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Datenerhebung & Datenanalyse (Subject) / Klausurfragen (Lesson)

Nebenfach

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  • X 1. Nennen Sie 2 Verfahren, um Personen in einem Netzwerk zu bestimmen Erfassung von egozentrierten Netzwerken quantitativ: Namensgeneratoren wie Fischer Generator, Laumann Generator, Burt Generator Qualitativ: VisualisierungErfassung Gesamtnetzwerke quantitativ: Schneeballverfahren, ex-ante Bestimmung (Urliste), Expertenrating Qualitativ: Beobachtung Nicht sicher! Evtl. Schneeballverfahren
  • Ist der Effekt der sozialen Erwünschtheit immer negativ zu bewerten? Beschreiben Sie kurz, warum sozial erwünschtes Antworten unter Umständen nicht negativ zu bewerten ist (oder so ähnlich) Nein, ist nicht immer negativ zu bewerten, da er auch Informationsgehalt über befragte Person gibt und dies experimentell genutzt werden kann. Außerdem kann er als systematischer Fehler über die SD-Skala oder Need for Approval rausgemittelt werden.
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  • Beschreiben Sie kurz die Lost-Letter-Technique. Wozu kann sie bspw. angewendet werden? Es werden absichtlich adressierte und frankierte Briefe in der Öffentlichkeit so ausgelegt, dass es den Eindruck macht, sie seien verloren worden. (nicht-reaktives Verfahren) Anwendung: kann z.B. genutzt werden, um politische Einstellung in bestimmten Gebieten zu erfassen. Dabei sind die Briefe unterschiedlich adressiert, z.B. an die Friends of the Nazi-Partei vs. Verein zur Förderung medizinischer Forschung. Untersucht wird dann die Rücklaufquote: also wie viele der gefundenen Briefe tatsächlich versendet werden von den Drittpersonen. Schwierigkeiten: Repräsentativität der Region, Motivation Brief zurückzuschicken vs. tatsächliches Verhalten, Wetterbedingungen etc.
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  • Erklären (o. beschreiben?) Sie das Hempel-Oppenheim Schema Ist ein deduktiv-nomologischer Erklärungsansatz, der die Argumentationsstruktur einer wissenschaftlichen Erklärung darlegt. Diese besteht aus zwei Bestandteilen: 1) Explanans = das Erklärende und 2) Explanandum = das zu erklärende. Annahme: Der zu erklärende Sachverhalt (=Explanandum) ist als logische Folge erklärt (deduziert) aus Gesetz und Randbedingungen (=Explanans). Aus dem Explanans wird das Explanandum abgeleitet und ein Phänomen ist dann erklärt, wenn mind. 1 Gesetz und Randbedingung angegeben werden kann.
  • Begründen Sie den Einsatz von Incentives bei postalischen Befragungen theoretisch (oder so ähnlich Einsatz, um Rücklauf-/Responsequote zu erhöhen/erhalten. Dienen als extrinsische Motivation, z.B. als Aufwandsentschädigung oder als Maßnahme sozialer Reziprozität (Erzeugung eines Verpflichtungsgefühl bei Befragten), um Fragebögen schneller und in vollem Umfang zurückzuerhalten.
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  • Was versteht man in der Sozialwissenschaft unter einem Primacy-Effekt? Ist ein Erinnerungseffekt, bei dem die Reihenfolge der präsentierten Stimuli wichtig ist, für die Auswahl/Erinnerung bei Befragungen. Bedeutet konkret, dass der erste Eindruck/Stimuli am besten erinnert wird. Z.B. wählen Befragte bei visueller Präsentation von Antwortmöglichkeiten eher die zuerst präsentierten
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  • Nennen Sie 3 der 10 Gebote nach Rolf Porst(?). 10 Gebote der Datenerhebung (oder so ähnlich) 1) Verwendung einfacher, unzweideutiger Begriffe, die von allen Befragten in gleicher Weise verstanden werden 2) Vermeidung langer & komplexer Fragen 3) Vermeidung hypothetischer Fragen 4) Vermeidung doppelter Verneinungen und Stimuli 5) Vermeidung von Unterstellungen und Suggestivfragen 6) Vermeidung von Fragen, die auf Inhalte abzielen, über die Befragte mutmaßlich nicht verfügen 7) Verwendung von Fragen mit eindeutigem zeitlichem Bezug 8) Verwendung von Antwortkategorien, die disjunkt und erschöpfend sind 9) Sicherstellung, dass sich Kontext der Frage nicht auf Beantwortung auswirkt 10) Definition von unklaren Begriffen
  • ? Beschreiben Sie mit einem Schlagwort die Klassentheorie von Karl Marx (oder so ähnlich). Welche Dimension von sozialer Ungleichheit lässt sich hierauf anwenden? Produktionsmittel, Privateigentum/Vergesellschaftung, Klassenkampf → Einkommen und Vermögen, Arbeitsbedingungen, Macht und Prestige, Wohlstand, gesellschaftliche Zugehörigkeit (von mir ergänzt)
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  • X Die Kohorte der Masterstudierenden der Uni Trier kann als Netzwerk verstanden werden. Welche Definitionsart liegt dieser Aussage zugrunde? Definition eines Gesamtnetzwerkes durch ex-ante Bestimmung (Kohorte & ihre Merkmale, die über Gruppenzugehörigkeit entscheiden sind vorab bekannt). Antwort aus Altklausuren übernommen: → Gesamtnetzwerk: Menge der sozialen Beziehungen aller Personen einer bestimmten Gruppe (Gruppe = Kohorte der Masterstudierenden) → Eigenschaft Student in Trier, alle haben Abi, besuchen Vorlesungen, schreiben Klausuren
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  • Welche weiteren Kapitale unterscheidet Bordieu neben dem ökonomischen? Soziales & kulturelles Kapital
  • X Nennen Sie 2 Methoden, um die Akteure in egozentrierten Netzwerken zu identifizieren. Qualitativ: Visualisierung, (Beobachtung (Nicht sicher!)) Quantitativ: Namensgeneratoren wie Laumann Generator, Burt Generator, Fischer Generator Gesamtnetzwerke quantitativ: ex-ante Bestimmung, Schneeballverfahren, Expertenrating 
  • Beschreiben Sie ein Beispiel, in dem inhaltsanalytisch in der Soziologie Texte überprüft wurden. → systematische Erhebung und Auswertung von alltagsproduzierten Daten: Quantitative & qualitative Inhaltsanalyse wie bspw. Videos, Zeitungsartikel, Interviews, Beobachtungsprotokolle Marlis Buchmann: Beschäftigung mit Familienbildern. Analyse von Heiratsannoncen von 2 Schweizer Tageszeitungen im historischen Ablauf von 1880 -1960, zufällig ausgewählt. Resilience amongst Japanese atomic bomb Survivors -> Nach 8 Personen theoretische Saättigung (kein weiterer Informationszuwachs). Ziel der Studie: Exploration der Erfahrung von Überlebenden. Vorab definierte Inklusionskriterien, zb. Rückehr in Heimat 14 Tage nach Anschlag
  • Beschreiben Sie den Begriff Determinismus in der wissenschaftstheoretischen Diskussion Determinismus bedeutet, dass alles Geschehen vorbestimmt ist. Er beschreibt die Annahme der Kausalität und besagt, dass jeder (sozialen o. physischen) Erscheinungsform eine Ursache vorausgeht, die notwendigerweise zum Ereignis/der Handlung geführt hat. Das heißt, jedes Ereignis ist vorhersagbar und kann nicht ohne Ursache eintreten. Es erlaubt den Schluss von allgemeinen Gesetzmäßigkeiten auf den Einzelfall.
  • Drei Arten von Fälschungen nennen und beschreiben. 1) Totalfälschung: Interviewer füllt gesamtes Interview statt der zu befragenden Person aus. Es findet keine Kontaktaufnahme mit der Zielperson statt 2) Teilfälschung: Kontaktaufnahme, aber Interviewer füllt Teil des Interviews selbst aus, mit dem Ziel Zeit einzusparen. Darunter fallen auch Kürzungen von Interviewfragen/Auslassungen durch Interviewer. Stellt häufigste Fälschungsart dar. 3) Falsche Personen werden befragt, weil Zielperson nicht anzutreffen war (Ausweichen auf anderen Haushalt o. andere Person im Haushalt)
  • Klassenbegriff im Verständnis von Karl Marx. ??? Dichotom geteilte Klassengesellschaft: Bourgeoisie (1. Herrschende Klasse: besitzen Produktionsmittel) & Proletariat (2. Klasse, Arbeiterklasse) Sind antagonistisch und führen Klassenkampf bis hin zur Vergesellschaftung (Kommunismus gegen Kapitalismus)
  • Beispiele nennen für BIG DATA in der Soziologie. Im Gesundheitswesen: Erfassen von Krankheitsverläufen und Nebenwirkungen von Medikamenten In der Sozialforschung: Erfassen von Trends in Bezug auf politische Meinungen und Proteste In der Verhaltensforschung: Erfassen von Zusammenhängen zwischen Verhalten (z.B. Beziehungsstatus) und anderen Faktoren (z.B. Musikgeschmack)
  • Eine Vollerhebung ist ungenauer als eine Stichprobe. Warum könnte diese Annahme korrekt sein? Weil Vollerhebungen sehr aufwändig (kosten- & zeitintensiv) sind und dies dazu führen kann, dass weniger Merkmale erhoben werden. Außerdem benötigt man bei Vollerhebungen viele Interviewende, die selbst zur Störvariable werden können (nehmen unterschiedlichen Einfluss in der sozialen Situation, die ein Interview darstellt). Bei großen Datenmengen ist das Risiko für Fehler bei Datenerhebung & Analyse höher
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  • Bei einem Experiment wird eine UV manipuliert und die Personen werden zu EG und KG zugeordnet. Was muss gegeben sein, damit man von einem kausalen Zusammenhang ausgehen kann? - Randomisierung (Kontrolle von Störvariablen) - Systematische Variation der UV - Interne Validität sollte gewährleistet sein Antwort aus Altklausuren: - X (UV) und Y (AV) sind korreliert - X geht Y voraus - Zusammenhang besteht auch bei Kontrolle von Drittvariablen
  • In der Soziologie werden nicht so oft Experimente durchgeführt. Wie können trotzdem kausale Aussagen getroffen werden Bei Längsschnittuntersuchungen z.B. Paneldaten lassen sich im Nachhinein durch Panelanalysen Rückschlüsse auf Kausalzusammenhänge ableiten Außerdem: Quasi-Experimente, Schlussfolgerungen → für Kausalität sollte Regelmäßigkeit vorhanden sein, die man mithilfe von empirischen Methoden untersucht (??) → reine Kausalitätsannahme nur, wenn alle Störvariablen kontrolliert – also in perfektem Laborexperiment, aber dann wieder Frage nach externer Validität → Korrelation und Regression sind keine Kausalität
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  • Warum erhebt man eher Stichproben als eine Vollerhebung durchzuführen? Nennen Sie 2 Vorteile - Repräsentativität von bestimmten Gruppen (z.B. Minoritäten) - ökonomisch (Kosten und Zeitaufwand) - Erhebung mehrerer interessierender Merkmale möglich
  • X Multiplexe Beziehungen in Netzwerkmodellen beschreiben/erklären? Multiplex bedeutet eine Beziehungsperson hat mehrere Rollen/Funktionen (z.B. meine Freundin ist gleichzeitig meine Nachbarin) vs. uniplex: Beziehungsperson hat nur eine Rolle/Funktion (z.B. ist nur Nachbarin)
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  • X Ein Maß für Soziogramme/Frage zum Soziogramm. ?? Weiß nicht was gemeint ist. Antwort anhand von Netzwerkanalysen. Graphische Darstellung von Beziehungen in einem Netzwerk…. Also sowas wie Pfeildicke/-nähe? Visuelle Maße: gerichtete Graphen (reflexiv, symmetrisch, transitiv) Statistische Messgrößen: Zentralität (closeness, degree, betweeness centrality), Dichte, Kohäsion, Erreichbarkeit
  • Nennen Sie einen Namensgenerator, mit dem man egozentrierte Netzwerke erheben kann. Burt-, Laumann-, Fischer-Generator
  • Nennen Sie zwei Dimensionen, mit denen man Beobachtungen klassifizieren kann. Bin mir hier nicht sicher! Standardisierung (standardisiert vs. nicht standardisiert) Offenheit (offen vs. verdeckt) Teilnahme (teilnehmend vs. nicht teilnehmend)
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  • Was versteht man unter CATI? Computer assisted telephone interview → erleichtert Erhebung von Fragebogen, da Programm den Ablauf strukturiert und eine direkte Antworteingabe ermöglicht
  • Stem-Leaf-Diagramm Ist eine Art Häufigkeitsverteilungen darzustellen, bei der man alle vorkommenden Werte mit einer gewissen Genauigkeit beibehält (durch Einteilung der Daten in Klassen). Dadurch lassen sich dann die Originaldaten noch aus der Grafik ablesen.
  • Bei persönlichen Interviews kann es zu Verzerrungen durch Effekte sozialer Erwünschtheit kommen. Erklären Sie an einem Beispiel, wie diesen aussehen könnten und nennen Sie zwei Maßnahmen, wie man dagegen vorgehen könnte. Frau befragt Männer und diese geben Antworten, von denen die Männer denken es lässt sie attraktiver erscheinen. Junge Person wird von wesentlich älterer zu ihrem Sexualleben befragt, jüngere Person gibt konservativere Antworten, um nicht verurteilt zu werden. Maßnahmen: neutrale  Formulierungen, Kontrollitems, Randomized Controll Technique, Interviewer passt sich optisch und verhaltenstechnisch (Umfeld) befragter Person an, Annonymität der befragten Person garantieren
  • Was ist theoretisches Sampling? Was sind die Vorteile? Erklären Sie die wichtigsten Punkte des theoretischen Samplings. Genutzt für die repräsentative Auswahl von typischen Fällen (=seltene Population) in der qualitativen Forschung, um Theorien zu generieren. Theoretisches Sampling bedeutet die Auswahl der Fälle durch maximales & minimales Kontrastieren. Dazu werden maximal unterschiedliche und ähnliche Gruppen befragt, bis die theoretische Sättigung erreicht wurde (= neue Daten/Personen liefern keine neuen Erkenntnisse mehr). Vorteile: zielgerichtet und ökonomisch
  • Schritte, um die TDM-Responsequote zu erhöhen: beschreiben Sie die wichtigsten Schritte, die bei der Total Design Method zu höheren Rücklaufquoten führen → benutzerfreundlicher Fragebogen, wiederholte Kontaktaufnahme der Zielperson, personalisiertes Anschreiben, beigelegter frankierter Rückumschlag, finanzielle Incentives im Vorhinein → Aufwandsreduzierung, Vertrauensaufbau, Nutzenmaximierung
  • Nennen Sie je zwei Vor- & Nachteile von postalischen Befragungen. Vorteile: geringer Interviewereinfluss, relativ kostengünstig Nachteile: evtl. geringe Responsequote, evtl. hohe Fehlerquote (keine Kontrolle über Ausfüllbedingungen & wer ausfüllt), evtl. Analphabetismus
  • Was versteht man bei der Analyse sozialer Netzwerke unter Knoten/Punkten und Kanten/Linien? Punkte = Personen, Kanten = Beziehungen zwischen Personen
  • Was versteht man bei der Erhebung von Gesamtnetzwerken unter der realistischen bzw. nominalistischen Erhebungsmethode? Realistisch = abhängig von Auffassung und Verhalten der Akteure (Akteure nennen wichtige Personen selbst? Z.B. Schneeballverfahren, Expertenrating) Nominalistisch = Netzwerkzugehörigkeit wird von Forschern definiert (Bestimmung vorab durch bereits bestehende Gruppen/ex-ante Bestimmung und durch Beobachtung?)
  • Problematik des Quota-Verfahrens erklären. Quota-Sampling = Vorgabe von Quoten für Verteilung von bestimmten Merkmalen (um z.B. Randgruppen zu berücksichtigen) zur Auswahl der Stichprobe Problematik: Auswahl nach Sympathie oder auch „der Bekanntenkreis als Universum“ (Hoag), soll heißen, dass Interviewer (unbewusst) Personen aus dem Bekanntenkreis (aus der eigenen Bubble) wählen, die entsprechende Merkmale aufweisen. Diese sind aber dem Interviewer z.B. oft ähnlich und bilden die interessierende Grundgesamtheit nicht mehr ab.
  • Warum kann man r2 als Maß der proportionalen Fehlerreduktion verstehen? R2 ist ein Determinationskoeffizient der linearen Regression. Als PRE-Maß (proportional reduction of error) gibt r2 an wie viel der Varianz durch die Hinzunahme der UV in Prozent erklärt wurde, sagt also im Umkehrschluss auch etwas darüber aus um wie viel Prozent sich der Vorhersagefehler reduziert hat, nachdem das Modell um die Ausprägungen der UV erweitert wurde.
  • Output-Faktorenanalyse → Interpretation von Eigenwerten (Kaiser-Kriterium). Faktorenladung: Korrelation zwischen Faktor & Variable (Anteil der Streuung die durch den Faktor erklärt wird) Eigenwert: Erklärter Teil der Gesamtvarianz der manifesten Variablen durch latenten Faktor Kommunalität: Anteil der Varianz einer Variable, die durch alle Faktoren insgesamt erklärt werden kann ➔ Hauptkomponentenanalyse: Varianz kann komplett durch alle Faktoren erklärt werden, also Kommunalität = 1 ➔ Hauptachsenanalyse: Varianz kann nicht komplett durch alle Faktoren erklärt werden, also Kommunalität < 1 Faktorwert: Ausprägung des Faktors im Individuum Festlegen der Faktorenzahl (unterschiedliche Methoden): ➔ Kaiser-Kriterium: Alle Faktoren, die einen Eigenwert von über eins haben, werden extrahiert. Eigenwert bedeutet die Summe aller quadrierten Faktorladungen eines Faktors über alle Variablen ➔ Scree-Test oder auch Ellenbogenkriterium: Die Eigenwerte der Faktoren werden im Screeplot (Eigenwertdiagramm) abnehmend eingeordnet. ➔ Es wird so lange extrahiert, bis eine festgelegte Prozentzahl der Varianz erklärt ist. Varianz bezeichnet in diesem Fall die Standardabweichung Interpretation des Outputs: Gegeben ist ein Output mit so und so viel extrahierten Faktoren, die so und so viele Variablen erklären/umfassen. In der Klausur ist es meist ein 1-Faktorenmodell Erklärung warum nur ein Faktor extrahiert: Wegen Kaiser-Kriterium, Einziger Faktor mit Eigenwert größer als 1 (klärt also mehr Varianz auf als die Variable allein),Was würde oblique Rotation ändern?: Nichts, da nur ein Faktor extrahiert wurde und dieser die Varianz optimal aufklärt → Rotation nur dann notwendig, wenn mehrere Faktoren extrahiert und Ladungsmuster uneindeutig. Oblique Rotation bedeutet Faktoren sind interkorreliert = schiefwinklig rotiert (im Gegensatz zu orthogonaler Rotation, bei der Faktoren nicht miteinander korrelieren = rechtwinklige Rotation)
  • Erklären Sie kurz (in 1-2 Sätzen) das Grundprinzip der Faktorenanalyse. Eine Faktorenanalyse sucht nach Strukturen in den Ausprägungen von Variablen, indem sie eine Vielzahl an Variablen auf eine überschaubare Anzahl an Einflussvariablen reduziert. (Datenreduzierendes Verfahren) Sie basiert auf der Grundannahme, dass hinter mehreren miteinander korrelierenden (manifesten) Variablen (unbeobachtete) Größen (=latente Faktoren) stehen, die für die Korrelationsmuster verantwortlich sind, sodass sich der Beobachtungswert der manifesten Variablen durch eine Linearkombination mehrerer Faktoren berechnen lässt.
  • Erklären Sie kurz, welche Probleme OLS-Regressionen bei Paneldaten aufweisen (oder so ähnlich). Warum sind OLS-Regressionen mit robusten Standardfehlern nur ein Teil der Lösung dieser Problematik? OLS-Regressionen berücksichtigen nicht die Tatsache, dass Personen mehrmals in den Datensatz einfließen (BLUE-Annahmen verletzt), sodass die Regressionsgewichte und Standardfehler (und damit auch die t-Werte) nicht aussagekräftig/interpretierbar sind. OLS-Regressionen mit robusten Standardfehlern werden zwar der Tatsache gerecht, dass Personen mehrmals in den Datensatz einfließen, aber die Regressionsgewichte können weiterhin verzerrt sein. Lösung: FE oder RE Modelle
  • Kann man bei einem FE-Modell zeitkonstante Einflüsse erfassen? Nein, Fixed-Effects-Modelle mitteln zeitkonstante Einflüsse raus und sind speziell dafür geeignet den kausalen Effekt von zeitvariablen Kovariaten auf eine metrische AV zu identifizieren. Dazu wird der Fehlerterm in einen (zeitkonstanten) personenspezifischen und einen idiosynkratischen Fehler aufgeteilt und nur die Veränderung einer Person um den eigenen Mittelwert (innerhalb Varianz) betrachtet.
  • Nennen Sie 3 Gütekriterien einer Skala Objektivität, Reliabilität, Validität