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Medizin (Subject) / Innere- Mibi (Lesson)

Parasiten und so

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  • Trichinella spiralis (Trichine) der Erreger der Trichinose. Die Trichinen finden sich in der quer gestreiften Muskulatur von Tieren und werden durch den Genuss von rohem oder ungenügend erhitztem Fleisch dieser Tiere aufgenommen
  • Anisarkis spp er Heringsbandwurm. Aufgenommen werden die Würmer durch den Genuss von rohem, ungenügend gesalzenem, geräuchertem oder erhitztem Fisch. Hauptwirte sind Meeressäuger, die Larven befallen Seefische, v.a. Heringe (bei ihnen ist jeder 2. Fisch kontaminiert).
  • Taenia solium (Schweinebandwurm). Hauptverbreitungsgebiet ist Südamerika. Die mit dem Stuhl ausgeschiedenen Eier werden vom Schwein als Zwischenwirt aufgenommen. Dort entstehen aus den Eiern Onkosphären, die die Darmwand durchbrechen und so in die Muskulatur gelangen. Die Infektion erfolgt entweder durch den Verzehr von finnenhaltigem Schweinefleisch, durch die orale Aufnahme der Eier oder durch frühzeitige Reifung der Larve im Hauptwirt bei bestehendem Bandwurmbefall.
  • Enterobius vermicularis, der Madenwurm, Der Mensch ist der Hauptwirt und beherbergt die Würmer im Dünndarm. Von dort wandern befruchtete Weibchen zum Anus und überwinden nachts den Sphinkter. Danach legen sie die Eier ab, aus welchen dann die infektiösen Zweitlarven entwickeln. Sie erzeugen starken Pruritus, der zum unbemerkten Kratzen im Schlafen führt. Gerade bei Kindern erfolgt dann der digitale Transfer vom Anus zum Mund. Die Aufnahme erfolgt also nicht mit der Nahrung,
  • Ascaris lumbricoides Der häufigste Übertragungsweg ist die Aufnahme von Eiern durch mit Fäkalien gedüngtem Salat.  
  • Yersinien werden durch Tiere oder Lebensmittel (Fleisch) übertragen und machen gastrointestinale Symptome (Enteritis mit Diarrhö und kolikartigen Bauchschmerzen, akute terminale Ileitis, Lymphadenitis mesenterialis).
  • Legionellose werden durch aerogene Infektion über Klimaanlagen, Inhalationsgeräte oder Wasser aus verunreinigten Duschköpfen, Whirlpools usw. übertragen. Die Erkrankung manifestiert sich in verschiedenen Ausprägungen als grippeähnliche Erkrankung bis zur schweren Bronchopneumonie ("Legionärskrankheit") mit Beteiligung weiterer Organsysteme.  
  • Cryptococcus neoformans st eine bekapselte Hefe die sich ubiquitär vor allem im Erdboden und Vogelmist, aber auch auf Pflanzen findet. Über Inhalation (B) von verstäubtem Vogelkot oder anderem infektiösen Staub gelangt sie in den Respirationstrakt. Eine Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch kommt nicht vor. (A) ist falsch. Durch die aerogene Übertragung kommt es meist zunächst zu einer inapparenten Lungenkryptokokkose (C). Von dort aus kann es bei Immundefizienz zu einer hämatogenen Streuung in andere Organe kommen. Im ZNS führt sie zu einer sich schleichend ausbreitenden Meningoenzephalitis, die untherapiert zum Tod führt. Prädisponierende Faktoren sind Malignome, Steroidtherapie und AIDS - also eine Schwächung der Immunabwehr (D). Bei Vogelhaltern kommt in seltenen Fällen auch eine primäre Kryptokokkose vor. Bei Verdacht auf Meningoenzephalitis durch C. neoformans wird ein Tuschepräparat von Liquor-Sediment angefertigt. In diesem sieht man die typischen bekapselten Hefezellen. C. neoformans kann auf allen Nährböden angezüchtet werden und bildet dabei schleimige Kolonien. Um C. neoformans von anderen Hefen zu differenzieren wird ein besonderer Agar (Staibagar) verwendet. Auf diesem kommt es durch C. neoformans im Gegensatz zu anderen Candida-Arten zu einer Braunfärbung (Melaninproduktion). Das Kapselantigen kann in Liquor, Serum oder Urin nachgewiesen werden. Die Therapie der Kryptokokkose erfolgt mittels Amphotericin B in Kombination mit Flucytosin (E). Evtl. kann auch eine Dreierkombination mit Fluconazol eingesetzt werden. Die Therapie sollte über mindestens 4-8 Wochen durchgeführt werden. Bei AIDS-Patienten ist nach Besserung der klinischen Symptomatik eine Dauerprophylaxe mit Fluconazol empfohlen.  
  • Zystizerkose Taenia solium = Schweinebandwurm: Epidemiologie: weltweit verbreitet, besonders in Südamerika Zyklus: Abstoßung von Endgliedern (Proglottiden) des Bandwurms passieren aktiv und passiv den Anus Freisetzen der Eier und Aufnahme durch Schweine im Schweinedarm Schlüpfen von Larven (Onkosphären) Durchwanderung der Darmwand Einbruch in den Blutkreislauf Befall der quergestreiften Muskulatur Entwicklung einer Finne oder Larve orale Aufnahme durch den Menschen im Darm Längenwachstum nach ca. 5 Wochen Abstoßung von Endgliedern Zwischenwirte sind das Schwein und der Mensch, durch schnelle Reifung der Larven kann der Hauptwirt auch Nebenwirt sein (endogene Autoinfektion) Klinik: Zystizerkose - (D) ist richtig: kleine Finnenbläschen in Haut, Skelettmuskulatur, Auge oder ZNS (Cysticercus cellulosus), die nach Jahren verkalken bzw. traubenförmige Ansammlung von Finnenbläschen. Symptomatik nach betroffenen Organen. Nachweis: mikroskopisches Quetschpräparat mit Proglottiden, CT, serologische Untersuchung. Therapie: chirurgisch + Chemotherapie mit Praziquantel. Prophylaxe: Kochen oder Tieffrieren, Hygienemaßnahmen.
  • Staph aureus Staphylococcus aureus hat viele verschiedene Mechanismen mit denen es uns übel zusetzen kann. Zu den häufigsten und wichtigsten durch S. aureus hervorgerufenen Krankheiten gehören: lokale eitrige Infektionen: Abszesse (A), Furunkel (C), Karbunkel, Impetigo, Wundinfektionen, Sinusitis, Otitis media, Mastitis puerperalis, Ostitis, Pneumonie nach Influenza Sepsis toxinbedingte Erkrankungen wie Lebensmittelintoxikationen welche Enteritiden (B) hervorrufen, Dermatitis exfoliativa und das Toxische Schock-Syndrom (E).
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  • Brucella abortus Brucella abortus ist ein kokkoides, gramnegatives, unbegeißeltes Stäbchen, welches sich nur anaerob vermehren kann. Sporen bildet es nicht aus, weswegen (A) falsch ist. B. abortus verursacht vor allem bei Rindern eine weltweit verbreitete, klassische Zoonose, die, wenn sie auf den Menschen übergeht, den Morbus Bang hervorruft. Dabei handelt es sich um ein undulierendes Fieber. Die Übertragung vom Tier auf den Menschen geschieht entweder über direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder aber über den Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln. Hierbei spielen vor allem nichtpasteurisierte Milch und Milchprodukte eine große Rolle. (B) ist richtig. Sind die Erreger erst einmal in die Schleimhaut des Intestinal- oder oberen Respirationstrakts, oder durch Läsionen der Haut in die Subserosa gelangt, werden sie von Makrophagen – in denen sie überleben können – in die Lymphknoten transportiert → Lymphadenitis. Von dort aus werden sie lympho- und hämatogen in Leber, Milz, Knochenmark und andere Organe des RES verteilt. Dort können sie sich weiter vermehren und Granulome ausbilden. Schubweise gelangen sie aus den Entzündungsherden in den Blutkreislauf, was dann jeweils die typischen, meist abends auftretenden Fieberspitzen mit Schüttelfrost auslöst. (C) ist falsch. Die Inkubationszeit beträgt zwischen 1–4 Wochen. Die Diagnostik erfolgt am besten über Blutkulturen, die jedoch bis zu vier Wochen bebrütet werden müssen, und über Antikörpernachweis. Therapeutisch ist im akuten Stadium Doxycyclin, oft in Kombination mit Gentamicin, wirksam. Alternativ kann Cotrimoxazol gegeben werden. Die Therapie muss mindestens über 3–4 Wochen fortgeführt werden. (E) ist falsch. Dank der Eliminierung brucellenverseuchter Rinderbestände ist die Brucellose bei uns heute selten geworden. Bei Verdacht auf Brucellose ist die Expositionsprophylaxe Mittel der Wahl. Eine Impfung gibt es bisher nicht. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet nicht statt, (D) ist falsch, sodass bei Infektion auch keine Isolierung notwendig ist. Der namensgebende Abort tritt nur bei Rindern auf.
  • biphasisches Fieber nach initialem meist kurzanhaltendem Fieber und plötzlicher Entfieberung folgt ein zweiter Fieberanstieg, der meist länger anhält Masern, Polio, Dengue (D), Leptospirose, lymphozytäre Choriomeningitis
  • undulierendes Fieber wellenförmiger Verlauf mit mehrtägigen bis mehrwöchigen fieberfreien Intervallen Brucellose, Tuberkulose, Pel-Ebstein-Fieber bei M. Hodgkin
  • Adenoviren sind verantwortlich für Infektionen des Respirations- und Gastro-Intestinal-Traktes, für Keratokonjunktivitis, hämorrhagische Zystitis, Hepatitis, Meningoenzephalitis und generalisierte Infektionen. Erregerreservoir ist der Mensch. Die Übertragung erfolgt via Tröpfchen-, Schmutz- oder Schmierinfektion früh im Kindesalter (→ häufig Ursache von Krankheiten bei Kindern; hinter Rotaviren die zweithäufigste Ursache von kindlichen Diarrhoen). Auch hier gehören Adenoviren zum Erregerspektrum.
  • Hantavirus Das Hantavirus gehört zur Gruppe der Bunyaviren. Die unterschiedlichen Serotypen können in zwei Gruppen eingeteilt werden. Die Serotypen der einen Gruppe verursachen nephrologische-, die der anderen Gruppe pulmonale Erkrankungen. Die Serotypen Hantaan (→ Asien, Südafrika), Belgrad (→ Südosteuropa) und Seoul (→ weltweit) führen zum hämorrhagischen Fieber mit renalem Syndrom, während der Serotyp Puumala (→ Mittel- u. Nordeuropa) die Nephropathia epidemica auslöst. Reservoirwirte sind Nagetiere. Die Übertragung geschieht zwischen den Nagern durch Mücken, von Nagern auf den Menschen durch Inhalation infizierten Kotstaubs. Auch auf der Schwäbischen Alb sind die Hantaviren zu finden
  • Coxsackie-Viren Coxsackie-Viren gehören zur Familie der Enteroviren. Sie werden unterteilt in die Gruppen A und B. Coxsackie-B ist der Erreger der Pleurodynie, Myocarditis Neugeborener, interstitieller Myocarditis/Valvulitis bei Kindern, Pericarditis und Diabetes Typ 1 ist. Gemeinsam sind sie Verursacher von abakteriellen Meningitiden, akuten respiratorischen Infektionen und undifferenzierten fieberhaften Erkrankungen. Bei Coxsackie-B (6 Serotypen) wird der in der Aufgabe erwähnte Typ B4 häufig mit dem Diabetes mellitus Typ 1 und Myocarditis in Verbindung gebracht. Coxsackieviren sind weltweit verbreitet. Eine Häufung der Infektionen findet man in warmen Regionen/während warmer Jahreszeiten.
  • Epstein-Barr-Virus (EBV) ) Das Epstein-Barr-Virus (EBV) ist der Erreger der Mononucleosis infectiosa. Außerdem wird es mit Lymphomen (v.a. Burkitt-Lymphom) und nasopharyngealem Karzinom in Verbindung gebracht. Charakteristika sind enges Wirtsspektrum, sehr langsame Vermehrung, Latenz in B-Lymphozyten, evtl. Immortalisation und Tumortransformation der B-Zellen. EBV kommt weltweit mit hoher Durchseuchungsrate schon im Kindesalter vor.
  • Toxocara canis    Toxocara canis ist der Spulwurm des Hundes. Meist bleibt die Infektion klinisch stumm, kann aber auch zu Leibschmerzen, Sehstörungen, Lungeninfiltraten und einer Eosinophilie führen.  
  • Gelbfieber RNA Flavivirus, durch die Stechmücke übertragen 1.Stadium: Fieber und co, realtive BRadykardie 2. Remissionsstadium 3. ev. erneut Fieber (Dromedarkurventyp) mit OrganschädenHepatitis mit Ikterus und ErbrechenNephritis mit ProeteinurieHämorrhagische Diathese mit Schleimhautblutungen, Nasenblutung etc.