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Ökologie (Subject) / Evolutionsbegriffe (Lesson)
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- gerichtete Selektion durch „Druck“ der Umwelt wird das Merkmal bevorzugt, das von mittlerer Merkmalsausprägung abweicht und verschiebt so die Merkmale in bevorzugte Richtung
- aufspaltende Selektion disruptive Selektion begünstigt Varianten entgegengesetzter Extreme
- stabilisierende Selektion Durch „Druck“ der Umwelt wird mittlere Merkmalsausprägung bevorzugt und dadurch die Variationsbreite verringert
- Industriemelanismus ( anthropogen bedingte Selektion ) starke Zunahme der Luftemissionen (SO2) mit Beginn der Industrialisierung Flechten: sehr empfindlich gegenüber SO2 Bsp. : Birkenspanner bei gesunden Flechten bleibt er weiß bei dunklen Stämmen, durch Qualm abgestorben sind, wird er dunkel Nach Einbau von Filteranlagen : Rückgang der SO2- Belastung und gleichzeitiger Rückgang der Frequenz der schwarzen Morphe
- Reziproke Transplantation = Lebewesen aus unterschiedlichen Biotopen werden miteinander vertauscht
- Geschlechtsdimorphismus = durch Selektion unterschiedliches Aussehen der Geschlechter einer Art
- reproduktive Isolation = gewisse Merkmale werden durch Wahl des Sexualpartners weiter gefestigt (Größe, lange Federn, Fell...)
- common garden z.B.: 2 Pflanzen von A & B an einen Standort C bringen und ihr Verhalten beobachten ( lokale Spezialisierungen und genetische Effekte sind erst ab 1000 km sichtbar ) Die Pfanzen in ihren jeweiligen Habitaten zu beobachten und auf Unterschiede zu untersuchen, würde uns keine Information darüber liefern, ob eine lokale Anpassung im evolutionären Sinn vorliegt. Die Unterschiede könnten auch ganz einfach das Resultat unmittelbarer Reaktionen von im Wesentlichen gleichen Pfanzen auf gegensätzliche Umweltbedingungen sein. Deshalb pfanzte man Pfanzen aus höheren und tieferen Lagen zusammen in einem „Gemeinschafsgarten" (sog. Common-Garden-Experiment) an, um so jegliche Einfüsse der unterschiedlichen unmittelbaren Umgebungen zu eliminieren.
- Arten =sind sich kreuzende Populationen, die von anderen Gruppen isoliert sind.
- Mechanismen der reproduktiven Isolation Werbeverhalten, Balz Größenaffinität bei z.B. Seepferdchen Gesang bei Vögeln oder Heuschrecken Pheromone Morphologie der Geschlechtsorgane diese Fakten führen zu einer Trennung des Genpools
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- phylogenetisches oder evolutionäres Artkonzept Die Art beginnt demnach mit der Artspaltung und endet, wenn alle Vertreter der Art, ohne Nachkommen zu hinterlassen, aussterben oder durch Artspaltung neue Arten aus ihr hervorgehen. Als Phylogenese bezeichnet man die stammesgeschichtliche Entwicklung aller Lebewesen und ihrer Verwandtschaftsgruppen. Der Begriff "Phylogenese" wird auch verwendet, um die Weiterentwicklung einzelner Merkmale im Verlauf der Entwicklungsgeschichte zu charakterisieren.
- Anagenese Höherentwicklung / Artumwandlung Die Anagenese (gr. ana = aufwärts; genesis = Entstehung), auch phyletische Evolution, (historische) Artumwandlung, allochrone Artbildung oder Progression genannt, bezeichnet die Höherentwicklung oder Transformation eines Taxons in der Evolution ohne Artneubildung.
- Cladogenese Aufspaltung einer Art ( Ausgangsart bleibt ) Kladogenese, Cladogenese, ein Muster der evolutionären Veränderung, bei dem Biodiversität zustande kommt, indem Arten sich jeweils in zwei neue Arten aufspalten (Speziation).
- allopatrisch durch geografische Trennung
- sympatrisch durch Zusammenleben, jedoch Nischenfindung Sympatrische Artbildung beschreibt die Aufspaltung einer Ursprungsart in zwei neue Arten. Die Artaufspaltung findet hierbei in einem gemeinsamen Lebensraum statt. Sympatrische Artbildung ist der Gegenspieler zur xxx Artbildung und tritt im Gegensatz dazu nur sehr selten und unter bestimmten Bedingungen ein.
- Konvergente Evolution ( Parallelevolution ) Analoge Strukturen ohne gemeinsame Vorfahren ( z.B. Das Fliegen bei Flugsauriern, Vögeln & Fledermäusen [ nicht verwandt, ähnliche Anpassung ] )
- Spezialfall Bioinvasion Umwelt übt „Druck“ auf Merkmale aus und führt zu innerartlicher Variabilität. Dieser Druck kann auch anthropogenen Ursprungs sein, z. B. Bioinvasion. Beispiel Aga-Kröte Rhinella marina da sie aus fremdem Land stammt und sich durch die Abwesenheit von Fressfeinden rasant vermehrt Giftstoffe werden über die Hinterohrdrüsen (Parotiden) und Hautdrüsen am Rücken abgesondert Bei deutlicher Bedrängnis kann dies auch spritzend (Extrusion) erfolgen. - Hund 15 min nach Apportation tot Eier, Kaulquappen, tote Kröten auch giftig, bei unterschiedlichen Arten unterschiedlich Vormarsch der Aga-Kröte in Australien 55 km pro Jahr Ankunft der Agakröte im Northern Territory, innerhalb von zwei Jahren Rückgang der Süßwasserkrokodile um 77 % - Rückgang der Goannas (Warane) um 90 % - Rückgang der bodenbrütenden Regenbogenspinte um 30 % - Rückgang der Braunschlangen (hochgiftig) um 90 % - Gefährdung zahlreicher weiterer Arten: Gold-Laubfrosch, Blauzungenskink, Zwergbeutelmarder vom Aussterben bedroht Im Ursprungsgebiet - Adaptation über lange Zeiträume - Einnischung in Ökosystem - Fressfeinde Australien - Bioinvasion - Zunächst keine Anpassung der heimischen Fauna - Druck führt allmählich zu Anpassung