14

Innere Medizin (Subject) / Pulmo (Lesson)

Pneumologie

This lesson was created by DaniW.

Learn lesson

Advertisement
  • Therapieschema bei Asthma bronchiale Stufentherapie Asthma bronchiale Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Keine Dauermedikation Dauermedikation: inhalative Glukokortikoide Dauermedikation: Inhalative Glukokortikoide + langwirksames Beta-2-Mimetikum + Theophyllin Dauermedikation: Siehe Stufe 3 + orale Glukokortikoide Bedarfsmedikation: Kurzwirksames Beta-2-Mimetikum Bedarfsmedikation: Kurzwirksames Beta-2-Mimetikum Bedarfsmedikation: Kurzwirksames Beta-2-Mimetikum Bedarfsmedikation: Kurzwirksames Beta-2-Mimetikum
  • Auskultationsbefunde der Lunge   Inspektion Perkussion Auskultation Stimm­fremitus1 Broncho­phonie2 normal symmetrische Atemexkursion sonor, Zwerchfellverschieblichkeit 3-5 cm vesikuläres Inspirium, unbestimmtes Exspirium normal normal chronische Bronchitis symmetrische Atemexkursion normal trockene Rasselgeräusche, feuchte, nicht klingende Rasselgeräusche, vesikuläres In- und Exspirium normal   pneumonisches Infiltrat symmetrische Atemexkursion, Dyspnoe absolute Dämpfung Bronchialatmen, feuchte, klingende Rasselgeräusche ↑ ↑ Emphysem Fassthorax, geringe Atemexkursion, Dyspnoe, horizontale Rippen hypersonor verlängertes Exspirium, abgeschwächtes Atemgeräusch, Giemen und Pfeifen ↓   Atelektase asymmetrische Atemexkursion, eingefallene kranke Seite relative Dämpfung abgeschwächtes bis fehlendes Atemgeräusch ↓ ↓ Lungenfibrose symmetrische Atemexkursion, Zwerchfelle wenig verschieblich relative Dämpfung verschärftes Vesikuläratmen; feinblasige, feuchte, klingende Rasselgeräusche     Herzinsuffizienz symmetrische Atemexkursion relative Dämpfung feuchte, nicht klingende Rasselgeräusche normal bis ↑   Pleuraerguss asymmetrische Atemexkursion absolute Dämpfung, lageveränderlich fehlendes Atemgeräusch, Kompressionsatmen im Grenzbereich fehlt ↓ Pleuraschwiele asymmetrische Atemexkursion absolute Dämpfung abgeschwächtes bis fehlendes Atemgeräusch     Pneumothorax asymmetrische Atemexkursion, paradoxe Atmung hypersonor bis Tympanie fehlendes Atemgeräusch fehlt   Pleuritis sicca asymmetrische Atemexkursion sonor atemsynchrones Pleurareiben     1Stimmfremitus = tieffrequent "99" sagen lassen; normal ist die seitengleiche Vibration der Thoraxwand2Bronchophonie = hochfrequent den Patienten "66" flüstern lassen, normal ist die seitengleiche Fortleitung der Flüstersprache  
  • ACC Interaktionen? ACC® (Acetylcystein) wirkt als Mukolytikum, indem es Disulfidbrücken spaltet und dadurch die Viskosität des Schleims verringert. Dadurch wird das Abhusten erleichtert. Durch die gesteigerte Glutathionsynthese in der Leber kommt es zu einem schnelleren Abbau von Paracetamol®, nicht aber von Marcumar®(Phenprocoumon).
  • In der Aufnahmestation wird die Sauerstoffzufuhr bei Frau S. herabgesetzt und bei ausbleibendem Erfolg eine nicht-invasive Beatmung begonnen. Welche der angegebenen Untersuchungen müssen angesichts dieser Maßnahmen am dringendsten durchgeführt wer Blutgasanalysen sind in diesem Fall aus folgendem Grund vordringlich indiziert: Der eigentliche physiologische Atemantrieb wird über das CO2 reguliert. Fällt dieser jedoch bei Hyperkapnie (ab Werten von über 60 mmHg) aus, ist nur noch der Atemantrieb durch O2-Mangel wirksam. Bietet man nun einem Patienten mit einer – wie in diesem Fall – respiratorischen Globalinsuffizienz im Rahmen einer nicht-invasiven, d.h. unkontrollierten Beatmung mehr Sauerstoff an, nimmt man ihm damit den letzten Atemantrieb und bringt ihn somit in Lebensgefahr. Deshalb muss die O2-Gabe unter Kontrolle der Blutgase erfolgen. Bei Verschlechterung des pCO2 (was gleichbedeutend mit einer Verschlechterung der Atemsituation ist) muss dann, wie hier geschehen, eine kontrollierte Beatmung mittels Intubation eingeleitet werden. Dadurch kann das CO2 kontrolliert abgeatmet werden und dann wieder den Atemantrieb übernehmen. Bei respiratorischer Partialinsuffizienz ist die O2-Gabe ungefährlich.
  • Beurteilung der Qualität einer BAL? Die Anzahl der Plattenepithelien im Bronchialsekret ist mit > 20 pro Gesichtfeld relativ hoch und spricht deshalb für einen hohen Anteil an Speichel in der Probe. Denn Plattenepithel kommt im unteren Respirationstrakt nicht vor. Die Epiglottis trennt Plattenepithel und Flimmerepithel. (B) Die Anwesenheit von Flimmerepithelien und Alveolarmakrophagen (B) spricht in der Tat für eine hohe diagnostische Wertigkeit des gewonnenen Materials, da sie anzeigt, dass wirklich Bronchialsekret untersucht wurde und nicht nur Spülflüssigkeit. (C) Der Nachweis von vergrünenden Streptokokken im Bronchialsekret ist kein Qualitätsmerkmal. Ihr natürlicher Standort ist die Mundhöhle. Sie sind Verursacher von Karies und Endokarditiden bei rheumatisch vorgeschädigten Herzklappen. Es handelt sich höchstwahrscheinlich um eine Kontamination des Bronchialsekretes durch Speichel. (D) Die Anzucht von Candida spp. im Bronchialsekret ist ebenfalls mit Vorsicht zu genießen. Es handelt sich wohl auch bei diesem Keim um eine Kontamination durch die Mundflora. Candida befällt gerne saprophytär die Haut und die Schleimhaut des Mundes und des Nasen-Rachen-Raumes sowie des Magen-Darm-Trakts. (E) Das Fehlen von Leukozyten im Bronchialsekret spricht bei einer eitrigen Entzündung gegen die Materialqualität. Eiter besteht bekanntlich aus neutrophilen polymorphkernigen Leukozyten und eingeschmolzenem Gewebe. Es wird eingangs erwähnt, dass über das Tracheostoma gelb-grünliches (also eitriges) Sekret abgesaugt wurde.
  • NW von ß2-Mimentika? Um sich die Nebenwirkungen von β-Sympathomimetika zu verdeutlichen muss man sich eigentlich nur noch einmal der Wirkung von Adrenalin bewusst werden. Neben einer Bronchodilatation und Wehenhemmung kommt es durch Vasodilatation zu einem Blutdruckabfall. Über Stimulation der β1-Rezeptoren kommt es zu Tachykardien und tachykarden Herzrhythmusstörungen (B) sowie zu Angina pectoris Beschwerden. Über Stoffwechseleffekte und über β3-Rezeptoren kommt es zu Hyperglykämieneigung (D) und Hypokaliämie (E).!!!!!!!!!!!!! Der feinschlägige Tremor (C) ist Folge der β2-Stimulation der Skelettmuskulatur.
  • NW der inhalativen Glukokortikoiden? Inhalative Glukokortikoide wie Beclomethason, Budesinid, Fluticason wirken entzündungshemmend. Sie senken die beim Asthma erhöhte Kapillarpermeabilität, steigern die mukoziliäre Clearance und hemmen die Phospholipase A2. Der Wirkeintritt erfolgt erst nach mehrstündiger Latenz, da komplexe zelluläre Mechanismen die Wirkung bestimmen. Inhalative Glukokortikoide zeigen einen ausgeprägten first-pass-Effekt und werden zum größten Teil inaktiviert. Deshalb gibt es auch keine/kaum relevante systemische Effekte und Nebenwirkungen. Allerdings müssen die Patienten nach jedem Glukokortikoid-Sprühstoß ihren Mund ausspülen, um lokale Nebenwirkungen zu vermeiden. Durch eine Muskelatrophie (diese Nebenwirkung ist auch bei systemischer Gabe wichtig) der Stimmbandmuskulatur kommt es zu Heiserkeit. (B) ist richtig. Durch die lokale Immunsupprimierung können orale Candidosen entstehen. Außerdem kann auch bei inhalativer Anwendung eine Katarakt entstehen.
  • Exogen-allergische Alveolitis? Was ist das? Therapie? Die exogen-allergische Alveolitis (EAA) ist eigentlich eine meldepflichtige Berufskrankheit (Nr. 4201). Sie ist definiert als Überempfindlichkeitsreaktion der Lunge genetisch prädisponierter Patienten auf verschiedene organische Inhalationsantigene. Am häufigsten ist die berufliche Exposition. Typische Antigene sind tierische Proteine, Mikroorganismen und Chemikalien. Interessanterweise erkranken Raucher seltener an einer EAA. Die Klinik ist je nach Verlaufsform akut (4–8 Stunden nach Exposition mit Husten, Dyspnoe, Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen) oder subakut/chronisch (langsamer Beginn mit progredientem Husten, Dyspnoe, Gewichtsverlust, Abgeschlagenheit). Auskultatorisch finden sich Rasselgeräusche über den basalen Lungenabschnitten.Röntgen-Thorax oder CT zeigen im chronischen Stadium retikulo-noduläre Infiltrate, im akuten Stadium kann die Bildgebung blande sein oder fleckige Infiltrate aufweisen. Im Labor lassen sich Entzündungszeichen nachweisen (Leukozytose, BSG, CRP). Der sensitivste Test auf eine EAA ist die bronchoalveoläre Lavage. Ist sie normal, ist das fast immer ein Ausschluss dieser Diagnose. Die EAA zeigt in der Lungenfunktion eine restriktive Ventilationsstörung. Therapeutisch ist die Allergenkarenz entscheidend, im akuten Anfall werden Kortikosteroide gegeben. Unbehandelt endet die EAA in der Lungenfibrose mit je nach Fortschreiten infauster Prognose. Die Patientin im vorliegenden Fall hat stets nach der Arbeit an dem alten Haus (evtl. Schimmel, Tierkot, u.a.) Beschwerden: Die Klinik und sämtliche erhobenen Befunde sprechen für diese Diagnose. 
  • Therapie verschiedener Pleuraergüsse Maligner Pleuraerguss Nicht-maligner Pleuraerguss Parapneumonischer Erguss keine Parazentese bei asymptomatischen Patienten bei symptomatischen Patienten ist eine Parazentese indiziert auch zur Bestimmung der Reakkumulationsdauer bei Patienten mit langsamer Reakkumulation (> 1 Monat) und schlechter Prognose (< 3 Monate) wiederholte Punktionen empfohlen bei Patienten mit schneller Reakkumulation (< 1 Monat) dauerhafter Pleurakatheter und Pleurodese empfohlen Chemotherapie und/oder Radiotherapie der Grunderkrankung können die Entstehung von Pleuraergüssen positiv beeinflussen immer die Grunderkrankung behandeln bei ausbleibender Besserung zuerst Ursache reevaluieren Therapie der Wahl: wiederholte Pleurapunktion evtl. Pleurodese mit z.B. Talk, Tetracyclin, Doxycyclin unkomplizierter parapneumonischer Erguss normaler pH, normale Glucose, negative Kultur Komplizierter parapneumonischer Erguss: pH < 7.2, Glucose niedrig, evtl. positive Kultur   Alle parapneumonischen Ergüsse (Ausnahme ≤ 10 mm, frei auslaufend) sollten punktiert werden es sollte zügig eine antibiotische Breitbandtherapie eingeleitet werden. ein komplizierter parapneumonischer Abszess (Empyem) sollte umgehend drainiert werden.
  • NW von Ipratropiumbromid inhalativ Da es am Acetylcholinrezeptor zu einer Hemmung kommt, können typische anticholinerge (Neben)wirkungen auftreten. Hier eine Übersicht der wichtigsten: Mydriasis (C) Verengung des Kammerwinkels am Auge Bronchodilatation Verminderung der bronchialen Sekretion Tachykardie Verminderung der Peristaltik im Magen-Darm-Trakt, Obstipation (B) verminderte Sekretion von Speichel und Verdauungssekreten, Mundtrockenheit (D) Verminderung der Schweißsekretion Verminderung des Tonus der Harnblase, Harnverhalt     Achtung Tremor und RR veränderungen gehören nicht dazu, da hier keine Parasympathische Wirkung verantwortlich ist, sondern rein adrenerg beeinflusst wird
  • Advertisement
  • Tram-Linien im Rö ...was ist das? Bei den "Tram-Linien" oder Schienenzeichen handelt es sich um entzündungsbedingt verdickte Bronchialwände bei Bronchiektasien
  • Therapie von Influenza Therapeutisch steht vor allem die symptomatische Therapie im Vordergrund, innerhalb der ersten 48 Stunden nach Auftreten der ersten Symptome kann eine antivirale Therapie erwogen werden um den Krankheitsverlauf abzukürzen und abzumildern, die Ansteckungsgefahr zu reduzieren und Komplikationen (insb. bakterielle Superinfektion) zu vermeiden. Zur antiviralen Therapie bei Influenza sind Neuraminidase-Hemmer (Oseltamivir, Zanamivir) geeignet. Sie können bei besonders gefährdeten Patienten während einer Grippeepidemie bzw. im Sinne einer Postexpositionsprophylaxe auch vorbeugend angewendet werden. Die Wirksamkeit der Neuraminidase-Hemmer beschränkt sich dabei auf die beiden häufigsten Influenzatypen A und B. Gegen Influenza C besteht keine Wirksamkeit. 
  • Typische Coxsackie-Viren Erkrankungen Herpangina wird nicht durch Herpesviren, sondern durch Coxsackie-Viren vom Typ A ausgelöst. Zusammen mit Fieber treten vesikuläre Läsionen am Gaumenbogen auf. (D) Die Myalgia epidemica (Bornholm-Krankheit) wird durch Coxsackie-Viren vom Typ verursacht. Dabei kommt es zu Fieber und stechenden Thoraxschmerzen.
  • Typische Rö Zeichen einer LAE? (Achtung treten nicht immer auf--> lieber CT machen ) Im Röntgenbild findet man periphere Aufhellungszonen in den Bereichen nach dem Gefäßverschluss (Westermarkzeichen) und Kalibersprünge in der Gefäßzeichnung. Es kommt zu einem reflektorischen Zwerchfellhochstand der betroffenen Seite und keilförmigen Verschattungen im Infarktareal sowie Plattenatelektasen.