7

Wettbewerbspolitik (Subject) / 6. Evolutionäre Wettbewerbskonzeptionen (Lesson)

6.1 Wettbewerb und Innovation 6.2 Wettbewerb als Entdeckungsverfahren 6.3 Wettbewerbsfreiheit: Hoppmann

This lesson was created by esel.

Learn lesson

This lesson is not released for learning.

  • Ganz grob, was ist Innovation? Nicht die Erfindung selber sondern die Durchsetzung eines "neuen" Produktes auf dem Markt; seine Wettbewerbsfähigkeit herzustellen.
  • Wie hängen Wettbewerb und Innovationen allgemein zusammen? Innovation ist die Hauptdeterminante für wirtschaftliche Entwicklung Innovation kommt in statischen Gleichgewichtsmodellen nicht vor in der Wettbewerbspolitik werden Innovationseffekte bisher nur in Ausnahmefällen berücksichtigt Trennung von Innovation und Wettbewerb in der Mikroökonomik: sind Innovationen öffentliche Güter? (nicht externalisierte externe Effekte führen zu Marktversagen) Lösungen: staatliche Finanzierung und / oder Patentrecht --> Dilemma zwischen Innovation und Wettbewerb Evolutorische Wettbewerbskonzepte: Innovation und Wissensteilung als Teil des WEttbewerbs
  • Was hat Schumpeter zu Wettbewerb und Innovarion zu sagen? Wettbewerb ist ein Prozess von Innovation und Imitation, die die Neuerungen Verbreiten. Bisherige Produkte und Produktionsverfahren werden somit verdrängt: schöpferische Zerstörung. Er weist damit das neoklassische Wettbewerbsverständis zurück, das sich am Preiswettbewerb orientiert. Seine Hypothesen: 1911: kleine "newcomer" treiben Innovationen (bspw. Bill Gates) 1942: große industrielle Forschungslabors und (angreifbare) Monopole treiben Innovationen (bspw. Pharmakonzerne). Diese Hypothese ist empirisch allerdings nicht haltbar
  • Was sagt Hayek zum "Wissensproblem"? Wirtschaftssubjekte verfgen nur über ein begrenztes, subjektives Wissen, dass über die Gesellschaft verstreut ist. Das Wissen, das im Modell des perfect competition als gegeben vorausgesetzt wird, wird im Wettbewerb erst geschaffen!!! Wettbewerb als ein trial and error Prozess in dem erst geruasgefunden wird, was die besseren Produkte und Produktionsverfahren sind. -->>> Wettbewerb generiert Wissen/ vermindert das Wissensproblem
  • Hoppmanns Konzept der Wettbewerbsfreiheit: normativ: kritisch ggü rein ökonomischen Zielen der Wettbewerbspolitik. zentrales Ziel der Wettbewerbspolitik: Sicherung der Wettbewerbsfreiheit. in Deutschland ab Ende der 60er -->> Wettbewerbsfreiheit als Ausdruck allgemeiner Handlungsziele aller Akteure unter allgemeinen Reglen gerechten Verhaltens. Allgmein, abstrakt ( gelten für jeden, geben keinen bestimmten Zweck vor) Negativ (Verbote): keine Befehle Sicher (Rechtssicherheit) theoretisch: kritisch zum SVE-Paradigma --> Marktstrukturen entstehen endogen in den Marktprozessen Wettbewerbspolitische Forderungen mehr verhaltensorientierte Wettbewerbspolitik, nicht am Ergebnis orientiert. Allgemeine per se Regeln (Verbote gegen Betrug u.ä.) um wettbewerbsbeschränkendes Verhalten zu verhindern. keine marktstrukturorientierte Wettbewerbspolitik Bewertung: schwer operationalisierbar und umzusetzen Aber: kritische Positionen überzeugend formuliert Keine klaren Praxisvorgaben; nur grundsätzlich methodologisch;Handlungsfreiheit für den Wettbewerber unter en Regeln allgemeinen Verhaltens/ rechtsstaatliche Grundsätze, erkennt die Gefahr eines wettbewerbspolitische Interventionismus
  • Die Theorie des dynamischen Wettbewerbs: Wettbewerb als Prozess in dem ständig Anbieter mit neuen wettbewerblichen Akrionen (Innovationen) vorstoßen, andere durh imirirende Aktionen nachziehen oder gar überholen. Ein temporärer Aufbau von Marktmacht ist somit kein wettbewerbspolitische Problem sonder ein wichtiger Anreiz für Innovationen.
  • die dynamisch-evolutorische Wettbewerbskonzeption: Die wirtschafltiche Entwicklung wird als Ergebnis von wettbewerblichen Prozessen der Variation und Selektion von Produkten oder Technologien betrachtet. Dafür ist es notwendig, dass eine gewisse Anzahl von Ideen/Unternehmen miteinander kokuriert so dass mehr Prolemlösungshypothesen im Wettbewerb getestet werde können. Dadurch werden mehr Erfahrungen gemacht und die Wissensakkumulation geschieht schneller. Die Konsumenten sind hier die selektiven Schiedsrichter. Die Heterogenität der Unternehmen ist ein normales Phänomen in Wettbewerbsprozessen und nicht ein Zeichen von unvollkommenem Wettbewerb.
Advertisement