Ökologie (Subject) / Symbiose (Lesson)
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HTW Dresden Gartenbau 1. Semester
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- Symbiose Achtung! In der US-amerikanischen Literatur wird das Wort mutualism synonym zur deutschen Bezeichnung Symbiose im engen Sinne gebraucht, während das Wort symbiosis − im Gegensatz zur deutschen Bezeichnung Symbiose − für jegliches Zusammenleben von Lebewesen verschiedener Arten verwendet wird.
- Endosymbiose Organismen sind miteinander verflochten oder ein Organismus lebt in einem anderen - Flechten (Alge und Pilz können nur noch miteinander existieren) - Einige Krebse in Schwämmen (häufig Übergang zu Parasitismus) Mykorrhiza stickstofffixierende Leguminosen
- Ektosymbiose beide Symbionten leben außerhalb Bestäubung von Pflanzen
- Fakultativer Mutualismus Allianz = lockere Symbiose Putzerlippfische, afrikanischer Rotschnabel-Madenhacker, Krebs packt Anemone ( mit Nesselgift ) aktiv auf sein Schneckenhaus und pflanzt sie um, wenn er ein neues Schneckenhaus bezieht
- Obligater Mutualismus Eusymbiose Im Fall von Feigen und Feigenwespen sieht die Sache dagegen anders aus: Diese beiden Arten sind zum Durchlaufen ihrer jeweiligen Lebenszyklen aufeinander angewiesen. Diese Form der Symbiose nennt man obligatorischen Mutualismus.
- Parabiose Es gibt Fälle, bei denen nur einer der Partner einen Vorteil hat, der andere weder Nutzen noch Schaden erfährt (Parabiose). Kommensalismus („Tischgenosse“), z. B. Aasfresser, die Beutegreifern folgen (z. B. Geier) Parökie: Lebewesen dulden andere in ihrer Nachbarschaft Häufig Kombi aus Kommensalismus und Parökie: Zum Beispiel Schakale, die in der Nähe von Raubtieren leben, dadurch Schutz genießen und von Nahrungsresten profitieren Stalking - Trompetenfische (Gattung Aulostomidae) begleiten andere Fische bei der Nahrungssuche. Werden Kleinlebewesen aufgescheuch, versucht er auch welche zu erbeuten.
- Synökie Einmieten bei einer Partnerart z. B. mieten sich Sperlinge gern in Storchennestern ein, die ihnen Schutz bieten Ameisenkäfer Neuraphes talparum lebt in Nestern des Maulwurfs Talpa europaea
- Epökie bestimmte Organismen besiedeln andere Organismen (Aufsiedlertum) - Epiphyten Z. B. Spinnen in der Krone einer Eiche Flechten auf dem Panzer der Galapagos-Riesenschildkröte Kleinschmetterlinge leben in Fell der Faultiere (Raupen fressen dort Cyanobakterien, Hautschuppen) Seepocken auf Walen
- Phoresie Sonderfall der Epökie: Organsimen nutzen andere Organismen zeitweise als Transporteur Milben auf Mistkäfer Geotrupes spec. Pseudoscorpion auf Waffenfliege Sargus bipunctatus
- Metabiose Zeitlich später liegende Sekundärnutzung höhlenbauende Spechte schaffen Brutmöglichkeiten für andere Vögel, Wochenstubenbehausungen für Fledermäuse - Einsiedlerkrebse nutzen leere Schneckengehäusen
- Parasitoid Ernähren sich vollständig von ihrem Wirt, töten ihn erst nach einiger Zeit
