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Judo (Subject) / Judo Begriffe und Theorie (Lesson)
Begriffe und Theoriewissen zum Judo für Dan-Prüfungen
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- Spektrum der Kontertechniken Sen-sen-no-sen: - Tori greift an, wenn Uke bereits eine Angriffsabsicht hat, aber seinen Angriff noch nicht gestartet hat. à Tori kann die Angriffsabsicht z. B. an Veränderung des Griffs erkennen. - DJB: Tori lässt Uke glauben letzterer sei in einer offensiven Position, um eine Aktion zu provozieren (z. B. Seoi-nage in Kenka yotsu) Sen-no-sen: - Tori greift in dem Moment an, in dem Uke seinen Angriff startet. (DJB: direkte Reaktion) à Z. B. Eingang zu Tani-otoshi, wenn Uke eine Eindrehtechnik starten will. Go-no-sen: - Tori greift Uke an, nachdem dieser einen Angriff gestartet hat. à Z. B. Blocken & Aussteigen jeweils mit Konter à „Echte“ Konter (s. u.).
- (bis zu 6) Kaeshi-waza aus dem Kodokanprogramm Uchi-mata-sukashi O-Uchi-gaeshi O-soto-gaeshi Tsubame-gaeshi (vs. De-ashi-harai) Daki-wakare (vs. Seoi-otoshi) Kari-gaeshi (vs. Hane-goshi)
- Nage waza ura no kata: 1. Gruppe (vs.) Te-waza 1. Uki-otoshi → Tai-otoshi 2. Seoi-nage → Yoko-goruma 3. Kata-goruma → Sumi-gaeshi 4. Tai-otoshi → Tsuri-goshi 5. Obi-otoshi → O-goruma
- Nage waza ura no kata: 2. Gruppe (vs.) Ashi-waza 1. Okuri-ashi-harai → Tsubame-gaeshi 2. Ko-uchi-gari → Hiza-goruma 3. O-uchi-gari → O-uchi-gaeshi 4. Sasae-tsurikomi-ashi → Sumi-otoshi 5. Uchi-mata → Tai-otoshi
- Nage waza ura no kata: 3. Gruppe (vs.) Koshi-waza 1. Hane-goshi → Kari-gaeshi 2. Harai-goshi → Ushiro-goshi 3. Han-goshi → Utsuri-goshi 4. Uki-goshi → Yoko-wakare 5. O-goshi → Seoi-nage
- (bis zu 7) Makikomi-waza aus dem Kodokan Programm Makikomi-waza = Einrolltechniken 1. Uchi-makikomi 2. Soto-makikomi 3. Ko-uchi-makikomi 4. Hane-makikomi 5. O-Soto-makikomi 6. Uchi-mata-makikomi 7. Harai-makikomi
- (3) Allgemeine Prinzipien für Ne-waza 1. Übergangspahsen: In Übergangsphasen schnell zu reagieren und günstige Positionen herzustellen, ist für Tori leichter, als Uke in einer einmal erreichten stabilen Verteidigungsposition anzugreifen. 2. Würgen & Hebeln: Uke und Tori müssen konstant darauf bedacht sein, ihre Arme und Halspartien so zu sichern, dass sich möglichst keine Gelegenheit ergibt, gehebelt oder gewürgt zu werden. 3. Flexibilität: Tori passt seine Aktionen dem Verteidigungsverhalten von Uke an.
- (6) Prinzipien des Haltens und Befreiens - Drehachsen - Belastung - Stützen & Gliedmaßen - Schwerpunkt - Blockaden - Beinklammer
- Definition Haltegriff Ein Haltegriff liegt vor, wenn 1. Uke auf dem Rücken liegt, 2. Tori den Schultergürtel und / oder Hüftgürtel von Uke Kontrolliert und 3. Tori zu jeder Zeit aufstehen könnte.
- (5) Prinzipien des Hebelns - Widerlage & Hebelpunkt - Streckhebel - Beugehebel - Bewegungsfreiheit (möglichst einschränken) - Rumpfmuskulatur (Stärker als Arme → zum Hebeln mit nutzen)
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- Bezeichnungen der Technik-Gruppen Stand, Boden (Halten / Hebeln / Würgen) - Nage waza = Wurftechniken - Ne waza = Bodentechniken - Osaekomi-waza = Haltetechniken - Kansetszu waza = Hebeltechniken - Shime waza = Würgetechniken
- Grundprinzip Hebel Das Ellenbogen (oder alt auch Kniegelenk) wird durch Überstreckung oder Verdrehung unter Spannung gesetzt.
- Grundprinzip Würgen Es wird mit Händen, Armen, Beinen und dem Judigo an Ukes Hals die Blut- oder Luftzufuhr abgeschnitten. Dabei darf der Kehlkopf nicht gewürgt werden.
- (9) Prinzipien des Würgens (inkl. "Grundtechniken") - Widerlager - Rumpfmuskulatur (Stärker als Hals / Nacken → zum Würgen nutzen) - Gekreuzte Unterarmee (Juji-jime) - Ohne Judogi (Hadaka-jime) - Festgelegte Schulter (Kataha-jime) - Mithilfe des Revers (Okuri-eri-jime) - Einhändig (nur DE: Katate-jime) - Parallele Arme (Ryote-jime) - Beine (Ashi-jime)
- (5) Grundsätzliche Prinzipien der Verteidigung Nage-waza - Griff abwehren & Lösen - Schwerpunkt absenken - Positionierung / Ausweichen - Block - Aussteigen
- (3) Grundsätzliche Angriffsstrategien Nage-waza - Griff stärken / Uke's Griff lösen - Ausnutzen von Ukes Bewegungen - Vorbereitende Techniken: Kombinationen und Finten
- Definition Randori - Randori = "wild durcheinander greifen" → Nicht vorstrukturiert: Zeitpunkt und Ausprüfung der Techniken sind frei wählbar - Randori ist kein Kampf "auf Biegen und Brechen" → Lockere Demonstration
- (3) Grundlegende Trainingsformen Technikerwerbstraining ("Basisform") Technisches Ergänzungstraining (z. B. Uchi-komi, Tandoku-renshu) Technikanwendungstraining (z. B. Randori, Kombinationen)
- (3) Randori-Varianten Zeitdruck Randori Kumi-kata Randori Fehler-Randori
- Judo Werte Bescheidenheit Ehrlichkeit (Fairness) Ernsthaftigkeit Freundschaft Hilfsbereitschaft Höflichkeit Mut Respekt Selbstbeherrschung Wertschätzung
- Rolle von Uke und Tori - Ganzheitliches Verständnis: Keine Gegenspieler sonder Teil eines Ganzen - Uke ist kooperativer Partner, der Toris Aktionen zulässt, aber nicht aktiv unterstützt - Je nach Übungsform: Uke dosiert seine Gegenwehr - Sowohl Uke als aus Tori lernen in jeder Trainingsform beide.
- (4) Unterrichts- & Lehrmethoden - Analytisch-synthetische Methode: Aufteilung einer Technik in Teilbewegungen für komplexe Techniken (z. B. Konter / Bodentechniken) - Ganzheitsmethode: Technik wird als Ganzes geübt (einfache Techniken oder fortgeschrittene Zielgruppe) - Induktive Methode: Eigenständiges Üben anhand einer Zielsetzung (z. B. "Kontert diese Technik mit einer Hüfttechnik") - Deduktive Methode: Fixe Bewegungsanweisungen mit "freier" Zielsetzung (z. B. "Kombiniert diese und jene Technik")
- Äußere Differenzierung - Aufteilung der Lerngruppe mit dem Ziel der Homogenisierung der Teilgruppen - DJB rät von äußerer Differenzierung bei Gruppen unter 13-14 Jahren ab
- (4) Möglichkeiten der inneren Differenzeirung - durch Zahl der Aufgaben: Zusätzliche Aufgaben für schnellere Lernende (z. B. Technik auf schwacher Seite oder aus der Bewegung ausführen) - durch Lehrerhilfen: Einzelunterstützung oder zusätzliche Unterstützung von Kleingruppen - im Lösungsweg / Anforderungsniveau: Bewegungsaufgabe kann frei erfüllt werden (z. B. Einüben einer speziellen Technik → Seite, Bewegungsrichtung, Verkettung bleibt freigestellt) - in Leistungsgruppen: Pädagogisch bedenklich, aber manchmal nicht zu vermeiden. Möglichkeit: Selbsteinschätzung
- (3) Tachi-waza Te-waza Koshi-waza Ashi-waza
- (2) Sutemi-waza Ma-sutemi-waza Yoko-sutemi-waza
- (9) Wurfprinzipien Sicheln Fegen Blockieren / Stoppen Verwringen Einhängen Eindrehen Ausheben Einrollen Selbstfallen
- (5) Falltechniken Ushiro ukemi: Rückwärts Fallen Yoko ukemi: Seitwärts Fallen Mae ukemi: Vorwärts Fallen („Sprawl“) Mae mawari ukemi: Vorwärts Fallen (Rolle) Jiyu ukemi: Freier Fall
- Körperhaltungen Shisei: 1. Shizentai: Aufrechte Körperhaltung 2. Jigotai: Tiefe Verteidigungsstellung
- Rechts vs. Links vs. Parallel Migi (r) vs. Hidari (l) vs. Hon z. B. Migi Jigotai oder Hidari kumi kata
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- Kampfauslage ("Griffseite") - Kenka yotsu = Gegengleiche Auslage - Ai yotsu = Gleiche Auslage
- Schrittfolgen / Bewegungen Shintai - Suri-ashi: Schleifende Schritte auf der Matte - Ayumi-ashi: Füße überholen sich (Kata während „normalen“ Wegen) - Tsugi-ashi: Füße überholen sich nicht (Nage-no-kata während der Techniken)
- (3-5) Wurfeingänge - Kodokan ≈ Direkter ≈ Stepping-in Eingang – auf Uke zu - Kawaishi Eingang – seitlich mit schwungvoller Drehung - Pulling-out Eingang – aus der Rückwärtsbewegung
- (6) Wurfphasen 1. Kumi-kata – Griffkampf 2. Kuzushi – Gleichgewichtsbruch 3. Tsukuri – Wurfansatz / Wurfeingang Kuzushi & Tsukuri können zeitgleich erfolgen, z. B. bei Sutemi-waza 4. Kake – Ausführung des Wurfs 5. Zeitgleich: Nage – Ukes Fall 6. Zanshin – Erhöhte geistige und Körperliche Wachsamkeit nach der Wurfausführung
- Kombination vs. Finte - Kombination: Ernsthafte Wurfabsicht bereits bei erster Technik - Finte: Erste Technik dient lediglich der Vorbereitung → Eigenlich von außen nicht zugänglich. Auslegungs- und Meinungssache.