziale Unterstützung4)Kultur5)Öffentliche vs. private Urteilsabgabe6)Persönlichkeitsvariablen
- Bedingungen für Deindividuation •Uniform, Gruppengröße, wahrgenommene Anonymität (Nicht-Identifizierbarkeit) −Watson (1973): Krieger mit Kriegsbemalung quälen signifikant öfter ihre Gefangenen −Rehm et al. (1987): Aggressiveres Verhalten, wenn Uniformen getragen wurden•Verantwortungsdiffusion −Je mehr Personen beteiligt sind, desto weniger trägt der einzelne die Verantwortung
- Def. Deindividuation Lockern der normalen Verhaltenseinschränkungen beim Einzelnen, wenn er sich in einer Gruppe befindet, wobei es vermehrt zu impulsiven und von der gesellschaftlichen Norm abweichenden Handlungen kommt. Das Individuum vollzieht somit in der Gruppe Handlungen, die es alleine nicht ausüben würde.(Aronson, Akert& Wilson, 2004)
- Köhler-Effekt Motivation des Gruppenschwächsten am höchstens, wenn die Leistung der einzelnen Gruppenmitglieder mittelgroß ist.
- Merkmale Gehorsam explizite Anweisungen Autorität ständige Überwachung der Befehlsausführung Rechtfertigung: Abgabe der Verantwortung an Autorität
- Merkmale Konformität impliziter Einfluss Gruppe/Gleichrangige keine explizite Überwachung Rechtfertigung: Minimierung des sozialen Drucks (Autonomie)
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- Gründe für Gehorsam •Wir lernen, Autoritäten zu gehorchen, halten sie für vertrauenswürdig.•Foot-in-the-Door-Technik (langsame Steigerung)•Abschieben von Verantwortung?
- Door-in-the-Face-Technik –Entgegenkommen, Norm der Reziprozität (Gegenseitigkeit)1)Extreme Bitte, die fast immer abgelehnt wird2)Maßvollere Bitte, die dann gewährt wird
- Foot-in-the-Door-Technik 1)Kleine Bitte, die fast immer gewährt wird2)Danach größere Bitte –die dann auch erfüllt wird, um zusammenhängenden Gefallen zu ermöglichen
- Interpersonaler Konflikt liegt dann vor, wenn die Konfliktparteien unvereinbare Ziele anstreben und das Verhalten der einen Partei das Verhalten der anderen behindert, blockiert, stört oder weniger wirksam macht.
- Def. Aggression Verhalten mit Schädigungsabsicht (tatsächliche Handlung)
- Def. Aggressivität Aggressions-Bereitschaft
- Def. Gewalt Aggression + Kräfteungleichgewicht (nach Neubauer (2000) Gewalt als körperliche Aggression)
- Bullying (=Mobbing an der Schule) Gewalt + wiederholt, über längere Zeit gegen dieselbe Person
- Soziale Konflikte in der Schule 1)Lehrer-Schüler-Konflikte2)Schüler-Schüler-Konflikte3)Lehrer-Eltern-Konflikte
- Emotionale Betroffenheit von Lehrkräften bei verschiedenen Konfliktbereichen am niedrigsten: Lernschwierigkeiten, Leistungsmessung mittel: Diebstahl, Disziplin, Hausaufgaben, Sachbeschädigung, Schülerängste hoch: Suchtmittel, Ausländerprobleme, Schülerangriffe auf den Lehrer
- Lehrer-Schüler-Konflikt Insgesamt relativ selten häufiger an Sonderschulen und Hauptschulen als an Grundschulen, Realschulen und Gymnasien Todt & Busch (1997): Befragung von ca. 1.500 SchülerInnen zur „Disziplinlosigkeit im Unterricht“ andere im Unterricht geärgert, beworfen Einen Lehrer geärgert, provoziert Unterricht absichtlich gestört
- Konkrete Anlässe für aggressives Verhalten Durchsetzung eigener Interessen Ungeschickte Kontaktaufnahme Reaktion auf vermeintliche Bedrohung Hilflosigkeit Appell für mehr Zuwendung Antwort auf Provokation Identität oder Selbstbewusstsein gewinnen
- Theorien der Aggressionsentstehung •Ethologie und Psychoanalyse (Aggression ist ein angeborener Trieb / eine Instinktreaktion)•Evolutionspsychologie (Kampf um reproduktive Ressourcen)•Frustrations-Aggressions-Hypothese (Frustrationen führen zu einer gesteigerten Aggressionsbereitschaft)•Lerntheorien (Kindern lernen am Modell, erleben aggressives Verhalten als erfolgreich oder reagieren mit Aggression auf konditionierten Stimulus)•Sozialpsychologische Erklärungsmodelle (Konflikt um Ressourcen, Out-Group-Homogenity, Verteidigung oder Erlangung bestimmter sozialer Rollen in einer Gruppe)•Sensation Seeking (Aggression als Nevernkitzel oder aus sadistischen Neigungen)
- Konsequenzen schulischer Gewalt …ist ein Hauptgrund für die Entstehung affektiver Störungen im Kindes- und Jugendalter…spielt bei praktisch allen Suiziden von Schülern eine Rolle…ging allen vergangenen Fällen von Amokläufen an Schulen voraus
- Merkmale des typischen Opfers •Meist körperlich schwächer•Entgegen vieler Annahmen nicht unbedingt ein „Streber“, sondern hat eher unterdurch- schnittliche schulische Leistungen•Äußerliche Abweichungen (Brille, Adiposi- tas, etc.) spielen nur eine geringfügige Rolle•Opfer meist unsicher, ängstlich, still und empfindsam: geringes Selbstbewusstsein•Hat meistens wenig Freunde, einsam eher passiv•Eher eine geringere Zahl der Opfer ist provozierend und ebenfalls aggressiv•Überbehütendes Elternhaus
- Merkmale des typischen Täters •i.d.R. durchschnittlich intelligent•ausgeprägtes Selbstbewusstsein, positives Selbstbild•überdurchschnittliche körperliche Kräfte•keine Außenseiter, sondern haben in der Regel zumindest einige Freunde•meist weniger ängstlich und gehemmt als der Durchschnitt, verbal und physisch aggressiv•Erlernte, instrumentelle Aggression: sind daran gewöhnt, sich aggressiv durchzusetzen•Elternhaus: bestrafendes und inkonsequentes Erziehungsverhalten, Mangel an emotionaler Wärme, innerfamiliäre Gewalterfahrungen•Hohe Stabilität der aggressiven Verhaltensweisen!•Bis zum 24. Lebensjahr werden bereits 60% straffällig •Täter verfügen über Perspektivenübernahme- fähigkeiten!•Aber: Trotz Unrechtsbewusstsein kein Schulgefühl und kein Mitleid mit dem Opfer Änderung des Verhaltens ist schwer•oft bis zum Erwachsenenalter ein starkes Bedürfnis, sich gewaltorientiert zu verhalten, erleben Genugtuung dabei, einen anderen zu bedrängen oder zu ängstigen•Moralische Standards haben wenig oder keine handlungsbestimmende Bedeutung•Auch: „Mischformen“ (Opfer und Täter zugleich); „provozierende, hoch aggressive Opfer“
- Situationale und negative Einflussfaktoren bei Probleme mit Aggression in der Schule –Kompetitiver Unterricht–Verstärkung der Bullys durch Nicht-Reagieren der Lehrkräfte–Inkonsequentes Handeln der Lehrer (z.B. Ignorieren des Bullying)–Fehlendes Eingreifen der Eltern aufgrund von Informationsmangel
- Merkmale von Cyberbullying •Häufigste Form: Versand von verletzenden SMS, E-Mails oder Sprachbotschaften•Anonyme Drohungen, Droh- oder Scherzanrufe•Üble Nachrede / Erstellung gefälschter, unvorteilhafter Nutzerprofile•Besonders belastende Form von Gewalt/ Bedrohung, da diese auch nach der Schule weiter wirkt, aus der Anonymität heraus praktiziert wird und sich sehr schnell öffentlich verbreitet•Die meisten Täter/Täterinnen denken, es wäre nur ein Scherz•Mögliche Anlaufstelle für Jugendliche: http://www.juuuport.de/•Auch ca. jede 7. Lehrkraft Opfer von CybermobbingInformationsmangel
- Happy Slapping Filmen z. B. der körperlichen Misshandlungeines Mitschülers und anschließendeVerbreitung über Online-Foren / Mail /
- Cyber-Grooming pädophile Annäherungsversuche über das Internet
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- Maßnahmen zur Prävention / Intervention von Aggression an der Schule 1)Unterrichtsgestaltung (?)2)Modellverhalten der Lehrkraft: Konfliktlösung ohne Einsatz von Machtmitteln3)Schlichterprogramme für Schüler (Mediation / Vermittlung): Förderung der Selbstregulation und des Perspektivenwechsels4)Mehr-Ebenen-Ansätze (Schüler, Eltern, Lehrkräfte): Programm von Olweus (Schulebene, Klassenebene, Individualebene) I.Null-Toleranz (teils schwierig, wichtig: stärkere Aufsicht in Pause, Gewalt nicht „übersehen“)II.Normen etablieren, Einstellungen ändern (Schulethos / Schulkultur, Regeln aufstellen, Regelverletzungen sanktionieren)III.Konfliktlösestrategien trainieren, Impulskontrolle
- Interventionen bei Aggression in der Schule auf Schulebene •Verstärkung der Pausenaufsicht (und aktives Eingreifen der Lehrkräfte bei Gewalt)•Gestaltung des Schulhofes zu einem attraktiven Platz•Konfliktsprechstunde bzw. Mediationsraum; Kummerkasten, Sorgentelefon•Entwicklung von Schulkultur an der Schule („gewaltfreie Schule“)•Themenbezogene Kooperation von Lehrkräften mit Eltern
- Interventionen bei Aggression in der Schule auf Klassenebene •Klassenregeln gegen Gewalt•Arbeit mit Rollenspielen (Thema Gewalt und Aggression im Unterricht)•Sanktionen bei Regelübertretung•Regelmäßige Klassengespräche•Kooperatives Lernen, konsequentes Einhalten der vereinbarten Sanktionen / Wiedergutmachung•Gemeinsame, positive Aktivitäten
- Interventionen bei Aggression in der Schule auf Individualebene •Intensive Gespräche der Lehrkräfte mit den Gewalttätern und Opfern•Gespräche mit Eltern•Empathieförderung bei Tätern•Soziale Kompetenztrainings für Täter und Opfer•Klassen- oder Schulwechsel
- Aussagen bei internaler Kontrollüberzeugung •„Statt auf das Schicksal zu vertrauen, habe ich es immer vorgezogen, klare Entscheidungen zu fällen.“•„Was mit mir geschieht, hängt von meinem eigenen Handeln ab.“•„So etwas wie Glück gibt es nicht.“
- Aussagen bei Glaube an eine gerechte Welt •„Ich finde, dass es auf der Welt im Allgemeinen gerecht zugeht.“•„Ich glaube, dass die Leute im Großen und Ganzen das bekommen, was ihnen zusteht.“•„Ich bin sicher, dass immer wieder die Gerechtigkeit in der Welt die Oberhand gewinnt.“
- Aussagen bei sozialer Verantwortung •„Ich würde einen Freund nicht im Stich lassen, wenn er von mir Hilfe erwartet.“•„In der Schule hatte ich nicht immer die besten Betragensnoten.“ (negativ)•„Wenn man mir eine Aufgabe stellt, erledige ich sie selbst dann, wenn ich mir interessantere Aufgaben vorstellen könnte.“
- Def. Familie Wild & Lorenz (2009): Der Begriff „Familie“ wird heute zur Kennzeichnung von Partnern oder Einzelpersonen mit Kindern verwendet, die in unterschiedlichsten Konstellationen leben können.•Hofer (2002): Eine Familie ist eine Gruppe von Menschen, die durch nahe und dauerhafte Beziehungen miteinander verbunden sind, die sich auf eine nachfolgende Generation hin orientiert und die einen erzieherischen und sozialisatorischen Kontext für die Mitglieder bereitstellt.
- Def. Erziehungswissen Alltagspsychologisch fundierte Einstellungen, Ziele und Überzeugungen zur Erziehung
- Def. Erziehungspraktiken Spezifische Klassen kindbezogener Verhaltensweisen, die Eltern in erziehungsthematischen Situationen äußern Erziehungswissen (z.B. die Ablehnung körperlicher Strafen) und Erziehungspraktiken müssen nicht immer korrespondieren„Taten sagen mehr als Worte“
- Erziehungsstil-Dimensionen •Emotionale Kälte vs. emotionale Wärme•Kontrollierendes vs. permissives Verhalten•Anregendes vs. langweiliges Verhalten
- Bedeutsamkeit elterlicher Erziehungspraktiken für die Kinderpersönlichkeit •Elternerziehung = Früh einsetzende und zeitliche lang erstreckte Umwelteinflüsse•Eltern bestimmen wesentlich die Umweltbedingungen, unter denen sich die Kinder entwickeln•Spätere Einflüsse (z.B. durch Lehrer, Freunde, Partnerschafen…) bleiben gegenüber Elternwirkung sekundär; diese Einflüsse
- Konflikte (Scheidung)-Folgen für die Kinder Spill-over-Hypothese (Überschwappen der Partner-Konflikte auf die Eltern-Kind-Beziehung und evtl. auch auf Geschwisterbeziehungen), durch•Umlenkung des Partnerkonfliktes („Problemkind“)•Modelllernen•inkonsistentes Erziehungsverhalten (widersprüchliche Meinungen, Entscheidungen der Eltern)•Stressoren (Armut, Arbeitslosigkeit, Krankheit)
- Spill-over-Hypothese Überschwappen der Partner-Konflikte auf die Eltern-Kind-Beziehung und evtl. auch auf Geschwisterbeziehungen
- Ansatzpunkte der Familienberatung •universelle (primäre) Prävention -->für alle•selektive (sekundäre) Prävention -->für „Risikogruppen“•indizierte (tertiäre) Prävention--> bei Problemen
- Beispiel: Triple P, 5 Prinzipien positiver Erziehung •Sorgen Sie für eine sichere und interessante Umgebung•Regen Sie ihr Kind zum Lernen an•Verhalten Sie sich konsequent•Erwarten Sie nicht zu viel•Beachten Sie ihre eigenen Bedürfnisse
- Münchner Trainingsmodell 1. Beobachten und Beschreiben 2. Verstehen erzieherischer Zusammenhänge- Interpretieren und Werten 3. Lösungsarbeit, Gewinnen von Handlungsspielräumen
- Ziele und Funktionen von Schule 1)Qualifizierungsfunktion2)Erziehung und Sozialisation3)Selektionsfunktion, Vergabe von Berechtigungen
- Unterschiede zwischen Kindern Alleinerziehender und denen aus vollständigen Familien –Unterschiede hinsichtlich der Bildungsbeteiligung–Mehr Verhaltensauffälligkeiten, v.a. hinsichtlich Konzentration, Sprachverständnis, Unterrichtsteilnahme u.a. (Lehrer-Urteil)–Größeren familiären Belastungen ausgesetzt–Kinder aus vollständigen Familien weisen stabilere Gesundheit auf (weniger Fehltage)
- Geschwisterzahl •Korrelation etwa r = .3 zwischen Kinderanzahl und Notendurchschnitt am Ende der 1. Klasse (Wimmer, 1975)•Schlechtere Leistungen und Schulversagen mit zunehmender Geschwisteranzahl