60
Rechtssoziologie (Subject) / Was ist Rechtssoziologie (2) (Lesson)
Rechtssoziologie
This lesson was created by nataliaboe.
This lesson is not released for learning.
Advertisement
- Was ist Rechtsgeschichte? Systematische Untersuchung von rechtl. Phänomenen der Vergangenheit ggf. hinsichtl. auf ihre Bedeutung für die Gegenwart
- Was ist das Ziel der Rechtsdogmatik? systematische und begriffl. Durchdringung der geltenden Rechtsnormen letzl. also die Auslegung und Bestimmung ihres Inhalts
- Womit beschäftigt sich die Rechtsphilosophie? grundlegende normative Fragen und Entwicklung von Kriterien einer "Gerechtigkeitskontrolle" sie fragt, was gerechtes Recht ist und ob eine konkrete Rechtsordnung dem entspricht
- Was untersucht die Rechtssoziologie? mit empirischen Mitteln die gesellschaftl. Realität des Rechts vor allem im Wechselspiel zwischen Gesellschaft, gesellschaftl. Wandel und Recht
- Was bedeutet empirisch? durch sinnl. Erfahrung vermittelt nicht durch gedankl. Überlegungen
- Was bedeutet normativ? gerichtet bzw. bezogen auf eine Norm bzw. eine Aussage mit Sollens-Charakter
- Wie betrachtet der BGH in seinen Urteilen Sachverhalte? praktisch, normativ, dogmatisch
- Wie betrachtet zB Kant Sachverhalte? wissenschaftl. normativ philosophisch
- Wie betrachtet zB Durkheim Sachverhalte? wissenschaftl. empirisch soziologisch
- Wie betrachtet die Polizeil. Kriminalstatistik Sachverhalte? wissenschatl. empirisch statistisch kriminologisch
- Advertisement
- Wie betrachtet zB Frommel Sachverhalte? wisseschaftl. relevant für eine historische Auslegung rechtshistorisch
- Wer war Immanuel Kant? 1724-1804 war ein deutscher Philosoph der Aufklärung bedeutendsten Vertretern der abendländischen Philosophie Werk Kritik der reinen Vernunft kennzeichnet einen Wendepunkt in der Philosophiegeschichte und den Beginn der modernen Philosophie.
- Wer war David E`mile Durkheim? 1858-1917 war ein französischer Soziologe und Ethnologe
- In welche 3 erkenntnistheoretischen getrennten Bereiche wird das Recht unterteilt(Rehbinder)? 1. Werwissenschaft: Idealität (Rechtsphilosophie) Gerechtigkeitsvorstellungen, Werte 2. Normawissenschaft: Normativität (Rechtsdogamtik) Sollen 3. Erfahrungswissenschaft: Faktizität (Rechtssoziologie) Sein
- Drei-Dimensionen-Model von Rottleuthner? Gesetzgebung Rechtsstab rechtsbezogenen soziales Handeln = innerhalbt dieser 3 Dimensionen lassen sich verschiedene Themenbereiche der empirischen Rechtssoziologie lokalisieren
- Was ist nach Eugen Ehrlich das gesellschaftl. Recht? innere Ordnung = alle abgrenzbaren Lebensverhältnisse, beruhend auf grundlegenden gesellschaftl. Einrichtungen: Ehe, Famile, Besitz, Vertrag, Vererbung
- Was ist nach E. Ehrlich Juristenrecht? durch Verllagemeinerung und Systematisierung von früheren Entscheidungsnormaen gewonnen, verstetigen sich mit der Zeit und werden Rechtssätze
- Was ist nach Ehrlich staatl.Recht? Gesetze (Rechtssätze), die nicht nur bereits bestehendes gesellschaftl. und Juristenrecht zsm.fassen und Anweisungen an die Gerichte (Entscheidungsnormen) oder sie Verwaltung(Verwaltungsnormen) enthalten
- Eugen Ehrlichs historische Entwicklung des Rechts? gesellschaftl. Recht ->Juristenrecht -> staatl. Recht
- Verhältnis von Recht und Gesellschaft nach Ehrlich? Recht ist eine Funktion der Gesellschaft entsteht aus der Gesellschaft heraus
- Ehrlichs Ansicht über Kenntnisse über das gesellschaftl. Recht? "empirische Sozialforschung", d.h. vor allem Dokumentenanalysen (Urkunden, Verträge) und Beobachtung und Befragung
- Wer war Eugen Ehrlich? 1862-1922 Jurist (Rechtssoziologe) 1900 bis 1914 Professor an der Franz-Josephs-Universität Czernowitz
- Gibt es nach Eugen über allen den Verschiedenheiten einheitl. Rechtsgedanken? e.A. v. Juristen zB: es gibt Rechte,die in verschiedenen Staaten bei verschiedenen Völkern verschieden sind einheitl. Rechtsgedanken? längst abgetanes Naturrecht
- Grundlegende gesellschaftl. Einrichtungen nach Eugen? Ehe Familie Besitz Vertrag Erbgang
- Was ist eine gesellschaftl. Einrichtung nach Eugen? körperl. nicht greifbar, aber dennoch sinnlich wahrnehmbar: Handeln v. Personen richtet sich nach bestimmten Normen
- Was ist nach Eugen der Rechtssatz? in Worte gefasste Weisung der Gerichte wie sie in Rechtsfällen zu entscheiden haben: Entscheidungsnorm oder an die Verwaltungsbeamten, wie sie in Fällen vorzugehen haben: Verwaltungsnorm
- Was versteht der moderne praktische Jurist als "Recht" nach Eugen? idR Rechtssätze, weil es die Form des Rechts ist diese interessieren ihn in seiner praktischen Tätigkeit am meisten
- Gibt es Recht ohne Rechtssätze? Recht, dass nur in der Ordnung der Gesellschaft bestünde? (Eugen) ja, weil Gesellschaft ist älter als die Rechtssätze + gewisse Ordnung bereits vorhanden bevor Rechtssätze entstanden
- Was ist die Lex Salica? 507–511 auf Anordnung des Merowingerkönigs Chlodwig I verfasst, eines der ältesten erhaltenen Gesetzbücher gehört zu den germanischen Stammesrechten benannt nach dem fränkischen Stamm der Salfranken
- Was hat die Lex Salica in ihren zahlreichen Fassungen enthalten? alles, was bei den Salischen Franken je an Rechtsätzen vorhanden war
- Advertisement
- War nur ein ganz kleiner Teil des damaligen Rechts der Franken in Rechtssätzen zsm. gefasst? ja
- Ist es nach Eugen unmögl. die bunte Mannigfaltigkeit des Lebens in Rechtssätze zu fassen? ja Vergleich eugen: Versuch Strom in einem Teich einzufangen, dann hat man ein totes Gewässer und keinen lebenden Strom mehr
- Gab es in der rechtl Vorzeit bereits Gerichte (Eugen)? Wie wurden Streitigkeiten geschlichtet? nein Streitigkeiten wurden friedlich durch Vergleich oder in blutigen Fehden idR Mord, Körperverletzung, Menschenraub, Frauenentführung, Diebstahl, Unterschlagung = Gerichte entstehen erst später
- Was bedeutet der Ausdruck "Fehde" (Eugen)? Fehde = Rechtsinstitutin Mittelalter bis frühe Neuzeit Regulierung von Rechtsbrüchen direkt zwischen Geschädigtem und Schädiger bei Ausschaltung einer übergeordneten Instanz Fehdefähig waren nur Freie Handlungen von Knechten=Zurechnung zum Herrn
- Was geschah, wenn sich einer der an einer Fehde beteiligten Parteien zwar friedl. einigen wollte, aber keine Einigung über einen Betrag der Buße zustande kam? (Eugen) Spruch eines oder mehrerer Männer des Vertrauens -> diese hatten die Aufgabe, einen Betrag der Buße (idR Viehstücke) festzulegen -> dem Verletzen war so ein Verzicht auf die fehde zuzumuten Beträge wurden gemerkt + bei Streitigkeiten in ähnl. Sachen gab sich der Kläger dann mit den bereits ausgesprochenen Beträgen zufrieden
- Wie wurden herkömml. Bußen zsm. gestellt und verkündet? (Eugen) durch eine öffentl. Autorität + Volksversammlungen =Bußeordnungen
- Was waren die leges barabarorum? im wesentl. Bußeordnungen nicht mehr verwendeter Sammelbegriff für die germanischen Rechtsaufzeichnungen des frühen Mittelalters
- Exemplarischer Inhalt der leges barbarorum? (Eugen) Wenn ein Freier einen Adligen tötet, zahlt er soveil Goldstücke; wenn jemand ein Auge ausschlägt, zahlt er soviel..
- Was nimmt mit der Ausdehnung der Volkswirtschaft, Vermögenswachstum, Erblühung des Handels und Gwerbes ebenfalls zu (Eugen)? Rechtsstreitigkeiten
- Was ist das Recht in seiner Urform (Eugen)? gerichtl. Entscheidung
- Wodurch bilden Juristen im common law die Rechtssätze fort? vor allem durch Verallgemeinerungen
- Nach welchem Grds. werden Fälle entschieden, die auf der Grundlage von früheren ähnlich entschiedenen Fällen werden? Grds. der Stetigkeit der Entscheidungen
- Wie muss man die Rechtssätze des common law zsm. suchen? indem man tausende von Bänden der Sammlungen amerik. und engl. Fälle durchschaut
- Wei bildeten anglo-amerikanische Schriftsteller und Rechtslehrer die Rechtssätze fort? vor allem durch Verallgemeinerungen
- Was ist das XII Tafel Gesetz? eigentlich Zwölftafelgesetze (XII Tafeln, lateinisch: Leges duodecim tabularum) um 450 v. Chr in Rom entstandene Gesetzessammlung, die in zwölf hölzernen Tafeln auf dem Forum Romanum ausgestellt war.
- Beriefen sich die Gerichte im alten Rom, Italien, Deutschland, Frankreich und den Niederlanden im 16.,17. und 18. Jh. und in DEutschland sogar in vielen Teilen noch bis zum 19.Jh. auf das Juristenrecht? ja! gerichtl. Entscheidungen waren anhand von den Schriften der Juristen zu finden jene Schriften waren aber überhäuft von Streitfragen
- Was versuchte der röm. Kaiser Justinian? (Eugen) den 2. Teil des corpus iuris (Pandekten) bestehend aus Auszügen aus den Schriften röm. Juristen dort beseitigte er nach Möglichkeit Widersprüche und Streitfragen
- Was entstand durch die Beseitigung der Widersprüche und Streitfragen aus den Schriften der Juristen hinischtl. des europäischen Staaten juristisch? 18.,19.Jh Code Napoleon, österreichische, deutsche Gesetzbuch, preußische Landrecht, Schweizer Zivilgesetzbuch und viele Nachahmungen dieser Werke =in ihrer Hauptsache sind sie Zsm.fassungen des Juristenrechts
- Wo ensteht die große Maße des Rechts? (Eugen) unmittelbar in der Gesellschaft als innere Ordnung der gesellschaftl. Verhältnisse: Ehe, Familie, Körperschaften, Besitz, Verträge, Erbgang
- Was ist vor allem staatl. Recht?(Eugen) vor allem Staatsverfassung selbst alles Recht, das mit dem Heer zsm.hängt, Finanzrecht, Recht der modernen Sozialpolitik und der Sozialversucherung, Recht der Sicherheits-,Gesundheits- und Verkehrspolizei