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Rechnungswesen und Controlling (Subject) / Rechnungswesen Klausur Jan 2012 (Lesson)
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- Was sind Aktiv- und was sind Passivkonten? Aktivkonten zeigen die Mittelverwendung, Passivkonten die Mittelherkunft.
- Was sind "Personalkosten" und wie werden sie gegliedert? Personalkosten sind alle Kosten die dem Arbeitgeber im Zusammenhang mit der Erbringung von menschlicher Arbeitsleistung entstehen. Gliederung: Lohnkosten: Fertigungslöhne, Hilfslöhne Gehaltskosten: Gehälter für beaufsichtigte Leistungen, uvm Personalnebenkosten: betrieblich, tariflich, gesetztlich
- Was sind Rückstellungen und wofür werden sie gebildet? Rückstellungen werden für Verbindlichkeiten gebildet, deren Entstehungsgrund zwar bekannt ist, deren Höhe und/oder Fälligkeit noch nicht bekannt ist. Rückstellungen gelten als Fremdkapital und werde deshalb auf der Passivseite gebucht. Rückstellungen werden gebildet für: Ungewisse Verbindlichkeiten Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften Aufwendungen für Instandhaltung die verschoben wurde Gewährleistungen Abraumarbeiten
- 1. ) Was besagt die "goldene" Bilanzregel zum Anlagedeckungsgrad? 2. ) Wie berechnet man den ALDG I, II, III ? 1.) Anlagevermögen sollte durch Eigenkapital + langfr. Fremdkapital gedeckt sein! 2.) Anlagendeckungsgrad I = EK / AV Anlagendeckungsgrad II = (EK + langfr. FK) / AV Anlagendeckungsgrad III = (EK + langr. FK) / (AV + langfr. Forderungen)
- Welche Möglichkeiten haben Sie, eine Bilanz VOR dem Stichtag zu beeinflussen? Investitionen vorziehen (höhere Abschreibungen) Reparaturen vorziehen (höherer Aufwand) Auslieferung von Ware beschleunigen oder verlangsamen Leasen statt kaufen (Liquidität)
- Welche Möglchkeiten haben sie NACH dem Stichtag eine Bilanz zu beeinflussen? Bilanzierungswahlrechte (Aktivierungs- und Passivierungswahlrechte) Wertansatzwahlrechte Methodenwahlrechte Ausweiswahlrechte
- Was sind die 3 Hauptbilanzierungsregeln nach deutschem Recht? Gläuberschutz: Fremdkapitalgeber soll es ermöglicht werden, sich einen Überblick über die tatsächliche wirtschaftliche Situation des Unternehmens zu machen. Außerdem sollen überhöhte Gewinnausschüttungen durch Überbewertungen und unrealistische Aktivierungen vermieden werden. Gesellschafterschutz: Gesellschafter dürfen nicht durch eien zu niedrige Bewertung der Aktiva um ihre Gewinne gebracht werden. Steuerlicher Zugriff: Eine zu niedriege Bewertung der Aktiva bzw. zu hohe Bewertung der Passiva verschleiert Gewinne und damit die steuerlichen Zugriffsmöglichkeiten
- Wann sind Wirtschaftsgüter als Vermögensgegenstand zu bilanzieren? Wenn sie: einen wirtschaftlichen Wert haben selbstständig bewertbar sind selbstständig verkehrsfähig sind
- Wan sind Schulden bilanzierungsfähig? Wenn sie: auf einer rechtlich oder wirtschaftlichen Leistungsverpflichtung beruhen selbstständig bewertbar sind sich im wirtschaftlichen Verfügungsbereich des Unternehmens befinden
- Was sind die allgemeinen Bewertungsgrundsätze bei Bilanzerstellungen? Going Concern / Fortführungsprinzip: es wird davon ausgegangen, dass das Unternehmen dauerhaft fortgeführt wird. Alle Vermögensgegenstände werden zu dem tatsächlichen Wert im Unternehmen bilanziert. Vorsichtsprinzip: Ein Kaufmann sollte sich eher ärmer als reicher rechnen. Es wird also jeweils der Wert herangezogen, der diesem Prinzip entspricht. Stetigkeitsprinzip: einmal angewandte Methoden zur Bilanzerstellung sollten immer beibehalten werden, um die Vergleichbarkeit der Jahresabschlüsse zu gewährleisten. Einzelbewertungsprinzip: Jeder Vermögensgegenstand ist einzeln zu erfassen und zu bewerten.
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- Was sind die Bewertungsgrundsätze der Aktivseite? Anschaffungskosten: Die Anschaffungskosten inkl. Anschaffungsnebenkosten, nachträglichen Anschaffungskosten und abzüglich Rabatte und Skonti stellt die oberste Wertgrenze dar. Preissteigerungen die nach dem Anschaffungszeitraum auftreten, dürfen nicht bilanziert werden. Bei abnutzbaren Vermögensgegenständen sind weiterhin noch die Abschreibungen abzuziehen. Herstellungskosten: selbst erstellte Vermögensgegenstände werden mit den Herstellungskosten bewertet. Herstellungsaufwand ist zu aktivieren. Erhaltungsaufwand geht in die GuV ein. Bei abnutzbaren Anlagegütern ist die Abschreibung abzuziehen. Niederwertprinzip: Strenges Niederwertprinzip: Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens werden dann zu Markt-/Börsenpreisen bilanziert, wenn dieser Wert unter den Anschaffungskosten liegt. Gemildertes Niederwertprinzip: Vermögen des Finanzanlagevermögens wird nur dann nach dem strengen Niederwertprinzip bewertet, wenn dessen Wert dauerhaft gesunken ist.
- Im Rahmen der Bewertungsgrundsätze für die Aktivseite gibt es Bewertungsvereinfachungen, welche kennen Sie? Gruppenbewertungen: gleichartige Vermögensgegenstände werden mit dem Durchschnitt erfasst. Es ist möglich auch den Periodendurchschnitt zu ermitteln. Festbewertung: RHB können mit einem Festwert angesetzt werden, wenn nur geringe wert- und mengenmäßige Schwankungen vorliegen und die Gesamtsumme nachrangig ist. Last in first out (Lifo): zuletzt zugegangene Bestände werden als erstes verbraucht. Bei sinkenden Preisen ist das Niederwertprinzip zu beachten. (steurrechtlich zulässig) First in first out (Fifo): zuerst eingegangene Bestände werden auch als erstes verbracht. (steuerrechtlich nur zulässig wenn es sich auch um die tatsächliche Verbrauchsfolge handelt) Hihest in first out (Hifo): Man bucht die hereinkommenden Güter mit dem höchsten Beschaffungspreis als erstes aus. (steuerrechlich nicht zulässig)
- Nennen Sie die Bewertungsgrundsätze der Passivseite Realisationsprinzip: Leistungen gelten erst dann als erbracht, wenn sie durchgeführt wurden und somit ein Anspruch auf Gegenleistung entstanden ist. Imparitätsprinzip: Verluste müssen schon bilanziert werden, wenn sie nur drohen und noch nicht eingetreten sind. Rückzahlungsbetrag: Verbindilichkeiten sind mit dem vollen Rückzahlungsbetrag zu bewerten. Rentenverpflichtungen werden mit dem Barwert diskontiert und Rückstellungen nach dem kaufmännischen Vorsichtsprinzip bewertet. Hier gilt das Höchstwertprinzip.
- Was versteht man unter Eigenkapitalquote und wie berechnet man sie? Eigenkapitalquote = EK + Pensions-Rst / GK Die Eigenkaptialquote gibt an, wie hoch der Anteil des Eigenkaptials am Gesamtkapital ist. Die Pensions-Rst. werden hier als Eigenkapital berücksichtigt, da diese oft ein beträchtichen Teil des Gesamtkapitals ausmachen können. Je höher die EKQ desto unabhängiger das Unternehmen von Dritten. Es fallen weniger Kapitalfixkosten an und das Unternehmen reagiert nicht so sehr auf Zinsschwankungen am Kapitalmarkt. Es ist kriesenfester. Zu beachten ist, das Eigenkapital teurer ist als Fremdkapital weil es höhere Zinser erwirtschaften muss. Beurteilung: >30% sehr gut, 20-30 % gut, 10-20% schlecht, <10 sehr schlecht
- Wie erfolgt die Bildung von Kostenstellen und in welchen Schritten wird es vorgenommen? Die Bildung von Kostenstellen erfolgt analog zur Aufbauorganisation. Sie wird in 2 Schritten vorgenommen: 1.) Aufgabenanalyse: Die Gesamtaufgabe des Unternehmens wird in Elementaraufgaben gegliedert. Kriterien dafür können sein: Zweck, Person, Phase, Verrichtung, Sachmittel, Region, Objekt und Rang 2.) Aufgabensynthese: Die Elementaraufgaben werden zu Stellen zusammengefasst.
- Beim analysieren einer Bilanz, was würden Sie als Sympthome einer Kriese deuten? Änderung der Rechtsform und Wechsel der Gesellschafter, Fluktuation im Management Außerordentliche Erträge können auf Verkauf von Anlagevermögen (Tafelsilber) hinweisen. Sinkende EK-Quote bei steigenden Verbindlichkeiten Steigende Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Sale and Lease back Geschäfte können auf Liquiditätsprobleme hindeuten Methodenwechsel die zu höheren Ergebnissen führen Zunehmende Fluktuation der Mitarbeiter, viele Wechsel des Wirtschaftsprüfers
- Was sind die Aufgaben des Betriebabrechnungsbogens (BAB) ? Verteilung von Einzelkosten auf die Kostenstellen Verursachungsgerechte Verteilung von Gemeinkosten auf die Kostenstellen Innerbetriebliche Leistungserrechung Erstellung von Zuschlagssätzen Soll-Ist-Vergleiche
- Welche Gründe gibt es für und gegen Make-or-buy Entscheidungen? Buy: Vollbeschäftigung Kapazitätsengpässe, fehlender Raum, fehlende Liquitität Investitionen notwendig kostengünstige Lieferanten Fertigungs-Know-How liegt beim Lieferanten Auslauf von Lizenzverträgen Interne Kostensteigerung Sinkender Bedarf Make: Unterbeschäftigung Probleme mit Lieferanten Preiserhöhungen Änderungen bei Steuern und Zöllen Langfr. Beschaffungsverträge laufen aus Invenstitionen Steigender Bedarf
- Was sind die Aufgaben des "Anhang des Jahresabschlusses" und wie ist die Gliederung? Aufgaben: True and fair view Sicherstellung der Vergleichbarkeit der Jahresabschlüsse Gliederung: Allgemeine Aufgaben Gliederung Bilanzierung und Bewertung Spezielle Aufgaben zur Bilanz Methodenerläuterung Angaben zu einzelnen Bewertungsmaßnahmen Spezielle Angaben zur GuV bzw. Ergänzende Erläuterungen Beziehungen zum Mutterkonzern / verbun. Unternehmen Angaben zu den Organen der Gesellschaft
- Was versteht man unter linearen Abschreibungen? Bei der linearen Abschreibung wird der Anschaffungswert/Wiederbeschaffungswert gleichmäßig über die gesamte Nutzungsdauer verteilt. Die Nutzungsdauer wird über AfA-Tabellen festgelegt. Wird die Nutzungsdauer betriebsindividuell unterschritten, so müssen nachprüfbare Gründe vorliegen.
- Was versteht man unter kalkulatorischen Abschreibungen? Kalkulatorische Abschreibungen sollen die tatsächliche Wertminderung erfassen. Dieser Werteverzehr geht in die Angebotskalkulation ein. Der Kunde zahlt somit den Werteverzehr. Als Grundlage wird hier der Wiederbeschaffungswert und ggf. Instandhaltung und Reparaturen zugrunde gelegt und die tatsächliche betriebliche Nutzungsdauer angesetzt.
- Was versteht man unter "Debitor" was unter "Kreditor"? Ein Debitor (Schuldner) ist ein Kunde des Unternehmens, da das Unternehmen diesem bis zur Begleichung der Rechnung einen "Kredit" gewährt. Ein Kreditor (Gläubiger) hingegen ist ein Lieferant des Unternehmens, da diese dem Unternehmen bis zur Begleichung der Rechnung einen "Kredit" gewähren.
- Was versteht man im Rahmen von Bestandsbuchungen unter einem Aktivtausch? Die Umschichtung einzelner Positionen der Aktivseite. Es gibt keine Veränderung der Bilanzsumme. Buchung: Aktivkonto an Aktivkonto
- Was versteht man im Rahmen von Bestandsbuchungen unter einem Passivtausch? Die Umschichtungen einzelner Positionen der Passivseite. Es gibt keine Veränderung der Bilanzsumme. Buchung: Passivkonto an Passivkonto
- Was versteht man im Rahmen von Bestandsbuchungen unter einer Bilanzverlängerung? Aktiv- und Passivseite erhöhen sich um den gleichen Betrag. Die Bilanzsumme nimmt zu. Buchung: Aktivkonto an Passivkonto Beispiel: Wareneinkauf
- Was versteht man im Rahmen von Bestandsbuchungen unter einer Bilanzverkürzung? Aktiv- und Passivseite verringern sich um den gleichen Betrag. Die Bilanzsumme nimmt ab. Buchung: Passivkonto an Aktivkonto Beispiel: Bezahlung von Lieferungen
- Nennen Sie die 4 Methoden zur Ermittlung des Materialverbrauchs! Retrograde Methode Inventurmethode Skontierungsmethode Soll-Ist-Vergleich
- Im Rahmen von Organisationsschema für Unternehmen wofür sind Materialkostenstellen zuständig? Materialkostenstellen sind mit der Beschaffung und Zurverfügungsstellung von Rohstoffen beschäftigt. Zum Beispiel: Beschaffung, Eingangsprüfung usw
- Im Rahmen von Organisationsschema für Unternehmen wofür sind Fertigungskostenstellen zuständig? Fertigungskostenstellen sind direkt am Erstellungsprozess von Kostenträgern beteiligt. Zum Beispiel: Presswerk, Achsfertigung
- Im Rahmen von Organisationsschema für Unternehmen wofür sind Konstruktion und F&E Kostenstellen zuständig? Konstuktions und F&E Kostenstellen sind als eigene Kostenstellen geführt oder als Hilfskostenstellen bei Fertigungskostenstellen angegliedert.
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- m Rahmen von Organisationsschema für Unternehmen wofür sind Vertriebskostenstellen zuständig? Vertriebskostenstellen sind mit der Vermarktung der Güter und Leistungen betraut. Zum Beispiel: Marketing, Versand usw
- Was versteht man unter "Direkt Costing"? Direct Costing ist eine einstufige Deckungsbeitragsrechnung. Deckungsbeitrag = Erlös - variable Kosten
- Was versteht man unter Eigenkaptialrentabilität und wie wird sie berechnet? Eigenkaptialrentabilität = Jahresüberschuss / EK Die Eigenkapitalrentabiliät sagt aus wie hoch sich das eingesetzte Eigenkapital verzinst hat. Sie sollte über dem Kapitalmarktzins liegen. >15 % sehr gut, 12-15 % gut, 8 - 12 % schlecht, < 8% sehr schlecht
- Was versteht man unter Gesamtkapitalrentabilität und wie wird sie berechnet? Gesamtkapitalrentabilität = Jahresüberschuss + Steuern + Zinsaufwand / GK Die Gesamtkapitalrentabilität sagt aus wie viel Cent jeder eingesetzte Euro erbringt. Die Durchschnittliche GKR liegt in Deutschland bei 11%
- Was versteht man unter Gesamtkapitalrentabilität und wie wird sie berechnet? Gesamtkapitalrentabilität = Jahresüberschuss + Steuern + Zinsaufwand / GK Die Gesamtkapitalrentabilität sagt aus wie viel Cent jeder eingesetzte Euro erbringt. Die Durchschnittliche GKR liegt in Deutschland bei 11%
- Nennen Sie die 5 Aufgaben der Buchführung! Selbstinformation: Die Buchführung informiert das Management über die Zusammensetzung und Änderung des Vermögens und der Schulden, über die Höhe des Periodenerfolgs, die Aufwendungen und Erträge Beweismittel: Die Buchführung dieht auch als Beweismittel bei Rechtssteitigkeiten und als Grundlage bei Kreditwürdigkeitsprüfungen. Kalkulationsgrundlage: Die Buchführung stellt das Zahlenmaterial für die anderen Teilbereiche zur Verfügung. (z.B. Kostenrechnung) Besteuerungsgrundlage: Die Buchführung liefert das Zahlenmaterial für die Erstellung von Steuererklärungen. Rechenschaftslegung: Die Buchführung bietet externen Adressaten die Möglichkeit sich einen Überblick über die wirtschaftliche Situation des Unternehmens zu machen.
- Was versteht man unter dem Gesamtkostenverfahren und was unter dem Umsatzkostenverfahren? Gesamtkostneverfahren: hier werden den Umsatzerlösen alle Aufwendungen einer Periode gegenüber gestellt. Es werden auch Aufwendungen und Ertäge erfasst die sich gegenseitig aufheben. Es ist eine Bestandserfassung der Lagerbestände notwendig. Umsatzkostenverfahren: den Umsatzerlösen werden nur die Herstellungskosten gegenüber gestellt, die tatsächlich zur erzielung der entsprechenden Umsätze angefallen sind. Zuzüglich zu den Vertriebs- und Verwaltungskosten. Aufwendungen und Erträge werden nur erfasst wenn sie sich nicht gegenseitig aufheben. Grundlage ist die Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung. Vorteil ist, dass das Betriebsergebnis nach Produkten und Sparten ausgewiesen werden kann.
- Was ist eine Insolvenz? Die Insolvenz tritt ein bei Überschuldung, Zahlungsunfähigkeit oder bei drohender Zahlungsunfähigkeit (Eigentümer muss selbst einreichen). Eine Insolvenz liegt dann vor, wenn ein Gericht über den Antrag auf Eröffnung der Insolvenz positiv entschieden hat. Dieses Gericht prüft ob genügend Insolvenzmasse zur Verfügung steht um die Kosten für das Verfahren (nicht die Schulden!) zu decken und setzt zur Eröffnung der Insolvenz einen Insolvenzverwalter ein.
- Was versteht man unte rder Kalkulatorischen Fehlerrechnung? Die kalkulatorische Fehlerrechnung dient dazu, zu prüfen ob bestehende Kostenstellen für eine wirtschaftliche Abrechnung vorteilhaft sind. Sie spaltet probeweise eine aktuelle Kostenstelle auf und verteilt die Kosten und Leistungen verursachungsgerecht auf die neuen Kostenstellen auf. Nun werden neue Kalkulationssätze erstellt und diese mit den alten verglichen. Übersteigt die Abweichung einen vorher festgelegten Wert, erfolgt die endgültige Spaltung der Kostenstelle.
- Was ist Umsatzrentabilität und wie wird sie errechnet? Umsatzrentabilität = Jahresüberschuss / Umsatz (RoS Die durchschnittliche Umsatzrendite in Deutschland liegt bei aktuell 2%. Die Umsatzrendite wird durch Rückstellungen und Abschreibungen beeinflusst. Sie ist der Indikator für die Überschusserzeilung von Umsätzen.
- Was ist Betriebsrentabiliät (RoA) und wie wird sie errechnet? Betriebsrentabilität = Betriebsergebnis / betriebsnotwendiges Vermögen (AV (ohne Finanzanlagen) + UV (ohne Wertpapiere) Wenn die Betriebsrentabiliät über der Gesamtkapitalsrentabilität liegt, zeigt dies, dass mit dem "Kerngeschäft" eine gute Rendite erwirtschaftet wird.
- Wie sieht das "Grundschema" Kalkulation aus? Materialeinzelkosten + Materialgemeinkosten = Materialkosten Fertigungslöhne + Fertigungsgemeinkosten = Fertigungskosten Materialkosten + Fertigungskosten = Herstellkosten Herstellkosten + Vertrieseinzelkosten + Vertriebsgemeinkosten + Verwaltungsgemeinkosten = Selbstkosten
- Was ist der Verschuldungskoeffizient und wie wird er berechnet? Verschuldungskoeffizient = FK (ohne Rückstellungen) / EK Der Verschuldungskoeffizient gibt an in welchem Maße das Unternehmen fremdfinanziert ist. er sollte möglichst gering sein.
- Was ist der Verschuldungsgrad und wie wird er berechnet? Verschuldungsgrad = FK / GK Der Verschuldungsgrad gibt an, wie viel das Fremdkapital eines Unternehmens am Gesamtkapital ausmacht. Dieser Wert sollte so gering wie möglich sein. Er ähnelt dem Verschuldungskoeffizienten.
- Was ist der Selbstfinanzierungsgrad und wie wird er berechnet? Selbstfinanzierungsgrad = Gewinnrücklage / GK Die gesetzlichen Rücklagen werden mit einbezogen, da diese im Falle, dass alle anderen Gewinnrücklagen aufgebraucht werden für Unternehmenszwecke eingesetzt werden dürfen. Der Selbstfinanzierungsgrad gibt an, in welchem Maß Neuinvestitionen mit selbsterwirtschafteten Mitteln finanziert werden können. Je höher der Selbstfinanzierungsgrad desto besser!
- Was sind die Merkmale der Doppelten Buchführung? Alle Vorgänge werden in zeitlicher (Grundbuch) und sachlicher (Hauptbuch) Ordnung erfasst. jede Buchung berührt mindestens 2 Konten betragsmäßig in der gleichen Höhe Zahlungs- und Leistungsvorgänge werde auf Bestands- und Erfolgskonten geführt Ermittlung des Periodenerfolgs in 3facher Form Betriebsvermögensvergleich = Bilanz Differenz von Erträgen und Aufwendungen = GuV
- In der doppelten Buchführung werden Systembücher und Nebenbücher unterschieden. Erläutern Sie die Systembücher: Es wird der Wertefluss von der Eröffnungsbilanz bis zur Schlussbilanz systematisch festgehalten. 1.) Inventar- und Bilanzbuch enthält die jährlichen Inventare und Bilanzen Aufbewahrungsfrist 10 Jahre 2.) Grundbuch chronologische Aufzeichnung der Geschäftsfälle Vorgänge lassen sich bis zum dazugehörigen Beleg zurückverfolgen aufgrund der Aufzeichnungen werden die Geschäftsfälle ins Hauptbuch übertragen 3.) Hauptbuch laufende Buchungen des Grundbuches werden auf Sachkonten übertragen Salden ermöglichen buchmäßigen Abschluss Konten sind durch Gegenbuchungen verbunden
- In der doppelten Buchführungen kennt man Systembücher und Nebenbücher. Erläutern Sie die Nebenbücher. Es werden bestimmte Geschäftsfälle gesammelt und in periodischen Abständen auf ein adäquates Sachkonto des Hauptbuches in Sammelbuchungen übertragen. Die Nebenbücher sollen die Sachkonten des Hauptbuches weiter untergliedern und näher erläutern. In den Nebenbüchern werden nur Zugänge, Abgänge und Bestände ohne Gegenbuchungen erfasst. Kontokorrentbuch Anlagenbuchhaltung Lagerbuchhaltung Kassenbuch Lohn- und Gehaltsbuchung